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  • #16
@andre: natürlich hat catherine damit wiedergeben wollen, was der mann gesagt hat. - mein punkt war: so etwas, was der mann gesagt hat, schreiben hier im forum ständig irgendwelche leute. auf die dann nicht so eingeprügelt wird.

@andrea: danke für die bestätigung! :)
nein, ich fühle mich nicht als leidensgenosse. ich empfinde mich nicht als teilnehmer einer opferselbsthilfegruppe. daß du das tust, erklärt dein verhalten; wie ich es oben vermutet habe.

wenn mir etwas paßt, sage ich es übrigens menschen oft ins gesicht. oder, wenn die gesichter nicht da sind wie hier, dann schreibe ich es ihnen direkt. damit haben sie die möglichkeit zu reagieren. feig finde ich es hingegen, über dritte, die sich nicht wehren können, schlicht weil sie nicht hier sind, einzuschlagen. derartiges verachte ich sogar.
 
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  • #17
Ansprüchen standhalten :)

Das ganze geht auch andersrum und resultiert in Anspruchsdenken. So denken Frau wie Mann, die höchsten Ansprüche stellen und bedienen zu müssen und am Ende kommt viel heisse Luft. Nach eigener Erfahrung helfe ich mir in dem Fall gerne mit altbewährten Sprüchen, wie "Hunde, die bellen, beißen nicht" oder "Große Klappe, nichts dahinter".

Ich sehe mich auch nicht als Leidgenossen, sondern hatte gehofft, dass man sich hier offen und ohne alles gleich auf die Goldwaage legen zu müssen (wer hat das Häkchen ;-) unterhalten kann.

Lästern befreit und ist im Sozialverhalten des Menschen fest verankert. Er teilt seinem Gegenüber am Beispiel Dritter mit, was er mag und was nicht, ohne selbst ins Visier zu geraten. In einem Forum kann das natürlich jeder lesen.

Mir hat das Forum bisher so manch neue Sichtweisen gedeutet. So denke ich, dass auch starke Frauen einfach nur einen Mann wollen.
 
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  • #18
@mil: Also ganz so ist es ja nun nicht, dass solche Äußerungen hier im Forum ohne Widerrede durchgehen.

In einem Punkt - Reden über nichtanwesende Dritte - muss ich dir leider Recht geben, aber da spreche ich jetzt nur in eigener Sache: In dem anderen Thread, wo es um den Mann mit der "kranken Mutter" geht, kam mir schon das mulmige Gefühl: *******, jetzt fängst du an zu tratschen.

Werde drüber nachdenken, aber andererseits lässt es sich nicht vermeiden, auch über Unbekannte zu reden. Da diese aber anonym bleiben, und außerdem klar sein dürfte, dass wir natürlich nur unsere subjektiven Eindrücke über quasi fiktive/exemplarische Fälle äußern, sehe ich da jetzt kein so großes Problem.

Und letztendlich geht es auch in diesem Thread weniger um eine konkrete Person, sondern eher um ein Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch.
 
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  • #19
Warum denn nun diese Wortklauberei? Nun wird das simple Wort "Leidensgenosse" zerpflückt und dementiert. :-(
Ich verstehe: Ihr seid alle supihappy Singles und seid nur aus Langeweile oder aus Hobby bei Parship und wehrt Euch dagegen, wenn ich ohne nachzudenken das Wort "Leidensgenosse" verwende, weil mir nichts anderes eingefallen ist.
 
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  • #20
Gerne Leidgenosse :)

In dem Fall bin ich natürlich gerne Leidgenosse. Selbst bin ich nicht unbedingt unglücklich, wäre jedoch glücklicher mit einer tollen Frau an der Seite. Und tolle Frauen trifft man hier durchweg, so dass gar keine Langeweile aufkommen kann :)
 
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  • #21
ja, lästern gehört zum sozialverhalten. wie auch randgruppen diffamieren, sündenböcke in die wüste jagen, prügeleien usw., wie übrigens auch aufschneiden - gehört alles dazu, ist alles menschlich, hat alles sein funktion; sonst würden es die menschen auch nicht machen. ich muß es dennoch nicht gleichermaßen toll finden.

zum leidensgenossen: da ging es nicht um das wort, sondern die einstellung. a la: wir hier sind alle opfer und müssen zusammenhalten und gegen irgendwelche schwarze schafe kämpfen, und wir sollten doch bitte dritte abwerten, aber keinesfalls was an dem aussetzen, was hier jemand schreibt, denn wir sind doch eh alles geprügelte hunde undso.
da fühle ich mich ein wenig mißverstanden. und habe ich dich damit wirklich so überinterpretiert? nein, glaube ich nicht mal. :)
 
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  • #22
@andre:
mir geht es ja gar nicht darum, diesen mann zu verteidigen. der es vermutlich nicht liest und somit zwar irgendwie unsichtbar "entehrt" wird, aber sich nicht verletzt fühlen kann. es kommt mir hingegen auf die haltung derer an, die sich so über ihn auslassen.
es ist wie wenn in einem profil oder in den emails über den ex gelästert wird. da greift auch nicht einfach bloß meine solidarität unter männern. sondern ich frage mich: na, mit wem habe ich da zu tun, daß der so über einen abwesenden redet?

hier ist immer so oft von männern (seltner auch von frauen) mit dem merkmal "getrennt lebend" die rede, die dann leicht unter generalverdacht gestellt werden, sich noch nicht richtig gelöst zu haben. - ich habe vielmehr gerade bei denen diese vermutung, die über ihren expartner herziehen. da erscheint mir ziemlich viel unverarbeitet. die blumigsten erzählungen. und ich denke mir ganz schlicht: wenn er wirklich so übel ist, wie die frau mir da erzählt, weswegen war sie dann mit ihm verheiratet oder lange zusammen? ach so, er war ein blender, er hat sie heimtückisch getäuscht oder so - was dann als erklärung angeboten wird. man sehe ja immer nur das gute im menschen, weil man selbst so ein guter mensch sei, und da hat man den anderen aus edelsten gründen für einen guten mann gehandelt, obwohl er doch der reinste abschaum sei.... - ich erspare mal, was ich da schon zu lesen bekommen habe. meine vermutung: entweder hat die frau es nötig, über ihn so abzulästern, weil sie die enttäuschung noch nicht verarbeitet hat, oder sie ist so, daß sie sowieso nicht gerne wirklich genau hinschaut auf jemand, sondern sich in ihren eigenen vorstellungen dreht, und das dann noch als gutmenschentum ausgibt.
beides für mich wenig attraktiv.

weshalb erzähle ich das so lang und breit? nun, eine bestimmte art, über jemand herzuziehen, zeigt an, daß man so einiges noch nicht verarbeitet hat. natürlich, es entlastet im moment. und in direkter enttäuschung "darf" man auch mal ungerecht sein. aber wer es auf dauer ist, der kämpft hier vor allem mit seinen projektionen und scheint mir diesbezüglich noch nicht wirklich auf einem guten befreiten wege, sich wirklich auf einen anderen menschen und möglichen partner einzulassen.
 
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  • #23
Spaß an der Demontage arroganter Hochglanzfassaden

Einerseits stimme ich Löwefrau durchaus zu, bis zu einem gewissen Grad sollte man solche Menschen einfach nur amüsiert zur Kenntnis nehmen, sich seinen Teil denken und sie weiter durch ihr Leben stolzieren lassen.
Andererseits gibt es in mir allerdings eine, eigentlich recht hoch liegende und deshalb in einem ersten Date eigentlich kaum überschreitbare, Schwelle, ab der ich mich zu einer ähnlichen Reaktion wie Catherine hingerissen fühle. Nicht, weil ich der "bessere" Mensch zu ein glaube, nicht weil ich mein Gegenüber erziehen will, sondern weil es ganz schlicht und einfach höllischen Spaß macht solchen Menschen den Spiegel vorzuhalten und ihnen die Begrenztheit ihrer selbst vor Augen zu führen.

Wie gesagt, die Schwelle liegt recht hoch, aber wer sie überschreitet, die oder der spielt durch die eigene Selbstinszenierung ein Spiel mit seinen Mitmenschen. Und wer solche Spielchen mit anderen spielt darf sich in meinen Augen nicht wundern, wenn diese gelegentlich auf ihre Art mitspielen und beispielsweise austesten, ob die vor ihnen daherstolzierende Hochglanzfassade nicht nach einigen wenigen gezielten Nachfragen zu bröckeln beginnt.
 
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  • #24
@mil: schmunzel, wir haben anscheinend die gleichen Erfahrungen gemacht. So sehr ich deine Beobachtungen also bestätigen kann, so wenig finde ich aber, dass man das aus Catherines Erzählung herauslesen kann. Ich war ja nicht dabei, und wir haben auch nur eine Seite gehört, aber wenn auch nur der Grundtenor zutrifft, kann ich da kein Frustablassen oder Einschlagen auf eine Stellvertreterpuppe erkennen. Außerdem: er hat schließlich zuerst gelästert und wird bei seinem nächsten Date auch über Catherine herziehen.

Übrigens, du hast auch gerade gelästert ;-) Ich schließe mich aber solidarisch ;-) an, da mir das interessant scheint - das Wort "Enttäuschung" hat es in sich. Ent-Täuschung. Wenn man sagt, "ich bin enttäuscht von dir", dann sagt man doch genaugenommen: "Mein Wunschbild von dir wurde von der Wirklichkeit zerstört. Du hast meine Erwartungen nicht erfüllt". Dafür, dass man daran selbst schuld ist, ist der vorwurfsvolle Unterton in "du hast mich enttäuscht" ziemlich unangemessen. - In meinem Sprachgebrauch existiert das Wort "Enttäuschung" daher auch nicht.

Aber da komme ich wieder auf Catherines Geschichte zurück. Nicht immer täuscht man sich selbst etwas vor, oft genug wird man auch vorsätzlich getäuscht. Und Catherines Typ war so einer. Nicht nur die eigenen, auch die Täuschungen anderer gehören ent-täuscht.
 
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  • #25
ja nun, offenbar war er doch im gegenteil ja ziemlich ehrlich, in seinen berichten darüber, wie er so vorgeht mit seinen kontakten. womöglich war und ist das der eigentliche stein des anstoßes, und gar nicht so sehr irgendeine aufschneiderei. von der erfahren wir zumindest nicht so viel.
laut erzählung hat er gesagt, daß die meisten frauen, die er über ps getroffen hat, langweilig waren. das wird dann als überheblichkeit und arroganz ausgelegt. und schon lassen sich alle über den unsäglichen blender und aufschneider aus. aber hier im forum habe ich schon zig mal gelesen, daß jemand schreibt, daß er seine bisherigen kontakte alle eher langweilig fand, oder ungebildet oder unehrlich oder sonstwie unattraktiv - und wurde darauf hin nicht als aufschneider und arrogantler niedergemacht.

@andre, wo siehst du denn so sehr das täuschen in dem beschriebenen verhalten? - ich lese: da ist eine frau, für die stärke des mannes ein großes thema ist, sie trifft einen, und fand ihn witzig, intelligent usw., und findet ihn dann auch gutaussehend, nicht ohne hinzuzufügen, aber irgendwie im durchschnitt, und schildert dann, wie der mann es mit den frauen hält, und das gefällt ihr nicht, und dann schreibt sie mehrere male, daß er völlig arrogant und überheblich ist (weil er es so mit den frauen hält oder weswegen?), und daß sie ihrer meinung nach ihn dann ganz klein gemacht hat, indem sie ihm gesagt hat, daß er ja nun nichts besonderes sei und mit seinem vorgehen keine chance bei den frauen habe. aha. also, da tauchen viele bewertungen auf, aber gerade immer weniger durch konkrete erzählungen gestützt. ich zumindest erfahre in diesem bericht sehr viel mehr über die schreiberin als über den beschriebenen mann.

deswegen finde ich die reaktionen auf die geschichte ja wirklich erhellend. also bestürzend.
 
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  • #26
Mich bestürzt, dass die - ich nenne es mal - Masche zum Erfolg führen kann.
 
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  • #27
welche masche?
 
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  • #28
Die Masche

Sich bis Superman profilieren und durch Befriedigung der investigativen Ader der Frau zum zweiten Date kommen.
 
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  • #29
@mil: Ich hab Catherines Geschichte etwas anders verstanden, aber Details hin oder her, für mich ist das der klassische Aufschneider/Großkotz. Und dass *wir* uns nicht täuschen lassen, bedeutet ja nicht, dass auch alle anderen sich nicht täuschen lassen.

Es ist nämlich ein verbreiteter Denkfehler, selbst bei erkannten(!) Übertreibungen anzunehmen, dass doch aber wenigstens ein bisschen was dran sein muss. So funktioniert z. B. der ganze graue Finanzmarkt. Die versprechen 20% Zinsen, der "gewiefte" Schwarzgeldanleger weiß natürlich schon, dass das nicht gehen kann, aber ein bisschen mehr als den legalen Finanzinstituten traut er denen natürlich schon zu, sagen wir, die Hälfte. Bietet einer 25%, kriegt halt der den Zuschlag. In Wirklichkeit ist steckt aber weder hinter dem einen noch dem anderen irgendwas substantielles.

Aber so funktioniert diese "Masche", je schamloser man übertreibt, desto besser. Wenn einer sagt, er trifft am Tag zwei Frauen, naja, also eine pro Tag könnt's schon sein.

Ja, und die Reaktionen auf die hier zu lesenden überheblichen Frauengeschichten sind sehr unterschiedlich.
 
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  • #30
@smiler:
eigentlich gibt die geschichte wenig anhaltspunkte für die vermutung, dieser mann hätte sich zum superman stilisiert. (und wo ging es um ein zweites date?) man weiß ja nicht, wen er getroffen hat. er fand die, die er getroffen hat, zu dick oder zu ungebildet oder was auch immer für seinen geschmack, oder im verhältnis zu ihm. dann kommt catherine und findet ihn zu schwach für ihren geschmack und im verhältnis zu ihr. kann doch sein. und dann kommt ein mann, beispielsweise so ein mil, und findet catherine zu frustriert und zu schwach für seinen geschmack, also im verhältnis zu ihm. und dann kommt eine frau, wonderwoman, und findet mil zu soundso für ihren geschmack, also im verhältnis zu ihr ... :)

@andre:
nochmal: wo in der geschichte findest du wirkliche anhaltspunkte dafür, ihm täuschung zuzuschreiben?
welche übertreibungen meinst du?
catherine schreibt, er treffe teilweise zwei frauen am tag. teilweise! mag sein, daß man liest: boah, der trifft jeden tag zwei frauen. der schuft! von catherine war das ja abwertend gemeint. das, was du übertreibung nennst, dürfte also von ihr kommen. er hat vielleicht einfach erzählt, daß er auch schon mal zwei frauen an einem tag getroffen hat, eben. weswegen glaubst du, daß das aufschneiden ist? wie gesagt, ich glaube, es ist eher die abscheu von vielen frauen und vielen männern hier, daß er so mit seinen dates umgeht, und nicht ein aufschneiden oder gar täuschen von ihm.