Beiträge
15.191
Likes
7.622
  • #31
d'accord!
Aus sogenanntem "Müll" kann auch etwas Neues erwachsen; nämlich Erfahrung und Selbsterkenntnis. Dies kann sehr hilfreich sein, weil man besser weiß, worauf man aufpasssen muss. Z.B. habe ich aus meiner Ehe die Erkenntnis mitgenommen, dass ich mit einer alkholkranken Frau nicht kann und will. Und auch einige Erlebnisse beim OD haben mich gelehrt, worauf ich besser achten sollte.
Ja, hast du gut beschrieben.
 
A

apfelstrudel

  • #32
vielen dank für die tolle resonanz! unglaublich!

zum grundpost ein paar ergänzende gedanken:

unter beziehungsmüll, vertehe ich in der tat das, was jeder von uns als abfall bezeichnen würde. die dinge, die einen bremsen und schlecht tun, die eine neue beziehung vergiften könnten. meine vergangene beziehung als müll zu bezeichnen käme mir nie in den sinn…. die schönsten dinge in meinem leben entstanden aus der beziehung. da gabs aber auch einige tolle posts dazu.

auf mich bezogen. es ist eine gewisse grundsympathie da, für diese frau. es wäre schön, würde man irgendwann wieder miteinander reden können.

und die grundangst ist auch die, dass man jemanden findet, den man lieben lernt und diese scherben, die einen selbst verletzt haben nun zum einsatz bringt… vielleicht aus angst dass sie einen selbst verletzen könnten… deswegen legt man sie für den anderen aus… auch dazu gabs nen tollen post. mir gefällt die metapher mit den scherben deshalb so gut, weil man die angreifen kann. die blitze die man jemanden aus selbstverteidigung entgegenschleudert sind ja nicht wirklich fassbar und für einen selbst vielleicht unsichtbar.

aus diesem grund fragte ich auch, ob so ein neuer partner einfach extrem leidensfähig sein müsse…. in dem sinn, dass er nicht davonläuft bei so einer reaktion, sondern dem ganzen auf dem grund geht und mir zu zeigen versucht, wo ich noch nicht aufgeräumt hab, in mir.

dass ein partner, den man liebt… und der einen liebt. vielleicht sogar notwendig ist, um die reste der enttäuschung und verletzung wegzuräumen, deckt sich mit meinem grundverständnis von liebe und fürsorge. füreinander.
 
A

apfelstrudel

  • #33
@apfelstrudel
Wie wäre es damit die Arbeit selbst zu schaffen?
Gibt es das in deiner Vostellungskraft?
du bist sehr direkt in deinem post. das gegenteil würde in mir auf unverständnis stoßen… ich frage nach wegen, aus einem möglichen (eher – wahrscheinlichen) problem. Nie würde ich mich zum ziel tragen lassen…. vielleicht auch noch auf eine art, die mir zuwider ist – obwohl gut gemeint.
Es steht ja die Frage dann auch im Raum, was präsentiert man in dieser Phase selbst, wen spricht man an ... wenn man so aus dem Lot geraten ist. Sinnvoller ist es sicherlich, selbst wieder ins Lot zu kommen.
ein wahnsinnig guter einwand. was mich zur frage bringt…. wann ist man bereit? an welchem punkt ist die verletztheit auf einem niveau, dass sie mir nicht im wege steht?
Wenn man aber etwas halbherzig anfängt, sei es um sich abzulenken, nicht allein sein zu wollen usw, sich und vor allem der Ex zu beweisen, dass man ja doch noch ein toller Hecht ist etc.. dann wird es wirklich Mist. Auch schon erlebt. Sowas hält nicht und dann kommt halt noch mehr Beziehungsmüll dazu.
da bin ich bei dir. ist bei mir nur absolut nicht der fall. eine beziehung… ist etwas zwischen zwei menschen. alles andere wär nur ein vorwand / eine lüge. no-go. würde sie fortan ein glückliches leben führen – ich würd mich freuen. vielleicht aber auch nur deshalb, weil ich erst dann sicher sein kann, dass der hass verblasst. und eben das läßt mich darüber nachdenken, ob ich abgeschlossen hab und soweit bin, niemanden grob fahrlässig zu verletzen, der neu in mein leben kommt.
 
Beiträge
7.135
Likes
11.133
  • #34
Das ist absolut kein Widerspruch zu meiner Aussage.

Und zwar weil Reflexion so schwer zu fassen ist. Jeder Mensch hält sich für reflektiert, sogar die, die keinerlei Anzeichen von Reflexion zeigen. Deswegen sind Ratschläge die in Richtung Reflexion gehen hinfällig, den die ist da oder nicht. Auf der Anderen Seite sind die Selbstzweifel und da kann es sinnvoll sein, zu ermutigen es locker zu nehmen.
Ergänzend: Reflexion ist schön und gut, oft ist man in der Aufarbeitung auf sein eigenes Erleben beschränkt, weil der andere mit seiner Sicht nicht zur Verfügung steht. Da kann es auch bei allem guten Willen mal ein wenig länger dauern, bis man manchen Dingen auf den Grund kommt.
 
A

apfelstrudel

  • #35
Oder falsch erlernte Verhaltensmuster, die oft schon in der Kindheit „eingeübt“ wurden und von Partnerschaft zu Partnerschaft weiter „geschleppt“ werden?
an solchen glaubenssätzen aus der kindheit.... scheitern eben beziehungen. und ich frag mich , warum ich zur psychologin geh...
Mir tut es manchmal noch jahrelang weh, und Besserung kommt erst mit einer neuen Partnerin. Ich kannte Menschen, die haben sich umgebracht.
das tut mir leid... :(
Ja, die Gefahr ist groß - ich glaube, da liegt vielleicht auch der Ursprung der Strohfeuermenschen.
Willst du das einem leidensfähigen Menschen antun? Auch wenn es nur unbewusst passiert?
nein, das möchte ich niemandem antun... was ich möchte ist, dass mich jemand versteht… diese wunden sieht und weiß wie damit umgehen… auch wenns einfach nur mal ein wenig drüberstreicheln ist. ich glaub langsam kann ich mit dem begriff der strohfeuermenschen umgehen…
Ich nehm viel mit aus deinen worten - es täuscht, wenn ich nicht auf alles antworte.
nur eins noch… freitagnacht – du weißt was ich mein - hat mich auf den gedanken gebracht die frage zu stellen... es ging um affären
Nein. Sie heilt nicht und lässt auch nicht vergessen. Sie pimpt das Ego auf (was m.E. wichtig ist) und schafft neue Eindrücke/Erlebnisse.
Versuche dir so viele neue positive Eindrücke zu verschaffen, wie es geht (war ein Rat meiner Therapeutin - den habe ich erfolgreich befolgt).
Tja - ich seh das als eindeutigen auftrag... :)

hm… ja meine therapeutin… eine nette gute. da gabs einen punkt bei ihr. bis zu dem punkt hat sie versucht mir bei dem zu helfen, was ich erreichen wollte. ab dem punkt – ich hab ihr einen zerrissenen und wieder geklebten zettel gezeigt auf dem stand, was ich mir unter einer ehe vorstelle – hat sie mich definitiv in die zukunft begleitet, die ich noch nicht erkannt hatte. an sich eine toughe frau – sie war sichtlich bewegt.
 
A

apfelstrudel

  • #36
Ich finde, man sollte zuerst einmal rausfinden, was man selbst schon so mitgebracht hat in die Beziehung und wo die eigenen Anteile des gemeinsamen Scheiterns liegen. Was die Verletzungen angeht, lohnt sich mE eine genaue Überprüfung, was einen so verletzt hat und warum. Manchmal kommt man zum Ergebnis, dass es einen gar nicht hätte verletzen müssen.
Ich glaube, dass man sich auch auf was Neues einlassen kann, bevor man das Alte ganz abgeschlossen hat. Muss man halt damit rechnen, dass es einen immer wieder mal packt.
Im deinem Fall glaube ich allerdings, dass du zumindest warten solltest, bis dein Krieg beendet ist. Erst dann dürfte da wirklich Platz sein für Neues.
ja, da hast du mir schon mal die augen geöffnet… es ist ja auch wie @fleurdelis schreibt. Komm mal vom kapfmodus auf das wieder runter was du bist. Schließlich gibt man sich so, wie man sich fühlt… ich hab übrigens fast eine woche lang keine antwort auf meine anfrage wegen dem ruhendstellen der mitgliedschaft bei PS erhalten…. o_O
Affären als Trostpflaster oder zur Ablenkung :rolleyes:;) ...
Funktioniert bei mir leider nicht, aber da tickt vermutlich jede/r anders ;).
ich versuch mal learning by doing. wie soll man da sonst draufkommen? jetzt bräucht ich nur noch jemanden, der mich etwas schöner und interessanter hext...
:(
Alles wunderschöne Theorie, aber ist man sich immer bewusst, wo man noch der Heilung bedarf? Selbst mit den höchsten Ansprüchen ehrlich mit sich zu sein. Es gibt Wunden die kann man alleine heilen, aber es gibt auch die, die sich nur durch gute Erfahrungen heilen lassen, deswegen macht es keinen Sinn sich den guten Erfahrungen zu verschließen. Ab wann es gesund ist, sich wieder ins Leben zu werfen kann man nur aus dem eigenen Bauch entscheiden und man sollte nicht zu kritisch sein, auch eine Übergangsbeziehung kann nett sein.
genau das denk ich auch… doch dann nutzt man den anderen ja aus… irgendwie. meine position/sichtweise ändert sich während der beziehung, ihre vielleicht nicht. *gewissensbisse*

es locker zu nehmen hilft vielleicht wirklich. trifft ja auch
@Fraunette s
aussage im kern.
 
A

apfelstrudel

  • #37
d'accord!
Ergänzung:
Bei der Aufarbeitung der Fragen musste ich einige Male auch schon einsehen, dass ich keine Antworten bekommen werde. Diese Fragen unbeantwortet stehen zu lassen und nicht mehr darüber nachzudenken, dauerte bei mir immer noch längere Zeit als die Aufarbeitung der Fragen, auf die es Antworten gab.
Mir stellt sich gerade die Frage, ob man das immer will oder machen sollte.
MItunter verzögert sich dadurch m. E. doch auch der Zeitraum der Verarbeitung bzw. des Abschlusses / Loslassens.
Von daher sollte man schon hinschauen, was die Ursachen des Scheiterns sind, um auch hinsichtlich der Seele der eigenen Kindern nicht noch Schaden anzurichten und auch sein eigenens Leben von Belastungen, hohen Unterhaltszahlungen bis zur Pfändungsgrenze, zu vermeiden, damit man selber erstmal sich erholen kann, aufarbeiten, klar im Kopf werden und somit positives mit in die nächste Beziehung bringen kann.
aufarbeitung der fragen/ursachen
ich hab das für mich soweit definiert, dass ich kein interesse mehr daran habe die ur-sache rauszufinden. ich bin sehr weit dabei gekommen, für mich reicht es. jetzt würde das in die kindheit meiner frau und ihre eltern gehen – das tangiert mich nicht mehr. jetzt nicht mehr. ich fühle mich für ihr seelenheil nicht mehr verantwortlich und es beeinflußt mich in keinster weise. die kinder sind das, worüber ich mir in diesem zusammenhang sorgen mache… doch mit viel liebe sollte es möglich sein, dass diese glaubenssätze, die zum zerwürfnis geführt haben, aussterben.
 
A

apfelstrudel

  • #38
Ich empfehle da, sich nicht so sehr als ne Mischung aus Müll und Müllentsorger zu definieren, sondern sich irgendwie liebevoller zu sehen.
man kann auch alles so sehr liebevoller sehen, dass man keinen grund mehr sieht etwas zu ändern, oder einen schritt weiter zu gehen. dich kenn ich härter, in deinen aussagen… ;)
dann wäre das ein beweis dafür, dass er eine müllkippe sucht. und nicht eine beziehung. auch im übertragenen sinne.
 
Beiträge
1.916
Likes
2.035
  • #39
Ehrlich gesagt gruselt es mich bei dem, was ich hier von dir lese.
Mir scheint, du suchst Absolution dafür, dass du einem anderen Menschen deine Verarbeitung der gescheiterten Beziehung aufhalsen willst.
Du stells keine offenen Fragen, sondern rechtfertigst dich in all deinen Posts.
Für mich liest sich das sehr unreif.
Es gibt für mich absolut keine Rechtfertigung dafür, einem neuen Partner (oder einem anderen Menschen generell) die Verantwortung oder die Last für das "Lecken der eigenen Wunden" aufzubürden.
Außerdem bringt es dich meiner Meinung nach in keinster Weise weiter.
DU musst herausfinden, was da schief gelaufen ist in EURER Beziehung. Was soll da eine außenstehende Person leisten?

Auch deine Kleinschreibung und die Begründung dafür passen für mich zu der Einschätzung, dass du ungern Verantwortung übernimmst.
Ich kann auch Groß und klein schlecht unterscheiden. Stehe halt zu den Fehlern...
Nur so meine Einschätzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

apfelstrudel

  • #40
d'accord!
Aus sogenanntem "Müll" kann auch etwas Neues erwachsen; nämlich Erfahrung und Selbsterkenntnis. Dies kann sehr hilfreich sein, weil man besser weiß, worauf man aufpasssen muss. Z.B. habe ich aus meiner Ehe die Erkenntnis mitgenommen, dass ich mit einer alkholkranken Frau nicht kann und will. Und auch einige Erlebnisse beim OD haben mich gelehrt, worauf ich besser achten sollte.
ohja.... ich weiß auch worauf ich achten werde.
 

beo

Beiträge
154
Likes
235
  • #41
genau das denk ich auch… doch dann nutzt man den anderen ja aus… irgendwie. meine position/sichtweise ändert sich während der beziehung, ihre vielleicht nicht. *gewissensbisse*
Natürlich ist es wichtig nach zu denken, was sinnvoll ist. Aber das machst Du ja offensichtlich.
Und im Zweifel kann man dem Gegenüber auch einfach sagen was Sache ist, ich habe damit ziemlich gute Erfahrungen gemacht.
 
Beiträge
1.916
Likes
2.035
  • #42
Aus sogenanntem "Müll" kann auch etwas Neues erwachsen; nämlich Erfahrung und Selbsterkenntnis. Dies kann sehr hilfreich sein, weil man besser weiß, worauf man aufpasssen muss. Z.B. habe ich aus meiner Ehe die Erkenntnis mitgenommen, dass ich mit einer alkholkranken Frau nicht kann und will. Und auch einige Erlebnisse beim OD haben mich gelehrt, worauf ich besser achten sollte.
Das ist keine Selbsterkenntnis.
Das würde bedeuten, dass du verstehst, warum Du auf bestimmte Art und Weise auf Manches (alkoholkranke Frau / Erlebnisse beim OD..) reagierst.
 
A

apfelstrudel

  • #43
Ehrlich gesagt gruselt es mich bei dem, was ich hier von dir lese.
Mir scheint, du suchst Absolution dafür, dass du einem anderen Menschen deine Verarbeitung der gescheiterten Beziehung aufhalsen willst.
Du stells keine offenen Fragen, sondern rechtfertigst dich in all deinen Posts.
Für mich liest sich das sehr unreif.
Es gibt für mich absolut keine Rechtfertigung dafür, einem neuen Partner (oder einem anderen Menschen generell) die Verantwortung oder die Last für das "Lecken der eigenen Wunden" aufzubürden.
Außerdem bringt es dich meiner Meinung nach in keinster Weise weiter.
DU musst herausfinden, was da schief gelaufen ist in EURER Beziehung. Was soll da eine außenstehende Person leisten?

Auch deine Kleinschreibung und die Begründung dafür passen für mich zu der Einschätzung, dass du ungern Verantwortung übernimmst.
Ich kann auch Groß und klein schlecht unterscheiden. Stehe halt zu den Fehlern...
Nur so meine Einschätzung.
Woraus liest Du, dass ich jemand anderen meine Verantwortung in die Schuhe schieben möchte? Würde mir nie in den Sinn kommen. Unfähig sein, Probleme zu sehen und lösen zu können wäre für mich... tausend Tode zu sterben. Andererseits - was kümmert es den, der nicht sieht. An so jemanden gekettet zu sein.... ja.... das sind tausend Tode, die man stirbt.
Es mag sein, dass ich unreif bin.
Vielleicht bin ich aber bei weitem nicht so verletzt wie jemand, der meine Worte liest und jemanden mit einem Messer sieht, dass er aus seinem Körper direkt in den seines nächsten stößt?
 
Beiträge
1.916
Likes
2.035
  • #44
und die grundangst ist auch die, dass man jemanden findet, den man lieben lernt und diese scherben, die einen selbst verletzt haben nun zum einsatz bringt… vielleicht aus angst dass sie einen selbst verletzen könnten… deswegen legt man sie für den anderen aus…
die blitze die man jemanden aus selbstverteidigung entgegenschleudert sind ja nicht wirklich fassbar und für einen selbst vielleicht unsichtbar.
Finde ich sehr bedenklich.
ob so ein neuer partner einfach extrem leidensfähig sein müsse…. in dem sinn, dass er nicht davonläuft bei so einer reaktion, sondern dem ganzen auf dem grund geht und mir zu zeigen versucht, wo ich noch nicht aufgeräumt hab, in mir.
Warum soll das die Aufgabe der neuen Partnerin sein?
dass ein partner, den man liebt… und der einen liebt. vielleicht sogar notwendig ist, um die reste der enttäuschung und verletzung wegzuräumen, deckt sich mit meinem grundverständnis von liebe und fürsorge. füreinander.
Das meine ich mit "Verantwortung in die Schuhe schieben"
Wo ist da die Fürsorge für deine neue Partnerin?

Ich lese hier nur Ich Ich Ich
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
746
Likes
1.282
  • #45
Nee, sehe ich so. Ich differenzierte in meiner Aufarbeitungszeit schon, was Müll ist und was nicht. Das ich mir diese Zeit genommen habe und mir dabei helfen lies, zeigt für mich einen grossen Respekt mir gegenüber. Dieser Respekt mir gegenüber ist für mich auch ein Zeichen von dem liebevollen Umgehen mit mir selber und meiner Vergangenheit.
Wie lange hat das denn gedauert bzw. wieviel Zeit hast du dir dazu genommen?
Und ist deine Next-Beziehung nicht auch gescheitert? Scheint also auch kein Allheilmittel zu sein.. :oops: