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  • #16
Mir hat mal einer beim OD gesagt, dass er einfach alles was einigermaßen ausschaut anschreibt und sich mit ihr trifft. Hat mich doch sehr erschrocken, diese Ziel- und Wahllosigkeit.
Ich sehe diesbezüglich eher Chance als Frevel. Es geht ja nicht darum, wahllos jeden zum Partner zu nehmen, sondern eher, möglichst vielen anderen und auch mir selbst die Chance zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen und nicht bereits vorher "herauszufiltern" - und sich somit möglicherweise voreilig der Chance auf eine zukunftsfähige Beziehung zu berauben - ist doch das Äußerliche lediglich ein Aspekt der Partnerschaft.
 
D

Deleted member 22408

  • #17
Was da schief läuft? Sowohl bei dir als auch bei den Damen zumindest scheint es wohl eher darum zu gehen, nicht allein zu sein, sich wahrgenommen zu fühlen, jemanden zu haben mit dem man ein paar schöne Stunden verbringen kann. Aber das alles reicht nicht aus um eine ernsthafte Beziehung führen zu können. Da muss man schon auch bereit für Kompromisse, Zugeständnisse und die Problemchen des Anderen sein. Leider ist genau dies das Problem bei so vielen (Langzeit)Singles. Es wird der perfekte Partner für alle Lebenslagen erwartet, der uns ja auch in so vielen Serien und Filmen immer mehr vermittelt wird. Stellt sich dann im Laufe des Kennenlernens heraus, dass der Andere nicht zu 100% den eigenen Vorstellungen und Wünschen entspricht wird einfach abgehackt und sich ins nächste Abenteuer gestürzt, vielleicht passt es da ja zu 100% - anstatt mal über das was stört mit der Person zu sprechen, nach Möglichkeiten zur Veränderung, etc. zu suchen und somit auch für sich neue Wege gehen und Erfahrungen zu sammeln. Ich rede hier jetzt nicht von eigenen Grundsätzen und Werten (Familienplanung, Lebensweise, Wertvorstellungen, etc.) sondern von dem, was Menschen voneinander in ihrer Art und ihrer alltäglichen Lebensweise unterscheidet und wo man sich auch mal an Veränderungen vagen kann und durchaus sollte. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, aber manche kann man recht problemlos auch ändern ohne dabei sein Wesen usw. zu verändern. Nur daran scheitert eben vieles in Beziehungsfragen. Auch Freundschaften sind heute so schwer zu halten, aber leicht zu finden. Beim kleinsten Problem wird weggerannt anstatt daran und auch an sich selbst zu arbeiten.

Für dich solltest du dir erstmal klar werden, was du eigentlich genau von einer Partnerschaft erwartest und weshalb du das unbedingt 'brauchst'. Suchst du wen zur Unterstützung, um dich glücklich zu machen, damit es dir gut geht und du nicht mehr alleine bist? Dann solltest du das im Moment einfach mal alles lassen mit dem daten und kennenlernen und deinen eigenen Weg finden um glücklich und zufrieden zu sein.
Weiter würde ich dir mal empfehlen nicht gleich bei der Nächsten verschossen zu sein. Leicht gesagt, aber hilfreich. Und wie kann es denn sein, dass du in 2,5 Jahren von 7 Beziehungen für 2-3 Monate sprichst. Da waren dazwischen ja max. 2 Monate Pause jeweils, so kommt man doch nicht zur Ruhe und verliert sich komplett. Wie läuft sowas denn ab? Du lernst sie kennen, ihr versteht euch und schwupss ist es ne Beziehung? Was macht ihr denn so schnell, dass es gleich Beziehung genannt werden kann? Vielleicht ist bei dir auch das Tempo zu flott, mal etwas langsam angehen und deinen Freiraum beanspruchen. Das kennst du ja nach deiner so frühen und langen Beziehung gar nicht richtig, nutz die Erfahrung.

Mir hat mal einer beim OD gesagt, dass er einfach alles was einigermaßen ausschaut anschreibt und sich mit ihr trifft. Hat mich doch sehr erschrocken, diese Ziel- und Wahllosigkeit. Wen wunderts da, dass das Strohfeuer immer so schnell erloschen ist von seiten der Frau. Weniger ist da manchmal wohl doch mehr, gerade bei der Partnersuche und -wahl.
Puh, Du bringst da schon eine ganz schöne Schwere in das Thema 'Beziehung' rein, geehrter 'Amyris'!
Demnach wäre kein einziger Mensch würdig genug, einen Partner für eine Beziehung zu suchen.
Ich würde da leichter rangehen und mir nicht so einen Kopf machen.

Aber Du hast recht damit, dass es ein Grundproblem ist, dass viele langjährige Singles nach dem perfekten Menschen suchen und nicht willens sind, Probleme und Herausforderungen zu meistern.

Aber woher soll man vorher wissen, dass der potentielle Partner in einer Beziehung bei geringsten Problemen das Handtuch schmeißen wird? Das lässt sich ja nicht vorher abchecken.

Ich denke, dass es ein Grundproblem darstellt, dass es in unserer dekadenten Gesellschaft keinen Beziehungskonsens mehr gibt und jeder mit seinen Vorstellungen irgendwie anders unterwegs ist.o_O
 
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  • #18
Wie läuft sowas denn ab? Du lernst sie kennen, ihr versteht euch und schwupps ist es ne Beziehung? Was macht ihr denn so schnell, dass es gleich Beziehung genannt werden kann?
Daß man recht schnell zusammen ist, sehe ich nicht als das Problem an...
Ich glaube, dass Partnerschaften/Beziehungen heutzutage noch immer "romantisiert" werden.
Was heißt denn hier "noch immer"? Ich finde, das passiert viel zu wenig... :oops:
Wird uns ja auch überall signalisiert. Die Welt ist schön, alles fühlt sich leicht an, man ist bereit, alles für den anderen zu tun etc. Nur ist dies in der Realität nicht annähernd so.
Schlimm genug. :eek: Dann arbeite daran. :rolleyes:
 
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  • #19
Danke für eure Antworten

Dieses generationspauschalisierende "Genöle" geht mir sowas von auf den Zwirn.
Frag dich lieber, was MIT DIR und DEINEN Erwartungen und DEINER Frustrationstoleranz los ist.
Generation ist vielleicht etwas pauschalisiert, aber da ich mich in der Gruppe Ende 20 bis Ende 30 aufhalte ist es halt eine subjektive Wahrnehmung.

An Deiner Stelle, lieber @GoRio , würde ich mal ganz ganz langsam machen, alles erst mal sacken lassen und bei der nächsten Anbahnung tief in mich hineinhorchen, ob das nun wirklich dieser einmalige Mensch ist, mit dem Du Dir eine innige Beziehung vorstellen kannst.
Das ist ein guter Tipp. Ich werde mal versuchen das Tempo zu drosseln

Weiter würde ich dir mal empfehlen nicht gleich bei der Nächsten verschossen zu sein. Leicht gesagt, aber hilfreich. Und wie kann es denn sein, dass du in 2,5 Jahren von 7 Beziehungen für 2-3 Monate sprichst. Da waren dazwischen ja max. 2 Monate Pause jeweils, so kommt man doch nicht zur Ruhe und verliert sich komplett. Wie läuft sowas denn ab? Du lernst sie kennen, ihr versteht euch und schwupss ist es ne Beziehung? Was macht ihr denn so schnell, dass es gleich Beziehung genannt werden kann? Vielleicht ist bei dir auch das Tempo zu flott, mal etwas langsam angehen und deinen Freiraum beanspruchen. Das kennst du ja nach deiner so frühen und langen Beziehung gar nicht richtig, nutz die Erfahrung.

Mir hat mal einer beim OD gesagt, dass er einfach alles was einigermaßen ausschaut anschreibt und sich mit ihr trifft. Hat mich doch sehr erschrocken, diese Ziel- und Wahllosigkeit. Wen wunderts da, dass das Strohfeuer immer so schnell erloschen ist von seiten der Frau. Weniger ist da manchmal wohl doch mehr, gerade bei der Partnersuche und -wahl.
Ich bezeichne es nicht als Beziehung, eher als beziehungsähnlicher Zustand, also auch mal den Alltag miteinander verbringen, den anderen in seine Privatsphäre lassen, zeigen wie man ausserhalb der "dating Zone" ist.

Ich sehe diesbezüglich eher Chance als Frevel. Es geht ja nicht darum, wahllos jeden zum Partner zu nehmen, sondern eher, möglichst vielen anderen und auch mir selbst die Chance zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen und nicht bereits vorher "herauszufiltern" - und sich somit möglicherweise voreilig der Chance auf eine zukunftsfähige Beziehung zu berauben - ist doch das Äußerliche lediglich ein Aspekt der Partnerschaft.
Genau so bin ich bisher an die Sache ran gegangen. Ich sehe doch auf einem Foto nicht wer dieser Mensch ist. Ich bin jetzt auch nicht oberflächlich und finde nur einen bestimmten Typ Frau gut. Attraktivität hat halt viele Aspekte. Ich habe halt versucht diesen Menschen kennenzulernen, was ich ehrlich gesagt schwierig finde, nach nur einem oder zwei treffen. Aber Anziehungskraft alleine ist halt scheinbar oft nicht ausreichend.

Mach einfach mal etwas anders, als sonst und denke/ spüre selbst nach, anstatt dich hier bedienen zu lassen.
Was genau meinst du mit bedienen lassen? Das verstehe ich nicht.
 
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  • #20
Ich sehe diesbezüglich eher Chance als Frevel. Es geht ja nicht darum, wahllos jeden zum Partner zu nehmen, sondern eher, möglichst vielen anderen und auch mir selbst die Chance zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen und nicht bereits vorher "herauszufiltern" - und sich somit möglicherweise voreilig der Chance auf eine zukunftsfähige Beziehung zu berauben - ist doch das Äußerliche lediglich ein Aspekt der Partnerschaft.
Man sollte doch beim OD trotzdem auch etwas auf die Profilangaben schaun und nicht nur das Optische ins Auge fassen. Schönheit vergeht, Charakter bleibt.

Im RL seh ich beim ersten Aufeinandertreffen doch auch nicht nur die Optik, auch Mimik und Gestik die schon Einiges verraten kann. Was nutzt mir Ken, wenn er läuft wie Gozilla.
 
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  • #23
Google mal "Hypergamie"...

MfG
 
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  • #25
Was heißt denn hier "noch immer"? Ich finde, das passiert viel zu wenig... :oops:
Schlimm genug. :eek: Dann arbeite daran. :rolleyes:
In irgendeinem anderen Fred wurde kürzlich ein Link zu einem Youtube-Video gepostet, in dem u.a. auch ein Verhaltensforscher/Wissenschaftler zu Wort kam und das erläutert hat.
Diese "romantische Verklärung" der Liebe funktioniere nur in den Medien, Filmen, Erzählungen. Die Wahrheit sähe völlig anders aus. Die Schmetterlinge flögen nun mal nicht länger als max. 6 Monate.
Wenn du das persönlich möglicherweise anders erlebst/erlebt hast, magst du vielleicht die Ausnahme von der Regel sein. Eine anhaltende Romantik in der Beziehung sei Wunschdenken, so die Meinung der Forscher.
Ich glaube das auch - und an die Phase der Ernüchterung, nachdem die rosaroten Zeiten vorüber sind. Und dass dann die entscheidende Phase kommt, in der man sich darüber klar werden muss, ob man mit diesem Partner weiterhin zusammenbleiben möchte.
 
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  • #26
Ich glaube das auch - und an die Phase der Ernüchterung, nachdem die rosaroten Zeiten vorüber sind. Und dass dann die entscheidende Phase kommt, in der man sich darüber klar werden muss, ob man mit diesem Partner weiterhin zusammenbleiben möchte.
Das klingt alles sehr skeptisch und wenig zuversichtlich. Genau so wird's dann sicher auch werden oder wurde es immer... :eek:o_O
Ich persönlich finde eine solche Denkweise auch ziemlich unattraktiv. Kann mir nicht vorstellen, daß man damit erfolgreich wird. :oops:
 
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  • #27
Aber Du hast recht damit, dass es ein Grundproblem ist, dass viele langjährige Singles nach dem perfekten Menschen suchen und nicht willens sind, Probleme und Herausforderungen zu meistern.
Ähm, pardon, warst du nicht derjenige, der den (vermeintlich) einfacheren Weg gegangen ist und sich versucht hat, in einem anderen Kulturkreis eine Partnerin zu suchen? ;)
Ich denke, dass es ein Grundproblem darstellt, dass es in unserer dekadenten Gesellschaft keinen Beziehungskonsens mehr gibt und jeder mit seinen Vorstellungen irgendwie anders unterwegs ist.o_O
Ich halte das nicht für dekadent, sondern schlichtweg für individuelle Entscheidungsfreiheit. Und genau die hast du doch für dich auch genutzt, weil du dich nicht mit einer "zickigen" und "mäkelnden" Frau auseinandersetzen wolltest, oder? ;)
 
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  • #28
Das klingt alles sehr skeptisch und wenig zuversichtlich. Genau so wird's dann sicher auch werden oder wurde es immer... :eek:o_O
Das hat nicht so viel mit wenig Zuversicht zu tun. Ich halte eine realistische Betrachtung möglicher, oder gar zu erwartender Entwicklungen für durchaus sinnvoll und wünschenswert. Es hat doch keinen Sinn, wenn einer der (oder gar beide) Partner glaubt, dass die Beziehung ewig auf romantische Weise weitergehen wird.
Ich glaube, dass es gerade in perspektivischer Sicht von Zuversicht zeugt, sich ein realistisches Bild einer Beziehung vor Augen zu führen, als ständig auf "Wolke 7" schweben zu wollen. Und das hat nichts mit fehlenden tiefen und innigen Gefühlen dem Partner gegenüber zu tun.
Hast du dich mal gefragt, wieso so viele Paare sich nach wenigen Monaten bereits wieder trennen und sich auf die Suche "nach was besseres" begeben?
 
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  • #29
Im RL seh ich beim ersten Aufeinandertreffen doch auch nicht nur die Optik, auch Mimik und Gestik die schon Einiges verraten kann. Was nutzt mir Ken, wenn er läuft wie Gozilla.
Eben, deshalb denke ich, dass das Treffen und (wenn auch zeitlich etwas begrenztes) Kennenlernen möglichst vieler potentieller Kandidaten durchaus sinnvoll erscheint.
 
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Deleted member 23883

  • #30
Das hat nicht so viel mit wenig Zuversicht zu tun. Ich halte eine realistische Betrachtung möglicher, oder gar zu erwartender Entwicklungen für durchaus sinnvoll und wünschenswert. Es hat doch keinen Sinn, wenn einer der (oder gar beide) Partner glaubt, dass die Beziehung ewig auf romantische Weise weitergehen wird.
Ich glaube, dass es gerade in perspektivischer Sicht von Zuversicht zeugt, sich ein realistisches Bild einer Beziehung vor Augen zu führen, als ständig auf "Wolke 7" schweben zu wollen. Und das hat nichts mit fehlenden tiefen und innigen Gefühlen dem Partner gegenüber zu tun.
Hast du dich mal gefragt, wieso so viele Paare sich nach wenigen Monaten bereits wieder trennen und sich auf die Suche "nach was besseres" begeben?
Ich gebe dir grundsätzlich Recht, aber auch @fafner. Meine Gedanken dazu:

1. Wenn nicht wenigstens am Anfang Romantik und ein bisschen Verklaerung dabei ist, dann fragt man sich schon, ob man von Verliebtheit sprechen kann oder ob eine reine Vernunftsbeziehung eingegangen werden soll, die zumindest nicht meiner Wunschbeziehung entspricht.

2. Wenn man sich mit Ehepaaren unterhält, die 40 Jahre und länger zusammen sind, dann spielt bei denen sehr wohl auch noch Romantik eine Rolle. Diese drückt sich in liebevollen Gesten und/oder Worten aus, die bewusst in den Alltag auch einer langjährigen Beziehung "ruebergerettet" wurden, weil dies immer wieder die Wertschätzung des anderen zum Ausdruck bringt. Und somit die Beziehung auch am Leben hält. Wenn eine 80jährige Frau mit strahlende Augen erzählt, dass ihr Mann sie immer noch regelmässig mit ihren Lieblings-Blumen überrascht oder ein Mann zu seinem 70. Geburtstag von seiner Frau ein Liebesgedicht bekommt, dann ist das für mich Romantik und und ich kann verstehen, warum die zwei immer noch so glücklich miteinander sind.

Vielleicht definieren wir aber auch den Begriff Romantik unterschiedlich. Für mich hat Romantik nichts mit Blindheit gegenüber den Marotten eines anderen zu tun, sondern ist Ausdruck der Liebe, die ich dem anderen gegenüber fühle. Am Anfang ist der Wunsch, diese in Gesten und Worten auszudrücken vielleicht grösser. Sollte sie im Laufe der Zeit gar nicht mehr da sein finde ich es sehr traurig.
 
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