Rise&Shine

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  • #32.583
Trotzdem "lohnt" sich ein E-Auto im Hinblick auf den eigenen CO2-Fußabdruck zur Zeit erst dann, wenn etliche km Fahrleistung damit zustande kommen, als Taxi oder Bus oder für regelmäßige mittellange Fahrten. Für den kurzen innerstädtischen Pendler-Sprint zur Arbeit und Jahresfahrleistungen von unter 10.000 km ist´s entweder eng oder der Verbrenner und insbesondere der Diesel gewinnt.
Ich habe mir jetzt für die lange Strecke (25 km vom Wohnort zum Arbeitsplatz) einen E-Roller gekauft (max. 14 km/h) - und steige dann in der City auf meinen dort geparkten 430 PS starken Porsche-Cayenne Diesel um. Dann ist's 'ne runde Sache. :eek::p
 

fafner

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  • #32.584
Die Menschheit opfert also wohlmöglich gerade ihre langfristige Perspektive für das mittel- und kurzfristige Wohl vieler, vielleicht sogar fast aller.
Warten wir mal einfach 100 Jahre, dann sind wir schlauer.
Die Pendler müssen von der Straße - aber das funktioniert nur, wenn die Verbindungen aus dem Umland attraktiv(er) gemacht werden !
Da bräuchte ich morgens wie abends doppelt so viele Verbindungen (wovon ja jede immer noch 1,5h dauerte) und vor allem abends auch noch welche. Das würde absurd teuer und "ökologisch" wäre da auch nix dran, weil außer mir sonst vermutlich kaum einer drin wäre.
Da bleib ich dann lieber bei den aktuell 2 x 40 min bei maximaler Flexibilität. Einkäufe kann ich unterwegs auch gleich noch erledigen. Und Stau hab ich so gut wie nie auf meiner Strecke bzw. wenn, läßt der sich leicht umfahren.
 

IPv6

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  • #32.585
Apropos Elektromobilität - Ich bin jetzt mal ein gemeiner Spielverderber!

Ich halte das ganze Elektromobilitätsgehabe für eine ausgeklügelte Ökolüge.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen? Atom- und Kohleenergie sollen eingestampft werden; das müsste erstmal durch Wind-, Solar- und Wasserenergie ersetzt werden. Und dann müssten auch noch die Kapazitäten erhöht und das Verteilnetzwerk ausgebaut werden. Da reicht es nicht hier und da ein Windrad und ein Solardach zu bauen, da müssen riesige Windparks gebaut werden und die passen nicht alle in die Nord und Ostsee und auch nicht ins Mittelmeer (Oder Staudämme wie im Jangtsekiang). Den Gegenwind, den hier am Hochrhein schon ein einzelnes Windrad bekommt, holla die Waldfee, da ist eine Autobahn durch ein Naturschutzgebiet schneller gelant und gebaut als ein ganzer Windradpark o_O.

Und dann wurde noch nicht über Nachhaltigkeit der benötigten Materialien diskutiert. Was mir bei der Zukunft der Elektromobilität fehlt, ist die Aufklärung über die damit verbundenen Konsequenzen.

Vor wenigen Jahren sagte bereits ein Entwickler aus der Automobilbranche (sinngemäß): "Wenn die Anzahl der betriebenen Elektroautos verdoppelt wird, wird das Stromnetz zusammenbrechen"...

Der einzelne ist ökologischer unterwegs, aber wie sieht es in der Gesamtheit aus?
 
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  • #32.586
Apropos Elektromobilität - Ich bin jetzt mal ein gemeiner Spielverderber!

Ich halte das ganze Elektromobilitätsgehabe für eine ausgeklügelte Ökolüge.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen? Atom- und Kohleenergie sollen eingestampft werden; das müsste erstmal durch Wind-, Solar- und Wasserenergie ersetzt werden. Und dann müssten auch noch die Kapazitäten erhöht und das Verteilnetzwerk ausgebaut werden. Da reicht es nicht hier und da ein Windrad und ein Solardach zu bauen, da müssen riesige Windparks gebaut werden und die passen nicht alle in die Nord und Ostsee und auch nicht ins Mittelmeer (Oder Staudämme wie im Jangtsekiang). Den Gegenwind, den hier am Hochrhein schon ein einzelnes Windrad bekommt, holla die waldfee, da ist eine Autobahn durch ein Naturschutzgebiet schneller gelant und gebaut als ein ganzer Windradpark o_O.

Und dann wurde noch nicht über Nachhaltigkeit der benötigten Materialien diskutiert. Was mir bei der Zukunft der Elektromobilität fehlt, ist die Aufklärung über die damit verbundenen Konsequenzen.

Vor wenigen Jahren sagte bereits ein Entwickler aus der Automobilbranche (sinngemäß): "Wenn die Anzahl der betriebenen Elektroautos verdoppelt wird, wird das Stromnetz zusammenbrechen"...

Der einzelne ist ökologischer unterwegs, aber wie sieht es in der Gesamtheit aus?
Zumal die Herstellung eines Elektroautos an sich schon die ökologische Katastrophe ist, geehrter @IPv6!
Der flächenhafte Abbau von den seltenen Erden und Lithium für die Akku-Herstellung zerstören/verseuchen mittlerweile ganze Regionen in Südamerika, was der E-Auto-Lobby herzlich wenig juckt. o_O
 
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fafner

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  • #32.587
Wo soll denn der ganze Strom herkommen? Atom- und Kohleenergie sollen eingestampft werden; das müsste erstmal durch Wind-, Solar- und Wasserenergie ersetzt werden.
Der Zufallsstrom aus Windmühlen wird eher wieder weniger in den nächsten Jahren. Es fallen ab sofort jedes Jahr fünf- bis siebentausend Windmühlen aus der Subvention heraus. Damit werden die völlig unrentabel. Neue Förderung gibt's kaum noch, weil man sich (derzeit noch) keine weitere Erhöhung der Umverteilung hin zu den "Ökostrom"-Fondsbesitzern traut.
Die abgeschriebenen Windmühlen werden dann zum großen Teil einfach in der Gegend rumgammeln, weil anfangs niemand für die Entsorgung verantwortlich sein mußte. Bei den neueren ist der Abbau vorab finanziert. Wie "ökologisch" die Beseitigung der Kabel, Masten und abertausender Tonnen Betonsockel im Boden sein wird, kann sich ja jeder selbst überlegen. :)
 
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  • #32.588
Ich halte das ganze Elektromobilitätsgehabe für eine ausgeklügelte Ökolüge.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen? Atom- und Kohleenergie sollen eingestampft werden; das müsste erstmal durch Wind-, Solar- und Wasserenergie ersetzt werden. Und dann müssten auch noch die Kapazitäten erhöht und das Verteilnetzwerk ausgebaut werden. Da reicht es nicht hier und da ein Windrad und ein Solardach zu bauen, da müssen riesige Windparks gebaut werden und die passen nicht alle in die Nord und Ostsee und auch nicht ins Mittelmeer (Oder Staudämme wie im Jangtsekiang).
Tja, die "Verspargelung" der Landschaft kann man z.B. im hohen Norden sehr schön sehen. "Schön" ist irgendwie anders. Aber selbst wenn diese enormen Strommengen erzeugt werden könnten, bleibt das Problem, den erzeugten Strom zu "konservieren" und zu "lagern".

Ein weiterer mich sorgender Aspekt ist, dass wenn man einmal von einer einzigen Energieart derart abhängig ist, wie anfällig ist man dann für Cyberattacken auf E-Werke etc.? Politische Auseinandersetzungen (im schlimmsten Fall Kriege) werden zukünftig digital ausgefochten. Greift man dann die Stromversorgung eines ausschließlich auf Elektrizität ausgerichteten Landes an, kommt innerhalb kürzester Zeit die gesamte Mobilität der Bevölkerung zum Erliegen. Klar benötigen auch Tankstellen Strom, allerdings gibt es auch die Möglichkeit, den besser als Strom zu lagernden Treibstoff manuell abzupumpen.
 
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fleurdelis*

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  • #32.589
Zumal die Herstellung eines Elektroautos an sich schon die ökologische Katastrophe ist, geehrter @IPv6!
Der flächenhafte Abbau von den seltenen Erden und Lithium für die Akku-Herstellung zerstören/verseuchen mittlerweile ganze Regionen in Südamerika, was der E-Auto-Lobby herzlich wenig juckt. o_O

Dazu kommt noch, dass Kinder, teilweise grad mal keine 7 Jahre alt, in den Minen, zum größten Teil im Kongo, arbeiten müssen, um Kobalt für das Lithium abzubauen. UNICEF klagt diese Form der Kinderarbeit als die schwerste an.
 
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  • #32.590
Dazu kommt noch, dass Kinder, teilweise grad mal keine 7 Jahre alt, in den Minen, zum größten Teil im Kongo, arbeiten müssen, um Kobalt für das Lithium abzubauen. UNICEF klagt diese Form der Kinderarbeit als die schwerste an.
Genauso ist es, geehrte @fleurdelis* !
Nur, es ist es den Profiteuren völlig mumpe, was UNICEF dazu sagt, oder ob da in den Entwicklungs- und Schwellenländern Menschen dabei elendig draufgehen.
Man betreibt doch, laut E-Auto-Lobby und Propaganda, im Sinne der Ökologie eine gute Sache, und die kann doch moralisch nur richtig sein.o_O
 
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Mestalla

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  • #32.591
Über das E-Auto würde heute niemand sprechen, wenn die Fortschritte bei der Entwicklung von Verbrennungsmotoren nicht durch eine seit Jahrzehnten anhaltende Entwicklung zunichte gemacht werden würde: mehr Straßen, mehr Autos, größere Autos, mehr PS.

Früher war nicht alles besser, aber es ist nicht allzulange her, dass Kinder zu Fuß zur Schule gingen oder man auch Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt hat. Wenn ich heute sonntags beim Bäcker bin, sind dort 8 Personen und 7 davor geparkte Autos (ich komme mit dem Fahrrad)

Intelligente Mobilität geht mit Sicherheit anders als wir sie heutzutage organisieren.
 
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  • #32.592
Über das E-Auto würde heute niemand sprechen, wenn die Fortschritte bei der Entwicklung von Verbrennungsmotoren nicht durch eine seit Jahrzehnten anhaltende Entwicklung zunichte gemacht werden würde: mehr Straßen, mehr Autos, größere Autos, mehr PS.

Früher war nicht alles besser, aber es ist nicht allzulange her, dass Kinder zu Fuß zur Schule gingen oder man auch Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt hat. Wenn ich heute sonntags beim Bäcker bin, sind dort 8 Personen und 7 davor geparkte Autos (ich komme mit dem Fahrrad)

Intelligente Mobilität geht mit Sicherheit anders als wir sie heutzutage organisieren.
Zudem kommt noch die ungenügende Ausstattung der öffentlichen Verkehrsmittel, besonders in peripheren Räumen. Stillegung von Bahnstrecken, besonders in ländlichen Räumen, völlig maroder Zustand der Bahn AG, so dass man das Gefühl hat, es siecht ein Leichnam der ehemaligen Bundesbahn vor sich hin, Reduzierung des Busverkehrs auf dem Lande...Es wurde in punkto zukunftsfähige Entwicklung von Verkehr und Mobilität jahrzehntelang geschlafen. Stattdessen wurde die Lobby der Autoindustrie von unseren Politikern gut bedient.

Wir werden in punkto Mobilität in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß bekommen, geehrter @Mestalla! o_O
 
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  • #32.593
Zudem kommt noch die ungenügende Ausstattung der öffentlichen Verkehrsmittel, besonders in peripheren Räumen. Stillegung von Bahnstrecken, besonders in ländlichen Räumen, völlig maroder Zustand der Bahn AG, so dass man das Gefühl hat, es siecht ein Leichnam der ehemaligen Bundesbahn vor sich hin, Reduzierung des Busverkehrs auf dem Lande...Es wurde in punkto zukunftsfähige Entwicklung von Verkehr und Mobilität jahrzehntelang geschlafen. Stattdessen wurde die Lobby der Autoindustrie von unseren Politikern gut bedient.

Wir werden in punkto Mobilität in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß bekommen, geehrter @Mestalla! o_O

So sieht es aus. Man hätte sich viel früher etwas von der Schweiz abschauen sollen, aber wie Du richtig schreibst, in Deutschland sind Verkehrspolitiker nicht vom Fach sondern Marionetten der Autoindustrie.
 
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  • #32.594
So sieht es aus. Man hätte sich viel früher etwas von der Schweiz abschauen sollen, aber wie Du richtig schreibst, in Deutschland sind Verkehrspolitiker nicht vom Fach sondern Marionetten der Autoindustrie.
Ja, und man muss noch mal genau hinsehen, welche Politiker da wo mit in den Vorständen, bzw. in deren Nähe, sitzen, geehrter @Mestalla und sich weiterhin einen großen Schluck aus der Pulle genehmigen!
Aber so sieht es aus, die Politiker haben sich einen Deut um den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel für die Pendler in ländlichen Regionen gekümmert und lassen die Zeche jetzt die Dieselfahrer zahlen, die für den täglichen, langen Arbeitsweg in die Stadt auf ihr Auto angewiesen sind.o_O
 
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  • #32.596
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  • #32.597
Und merkwürdig, dass unsere Politik, im Gegensatz zur USA, die Autokonzerne, besonders VW, in punkto Haftung gegenüber den betrogenen Kunden, die die manipulierten Diesel gekauft haben, mit Samthandschuhen anfasst.


Weil diese Arschlöcher von Politikern überall in den Aufsichtsräten mit drin sitzen.
Jeder kleine Malocher würde Bestraft.
Die Bonzen dürfen überall die Hand aufhalten.
Müsste genauso verboten werden wie beim Briefträger oder sonstigen kleinen Beamten oder im öffentlichen Dienst.
 
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Fraunette

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  • #32.598
Der erste Konzern streicht bereits alle Parteispenden.
Mal sehen, wie bzw. ob das die Politik verändert.
 
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  • #32.600
Weil diese Arschlöcher von Politikern überall in den Aufsichtsräten mit drin sitzen.
Jeder kleine Malocher würde Bestraft.
Die Bonzen dürfen überall die Hand aufhalten.
Müsste genauso verboten werden wie beim Briefträger oder sonstigen kleinen Beamten oder im öffentlichen Dienst.
Was soll man sagen, geehrter @GenerationX? Man tut ja hier immer so, als sei Korruption in Europa nur eine Sache der Südländer, wie z. B. in Italien. Ich denke, Korruption herrscht auch bei uns, nur eben halt viel subtiler. Ich denke nicht nur in punkto Autokonzerne. Warum kommt z. B. der Berliner Flughafen nicht in Gang? Wieviel Millionen verschlingen sogenannte auswärtige Berater, die für die Bahn AG tätig sind? Mit welchem Ergebnis und Nutzen? Das Trauerspiel um die Gorch Fock, wo auswärtige Berater schon soviel Geld verschlungen haben, dass man das Schiff bald hätte neu bauen können. Und auch hier das Ergebnis, dass man mit der Kalkulation wieder von vorne anfangen muss. Weitere Pannenserien in der Bundeswehr. Die meisten Geräte, Waffensysteme nicht einsetzbar. Wo sind die Gelder verblieben, die für die Wartung veranschlagt waren, und das bei geschrumpfter Armee? Wieso funktionieren die Regierungsflieger nicht?...
 
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Anthara

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  • #32.601
Apropos Elektromobilität - Ich bin jetzt mal ein gemeiner Spielverderber!

Ich halte das ganze Elektromobilitätsgehabe für eine ausgeklügelte Ökolüge.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen?
Z.b. aus Solarzellen. Sehr konservativ gerechnet kann pro m² Dachfläche durchschnittlich 100W erzeugt werden. Der Strom muss gespeichert werden, geht sehr einfach durch Elektrolyse von Wasser. Wohin mit dem Wasserstoff? Ins Erdgasnetz! Da können 10 Vol% durch Wasserstoff ersetzt werden, aus dem Gasgemisch kann man dann wieder Strom erzeugen. Wie kann man Erdgas erzeugen? Aus Kohlendioxid und Wasserstoff. Technologie ist vorhanden. Nutzt aber keiner... Man sieht, die Technologie ist allesamt vorhanden, aber in der Nutzung zu teuer.
Nutzung von Strom für E-Mobilität? Ha, der Witz ist gut. Man stelle sich vor, in jedem Haushalt (nicht Haus, in einem Mehrfamilienhaus sind es also mehrere Haushalte) wird ein E-Auto geladen. Die benötigte Leistung hat weder der Hausanschluss, noch der Verteiler, noch das Unterwerk. Wird aber alles verschwiegen. Den benötigten Ausbau zahlt dann? Der Stromkunde. Verlogen bis zum geht nicht mehr.
 
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Anthara

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  • #32.602
Zudem kommt noch die ungenügende Ausstattung der öffentlichen Verkehrsmittel, besonders in peripheren Räumen. Stillegung von Bahnstrecken, besonders in ländlichen Räumen, völlig maroder Zustand der Bahn AG, so dass man das Gefühl hat, es siecht ein Leichnam der ehemaligen Bundesbahn vor sich hin, Reduzierung des Busverkehrs auf dem Lande...Es wurde in punkto zukunftsfähige Entwicklung von Verkehr und Mobilität jahrzehntelang geschlafen. Stattdessen wurde die Lobby der Autoindustrie von unseren Politikern gut bedient.

Wir werden in punkto Mobilität in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß bekommen, geehrter @Mestalla! o_O
Das alles läßt sich auf eine Frage reduzieren:

Wer soll es bezahlen?

Nur daß wir uns nicht falsch verstehen: Es ist mehr als genug Geld da. Aber das muss dann woanders eingespart werden, und da wird IMMER eine Lobby schreien "Warum bei uns?!"
 

Fraunette

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  • #32.603
VW spendet seit 2008 nicht mehr. BMW hat 2014 die Spenden eingestellt und nun folgt Daimler.
Angeblich spenden die Konzerne (ich weiß jetzt nicht ob alle o.g.) jetzt für Umweltprojekt etc.
Gelder erhalten die Parteien trotzdem auf Umwegen von diesen Konzernen: z.B. "kaufen" die Konzerne Unternehmensstände auf Parteitagen und finden auch weiterhin Wege, den Parteien Geld zukommen zu lassen. Nur erfährt der Wähler i.d.R. davon nichts.
 
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  • #32.604
Das alles läßt sich auf eine Frage reduzieren:

Wer soll es bezahlen?

Nur daß wir uns nicht falsch verstehen: Es ist mehr als genug Geld da. Aber das muss dann woanders eingespart werden, und da wird IMMER eine Lobby schreien "Warum bei uns?!"
Es kommt auf die Prioritäten an, geehrter @Anthara! Seit Jahrzehnten hat man die Öffentlichen Verkehrsmittel an die Wand gefahren. Die Zeche zahlen jetzt die Menschen in den ländlichen Regionen und besonders die Berufspendler, die auf ihr Dieselfahrzeug angewiesen sind.
Wäre in den USA nicht die Dieselmanipulation aufgedeckt worden, würde die Politik in punkto Verkehr so weitermachen wie vorher. Jetzt beginnt auf einmal von Seiten der Politik so einen Hype auf das E-Auto, um moralisch auf der richtigen Ökologieseite zu stehen und andererseits davon abzulenken, dass man die Öffentlichen Verkehrsmittel sträflich vernachlässigt hat. Die ökologische Lösung liegt nicht im E-Auto, sondern in der drastischen Reduzierung des Autoverkehrs durch zeitgemäße Verkehrskonzepte. Da eine vernünftige Basis in punkto Öffentliche Verkehrsmittel fehlt, beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz. o_O
 
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  • #32.605
Die ökologische Lösung liegt nicht im E-Auto, sondern in der drastischen Reduzierung des Autoverkehrs durch zeitgemäße Verkehrskonzepte.

Hmm, zumindest für Großstädte und städtische Ballungsräume sind die Konzepte doch längst vorhanden und zu guten Teilen sogar schon umgesetzt.
Wer innerhalb der Stadtgrenzen von Hamburg, Berlin, München oder Düsseldorf zu halbwegs normalen Zeiten unterwegs ist könnte in der Mehrzahl aller Fälle sein Ziel problemlos per ÖPNV erreichen, bei ehrlicher Rechnung oftmals sogar schneller und mitunter auch günstiger als mit dem Auto. Das klappt selbst hierzustadt, mit einem rein Bus-basierten ÖPNV.

Die meisten von uns haben sich aber inzwischen so sehr an das eigene Auto gewöhnt, dass gar keine situative Verkehrsmittelwahl mehr stattfindet, sondern immer auf das Auto zurückgegriffen wird. In der Vorstellung ist Mobilität inzwischen so eng mit Auto verknüpftt, dass der Gedanke funktionierender Mobilitätslösungen jenseits des Autos nicht etwa verworfen wird, sondern erst gar nicht aufkommt. Und solange das so ist kann das ÖPNV-Angebot noch so gut sein, es wird nicht als mögliche Alternative wahrgenommen und folgerichtig auch nicht genutzt.

Und obendrauf setzen wir dann bei eigentlich funktionierenden Systemen wie der Bahn völlig falsche Prioritäten. Da werden Milliarden in Tiefbahnhöfe verbaut und ähnliche Beträge investiert damit der ICE von A nach B nicht mehr 3:30h sondern nur noch 3:25h benötigt. Dass der alte Bahnhof seinen Zweck durchaus erfüllt hat, dass der ICE-Fahrgast zwar 5 Minuten früher in B am Bahnsteig steht,der Nahverkehrszug den er benötigt um zu seinem Endziel zu gelangen aber trotzdem nicht früher fährt und zudem ob der maroden Gleisinfrastruktur mal wieder 15 Minuten Verspätung hat, geht unter.
Statt die Bahn fit für die Zukunft zu machen machen wir sie fit für einen Börsengang. Statt damit zu werben, dass die S-Bahn Frau Meier und Herrn Müller jeden Tag halbwegs zuverlässig zum Arbeitsplatz bringen kann werben wir damit, dass Iggy Pop und Nico Rosberg mit dem ICE wohin auch immer fahren. Statt ein Staatsunternehmen dazu zu nutzen auch Menschen am Rand unserer Gesellschaft Chancen zu geben setzen wir zunehmend auf Technik, die dann, muss ja günstig sein, regelmäßig ausfällt.
 
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  • #32.606
Am Ende wirds eh nur wieder neue Steuer geben, um dann damit irgendwas gegenzufinanzieren oder zu subventionieren.
 
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fafner

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  • #32.607
In der Vorstellung ist Mobilität inzwischen so eng mit Auto verknüpftt, dass der Gedanke funktionierender Mobilitätslösungen jenseits des Autos nicht etwa verworfen wird, sondern erst gar nicht aufkommt.
Völlig zu Recht.
Ich bin vier Jahre arbeitstäglich 150 min im ÖV unterwegs gewesen, jetzt 80 min im Auto (nach Umzug). Das viele "Volk" im ÖV, die (immer noch) vielen Raucher (mehr denn je mit dem grusigen Hasch), die geringere Flexibilität (zwei Verbindungen pro Stunde), das alles hab ich nun nicht mehr. :)
 
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  • #32.609
Hmm, zumindest für Großstädte und städtische Ballungsräume sind die Konzepte doch längst vorhanden und zu guten Teilen sogar schon umgesetzt.
Du sagst es, in Großstädten und Ballungsräumen existiert ein relativ gut ausgebautes Öffentliches Verkehrssystem, geehrter @Sine Nomine, aber sonst?
Lebe mal einige Zeit in einer ländlichen Region ohne Auto! Wenn Du großes Glück hast, lebst Du in einer Gemeinde, wo eine Bushaltestelle existiert. Der Bus fährt von Montag bis Freitag alle Stunde nur in eine Richtung bis zum nächstgrößeren Ort, der auch meistens keine Bahnverbindung hat. Abends nach 20 Uhr fährt kein Bus mehr, weder als Hin- noch als Rückfahrt. Am Wochenende Busfahrt nur alle zwei Stunden möglich, wenn überhaupt. Auch Samstag und Sonntag ist die letzte Busfahrt nur möglich, wenn die ersten Hühner schlafen gehen. Noch Fragen?

Ich finde es immer sehr zynisch, wenn man noch diesen ländlichen Bewohnern ein schlechtes Ökogewissen einredet und rät, dass sie auf Fahrten mit ihrem bequemen, sogenannten Luxus- und Imageobjekt häufiger verzichten und stattdessen die ach so attraktiven Öffentlichen Verkehrsmittel benutzen sollen. Welche Öffentlichen Verkehrsmittel? o_O
 
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  • #32.610
Ich finde es immer sehr zynisch, wenn man noch diesen ländlichen Bewohnern ein schlechtes Ökogewissen einredet und rät, dass sie auf Fahrten mit ihrem bequemen, sogenannten Luxus- und Imageobjekt häufiger verzichten und stattdessen die ach so attraktiven Öffentlichen Verkehrsmittel benutzen sollen. Welche Öffentlichen Verkehrsmittel? o_O
Die, die man nach einer halbstündigen Autofahrt erreicht, um am Stadtrand zu parken (Park&Ride), um dort im besten Fall auf das Fahrrad (oder demnächst den E-Roller umzusteigen).
 
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