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  • #31
Es hat doch keinen Sinn, wenn einer der (oder gar beide) Partner glaubt, dass die Beziehung ewig auf romantische Weise weitergehen wird.
Eine Beziehung geht doch nicht "einfach so" weiter. Ganz von allein oder wie. Da gibt es zwei, die das gestalten können, wenn sie denn wollen.
Hast du dich mal gefragt, wieso so viele Paare sich nach wenigen Monaten bereits wieder trennen und sich auf die Suche "nach was besseres" begeben?
Das frage ich mich hier ständig. Vielleicht, weil sie ihre Beziehung zu wenig romantisch ausgestaltet haben? Gedacht haben, "das geht ja eh vorbei"? ;)
@Lou Salome hat das schon ganz richtig beschrieben.
 
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  • #32
1. Wenn nicht wenigstens am Anfang Romantik und ein bisschen Verklaerung dabei ist, dann fragt man sich schon, ob man von Verliebtheit sprechen kann oder ob eine reine Vernunftsbeziehung eingegangen werden soll, die zumindest nicht meiner Wunschbeziehung entspricht.

2. Wenn man sich mit Ehepaaren unterhält, die 40 Jahre und länger zusammen sind, dann spielt bei denen sehr wohl auch noch Romantik eine Rolle.
Da gebe ich dir Recht. Mein Ansatz war eher der, dass eine Verklärung der gesamten Beziehung unter der Haube der Romantik weltfremd ist. Sicherlich sind romantische Gesten und "Candle-Light-Dinner" wünschenswert und wichtig, um dem Partner immer wieder der Zuneigung zu versichern.
Ich habe aber den Eindruck, dass sich viele nicht im Klaren darüber sind, dass eben der Großteil der Abendessen ohne romantisches Flair sein wird und nicht jeden 3. Tag Blumen mitgebracht werden.
Eine realistische Vorstellung vom Beziehungsalltag ist ebenso sinnvoll, wie diejenige eines romantischen Urlaubs mit Sonnenuntergängen.
 
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  • #33
Eine Beziehung geht doch nicht "einfach so" weiter. Ganz von allein oder wie. Da gibt es zwei, die das gestalten können, wenn sie denn wollen.
Ohne Frage. Aber das "Gestalten" hat nicht immer grundlegend etwas mit Romantik zu tun. Sprich mal mit einem Paartherapeuten. Der wird (wenn auch mit anderen Worten) konstatieren, dass eine gute und funktionierende Beziehung (harte) "Arbeit" ist.
Das frage ich mich hier ständig. Vielleicht, weil sie ihre Beziehung zu wenig romantisch ausgestaltet haben? Gedacht haben, "das geht ja eh vorbei"?
Nein, genau das haben sie nämlich nicht gedacht. Sie haben geglaubt, dass die Schmetterlinge mit dem richtigen Partner für immer weiterfliegen würden.............
Aber ich merke schon, dass in einem Forum, in dem es vorwiegend um die Partnerfindung geht, kaum jemand lesen möchte, dass "Beziehung" auch Anstrengung bedeutet - von beiden Seiten. Wer möchte nicht, dass alles "wie von alleine geht" und sich leicht und locker anfühlt?.
 
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Deleted member 23883

  • #34
Ganz ehrlich: der realistische Part einer Beziehung, der wenig glamouröse Alltag kehrt früh genug ein und dieser Umstand sollte jedem, der älter ist als 25 Jahre klar sein. Wem dies nicht klar ist, ist meiner Meinung nach sehr unreif oder hatte noch nie eine längere Beziehung.
Weitaus schwieriger und herausfordernder finde ich es, dem entgegen zu arbeiten und nicht nur nebeneinander her zu leben. Eben bewusst die Romantik lebendig zu halten und den anderen nicht nur als selbstverständlich zu wahrzunehmen.

Edit: Und ja: das kann man auch mit dem Begriff "Beziehungsarbeit" beschreiben. Aber "Romantik" gefällt mir einfach besser. :rolleyes:
 
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  • #35
Ganz ehrlich: der realistische Part einer Beziehung, der wenig glamouröse Alltag kehrt früh genug ein und dieser Umstand sollte jedem, der älter ist als 25 Jahre klar sein. Wem dies nicht klar ist, ist meiner Meinung nach sehr unreif oder hatte noch nie eine längere Beziehung.
Ich glaube, dass viele Menschen vom Wunsch nach einer romantischen Beziehung "beseelt" sind - vor allem diejenigen, die mithilfe von Matching-Points versuchen, den richtigen zu finden. Der Wunsch nach romantischer Zweisamkeit wird von Zeit zu Zeit schlichtweg übermächtig. Und die Partnerfindungs-Industrie trägt ihren nicht unerheblichen Teil zu dieser verklärten Sicht auf eine Partnerschaft bei.
Wer möchte nicht, dass der Partner grundsätzlich mit liebevollem Blick und nicht enden wollenden zärtlichen Gesten zeigt, dass man der/die Eine ist?
Edit: Und ja: das kann man auch mit dem Begriff "Beziehungsarbeit" beschreiben. Aber "Romantik" gefällt mir einfach besser. :rolleyes:
"Romantik" ist jedoch kein Synonym für "Beziehungsarbeit" - sondern lediglich ein kleiner Teil dessen.
 
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Deleted member 23883

  • #37
"Romantik" ist jedoch kein Synonym für "Beziehungsarbeit" - sondern lediglich ein kleiner Teil dessen.

Hast ja recht. Ich mag nur den Begriff nicht. Weil er so unromantisch ist und beinhaltet: wenn ich nur hart genug arbeite, wird alles gut. Nur so ist es leider nicht. :(

P.S. Du und @fafner meinen dasselbe, ihr operiert nur mit anderen Begriffen, habe ich den Eindruck.
 
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  • #40
P.S. Du und @fafner meinen dasselbe, ihr operiert nur mit anderen Begriffen, habe ich den Eindruck.
Hm, ich glaube nicht, dass es bei unseren Standpunkten lediglich um "Begrifflichkeiten" geht. Sein Ansatz scheint mir eher zu sein: "Ohne Romantik funktioniert keine Beziehung. Beziehung erfordert auch Romantik".

Was nicht widersprüchlich zu meiner These ist, dass ich glaube, dass Paarbeziehungen insgesamt von den Medien und der davon lebenden Industrie zu verklärt werden - und viele Menschen die Augen vor der Realität verschließen, sich dieser ewig andauernden Romantikvorstellung zu sehr hingeben, diese sogar erwarten und letztlich von der Wirklichkeit nur enttäuscht werden können.
 
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  • #42
Aber ich merke schon, dass in einem Forum, in dem es vorwiegend um die Partnerfindung geht, kaum jemand lesen möchte, dass "Beziehung" auch Anstrengung bedeutet - von beiden Seiten.
Meine Erfahrung ist einfach die: wenn es anstrengend wird, stimmt was nicht und es wird auch nicht besser... o_O
Hm, ich glaube nicht, dass es bei unseren Standpunkten lediglich um "Begrifflichkeiten" geht.
Ich auch nicht. :D
... , dass ich glaube, dass Paarbeziehungen insgesamt von den Medien und der davon lebenden Industrie zu verklärt werden - und viele Menschen die Augen vor der Realität verschließen, sich dieser ewig andauernden Romantikvorstellung zu sehr hingeben, diese sogar erwarten und letztlich von der Wirklichkeit nur enttäuscht werden können.
"Realität" ist m.E. auch nix, was einfach so "passiert". Man hat darauf Einfluß, bzw. kann Einfluß nehmen, von der eigenen Seite aus.
 
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  • #43
100 Punkte! Dicht gefolgt von "Früher war alles besser!" und "In der heutigen Zeit gibt es keine Werte mehr!"
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, ~400 BC)

Und wenn man den Höhlenmenschen-Opa gefragt hätte wäre vermutlich eine ähnliche Antwort herausgekommen.

Den Werte-Teil kann man im Übrigen wunderbar kontern: Werte wollen vermittelt werden, wenn es heute keine mehr gibt muss das wohl gestern jemand vergessen haben.
 
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  • #44
Nein, genau das haben sie nämlich nicht gedacht. Sie haben geglaubt, dass die Schmetterlinge mit dem richtigen Partner für immer weiterfliegen würden.............
Das denken und wollen wirklich sehr viele Männer auf Parship. Man liest es in den Profilen, sie schreiben es dir oder tuen es auf andere Weise kund.
Einer wollte mir tatsächlich mal weismachen, daß bei ihm die Schmetterlinge mit seiner Ex 8 jahre lang flogen. Ich fragte ihn dann provokativ, ob er sich dann am Tag nach dem letzten Flug getrennt hatte. Er sagte ja. :eek:
Ich war immer sehr vorsichtig mit Männern, die den ewigen Flug erwarten. Meiner ist zum Glück nicht so, der weiß genau, daß das Leben auch Durstrstrecken hat und man nicht nonstop auf Wolke 7 fliegen kann.
 
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Deleted member 22408

  • #45
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, ~400 BC)
Auf dieses Zitat habe ich schon gewartet, geehrter 'Sine Nomine'! Der Text stammt nicht (!) von Sokrates und auch nicht aus seiner Zeit! Meines Wissens (Es gibt dazu eine Quellenforschung) wurde er im 20. Jahrhundert erfunden und ihm untergeschoben. Mir unerklärlich, dass heute immer noch viele Leute diesem Sokrates Fake New glauben.o_O
 
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