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  • #31
@goldmarie:
"Ah! Rollentausch! ;D"
Was? ;)
 
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  • #32
@Andrea: "ich habe Dich nicht gefunden"
Ich will grad auch nicht gefunden werden.
 
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  • #33
...es ging um die Anbiederei. Das war och bis dato der Job von Andrea und mir. ;D
 
J

Jenny Treibel

  • #34
#29

"mit hartz-iv kann ich zwar nicht dienen, aber ich hab überhaupt nichts gegen eine besserverdienende frau. so etwas kommt in meinem umfeld auch einige male vor. wobei die männer dann nicht einfach das heimchen am herd sind, sondern selbst etwas tun, was sie sehr interessiert, aber eben damit nur wenig geld verdienen. ich hab auch schon derartige "angebote" bekommen, von karrierefrauen"
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Ich hätte etwas gegen einen schlechter verdienenden Mann. Hätte das nicht den unangehmen, fast peinlichen Beigeschmack von Gigolo? Ich habe oft dieses Bilder der ältichen tätowierten Frau mit Rastazöpfen vor Augen, die einen Jamaicaner aushält oder die Karrierefrau über 50, die einen Hungerkünstler finanziert.
 
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  • #35
...hieße das im Umkehrschluss, dass es den Beigeschmack von Prostitution hat, wenn ich mit einem besser verdienenden Mann eine Beziehung führen würde? Das wäre tragisch, denn es ist Kinderspiel, mich finanziell zu "überbieten".
Ich dachte, über derart überzogene Klischees auf der einen und klassische Rollenverteilungen auf der anderen Seite wären wir längt hinaus.
 
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  • #36
@goldmarie: achso, lach, nee, das war kein Lockruf, sondern ein (wie man am Mööp Mööp erkennt, nicht allzu ernst gemeinter) Ausruf des Könnerstolzes ;-) Ha! Ich hab das gewuppt! Und zwar mit einem Einkommen, von dem hier kürzlich gesagt wurde, es reiche nicht zum Leben. Da hat einer gedacht, er kann mir altem Trapper inne Flinte kâcken! Jaja, neenee ;-)

Aber zurück zum Thema: Ich bin ganz froh, dass ich niemanden des Geldes wegen in Versuchung bringen kann. Ich hab nur mich zu bieten, und das ist ein guter Filter. (Und nein, ich wohne nicht in einer Jugendstilvilla mit Pool, sondern in einem grauen DDR-Kasten ;-)
 
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  • #37
Ich denke, wenn bei gravierenden Einkommensunterschieden beide den Dreh finden, sich auf der Seite des Besserverdienenden von Standesdünkel und von Seite des Geringerverdienenden von Unterlegenheitsgefühlen frei zu machen, und einen Lebensstil zu finden, der für beide machbar ist, kann es etwas werden.

Allerdings stelle ich es mir schwierig vor, wenn ein extremes Gefälle herscht. Man hat völlig unterschiedliche Lebensstile, Konsum- und Freizeitgewohnheiten, Ansprüche, Freunde usw.

Und wenn dann der Rausch der ersten Verleibtheit sich legt, tauchen diese Differenzen verstärkt auf. Ich denke daher schon, daß es Sinn macht, sich bei der Partnersuche auf ähnliche Einkommensgruppen zu konzentrieren - Multimillonärin und Hartz 4-Empfänger funktioniert vielleicht in Hollywood - bei der Realität habe ich persönlich da massive Zweifel.
 
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  • #38
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Hallo an alle engagierten Beteiligten.
Ich bin neu im Forum und möchte mich gerade zu diesem Thema einbringen.
Die Situation: Ich brauche mir über finanzielle Dinge keinen Kopf machen. Praktikabel gesehen reicht es für mehrere Menschen.
Wenn ich nun eine Partnerin hätte, die am unteren Existenzminimum ihr Einkommen nach Hause fährt, Urlaube für 300 € für 2 Wochen macht. Einmal im Monat essen gehen kann. Kleidung nach den Sonderangeboten bei Discountern auswählt.
Was wäre, wenn ich diese Frau lieben würde?
Was wäre, wenn mich diese Frau auch lieben würde?

Ganz klar: Es wäre kein Problem ihr schöne Geschenke zu machen, das 2-Sterne-Hotel auf ein 5-Sterne-Hotel aufzuwerten, statt Ballermann die Malediven zu wählen.

Aber was ist mit den anderen Dingen der späteren gemeinsamen Zukunft: z.B. ein Haus zu bauen. Wenn sie aufgrund ihres Einkommens gar nicht die Möglichkeit hat etwas dazu zu steuern. Fühlt sie sich dann nicht irgendwie nicht ganz wohl dabei? (Immer vorausgesetzt ihr moralischer Kompass ist nicht völlig kaputt)
Bekommt sie dann nicht Schuldgefühle? Fühlt sie sich vielleicht minderwertig?

Denn eins ist klar: Wir leben alle in einer Klassengesellschaft (LEIDER), alle anderen Meinungen halte ich für ganz reizend, aber doch etwas naiv. Wir definieren uns zum Teil nun mal über Finanzen, Bildung, Umfeld.

Was ist aber, wenn die Partnerin den Anschein erweckt, sie sei DIE Richtige? Wie kann man diese möglichen Mißgefühle ausschließen, nicht nur minimieren. Denn mir ist klar, wenn man diese Gefühle nicht ausschließen kann, dann ist die Beziehung belastet. Mehr oder weniger.

Gibt es nur die Lösung eine Partnerin mit ähnlichen finanziellen zu suchen?

Ich danke euch für eure Antworten!
 
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  • #39
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Hallo AlexTT,
lauf nicht weg. Ich habe in diesem Punkt Erfahrungen...
 
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  • #40
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Aaaaaalso:

Ich hatte mal eine Beziehung zu einem Mann, für den Geld überhaupt keine Rolle spielte. Ich kann von meinem Gehalt zwar leben, aber bei seinem Lebensstil konnte ich nicht mithalten.

Geld war bei uns immer wieder ein Thema, weil ich es eben nicht wollte, dass er alles bezahlte, ich aber einfach nicht konnte, was er konnte. Wir machten z.B. eine Rundreise durch Südengland. Die dortigen Pensionen sind auch schon nicht richtig günstig, aber das ging schon. Wir stiegen eines nachts in einer ab, in der die Matratzen so gestunken hatten, dass ich unbeweglich mit der Nase nach oben im Bett lag, ohne mich zu rühren. Ich wollte nicht mehr berühren als unbedingt nötig. Ich wollte ihm nicht sagen, dass ich es furchtbar fand, weil ich mir mehr nicht hätte leisten können.
Nach einer Weile fragte er mich, ob wir ein Problem hätten, weil ich seine Zärtlichkeiten nicht erwidern konnte. Das hätte ja erfordert, dass ich meine Nase nicht mehr am weitest möglichen Punkt von der Matratze hätte halten können.
An dem Punkt entschloss ich ihm zu sagen, warum ich wir ein Brett im Bett lag. Er wollte als Folge keine Sekunde mehr in dieser Pension bleiben und wir reisten ab.
Nachdem wir viele Kilometer durch die Pampa gefahren waren, tat sich ein Hinweisschild zu einem Hotel auf. Das steuerten wir dann auch an. Es war traumhaft schön und ich hatte Sorge.
Meine Sorgen sollten sich schnell bestätigen. Das Hotel kostete 1000Pfund pro Nacht und Person... undenkbar für mich, für ihn war es nicht der Rede wert.
Wir bekamen Streit, weil ich das nicht bezahlen konnte und nicht wollte, dass er es bezahlt. Ich wollte weiterfahren oder im Auto schlafen, er wollte bleiben. Es war auch wirklich traumhaft.
Nach einer heftigen Auseinandersetzung, gab ich dann nach. ich brauchte ein bisschen, um zu verstehen, dass das für ihn so war, als würde ich ihn zu einem mittelguten Italiener einladen. Da er wusste, dass ich ihn jederzeit im Rahmen meiner Möglichkeiten einladen würde, sollte ich ihm doch die Chance geben, mich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzuladen. Er fand das unfair von mir, dass ich es nicht annehmen wollte. Ich sollte die Perspektive wechseln und danach beurteilen, was er kann und nicht, was ich nicht kann.

Wir blieben. Zunächst hatte ich ein Problem damit, aber eigentlich hatte er Recht. Selbst wenn wir 2 Wochen in dem Hotel geblieben wären, hätte es ihn nicht ärmer gemacht.

Später wollten wir dann ein Haus kaufen und ich bestand darauf, dass ich 50% von dem Haus bezahle. Ich hätte ein halbes Reihenhaus kaufen können. Das war aber nicht, was er wollte. Auch das Problem zu lösen, war nicht einfach. Er kaufe am Ende ein Haus, wie es ihm gefiel (mir gefiel es auch) und ich zahlte Miete an ihn. Damit hatte ich zwar kein Eigentum erworben, aber ich kam mir nicht vor, wie ein Schmarotzer
 
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  • #41
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Hallo Kristin,

Interessante Schilderung.
Wäre das für Dich auch ein Modell gewesen, dass man beide Gehälter (wenn es die denn gibt) ins Verhältnis setzt und jeder den Verhältnisanteil zahlt? Beispiel:
Einer verdient 4000€ netto,
der Andere 2000€ netto.
Verhältnis 2:1

Den geplanten Urlaub i.H.v. 3000€ zahlt der Besserverdienende mit 2000€ Anteil und der Andere mit 1000€ Anteil? Und wie wäre das beim Haus?

Gedankliche Basis:
Jeder strengt sich gleichviel an für sein Geld (z.B. 40h/Woche), also soll es auch gleichviel gelten.
 
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  • #42
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

"Gedankliche Basis:
Jeder strengt sich gleichviel an für sein Geld (z.B. 40h/Woche), also soll es auch gleichviel gelten."

Interessante Sichtweise. Außerdem können nun mal nicht alle Zahnarzt oder Steuerberater werden, irgendwer muss die anderen Jobs ja auch machen.
 
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  • #43
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Ja, genau das war das Modell, das ich bis dahin kannte und auch immer funktionierte. Jeder nach seiner Leistungsfähigkeit. Das wollte mein damaliger Freund auch so machen.

Das Modell geriet in dieser Beziehung aber aus den Fugen bei diesem eklatanten Unterschied. Er verdiente ungefähr 20x so viel wie ich und hatte ein Vermögen, bei dem mir schwindelig wurde. Nun sind 20% aber nicht immer 20%. Dieses Hotel, von dem ich berichtete, kostete 1000 Pfund pro Person und Nase. Das waren damals etwa 1500€ pro Nacht für mich (wir blieben zwei Nächte) 300€ für zwei Nächte hätte ich zwar gekonnt, aber damit ist man ja nicht fertig. Und wenn ich versuchte zu zahlen, was irgendwie noch blieb, hätte ich mich völlig ausgepowert.
 
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  • #44
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

Mist: totaler Denkfehler...
5% wären es gewesen...
 
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  • #45
AW: Einkommen - nach dem Parship Prinzip?

war er so kleinkariert, daß er einen Anteil von Dir wollte? Oder war er es nicht, lediglich Du hattest es abgelehnt?