Hoppel

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  • #31
Ich bin da schon ziemlich konsequent, nach dem Motto "kenne deinen Wert und lass dich nicht schlecht behandeln".
Sorry, wenn ich das drastisch formuliere, das ist eine ziemlich mickerige Form von Selbstsicherheit, von Selbstbewusstsein mag ich gar nicht sprechen.

Ich habe nie einen Kontakt verabschiedet, kam aber schon nicht oft vor, dass die schnappig wurden, habe aber auch nicht hinter jeden Ecke "schlechte Behandlung" vermutet. Ist für dich vielleicht "schlechte Behandlung" synonym zu "schlechte Absichten"?
Ist auch egal, es war dann klar, dass das nicht passte und keine ist mir dann noch mal irgendwie schräg gekommen. Selbst wenn, hätte ich mich dann in den Schlaf weinen sollen ob meines dadurch reduzierten Wertes?

Möglicherweise! Ist halt die Frage woran man seinen Wert festmacht. Der eigene Wert ist eine veränderliche, sich entwickelnde Geschichte. Hat dann was mit der Fähigkeit zur Reflexion zu tun und im besten Fall folgen den Zweifeln am Selbstwert eine positive Veränderung im Denken und/oder im Handeln und steigern den empfundenen Selbstwert, die Selbstsicherheit.

Wird gerne mit dem grundsätzlichen Wert eines jeden Menschen wervechselt. Manche betrachten das etwa so: jeder ist etwas wert, nur, manche sind wertiger. Aber auch das ist eine innere und eine äußere Betrachtung und muss nicht deckungsgleich sein.

Es hilft schlicht nicht, wenn es nicht beachtet wird. Ein Buddhist schätzt den Wert des Insektes, eines jeden Lebens. Das ist sonst nur mit einer erheblichen Varianz der Fall.

Es kann aber schon statistisch nicht sein, dass man jahrelang immer wieder so ein Pech hat und ständig nur an schlechte Männer gerät. Daher frage ich mich inzwischen, ob es wirklich objektiv betrachtet am Fehlverhalten der Männer liegt oder ob ich nach all den Jahren irgendwie nicht mehr ganz dicht im Kopf bin und nach Gründen suche um zu gehen.
Suchte ich eine Partnerschaft und geriete an jemanden, der sich benimmt wie du es beschreibst - wobei sich idR. ein mögliches Problem durch deine eiligen Kontaktabbrüche von selbst erledigte - dann wäre ich in dem Augenblick weg, in dem das für mich erkennbar wäre!

Abgesehen davon, dass du eine Beziehungsanbahnung schon nicht hinbekommst, wie stellst du dir angesicht deines omnipräsenten Misstrauens eine auf Vertrauen basierende Partnerschaft vor?

Ach ja, habe ich selbst erst im Dating lernen müssen. Wenn du von "zu deinen Kriterien passend" schreibst, dann scheint das ein hilfreicher Leitrahmen zu sein. Ist es leider nicht, denn die Auswahl der Kriterien ist viel zu subjektiv und viel zu fehlerträchtig, sozusagen aus dem eigenen, begrenzenden Mustopf heraus, sodass man sich entsprechend in der Partnerwahl einschränkt. Die Kriterien braucht es nicht, was den Vorzug der uneingeschränkten Auswahl mit sich bringt und ob es dann funktioniert oder nicht, weiß man so oder so! Das sich dann ein hohes Maß an Harmonie einstellen sollte, würde ich als Kriterium übrigens zulassen. Hilft bloss nicht bei der Anbahnung. Da muss man sich dann schon mal ins möglicherweise kalt werdende Wasser begeben.
 
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