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Deleted member 21128

  • #1

Beziehungsarbeit

So ziemlich alle sind sich einig, eine Beziehung bedeutet auch "Arbeit", wenn sie erfolgreich sein und bleiben soll.
Aber was meint man damit eigentlich? Was versteht ihr unter Beziehungsarbeit?
 
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  • #2
- klar miteinander kommunizieren, seine Bedürfnisse und Wünsche äußern können und einen gemeinsamen Weg finden
- Konflikte nicht unter den Teppich kehren
- ein echtes Miteinander
- den anderen sein lassen, wie er ist und dennoch selber nicht zu kurz zu kommen
- Absprachen zu treffen und einzuhalten
- sich gegenseitig unterstützen
- vertrauen in den anderen haben und sich vertrauenswürdig zu zeigen
- Kompromisse finden
- bei Problemen für den anderen da sein
- den anderen nicht auszugrenzen
- sich öffnen
 
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  • #3
So ziemlich alle sind sich einig, eine Beziehung bedeutet auch "Arbeit", wenn sie erfolgreich sein und bleiben soll.
Also, ich bin die Eine, die nicht zu " so ziemlich alle " gehört.
Ich finde nicht, dass eine Beziehung Arbeit bedeutet.
Noch nie in meinem Leben habe ich mir über meine jeweilige Liebschaft Gedanken gemacht, was ich verbessern kann, um ihn zu halten.
Ich habe einfach geliebt.
Und ich wurde wieder geliebt.
Gründe fürs Scheitern lagen aber nicht an mangelnder Arbeit.
Und mit meinem Mann hat's für 35 Jahre gelangt, auch ohne Arbeit, ohne sich großartig Gedanken über die Liebe zu machen.
Vielleicht mache ich es mir zu einfach, aber es hat funktioniert.
Vielleicht macht ihr euch auch zu viel Gedanken?
Ich lebe ganz einfach nur so in den Tag hinein, freue mich über das Heute, und bin gespannt wie es morgen sein wird.
Und genauso gehe ich bei einem Mann vor, bei der Liebe.
Jaaaa .. ich weiß, ich nerve, will keiner hören, glaubt keiner.
Aber, für mich ist weder das Leben noch die Liebe Arbeit.
 
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  • #5
Bewusste miteinander reden. Nicht nur: "Wie war dein Tag?" Beim Essen, sondern auch mal zusammen hinsitzen und fragen, was so im Kopf vom Gegenüber rumspukt.
Sachen nicht in sich hinein fressen und auch Unangenehmes ansprechen. Nicht so wie bei der Arbeit manchmal.

Und ja. Syni hat recht. Fragt mich bloss nicht.. :)
 
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Deleted member 25487

  • #6
Ob das Arbeit ist?

Es gab regelmäßig Zeiten nur für uns.

Alle sechs Wochen haben wir einen Tag Urlaub genommen und ihn so verbracht wie wir Lust hatten. Keine Verpflichtungen, keine Termine - nur wir zwei. Dann besuchten wir Tanzkurse mit viel Liebe und Leidenschaft gemeinsam oder ließen sie auch einfach ausfallen und landeten stattdessen in einer Bar mit Live-Musik ;)

Das sind alles so kleine Dinge. Wir wollten einfach bei all dem Stress drumherum nicht vergessen, dass wir ein Paar sind.
 
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  • #7
Aber was meint man damit eigentlich? Was versteht ihr unter Beziehungsarbeit?
Dass man bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Denn das können wir nicht (nur) allein. Wir brauchen ein Gegenüber dafür. Ein Gegenüber, dass uns dabei hilft zum Beispiel schlechte Angewohnheiten zu erkennen oder Steine, die wir uns selbst in den Weg rollen, wieder wegzuschieben. Ein Gegenüber, welches Reibungsfläche bietet, uns in Diskussionen verstrickt und uns mit uns selbst voran bringt. Freilich passt sich hier nicht jede Konstellation. Manche sind zum Scheitern verurteilt - manche bringen schon die Basis-Kompetenzen hierfür gar nicht erst mit in die Beziehung. Menschen, die unbeweglich sind, Menschen, die nicht reflektieren oder andere "Laster" haben, die lange antrainiert und eingeübt sind oder denen es an kommunikativen Fähigkeiten fehlt (z.B. Konfliktlösungsstrategien) - mit denen sollte man sich nicht gemeinsam auf den Weg machen. Die Basis muss stimmen. Dann kann man zusammen die Wolke 7 erklimmen ;)
Deswegen gilt ja der Grundsatz: Augen auf bei der Partnerwahl. Dann ist "Beziehungsarbeit" eigentlich nur noch eine Arbeit an sich selbst - die positiv konnotiert ist, weil man selbst davon profitiert.
 
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  • #8
So ziemlich alle sind sich einig, eine Beziehung bedeutet auch "Arbeit", wenn sie erfolgreich sein und bleiben soll.
Aber was meint man damit eigentlich? Was versteht ihr unter Beziehungsarbeit?
Mit dem Begriff kann ich mich irgendwie nicht anfreunden.
Es klingt für mich so, als wenn man mit der Beziehung nicht zufrieden ist und etwas ändern muss. Liegt vermutlich auch daran, dass der Begriff oft ins Spiel kommt, wenn nicht mehr alles "rund läuft".
Die Frage ist doch, was man unter einer "erfolgreichen Beziehung" versteht und was man sich von einer solchen erwartet.

Eine Beziehung sollte mMn Spaß machen und man sollte gemeinsam möglichst viel Zeit verbringen und viele schöne Momente erleben. Die Vielzahl dieser schönen, oftmals einzigartigen, Momente verbindet und liefert dann auch die Energie, die man braucht wenn es etwas schwieriger wird.
 
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  • #9
Also für mich ist es ja schon Arbeit überhaupt mal in eine rein zu kommen. Zählt das auch schon als Beziehungsarbeit? :rolleyes: :D
 
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  • #11
Eine beide zufrieden stellende Streitkultur entwickeln.
Wirklich regelmäßig den Partner fragen "wie geht es dir mit mir oder unserer Beziehung"
Viele Kurzurlaube ( immer, aber gerade auch wenn Kinder vorhanden sind )
den Anderen auch mal ertragen ( hat witziger weise unser Pfarrer bei der Hochzeit gesagt: "ertragt einander" )
eigentlich überhaupt halte ich die Kommunikation für das A und O
.Und es bedarf dieser " Beziehungsarbeit " bei der einen Beziehung vielleicht mehr als bei der anderen.
Aufmerksam bleiben z.B.
ist das auch schon Beziehungsarbeit ?
 
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  • #13
Ob das Arbeit ist?

Es gab regelmäßig Zeiten nur für uns.

Alle sechs Wochen haben wir einen Tag Urlaub genommen und ihn so verbracht wie wir Lust hatten. Keine Verpflichtungen, keine Termine - nur wir zwei. Dann besuchten wir Tanzkurse mit viel Liebe und Leidenschaft gemeinsam oder ließen sie auch einfach ausfallen und landeten stattdessen in einer Bar mit Live-Musik ;)

Das sind alles so kleine Dinge. Wir wollten einfach bei all dem Stress drumherum nicht vergessen, dass wir ein Paar sind.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt und sollte unbedingt gelebt werden. Insbesondere wenn Kinder da sind, auf die man sich wunderbar fokussieren kann. Das Paar kommt dann nicht selten zu kurz.

Nimm das zu den "Zutaten" aus @MonDieu s erstem Beitrag und du hast ein gutes Rezept :)
 
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  • #14
- klar miteinander kommunizieren, seine Bedürfnisse und Wünsche äußern können und einen gemeinsamen Weg finden
- Konflikte nicht unter den Teppich kehren
- ein echtes Miteinander
- den anderen sein lassen, wie er ist und dennoch selber nicht zu kurz zu kommen
- Absprachen zu treffen und einzuhalten
- sich gegenseitig unterstützen
- vertrauen in den anderen haben und sich vertrauenswürdig zu zeigen
- Kompromisse finden
- bei Problemen für den anderen da sein
- den anderen nicht auszugrenzen
- sich öffnen
- Zuhören und Nachfragen
- Fragen stellen
- Nachbohren und sich nicht abspeisen lassen (falls der andere sich zurück zieht, nicht weil er Ruhe braucht, sd. jemanden der sieht, dass er helfen sollte)
- Zusammen Schweigen können
- viel Lachen, auch über sich selbst und sich als Paar
- absolut Verschwiegen sein und erst nach Innen tragen bei Konflikten statt nach Außen.
- seine Gedanken, Träume, Wünsche mitteilen und die des anderen respektieren
- den anderen nach dessen Gedanken, Träume, Wünsche fragen
- Füreinander da sein, Schulter zum Anlehnen bieten
- nicht einfach Annahmen treffen, sondern nachfragen
- Reden, reden, reden und zwar kommunizieren
 
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  • #15
Dass man bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Denn das können wir nicht (nur) allein. Wir brauchen ein Gegenüber dafür. Ein Gegenüber, dass uns dabei hilft zum Beispiel schlechte Angewohnheiten zu erkennen oder Steine, die wir uns selbst in den Weg rollen, wieder wegzuschieben. Ein Gegenüber, welches Reibungsfläche bietet, uns in Diskussionen verstrickt und uns mit uns selbst voran bringt. Freilich passt sich hier nicht jede Konstellation. Manche sind zum Scheitern verurteilt - manche bringen schon die Basis-Kompetenzen hierfür gar nicht erst mit in die Beziehung. Menschen, die unbeweglich sind, Menschen, die nicht reflektieren oder andere "Laster" haben, die lange antrainiert und eingeübt sind oder denen es an kommunikativen Fähigkeiten fehlt (z.B. Konfliktlösungsstrategien) - mit denen sollte man sich nicht gemeinsam auf den Weg machen. Die Basis muss stimmen. Dann kann man zusammen die Wolke 7 erklimmen ;)
Deswegen gilt ja der Grundsatz: Augen auf bei der Partnerwahl. Dann ist "Beziehungsarbeit" eigentlich nur noch eine Arbeit an sich selbst - die positiv konnotiert ist, weil man selbst davon profitiert.
Wenn ein Partner Weiterentwicklung fordert, dann hört sich das für mich schlimm an. Wer misst denn die Weiterentwicklung ? Meist ist das doch nur der Versuch sich höher zu stellen.
 
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