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  • #1

Handicap. Wie soll ich mich verhalten?

Ich bin seit zwei Wochen bei Parship angemeldet. Ich bin männlich, Mitte 50 und habe ein Handicap. Darauf weise ich in meinem Profil auch deutlich hin, jedoch ohne genaue Details zu nennen. Ich schreibe allerdings, dass ich deswegen keine fremde Hilfe benötige und ein weitestgehend "normales" Leben führe.
Inzwischen habe ich Kontakt mit drei Frauen, wir haben bisher zwei bis drei Nachrichten ausgetauscht. Keine der Frauen hat mich bisher auf mein Handicap angesprochen. Weil sich die Kontakte vielversprechend entwickeln und sich ein erstes Treffen abzeichnet, bin ich unsicher. Soll ich von mir aus nochmals mein Handicap hinweisen? Ich will vermeiden, dass es für die Frauen eine "böse" Überrasschung gibt. Etwa im Sinne "Wenn ich das gewußt hatte, ..." Oder soll ich darauf vertrauen, dass die Frauen den entsprechenden Hinweis zwar gelesen haben, es aber für sie letztlich eine eher untergeordnete Rolle spielt?

"Danke!" im voraus für alle Meinungen, Tips, Hinweise, ...
Markus
 
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Fraunette

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  • #2
Hallo,

ich kann da jetzt nur für mich sprechen: ich würde wissen wollen, um was für ein Handicap es sich handelt. Aber wenn du von dir aus schon sagst, du möchtest vermeiden, dass es böse Überraschungen gibt, dann sage doch den Frauen, was du für ein Handicap hast. Wenn sie damit nicht umgehen kann, hast du dir Zeit und evtl. Gefühle erspart. Alles andere macht doch irgendwie keinen Sinn.

Viel Glück!
 
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  • #3
Ich bin seit zwei Wochen bei Parship angemeldet. Ich bin männlich, Mitte 50 und habe ein Handicap. Darauf weise ich in meinem Profil auch deutlich hin, jedoch ohne genaue Details zu nennen. Ich schreibe allerdings, dass ich deswegen keine fremde Hilfe benötige und ein weitestgehend "normales" Leben führe.
Inzwischen habe ich Kontakt mit drei Frauen, wir haben bisher zwei bis drei Nachrichten ausgetauscht. Keine der Frauen hat mich bisher auf mein Handicap angesprochen. Weil sich die Kontakte vielversprechend entwickeln und sich ein erstes Treffen abzeichnet, bin ich unsicher. Soll ich von mir aus nochmals mein Handicap hinweisen? Ich will vermeiden, dass es für die Frauen eine "böse" Überrasschung gibt. Etwa im Sinne "Wenn ich das gewußt hatte, ..." Oder soll ich darauf vertrauen, dass die Frauen den entsprechenden Hinweis zwar gelesen haben, es aber für sie letztlich eine eher untergeordnete Rolle spielt?

"Danke!" im voraus für alle Meinungen, Tips, Hinweise, ...
Markus
Also wenn Du in Deinem Profil darauf hinweist, sie Dich treffen möchten und vorher nicht fragen - lass es drauf ankommen.

Sofern Du damit umgehen kannst, dass sie vielleicht doch überfordert sind - oder selber ein Handicap mitbringen. :)

Wer ist in unserem Alter schon gänzlich ohne Handicap. ;)
 
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  • #5
Vor dem Date würde ich es selbst wohl sagen oder auch gerne erfahren wollen (auch wenn ich nicht frage, würde ich drüber nachdenken)
Das zusätzliche Risiko wär mir wohl zu groß für beide. Kommt natürlich auf das Handicap an und auch wie du damit umgehst. Ich würde mir leider selbst nicht trauen wie ich reagiere, ich hab da einfach zuwenig Erfahrung.
 
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  • #6
Naja, das klingt aber schon nach mehr.
Insofern würde ich vielleicht doch noch mal darauf hinweisen - es ev auch erklären.
@vankampen789, warum umschreibst du es so kryptisch?
Dieses "mehr" ist ein sehr weites Feld. Manches (manche Diagnose) klingt geschrieben viel dramatischer, als wenn man es erlebt bzw. sie sich dann im erlebten Leben zeigt. Es ist ja vor allem die Frage der Haltung, wie jemand damit umgeht. Die Haltung dramatisiert oder relativiert vieles.
 
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  • #7
Dieses "mehr" ist ein sehr weites Feld. Manches (manche Diagnose) klingt geschrieben viel dramatischer, als wenn man es erlebt bzw. sie sich dann im erlebten Leben zeigt. Es ist ja vor allem die Frage der Haltung, wie jemand damit umgeht. Die relativiert vieles.
Eh, aber trotzdem nicht vergleichbar mit den Spleens und "Handicaps", die man so im Lauf des Lebens erwirbt und auf die sich dein Statement meiner Meinung nach bezogen hat.
 
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  • #10
Hallo Markus,
ich kann verstehen, dass dich das beschäftigt.
Wahrscheinlich gibt es hier kein Idealrezept und irgendwie ist das eine Gleichung mit mindestens Unbekannten:

1. Das Handicap selber: Würde sich das auf die Bezihung auswirken und wenn ja, wie? Dass du keine Hilfe brauchst, heisst, dass du gut damit klar kommts. Das ist schon mal toll. Aber wenn ein Handicap bedeuten würde, dass ich z.B. nie mit meinem Partner sportlich unterwegs sein können werde, dann würde ich das gerne wissen wollen.

2. Dein Umgang mit Zurückweisung:
Wenn die Dame dein Handicap kennt, sich aber dennoch mit dir treffen will, dann ist das Risiko, dass es am Handicap scheitern könnte zuminderst reduziert. Sprich - du hast ein klein wenig mehr Gewißheit, dass das Handicap nicht "make or break" ausmacht.
Wenn du aber sehr selbstbewußt im Umgang damit bist und es dir eh nichts ausmacht, dass das ein Thema werden könnte, dann ist das auch ok. Ich finde nicht, dass du dich offenbaren MUSST. Vielleicht stellt ihr ja beide fest, dass die Chemie eh nicht stimmt und damit hätte sich das Thema eh erübrigt.

Ich selber habe auch ein wenig mit diesem Thema zu tun. Nach einer Brustkrebserkrankung habe ich zwei große OPs hinter mich gebracht und habe wirklich unübersehbar große Narben. Das will und kann ich nicht verschweigen, thematisiere es aber erst dann, wenn ich den Mann persönlich kennen lerne und das Gefühl habe, dass wir uns überhaupt nochmal wiedersehen wollen würden.

Du musst deinen Weg finden und dafür wünsche ich dir viel Erfolg.
L
 
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JoeKnows

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  • #11
Hallo Markus,

ich hatte mal einen Kontakt, die musste mir, als es um das erste Treffen ging, noch unbedingt schreiben, dass sie Multiple Sklerose hat und an Depressionen leidet. Ich fand das sehr nervig. Ich hätte sie gerne erstmal kennen gelernt und das dann danach erfahren.

Nun sind das natürlich auch Krankheiten, die man bei einem ersten Treffen nicht unbedingt bemerkt. Falls du eine deutlich sichtbare Behinderung hast, solltest du das den Frauen vermutlich doch besser mitteilen. Bedenke, dass der erste Eindruck immer sehr entscheidend ist - und dass der besser nicht unter dem Schatten einer "bösen" Überraschung stehen sollte.

Teile das den Frauen aber möglichst beiläufig mit und erwecke dabei auf keinen Fall den Eindruck, dass du es für möglich hälst, dass sie deshalb ihr Interesse zurückziehen.

Als ich meinem depressiven MS-Kontakt damals geantwortet habe, dass wir ihre Krankheiten erstmal beiseite lassen und uns erstmal treffen sollten, hat sie sich übrigens nicht mehr gemeldet. Du solltest also auch nicht überrascht sein, wenn die Frauen sich für dein Handicap gar nicht interessieren.

Viel Erfolg!
 
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  • #12
Naja, das klingt aber schon nach mehr.
Insofern würde ich vielleicht doch noch mal darauf hinweisen - es ev auch erklären.
@vankampen789, warum umschreibst du es so kryptisch?
@mone7 Ich verstehe jetzt nicht so wirklich was Du mit „kryptisch“ meist. Ich weise doch auf mein Handicap hin, möchte es aber erst im Einzelfall erklären. Sollte ich das vielleicht so in meinem Profiltext ergänzen? Meinst Du das damit?

@Alle: Vielleicht wird es mit folgender Erläuterung verständlicher. Es handelt sich um ein sofort erkennbares, körperliches Handicap. Ich habe dadurch aber keine wesentlichen Einschränkungen, weil ich vieles durch erlernte Geschicklichkeit ausgleiche. Für manche, insbesondere Haus- oder handwerkliche, Arbeiten brauche ich geringfügig mehr Zeit, die eine oder andere sportliche Betätigung ist mir nur bedingt oder auch gar nicht möglich. Bei letzterem achte ich selbst schon darauf, dass es da übereinstimmt. Beispielsweise, wenn jemand begeisterte Skifahrerin ist und mir das nicht möglich wäre, dann würde ich sie von mir aus schon gar nicht anschreiben. Oder sie darauf hinweisen, wenn ich von ihr angeschrieben werde.
 
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  • #13
Teile das den Frauen aber möglichst beiläufig mit und erwecke dabei auf keinen Fall den Eindruck, dass du es für möglich hälst, dass sie deshalb ihr Interesse zurückziehen.
Dass das ein wirklich gut gemeinter Rat ist, verstehe ich. Nur, wie soll ich das in der Praxis tun? Wie erwähnt man so etwas „beiläufig?“ Ich bin für jeden Tip dankbar!
 
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fleurdelis*

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  • #14
Ich bin männlich, Mitte 50 und habe ein Handicap. Darauf weise ich in meinem Profil auch deutlich hin, jedoch ohne genaue Details zu nennen.

Da würde ich persönlich erstmal eine "Benachteiligung" oder ähnliches vermuten. Insofern gibt mir persönlich dieser Satz:

Ich will vermeiden, dass es für die Frauen eine "böse" Überrasschung gibt. Etwa im Sinne "Wenn ich das gewußt hatte ...

.... schon Fragezeichen. Was ist der Unterschied zwischen einem Handicap und einer "bösen Überraschung" ... Unter einem Handicap verstehe ich etwas, was zwar eine körperliche Veränderung darstellt, aber sich nicht tiefgreifend, offensichtlich zeigt. "Böse Überraschungen" ... deuten auf augenscheinlich mehr, so würde ich es interpretieren.... Vielleicht hilft dir das, beim Nachdenken, wie du mit deinen Kontakten verfahren möchtest.
 
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Look

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  • #15
Jo, jo immer diese bösen Phantasien.:p
neugierige Nase Du:)
 
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Logosine

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  • #18
Ich hab mich mal mit einem Mann getroffen, der mir kurz vor dem Treffen geschrieben hat, dass er ein Bein nachzieht und z.B. nicht schnell gehen oder rennen kann. Allerdings hat er nichts davon im Profil erwähnt. Ich fand den Zeitpunkt genau richtig. Wenn nichts Gegenteiliges erwähnt wird, erwartet man ehrlicherweise ja doch einen weitgehend gesunden Menschen, also zumindest ohne sichtbare Einschränkungen. Für mich war das kein Thema. Meine beste Freundin hat auch Hüftprobleme, die hab ich während des Studiums immer durch die Gegend geschleppt. Aber wenn ich es vorher nicht gewusst hätte, hätte ich mich wahrscheinlich doch erschrocken und das Treffen hätte drunter gelitten.
 
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  • #19
Just my 2 Cents : Wenn Du im Profil ausdrücklich darauf hingewiesen hast und das nicht so versteckt hast, daß man es leicht überliest, ist es IMVHO an den Damen, Dich darauf anzusprechen. Ansonsten würde ich abwarten, bis es sich ergibt, das Thema anzusprechen.

Wenn die Damen sich dann gleichwohl "überfahren" fühlen, ist das deren Problem, wenn sie Dein Profil nicht richtig lesen.

Alternativ könntest Du die Art Deiner Behinderung direkt "Klartext" im Profil beschreiben - aber ich tendiere in dieser Frage eher zu @himbeermond (#6), sprich : ich würde es lassen.
 
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JoeKnows

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  • #20
Naja, "beiläufig" heißt ja, dass es zur jeweiligen Situation passen muss. Deshalb kann man da schlecht was von außen zu sagen ;)

Ihr schreibt euch ja über irgendwelche Themen, und da solltest du das irgendwie einbauen. Am besten vermutlich beim Thema Sport.

Beispiel (das könnte ein Kollege von mir so sagen):
Sie fragt "Wie häufig spielst du denn Tennis?"
Du: "Viele Leute wundern sich, dass ich überhaupt Tennis spiele, wegen meinem Handikap. Mir fehlt der rechte Unterarm. Aber das spielt beim Tennis gar keine Rolle, weil man da ja nur eine Hand benötigt :) Ich gehe alle 14 Tage mit einem alten Freund Tennis spielen."

Auf keinen Fall solltest du so was schreiben wie:
  • "Was ich dir unbedingt vor unserem Treffen noch schreiben wollte: ..."
    Das ist NICHT beläufig.
  • "Macht dir das was aus?"
    Du solltest sie (in dieser Phase!) nicht zu einer Reaktion auffordern, sondern ihr die Gelegenheit geben, das auch einfach erstmal zu ignorieren.
  • "Ich hoffe, du willst dich trotzdem noch mit mir treffen."
    Du solltest (in dieser Phase!) nicht den Eindruck vermitteln, dass dein Handikap ihr Interesse beeinflussen könnte.
 
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Fireweed

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  • #21
Hallo Markus,
mach dir bitte nicht solche Sorgen. Du hast in deinem Profil auf dein Handicap hingewiesen, die Damen wissen also Bescheid. Ganz ehrlich, ich würde dich auch nicht per mail fragen, was und warum, sondern dich beim ersten Treffen einmal erzählen lassen. Alles andere findet sich.
Habe selbst einmal über eine online plattform einen Mann kennen gelernt, der im Rolli sitzt. Natürlich wusste ich vorher darüber Bescheid, war zwar ein bisschen aufgeregter beim ersten date als üblich, weil ich ja noch nie Kontakt zu einem Rollifahrer hatte, diese Berührungsängste waren allerdings völlig unnötig. Wir hatten einen tollen ersten Abend, und es war nicht der letzte.
Also, nur zu, lass es an dich heran kommen und wenn es nicht diese beiden Ladies sind, dann wird's eine andere sein. Alles Liebe!
 
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Ulla

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  • #22
Der Rat von JoeKnows ist gut. Vorher erwähnen ja, aber kein riesiges Thema daraus machen.
 
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Xeshra

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  • #23
Schon interessant auf was sich Leute alles ohne nachzufragen einlassen, nur weil das Format gesellschaftlich legitimiert wurde.
 
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Logosine

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  • #24
Auf keinen Fall solltest du so was schreiben wie:
  • "Was ich dir unbedingt vor unserem Treffen noch schreiben wollte: ..."
    Das ist NICHT beläufig

Och, der Mann, mit dem ich mich getroffen habe, hat das schon so ähnlich geschrieben (statt "unbedingt" hat er "übrigens" geschrieben, oder so ähnlich.) Hat mich jetzt nicht abgeschreckt.... Wobei: Er selbst hatte dann tatsächlich etwas Unterwürfiges, Unsicheres, was selbst mir zu viel war, die ich ja Unsicherheit an sich sympathisch finde ;). Aber da hätte es auch nichts geholfen, wenn er es vorher beiläufig erwähnt hätte!
 
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Deleted member 23428

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  • #25
Gelegentlich bekommt man vor einem Dates noch aktuellere Bilder zu sehen.Vllt wäre das eine Möglichkeit.
 
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  • #27
Nochmals vielen, vielen Dank für alle Beiträge! :)

Obwohl ich der Ansicht bin, dass ich den Text bezüglich meines Handicaps schon zuvor nicht irgendwo "versteckt" habe, habe ich ihn inzwischen vom anderen Text getrennt. Er steht jetzt völlig separat und ist damit unübersehbar.

Wie von einigen schon vorgeschlagen, werde ich mich von mir aus zu dem Handicap nicht mehr äussern. Und es bei einem Date darauf ankommen lassen, ob und wie eine Frau darauf reagiert. Wenn ich zuvor darauf angeschrieben werde, werde ich es selbstverständlich näher beschreiben. @creolo Von entsprechenden Bildern halte ich persönlich wenig. Denn durch Fotos wird ein ziemlich statischer Eindruck eigentlich jeden Handicaps vermittelt.

Sobald ich ein paar Erfahrungen gemacht habe, werde ich hier darüber berichten. Um mir dann gegebenenfalls weitere Unterstützung zu holen!

Viele Grüße
Markus
 
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Xeshra

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  • #28
Was genau muss oder soll für dich stimmen damit du jemanden datest?
Ganz ehrlich, Lügen oder Beschönigungen höre ich bereits genug. Ich bin am forschen, nicht am tratschen.

Was genau ist das Gegenüber überhaupt am suchen, wo ist man tolerant und wo intolerant?

Es braucht schon einiges damit man bereit ist um jemanden mit unbekanntem Handycap zu daten weil es kann ja sein dass man damit schwer zurechtkommt, dennoch wird es getan. Frage ist, wo ist man tolerant und wo ist man nicht tolerant.

Ich erwarte natürlich nicht dass es ehrlich beantwortet wird, weil das stellt vieles woran man glaubt in Frage.

Ich hatte mal gelesen dass jemand einen Mann mit Nierenproblemen datete, welches sich negativ auf die Sexualität auswirkte, deswegen auch Meds genommen werden müssen. Oft wird das aber ziemlich gut toleriert, also körperliche Schwächen sind häufig kein Problem. Nach meiner Erfahrung wird das mit mangelnder Toleranz behandelt was gesellschaftlich verpönt wird, körperliche Krankheiten gehören selten dazu. Es gibt jedoch genug, aus Erfahrung, was offensichtlich verurteilt wird, sogar fatal.

Wir haben allgemein bei Krankheiten eine hochstehende Solidarität, aber sobald jemand aus anderen Gründen nicht in diese Solidaritätsebene passt ist er der grosse Ausgegrenzte mit all seinen Folgen. Es wird also noch genaustens festgelegt wo man Solidarität zeigen darf und wo nicht, auch wenn es das obere "we are one" missachtet.

Wenn z.B. jemand sagt "er kann verstehen wieso ein Working Poor nicht arbeiten will" dann wird er aufs schärfste verurteilt und vollkommen ausgegrenzt. Es braucht eigentlich nur wenige heilige Mentalitätsschalter um jemanden gesellschaftlich zu ruinieren, das finde ich bedenklich.
 
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D.VE

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  • #29
Darauf weise ich in meinem Profil auch deutlich hin, jedoch ohne genaue Details zu nennen. Ich schreibe allerdings, dass ich deswegen keine fremde Hilfe benötige und ein weitestgehend "normales" Leben führe.

Also mein Tipp:
Ich würde es NICHT im Profil schreiben. Wenn es etwas körperliches ist (Rollstuhl), reichen Fotos aus. Sobald Ihr schreibt, solltest Du es imo so schnell wie möglich erwähnen - spätestens aber VOR dem ersten Treffen.

Aber so unklar wie Du es schreibst, finde ich es maximal abschreckend. Da malt sich erstmal jeder totale Horrorvorstellungen aus und schreibt Dich ggF. garnicht ab.
Auch sowas hier:
Es handelt sich um ein sofort erkennbares, körperliches Handicap

Was soll man sich darunter vorstellen? Durch so unklare Andeutungen machst Du es nur schlimmer...

Manche lesen das Profil auch nicht, und dann kommt die böse Überraschung beim Treffen. Und wenn man auf etwas nicht vorbereitet ist, kann auch eine eigentlich harmlose Sache zum KO-Kriterium werden.

sportliche Betätigung ist mir nur bedingt oder auch gar nicht möglich. Bei letzterem achte ich selbst schon darauf, dass es da übereinstimmt.
Diese Entscheidung solltest Du einer potenziellen Partnerin überlassen. Daher aber auch: Sofort klar kommunizieren!
 
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Rise&Shine

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  • #30
Ich würde es NICHT im Profil schreiben. Wenn es etwas körperliches ist (Rollstuhl), reichen Fotos aus.

Manche lesen das Profil auch nicht, und dann kommt die böse Überraschung beim Treffen. Und wenn man auf etwas nicht vorbereitet ist, kann auch eine eigentlich harmlose Sache zum KO-Kriterium werden.

Hm. Widerspricht sich das nicht?
Wenn es auf den Fotos zu sehen ist.

Ich habe neulich in einem Profil gelesen, dass demjenigen der eine Arm von Geburt an fehlte. Es war wirklich sehr charmant in das Profil eingefügt. Nicht an prominenter Stelle, aber für den aufmerksamen Leser ersichtlich, deutlich, aber wirklich non-chalant erwähnt.

Ich fand das gut. So kann man sich vorher darüber Gedanken machen und nicht erst bei Ansicht der Bilder und dann erschrecken und mit der Verabschiedung verletzen (wenn man selbst zuerst anschreibt).

Es gibt Zeit zum Nachdenken. Und dann muss später kein Wort mehr darüber verloren werden.
 
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