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  • #41.011
Es ehrt Dich - und in der Regel ist das auch der bessere (und erfolgreichere) Weg - daß Du alles lieber im gegenseitigen Einvernehmen regeln willst. Das bedeutet aber nicht, daß Du Dir nicht trotzdem Hilfe holen kannst, auch bei Jugendamt. Und wenn es nur eine womöglich andere Sichtweise ist.

Und so, wie Du es schilderst, scheint mir die Verantwortung sehr ungleich und in keiner Weise der rechtlichen Situation entsprechend verteilt zu sein, will sagen : Ich verstehe Dich so, daß Ihr gemeinsames Sorgerecht habt, Du also nichts ohne ihn entscheiden, aber (mehr als) 3/4 der alltäglichen Verantwortung - und Belastungen ! - tragen darfst (vom Geld rede ich an dieser Stelle wohlweislich nicht ! ). Das scheint mir in der Tat etwas ungerecht.

Und wenn Du das alleinige Sorgerecht hättest, stünde dem ja in keiner Weise entgegen, daß Du den Kontakt in der gewohnten Weise unterstützt. Aber es hätte halt den Vorteil, daß Du nicht mehr auf seine Zustimmung - die ja in der Praxis offensichtlich mitunter ganz praktisch nur schwer zu bekommen ist (in WA blockiert) - angewiesen bist.

An Deiner Stelle würde ich mich daher zum jetzigen Zeitpunkt umfassend informieren und möglichst viele Ansichten und Sichtweisen einholen, um mir auf dieser Grundlage ein abschließendes eigenes Bild machen zu können : Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Thema in dem offenbar noch schwebenden Scheidungsverfahren zur Sprache kommt. Dann hast Du Deine Meinung parat und kannst sie fundiert vertreten.

Unter diesen Umständen muß ich @Mentalista insoweit recht geben, daß ein (unverbindliches ! ) Gespräch mit dem JA (und Deiner/Deinem RA/in in keiner Weise schaden kann und nur Vorteile hat.

Soweit @Mentalista indessen die Befürchtung äußert, daß Du Dein Verhalten womöglich zu einem späteren Zeitpunkt „bereust“, finde ich das zu weitgehend, unangemessen und unzulässig.

Du hast schon gelesen, dass der Vater die Kids regelmäßig nimmt und es hier eher um Schichtdienst und Planungsprobleme ging?
Das wird sich ja nicht ändern wenn sie das alleinige Sorgerecht bekäme (was kaum geschehen wird).
 
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Mentalista

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  • #41.012
Soweit @Mentalista indessen die Befürchtung äußert, daß Du Dein Verhalten womöglich zu einem späteren Zeitpunkt „bereust“, finde ich das zu weitgehend, unangemessen und unzulässig.[/QUOTE]

War mir klar, dass du das schreibst, aber du warst und wirst nie in die Situation einer Mutter in so einer Situation kommen, von daher kannst du meinen Gedanke bzw. meine Meinung nicht nachvollziehen.

Dieser Gedanke von mir mag hart angekommen sein, soll aber aufrütteln und den Blick in die Zukunft zeigen. Wäre doch schade, wenn Frau dann später sagt, dass man ihr früher mal klar sagen sollen, welche Folgen ihr Nicht-Handeln haben könnte.

Übrigens habe ich diesen Hinweis damals von meinem Jugendamt in einem Beratungsgespräch bekommen. Damals habe ich in der Stresssituation gar nicht so weit gedacht.
 

vivi

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  • #41.013
Genau, die pösen pösen Männer...

Nur mal so am Rande:
In den vergangenen 1,5 Jahren haben sich in meinem Bekanntenkreis 4 Paare (alle mit Eigenheim) getrennt. Bei einem ist der Mann ausgezogen, betreut die Kinder 2 Tage unter der Woche, trotz Job mit einer Stunde Fahrzeit je Weg und je nach Absprache am WE.
Bei den drei anderen sind die Frauen ausgezogen und haben die Kinder beim Vollzeit arbeitendem Mann gelassen und tingeln bereits mit neuem Lover durch die Gassen des Städtchens. Ganztagsschule gibts bei uns nicht.
:eek:Oh Gott ! .... da kommt ja das ganze Weltbild durcheinander....oder war es das Klischeebild;)
 
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  • #41.014
Du hast schon gelesen, dass der Vater die Kids regelmäßig nimmt und es hier eher um Schichtdienst und Planungsprobleme ging?
Das wird sich ja nicht ändern wenn sie das alleinige Sorgerecht bekäme (was kaum geschehen wird).
Du hast schon gelesen, daß er sie eben nicht „regelmäßig nimmt“, sondern nur, wenn es „ihm paßt“ ? Und quantitativ eben weit unter „alle 2 Wochen für das WE“ ?

Und nein, das würde sich durch eine den tatsächlichen Gegebenheiten angepaßte Sorgerechtsregelung vermutlich nicht ändern, aber für @Morgenrot würde es eine deutliche Vereinfachung der rechtlichen Seite mit sich bringen.

N. b.: Das wäre auch nicht meine Intention ! Ich bin der Meinung, daß man das nicht erzwingen kann (und sollte), letztlich ginge das immer zu Lasten des Kindes. Und das wird irgendwann erwachsen und wird selbst anfangen, Fragen zu stellen. Dann auch - und gerade ! - seinem Vater ... !
 

Fraunette

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  • #41.015
Weiss nicht so recht, bei kleinen Kids bin ich völlig bei dir, bei älteren seh ich das doch lockerer. Wobei meiner ja erst in der USA war und letzt nochmal 1 Jahr Australien, da ist WA irgendwie normal, natürlich öfters als 1 mal die Woche :).
Finde ich nicht so ganz. Mein Ex hat ja nicht nur mich, sondern auch seine Kinder öfters belogen. Das Vertrauensverhältnis war/ist dadurch schwer beschädigt. Da habe ich - die Kinder vielleicht auch - einfach mehr erwartet. Vor allem mal ein (mehrere) Gespräch(e). Um wieder ein gutes Verhältnis zu den Kindern aufzubauen braucht's mehr, als 1 x Woche eine WA.
 

Maron

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  • #41.016
Übrigens habe ich diesen Hinweis damals von meinem Jugendamt in einem Beratungsgespräch bekommen. Damals habe ich in der Stresssituation gar nicht so weit gedacht.

Natürlich ist ein rechtlicher Blick in die Zukunft sehr wichtig. Es ist tatsächlich nicht abzusehen ob die Kinder später einmal, zugunsten von Harmonie, ebenfalls, so wie ein Elternteil, auf bestimmte Rechte hätten verzichten wollen.
 
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Fraunette

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  • #41.017
Genau, die pösen pösen Männer...

Nur mal so am Rande:
In den vergangenen 1,5 Jahren haben sich in meinem Bekanntenkreis 4 Paare (alle mit Eigenheim) getrennt. Bei einem ist der Mann ausgezogen, betreut die Kinder 2 Tage unter der Woche, trotz Job mit einer Stunde Fahrzeit je Weg und je nach Absprache am WE.
Bei den drei anderen sind die Frauen ausgezogen und haben die Kinder beim Vollzeit arbeitendem Mann gelassen und tingeln bereits mit neuem Lover durch die Gassen des Städtchens. Ganztagsschule gibts bei uns nicht.
Ich kann nur von meinem Ex berichten und was ich so im nahen Bekanntenkreis mitbekomme. Leider ist es so, dass sich die Väter aus dem Staub machen und sich relativ wenig um die Kinder kümmern.
Aber natürlich ist mir klar, dass es Frauen gibt, die sich genauso verhalten.

Aber Hut ab: 2 Tage die Woche - trotz Job und einer Stunde Fahrzeit und je nach Absprache am WE. (Ironie off)

Die Mutter sitzt die restlichen 5 Tage der Woche sicher nur faul rum.
 
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  • #41.018
Du hast schon gelesen, daß er sie eben nicht „regelmäßig nimmt“, sondern nur, wenn es „ihm paßt“ ? Und quantitativ eben weit unter „alle 2 Wochen für das WE“ ?

Das haben sie, er holt sie wenn er kann, im Moment sogar regelmäßig , weil er noch nicht vollwertig arbeiten kann, auf der neuen Dienststelle. Später wird es vermutlich enger

Ich bin ja bei dir, nur das gemeinsame Sorgerrecht entziehen zu wollen bedeutet halt Krieg und wird schmutzig.
 
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  • #41.019
Ich bin ja bei dir, nur das gemeinsame Sorgerrecht entziehen zu wollen bedeutet halt Krieg und wird schmutzig.

Sehe ich auch so. Und manchmal ist gemeinsames Sorgerecht halt nur so eine pro forma Geschichte. Der eine kommt nicht auf die Idee die Zustimmung einzuholen, weil es für den anderen klar ist, dass das sowieso passt was entschieden wird.
 
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  • #41.021
Finde ich nicht so ganz. Mein Ex hat ja nicht nur mich, sondern auch seine Kinder öfters belogen. Das Vertrauensverhältnis war/ist dadurch schwer beschädigt. Da habe ich - die Kinder vielleicht auch - einfach mehr erwartet. Vor allem mal ein (mehrere) Gespräch(e). Um wieder ein gutes Verhältnis zu den Kindern aufzubauen braucht's mehr, als 1 x Woche eine WA.

Ok, das meinst. Ja, da muss er sich halt überwinden oder damit leben.
 
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  • #41.022
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  • #41.024
Was sind in deinen Augen wichtige Entscheidungen?

"Bei Angelegenheiten, die für ein Kind von erheblicher Bedeutung sind, ist das Einverständnis beider Elternteile nötig. Dazu zählen zum Beispiel die Bestimmung oder Änderung des Lebensmittelpunktes des Kindes, das An- und Abmelden von Schule oder Kindergarten, Entscheidungen, die die Berufswahl betreffen, eine Unterbringung des Kindes im Heim oder Internat, schwere medizinische Eingriffe oder religiöse Erziehung"

Ich hatte kein gemeinsames, aber z.B bei der Wahl Schule hätte ich nix gesagt wenn es für beide einfacher gewesen wäre. Schule mit Bus hätte nicht geklappt da beide etwas schusselig sind/waren. :) Zu Fuß war da schon sinnvoll.
Berufswahl war eh seine Entscheidung, geht uns ja nix an. Da hab ich nur gesagt was ich für sinnvoller halt.
In ein Heim wollten wir beide ihn stecken, wollte er nicht. :D
 
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  • #41.025
"Bei Angelegenheiten, die für ein Kind von erheblicher Bedeutung sind, ist das Einverständnis beider Elternteile nötig. Dazu zählen zum Beispiel die Bestimmung oder Änderung des Lebensmittelpunktes des Kindes, das An- und Abmelden von Schule oder Kindergarten, Entscheidungen, die die Berufswahl betreffen, eine Unterbringung des Kindes im Heim oder Internat, schwere medizinische Eingriffe oder religiöse Erziehung"

Ich hatte kein gemeinsames, aber z.B bei der Wahl Schule hätte ich nix gesagt wenn es für beide einfacher gewesen wäre. Schule mit Bus hätte nicht geklappt da beide etwas schusselig sind/waren. :) Zu Fuß war da schon sinnvoll.
Berufswahl war eh seine Entscheidung, geht uns ja nix an. Da hab ich nur gesagt was ich für sinnvoller halt.
Mein Ex hätte und hat da nie dem widersprochen, was die Kinder und ich entschieden haben.
Da hat er sich einfach weiterhin voll auf mich verlassen.
 
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  • #41.027
Mein Ex hätte und hat da nie dem widersprochen, was die Kinder und ich entschieden haben.
Da hat er sich einfach weiterhin voll auf mich verlassen.

Ich hatte auch selten einen Grund, klar ist man mal unterschiedlicher Meinung aber war nie so dramatisch. Man sollte sich auch nicht zu sehr einmischen find ich. Der, bei dem die Kinder sind, hat da schon das Sagen.
 
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  • #41.030
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  • #41.031
Ich bin ja bei dir, nur das gemeinsame Sorgerrecht entziehen zu wollen bedeutet halt Krieg und wird schmutzig.

Muss nicht unbedingt sein. Vielleicht will der weg gezogene Vater, der sich eh kaum um die Kinder gekümmert hat, als er noch im gemeinsamen haushalt wohnte, sein Sorgerecht gar nicht. Vielleicht ist es ihm wurscht. Er zahlt und gut ist.

Ich war froh, immer das alleinige Sorgerecht gehabt zuhaben. Gerade in Sachen Schule, Klassenfahrten, Kontoeröffnung fürs Kind war es sehr einfach, weil ich dazu nicht die Zustimmung des Vaters einholen musste.
 
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  • #41.034
Genau, die pösen pösen Männer...

Nur mal so am Rande:
In den vergangenen 1,5 Jahren haben sich in meinem Bekanntenkreis 4 Paare (alle mit Eigenheim) getrennt. Bei einem ist der Mann ausgezogen, betreut die Kinder 2 Tage unter der Woche, trotz Job mit einer Stunde Fahrzeit je Weg und je nach Absprache am WE.
Bei den drei anderen sind die Frauen ausgezogen und haben die Kinder beim Vollzeit arbeitendem Mann gelassen und tingeln bereits mit neuem Lover durch die Gassen des Städtchens. Ganztagsschule gibts bei uns nicht.

Gibts auch, ich frage mich nur, wo diese Frauen ihren neuen Lover kennengelernt haben, bei Parship etwa?:D Wovon leben diese Frauen, wenn es keine Ganztagsschule gibt, sie also früher, wenn nur Teilzeit arbeiten konnten?

Übrigens, es gibt genug AE-Mütter, die Vollzeit arbeiten (müssen) und das trotz schlechter Kinderbetreuung. Warum sollen das also Väter nicht auch hinbekommen bzw. organisieren können?
 
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  • #41.035
Ich war froh, immer das alleinige Sorgerecht gehabt zuhaben. Gerade in Sachen Schule, Klassenfahrten, Kontoeröffnung fürs Kind war es sehr einfach, weil ich dazu nicht die Zustimmung des Vaters einholen musste
Ist vielleicht bei uns anders: ich bin nie gefragt worden, ob ich die Zustimmung des Vaters habe. War wie in in aufrechter Ehe: Unterschrift eines Sorgeberechtigten genügt.
 
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  • #41.036
In ein Heim wollten wir beide ihn stecken, wollte er nicht. :D[/QUOTE]

..ein vernünftiger Bursche ;)
 
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  • #41.037
Muss nicht unbedingt sein. Vielleicht will der weg gezogene Vater, der sich eh kaum um die Kinder gekümmert hat, als er noch im gemeinsamen haushalt wohnte, sein Sorgerecht gar nicht. Vielleicht ist es ihm wurscht. Er zahlt und gut ist.

Ich war froh, immer das alleinige Sorgerecht gehabt zuhaben. Gerade in Sachen Schule, Klassenfahrten, Kontoeröffnung fürs Kind war es sehr einfach, weil ich dazu nicht die Zustimmung des Vaters einholen musste.

Ich hab jetzt in dem Fall um den es ging nichts gelesen was vermuten lässt, dass der Vater das möchte oder einem Grund, ihm das gemeinsame Sorgerecht zu entziehen. Und ich hatte nur bisserl Jura im Studium, noch netmal Familienrecht oder sowas :)
 
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  • #41.038
Das Thema Vernunft wird ohnehin nur bei sehr schwierigen Eltern zum Thema gemacht bzw. ist ein Thema.
 
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elve

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  • #41.039
Schwieriges Thema,
deshalb Mal eine kleine Stärkung zwischendurch

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