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  • #1

Absagen - aber wie?

Ich hatte vor einigen Tagen nach zuvor sehr angeregtem Mailautausch ein erstes Treffen mit einem Mann. Nur: schon vom ersten Moment an war mir klar, das wird zumindest von meiner Seite aus zumindest nichts. So angenehm der gemeinsame Cafébesuch und unser teilweise auch sehr lustiges Gespräch auch war, aber der Typ Mann ist absolut nicht meiner. Ich habe zunächst gezögert, dies danach ausreichend deutlich in einer Mail an ihn zu formulieren, bin dann aber endlich über meinen Schatten gesprungen.

Wie geht ihr damit um? Wartet ihr ein paar Tage und "plaudert" per Mail weiter, auch wenn es nichts zu deuteln gibt oder erteilt ihr die "Watsch'n" möglichst zeitnah? Ich halte nichts vom Hinhalten, allerdings bedarf es sicher doch einiger diplomatischer Regeln? Sanft, aber eindeutig ist sicher die beste Art ... Was habt ihr für Erfahrungen?

W, 43
 
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  • #2
AW: Absagen - aber wie?

Zitat von Violetta:
Ich hatte vor einigen Tagen nach zuvor sehr angeregtem Mailautausch ein erstes Treffen mit einem Mann. Nur: schon vom ersten Moment an war mir klar, das wird zumindest von meiner Seite aus zumindest nichts. So angenehm der gemeinsame Cafébesuch und unser teilweise auch sehr lustiges Gespräch auch war, aber der Typ Mann ist absolut nicht meiner. Ich habe zunächst gezögert, dies danach ausreichend deutlich in einer Mail an ihn zu formulieren, bin dann aber endlich über meinen Schatten gesprungen.

Wie geht ihr damit um? Wartet ihr ein paar Tage und "plaudert" per Mail weiter, auch wenn es nichts zu deuteln gibt oder erteilt ihr die "Watsch'n" möglichst zeitnah? Ich halte nichts vom Hinhalten, allerdings bedarf es sicher doch einiger diplomatischer Regeln? Sanft, aber eindeutig ist sicher die beste Art ... Was habt ihr für Erfahrungen?

W, 43
Hi Violetta,

ich warte immer ein paar Tage (auch um mir selbst noch mal Gedanken machen) und dann sage ich freundlich ab. Währenddessen gibt es kein Geplaudere per Mail.

Die eigentliche Absage schreibe ich eigentlich immer per Mail (mündlich war es dem Gegenüber oft genauso unangenehm wie mir). Dazu bedanke ich mich für das nette Treffen, sage das es bei mir nicht gefunkt hat (ich sage das auch, wenn ich den Eindruck hatte, dass dies für beide gegolten hat) und wünschen meinem Kontakt alles Gute für die Zukunft. Das hat mit wenigen Ausnahmen eigentlich immer gut funktioniert.

VG,
PS-Oldie
 
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  • #3
AW: Absagen - aber wie?

Danke, PS-Oldie :) Ich muss vielleicht noch etwas ergänzen: es geht eben um diese paar Tage, wenn es überhaupt nichts nachzudenken gibt! Ich war eigentlich versucht, die Absagenachricht gleich nach dem Treffen zu schreiben und überlegte dann noch weiter, warum ich mein Desinteresse dann nicht auch gleich persönlich (am Ende?) der Begegnung kund getan habe. Deswegen hatte ich fast schon ein schlechtes Gewissen. Aber vielleicht mache ich mir unnötig Gedanken. Es ist bloß so, dass mir schon beim ersten Aufeinandertreffen, in der ersten Sekunde mehr als deutlich klar war, dass das meinerseits ganz sicher nichts in Richtung näheres Kennenlernen werden würde. Die Höflichkeit und der sehr nette Austausch zuvor haben mich aber davon abgehalten, um keine Gefühle zu verletzen.

Da so etwas sicher öfter vorkommt, bin ich einfach neugierig, welche Möglichkeiten opportun sind, um solche Situationen abzukürzen. Hängt sicher auch jeweils von der ganz individuellen Sachlage ab. Kurzum: MUSS man in jeder Situation das Treffen "durchstehen" oder darf man freundlich, aber offen nach ein paar Sätzen sagen "Du, ich glaube, das wird nichts, sei mir nicht böse, aber wir gehen besser gleich wieder jeder unserer Wege"??? Nun hat sich ja jeder erst einmal darauf gefreut, war neugierig und hatte gewisse Erwartungen an die Begegnung.

Dies nur als weiterführende Gedanken meinerseits... (wo ich abgesehen von meinem Gefühl während dieser Begegnung mittlerweile auch erfahren habe, dass ihm ganz besonders an einer Intensivierung unserer Bekanntschaft gelegen hätte und er mich - ähem, toll fand. Da ist es fast doppelt unangenehm). Ich überlege daher, was mir im umgekehrten Fall am angenehmsten wäre... sicher sollte man es daran messen?
 
M

marlene_geloescht

  • #4
AW: Absagen - aber wie?

Ich hatte auch schon solche Fälle, wo ich sofort auf den ersten Blick wusste: Das wird nichts.

Mein Gegenüber war mir dankbar, dass ich es am Ende Treffens gesagt habe, wäre jedoch noch glücklicher gewesen, wenn ich es ihm sogar schon zu Beginn gesagt hätte. Dann hätte das Kaffeetrinken gar nicht erst stattgefunden.

Also habe ich mir angwöhnt, es zu sagen wenn ich mir sicher bin.
Vor allem wenn der andere mich toll fand, wird es doch für ihn leichter wenn er ganz schnell weiß, dass er gar nicht erst ins schwärmen geraten sollte.
 
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  • #5
AW: Absagen - aber wie?

Wenn ich ein Date habe, und mein Gegenüber sagt bei meinem Anblick: "Du, das wird nichts. Besser gehen wir gleich nachhause.", dann fände ich das mehr als seltsam. Wir haben uns beide die Zeit genommen und uns auf die Begegnung, weil wir einander im schriftlichen Austausch sympathisch fanden und neugierig aufeinander waren (Wenn das nicht so ist, gibt es für mich auch kein Date.). Wieso sollen wir dann nicht Zeit miteinander verbringen? Eine sofortige Absage fände ich extrem unhöflich und zu zielorientiert ("Ich verbringe nur mit denen Zeit, mit denen es sich ganz bestimmt lohnt, und das muss vom ersten Moment an klar sein.")
Anders wäre es für mich, wenn mein Gegenüber ausgeprägt ungepflegt erscheint und mir das Zusammensein dadurch unangenehm ist. Dann würde ich es sehr schnell beenden.
 
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  • #6
AW: Absagen - aber wie?

Hallo Violetta,

ich "spiegle" dies einfach mal von der anderen Seite. Ich bekam heute nämlich einen "Korb" nach einem gestrigen Date. Für mich war es ein sehr angenehmes Treffen - "wir konnten uns riechen", wir hatten anregende, interessante Gespräche, lernten uns näher kennen und stellten fest, dass wir in vielen Bereichen ähnlich "ticken". Es gab von meiner Seite noch nicht dieses - sagen wir mal - gewisse Etwas, einen Funken oder wie ich das beschreiben soll, eher so das Bedürfnis nach einem weiteren Treffen, um zu erleben, wie sich die Dinge entwickeln und was passiert. Und ich merkte bei der Verabschiedung auch, dass sie ein klein wenig abwesend war, intensiv am Denken und Nachspüren, das ist natürlich ein rein subjektive Interpretation von mir.

Heute bekam ich eine PN mit fast der exakt gleichen Einschätzung unseres Treffens wie oben beschrieben, der klaren Aussage, dass ich nicht der Mann für ihr Leben bin und sie sich gerne mit mir wieder treffen würde. Daraufhin rief ich bei ihr an, um dies zu klären / verstehen. Sie hat es mir erläutert und ich kann es nachvollziehen. Nicht ganz nachvollziehen konnte ich den Wunsch nach einem weiteren Treffen, bei einer so klaren Entscheidung. Ich weiss natürlich auch nicht sicher, ob dies nicht einfach eine Art "Trostpflaster" war, weil sie mich nicht verletzen wollte.

Angekommen ist bei mir: Schade, hätte interessant werden können. Gut, dass Sie das so klar formuliert und mir auch klar schrieb, dass es mit ihren Emotionen und Empfinden zu tun hat und nichts mit mir als Mann an sich. Zum Telefon griff ich, weil diese Art des Dialoges einfach weniger die Gefahr von Missverständnissen birgt als einseitige PNs und es gab mir die Chance zu klären und zu verstehen.

Beim Date selbst sofort - vor Kaffee - zu sagen nein, kann von meinem Verständnis nur einen Grund haben - wir können uns nicht riechen. Das gibt es zwischen Menschen und dann sollte es auch meiner Ansicht nach sofort kommuniziert werden. Nach dem Date sofort nein zu sagen - ich weiss nicht so recht - mag sein, wenn sich im Date Fakten / Einschätzungen usw. ergeben, die klar zeigen, das wird nichts, aber ansonsten finde ich eine Nacht darüber zu schlafen, das Ganze nachwirken zu lassen und dann relativ zeitnah zu schreiben / sagen was los ist, für sehr gut. So wie hier geschehen. Das Ganze hinzuziehen halte auch ich für falsch. Und die Absage per Telefon für die ehrlichste Methode. Es gehört mehr Mut dazu, sich diesem Dialog zu stellen, als nur zu schreiben, und dass sie dazu bereit war, machte es für mich einfacher.

Natürlich fühle ich mich verletzt und doch kann ich gut damit umgehen, weil sie ehrlich und respektvoll und mutig mit mir umgegangen ist.

LG Jorge
 
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  • #7
AW: Absagen - aber wie?

Mir fallen nur ganz wenige Gründe ein, ein Date bereits vor dem Kaffee, Tee ... zu verabschieden. Ich treffe mich nur dann, wenn sich über Mail und telefonieren Interesse und Sympathie aufgebaut hat. Klar kann es dann trotzdem ein "Reinfall" werden, aber das Risiko ist geringer. Ich hatte bisher ein erstes Treffen, bei dem ich kurz davor war, zwischendurch zu verschwinden, aber wenn ich sicher bin, dass sich nichts entwickeln wird, schreibe ich direkt am nächsten Tag mit einem Dank für den (hoffentlich wenigstens netten) Nachmittag/Abend und einer freundlichen Erklärung, warum ich mich nicht weiter treffen möchte. Wenn ich mir sicher bin, warum dann noch warten?! Ich habe es allerdings auch schon erlebt, dass ein erstes Treffen sehr nett war, es aber beiden klar war, dass da nicht mehr daraus wird, aber trotzdem ein Interesse da war, sich weiter zu treffen. So ist dann eine lockere Freundschaft entstanden - was ja auch etwas sehr Schönes ist!
 
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  • #8
AW: Absagen - aber wie?

Hallo
bin neu hier...kann mir jemand sagen wie man die Mails verschickt wenn man wo schon drinsteht das man kein Interesse mehr hat und man dann die Dialoge löschen kann?
Ich finde einfach nixxxxxx.....

Danke
Surprise
 
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  • #9
AW: Absagen - aber wie?

Liebe surprise,

das Thema "Verabschiedung" wurde bereits an anderer Stelle erklärt. Schauen Sie doch mal hier: https://www.parship.de/forum/single-leben/kontakt-verabschieden-196.html

Viele Grüße
Das Team vom PARSHIP-Forum
 
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  • #10
AW: Absagen - aber wie?

Ich sage hierzu nur eins. Bitte, bitte verabschiedet euch ehrlich. Seid ehrlich zueinander. Ich erlebe immer wieder das Gegenteil und es ist einfach traurig als Mensch so behandelt zu werden
 
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  • #11
AW: Absagen - aber wie?

Zitat von Karsten:
Ich sage hierzu nur eins. Bitte, bitte verabschiedet euch ehrlich. Seid ehrlich zueinander. Ich erlebe immer wieder das Gegenteil und es ist einfach traurig als Mensch so behandelt zu werden
Da lese ich gewaltigen Frust bzw. verletzte Gefühle. Lass dich nicht fertigmachen. So ein Verhalten zeugt wenigstens von schlechter Kinderstube und fehlendem Anstand. Ich sehe das jedenfalls so, bin da vielleicht auch etwas veraltet mit anfangs 40.

Vielleicht hilft dir Folgendes: Dieses Verhalten zeigt den Charakter des Datingpartners deutlich auf und früher oder sppäter kommt diese Verhaltensweise in einer möglichen Partnerschaft wieder hervor. Schönheit ist vergänglich, der Charakter bleibt lebenslänglich. Und du möchtest doch keine Partnerin, die dich in einer wirklich schwierigen Situation alleine im Regen stehen lässt?? Genau das wird mit so einer Partnerin früher oder später passieren...je früher dus merkst desto besser auch wenns im Moment schmerzhaft ist.
 
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  • #12
AW: Absagen - aber wie?

Auch wenn ich ahne, dass es mit einem Mann nichts wird, sage ich das nicht direkt beim Abschied des ersten Treffens. Ich mag wenigstens noch einmal drüber schlafen. Dann sage ich jedoch umgehend Bescheid.
 
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  • #13
AW: Absagen - aber wie?

Man muss sich die Frage stellen, wie man selber am liebsten behandelt werden möchte. Ich habe da schon beide Ausprägungen erlebt.

Variante 1: Nach dem ersten Getränkt sagt sie mir, dass ich optisch gar nicht ihr Typ sei, aber ich ein guter Gesprächpartner sei. Lustigerweise hat sie zu Beginn noch gesagt, dass ihr Aussehen nicht so wichtig sei. Ganz zu schweigen, dass sie mit ungepflegtem Schlapperlook und fettigen Haaren erschien. Ich trug nach dem Arbeiten einen Anzug und gab mir zumindest Mühe. Diese Variante finde ich absolut daneben, was ich ihr anschliessend mittels "Mach's gut" auch geschrieben habe.

Variante 2: Wir hatten ein gutes Date. Ich spürte aber schon anlässlich von diesem, dass von meiner Seite mehr Interesse besteht. Sie hat sich dann so verabschiedet, dass man sich ein zweites Mal treffen könnte. Wir SMSleten dann noch ein paar Tage recht lose. Als dann immer weniger von ihr kam, frage ich mal konkret nach. Sie meinte dann, dass sie (zurzeit) eher kein zweites Date wolle und ich ihr hoffentlich nicht böse sei.

Variante 2 finde ich persönlich fairer, stil- und niveauvoller. Variante 1 ist billig und verletzend. Man kann vor dem Treffen bzw. gleich ganz am Anfang des Dates auch abmachen, wie man den weiteren Umgang kommunizieren möchte. So gibt es danach keine Missverständnisse und böses Blut.
 
B

blaues_geloescht

  • #14
AW: Absagen - aber wie?

Wir können gerne versuchen Freunde zu werden, aber ein Paar werden wir nicht. Dir wünsche ich viiiiiiiiiiiiiiiile Glück bei der Partnersuche und alles Gute!

So mach ich das.
 
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  • #15
AW: Absagen - aber wie?

Zeitnah und die Wahrheit - das nervt nicht (Antwort Zeit) und lässt den Betroffenen nicht im Unklaren. Absagen sind unschön für beide Seiten - aber wer damit nicht umgehen kann ist hier sicher falsch.