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  • #17
Ich schau dieser Tage auf ARD " Unsere schönsten Jahre" Die Verarbeitung des Nationalsozialismus wird in dem Film schön gezeigt und etwas Liebe gibt es auch .Gute Abwechslung zum ewigen Corona Thema. Ich mag die Serie.
 
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Deleted member 25487

  • #18
Hier ist eine kleine Geschichte von mir - inspiriert von @elve. Vielleicht habt ihr auch noch eine?

Erste Liebe

Wir waren in der gleichen Klassenstufe, gerade 16. Er - ein großer, dunkelhaariger Typ, zurückhaltend und gutmütig. Kein lauter Mensch, aber ein kluger.

Im Englischkurs saß er schräg hinter mir. Heimlich nur sah ich ihn an und heimlich nur sah er zurück - zumindest bildete ich es mir ein. Meine Freundin und ich sind zu den Dorfdiscos mit dem Fahrrad gefahren. Ich hoffte ihn zu sehen. Ich wünschte mir eine Chance mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nie hätte ich mich getraut ihn zwischen all seinen Freunden anzusprechen. Also heimlich nur sah ich ihn an und heimlich nur schien er mich anzusehen oder nicht? Unsere Wege trennten sich. Ich habe noch oft an ihn gedacht.

Viele Jahre später trafen wir uns bei einem Klassentreffen, er war einer der Organisatoren, hatte keine Zeit und heimlich… Ich bin nicht lang geblieben.

Ich weiß nicht mehr, was mich dazu bewogen hat. Wahrscheinlich wollte ich es einfach nur wissen. Ich habe ihn nach dem Klassentreffen angeschrieben und gefragt, wie es ihm ergangen ist und dass er meine erste (platonische) Liebe war. Aufgeregt wartete ich auf seine Antwort. Hatte ich mich blamiert? Er schrieb mir sehr schnell zurück. Er könne nicht glauben, dass er diese Nachricht wirklich von mir bekommen hat. Es wäre ihm damals ähnlich gegangen. Wir haben beide nach dem Abi unabhängig voneinander das gleiche Fach studiert, hatten inzwischen Familie. Wir konnten und wollten die Zeit dazwischen nicht streichen. Ein schönes wehmütiges Gefühl beschlich mich, aber es tat nicht weh.

Wenn ich dieses Lied höre - wie neulich am Lagerfeuer - fällt mir unsere kleine Geschichte wieder ein.

https://www.youtube.com/watch?v=sULN3U1NjlI
(Peter Cornelius: Du entschuldige i kenn di)
 
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apfelstrudel

  • #20
hm...
ich bin mir gar nicht sicher, ob es an einer speziellen Person hängt, oder nur an dem, was sie auslöst... es ist auch völlig egal, ob man an "Aura" oder sowas glaubt... an "Wiedergeburt" und so Zeugs.
Eine Zeit lang hab ich mitgefaselt, wenn eine Frau von "tiefer Verbundenheit" gesprochen hat. Ohne sie gefühlt zu haben. Hm. Das war nicht fair.
Die Unfähigkeit diesen Zustand in Worte zu fassen spricht weniger gegen den Menschen, als für den Zustand.
Und es sind oft unsinnige Vorbehalte, die uns davon abhalten... es zu fühlen... sich berühren zu lassen... anstatt davon zu reden.
Das hab ich in einem Traum so erlebt. Wie dumm man ist, in seinen Mauern. Die man nur selbst sieht und so verbissen versuchten dem Anderen klarzumachen, dass sie da sind, die Mauern und unverrückbar.
Zweimal sogar.
Die Botschaft war immer die selbe: "Es ist OK, wie du bist."
Die Selbstzweifel die einen zerfressen... mit denen man sich geißelt. Sie auskostet, sie auslebt, weil man sie kennt, sie gewohnt ist. Tagein tagaus.
Viel mehr machen wir kaputt, wenn wir die gewohnten, scheinbar uns schützenden Mauern anstarren... anstatt es zuzulassen... den Gedanken, dass es OK ist, wie wir sind.
Dass es auch für andere OK sein könnte, wie wir sind.
...
Ich war mit ihr in einem Museum. Dann kamen Menschen, die ich kannte. Sie wollten, dass ich ihnen bei irgendeiner Tätigkeit helfe. Hab ich gemacht. Hat länger gedauert. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen... ich hab gestresst. Bin abgehetzt zurück zu ihr, mir schon am Weg zu ihr überlegend, wie ich mich für meine Abwesenheit entschuldigen soll... dafür, dass etwas anderes wichtiger war. Was anderes als das, was mir eigentlich wichtig ist.
Da komm ich hin... sie war inzwischen ein paar Räume weitergegangen. Hat sich alles genau angesehen - schließlich haben wir uns bewußt für ein Museum entschieden, in dem wir zu sehen bekommen, was uns gefällt und was unser Interesse weckt. Ich seh sie also ein paar Räume weiter - ich werde unruhiger. Und plötzlich - als würde der Kreuzweg sich ins unendliche verkürzen - steh ich vor ihr. Sie schaut mich an. Mit großen Augen. Interessiert. Mit dem bezauberndsten Lächeln auf den Lippen - durch und durch erfreut über meine Anwesenheit. Und sagt. "... da is er ja wieder!" und nimmt mich an der Hand, bevor ich nur einen Mucks sagen kann.
Und da ist er, der Zustand, den man nicht in Worte fassen kann.
 
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  • #21
Zitat Udo Lindenberg:" Die Welt ist voll am Arsch, aber der Kumpel Hoffnung ist ja auch noch da." Ich werd mir mal wieder den Song " Hinter dem Horizont geht's weiter" reinziehen. Irgendwie ganz passend.
 
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  • #23
Schaut euch doch mal wieder ein paar Sketche von Loriot an, immer wieder gut und köstlich treffend. Man erkennt sich oft im Ansatz wieder. :D
Die beiden Männer in der Badewanne mit Ente, :rolleyes:zu gegebenem Anlass das 4.5 Min. Ei, ;) oder Hermann, was machst du gerade?..... ich sitze hier. :eek:
 
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  • #24
Ich schau dieser Tage auf ARD " Unsere schönsten Jahre" Die Verarbeitung des Nationalsozialismus wird in dem Film schön gezeigt und etwas Liebe gibt es auch .Gute Abwechslung zum ewigen Corona Thema. Ich mag die Serie.
Ja, habe gestern den 3. und letzten Teil gesehen (hatte die Serie aufgenommen). In der Regel schaue ich so etwas eher selten, aber die einzelnen Folgen waren wirklich abwechslungsreich. Die Charaktäre gut herausgearbeitet, die Ausstattung des Films ohnehin echt klasse. Und die Handlungen nicht so übertrieben, sodass das Verhalten der dargestellten Menschen nachvollziehbar wirkte.