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Kinder

Kann man lernen, ein Kind zu mögen?

Ich ärgere mich schon über diese dumme Frage. Nein! Entweder man mag jemanden oder nicht. Oder?

Ich frage so blöd, weil ich nach dem letzten Treffen zu dritt das Gefühl hatte, nicht unbedingt nochmal ein Treffen zu dritt zu wollen. Ich hab drüber nachgedacht, dass irgendwie ja alle Kinder ein kleines bisschen niedlich sind, aber auch bei Kindern ist es wie mit Erwachsenen: es sind Menschen mit Persönlichkeit und entweder passt die Sympathie oder nicht so gut.
Und irgendwie finde ich seinen Sohn voll nervig. Klar, manchmal nerven alle Kinder, aber das fühlt sich irgendwie anders an. Ich vermisse diesen Mann, aber sein Kind möchte ich eigentlich nicht so gerne nochmal treffen. Ich kann schon mit ihm spielen und es gibt auch nette Zeiten. Aber ... Ich weiß nicht, wie ich's erklären soll. Ich mag keine Beziehung zu dritt und ich will auch keine eigenen Kinder.

Wir haben uns getrennt. Weil es bringt ja so nix. Ich hatte schon früher immer wieder Zweifel, aber ich hab gedacht, ich schaffe es, das zu überwinden. Die starken Gefühle zwischen IHM und mir sind das wichtigste. Auch wenn ich manchmal starke Zweifel hatte. Die Hoffnung und die Gefühle waren dann doch immer wieder stärker.

Nun habe ich keine Hoffnung mehr, aber die Gefühle zu IHM sind nicht weniger geworden. Aber er ist nicht mehr mein Schatz und ich bin nicht mehr seiner.

Er versteht nicht, warum ich ihm und mir selbst so weh tu und alles hinwerfe. Aber welchen Sinn macht es, alles auf die starken Gefühle zu setzen, wenn ich das Kind nicht so mögen kann wie ich sollte? Wie soll mir das gelingen?
Er sagt auch, wenn ich den Jungen nicht mag, dann macht es keinen Sinn zwischen uns. Aber er versteht es nicht. Er sagt, wir hatten so schöne Momente zu dritt. Das stimmt auch. Aber ich mag trotzdem nicht zu dritt sein und der Junge wird mir eher zunehmend unsympathisch, weil ich mich an "uns drei" nicht gewöhnen kann. Ich will ihn nicht. Das ist mir jetzt bewusst geworden.

Stand der Dinge: es ist Schluss. Für mich ist es die Hölle, für ihn wohl auch. Er sagt, er versteht das alles nicht.

Hat mir jemand einen Rat?

Vom ersten Treffen an hatte es gefunkt und so intensiv hat es sich noch nie angefühlt. Muss man dann nicht alles schaffen können?

Seit wir zusammen waren, war ich nicht mehr alleine aus und hab mich mit meinen Freunden getroffen. Ich war nur arbeiten oder hab mit ihm telefoniert oder ihn besucht oder er ist mal zu mir gekommen. Es gab nur ihn in meinem Kopf. Ich hab mich auch nicht mehr ehrenamtlich engagiert, weil mir die Zeit dafür gefehlt hat. Ich vermisse mein altes Leben. Ich wollte alles ändern und mir mit ihm ein neues gemeinsames Leben aufbauen. Veränderung, Abenteuer Liebe.
Und jetzt vermisse ich mein bescheidenes aufregungsarmes Leben, für das ich so lange keine Zeit mehr gehabt hab.

Und ich vermisse ihn. Es tut so weh. Gibt es denn keinen gemeinsamen Weg?
 
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  • #3
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  • #10
Ääähm, hast du nicht gestern noch geschrieben:

Kein Satz und keine Handlung könnte mich entlieben von meinem Schatz. ❤
o_O
?

Und das:

Hast du Kinder? Könntest du dich von denen entlieben? Muss man denn immer die Erwartungen des anderen erfüllen? Was hat Toleranz mit Liebe zu tun? Die Grenzen meiner Toleranz sind doch nicht die Grenzen meiner Liebe. Der Partner kann doch auch ablehnenswerte Seiten haben (so wie man selbst ja auch welche hat). Hat ja jeder. Aber wenn man sich liebt, dann kann man versöhnlich auf die Differenzen blicken und sich über das Verbindende freuen und es weiter stärken. Wenn man das nicht kann... evt. ist dann der andere der Falsche. Oder man ist nicht in der Lage, wirklich zu lieben.
Ich bin ja sowieso immer sehr skeptisch, wenn jemand direkt am Anfang einer Beziehung / einer Kennenlernphase ohne Ende schwärmt. Das ist dann wohl die berühmte rosarote Brille ;). Und jetzt fällt sie langsam ab. Nicht falsch verstehen - es tut mir leid für dich - ich habe auch nicht wirklich einen Rat für dich, für mich selbst würde ein Mann mit Kindern nicht in Frage kommen. Aber es erscheint mir trotzdem irgendwie komisch, dass man, obwohl angeblich unsterblich verliebt und "kein Satz und keine Handlung" einen dazu bringen könnte, sich zu entlieben, wegen des Kindes dann plötzlich Schluss macht. Wo ist denn deine Toleranz?
 
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  • #14
Was?

Nur weil der Junior etwas nervig ist?
Lebt er denn ständig bei ihm?
Denn ansonsten kannst Du in der „Juniorzeit“ Dich Deinen Interessen widmen.
Ah, du hast es ergänzt. Nein, ich kann mich nicht Inder Juniorzeit meinen Interessen widmen, weil er will, dass wir wie eine kleine Familie sind und zu dritt die Zeit verbringen. Es ist nur 2 Tage in der Woche, aber ich soll mich nicht von den beiden distanzieren, glaub ich. Er hat mal gesagt, es reicht nicht, wenn ich nur akzeptiere, dass er da ist. Für ihn ist die Zeit zu dritt die schönste Zeit.

Ich weiß nicht. Vielleicht hab ich was total dummes getan.

Aber ich sollte ihn mehr mögen, als ich kann. Ich mag die Zeit zu dritt nicht so. Aber ohne die geht es nicht. Und ich soll es nicht nur ihm zuliebe tun, ich soll es auch wollen.