lila_lila

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  • #91
Wahrscheinlich muss man dann doch im Norden sozialisiert worden sein, mit Muttermilch mit Lakritzgeschmack großgezogen, das hilft. Aber es gibt Entwicklungspotential, ich wohne jetzt ja auch schon ewig nicht mehr dort und spreche mittlerweile sogar mit Menschen, die ich noch nicht mindestens fünf Jahre kenne. Mehrere Sätze. Am Stück. Ein gewisser Anpassungsprozess ist also nicht zu leugnen. ☺️
Hast du denn mal überlegt, woanders hin, als z.B. ins Rheinland zu ziehen? Hab gehört, da gibt's auch einen berühmt-berüchtigten Stammtisch, bevölkert von so ganz losen Gestalten... 😄
Mehrere Sätze am Stück? Du Rebell ;) ich mag mittlerweile das Moin total gerne. Selbst Abends. Ich fühle mich hier auch wohl, Hamburg ist mein Zuhause, auch wenn mir die Norddeutsche Schickeria manchmal echt auf die Nerven geht. Aber ich muss ja nicht mitziehen, alles gut.

Jain. Wenn Kind das Abi in der Tasche hat (nächstes Jahr) und dann hier zb. die Zelte abbricht dann könnte ich theoretisch woanders hin. Andererseits - völlig alleine in eine fremde Stadt ziehen in der ich niemanden kenne? Noch ein Neuanfang? Ich hab die Schnauze voll von Neuanfängen ehrlich gesagt. Hab auch schon mal Kleinstadt Idyll für eine paar Jahre anprobiert (nope). Aber andererseits habe ich manchmal diesen Gedanken offen dafür zu sein. Es wird sich ergeben oder eben nicht, erst Abi, dann kann ich immer noch schauen.
 
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  • #92
Mehrere Sätze am Stück? Du Rebell ;) ich mag mittlerweile das Moin total gerne. Selbst Abends. Ich fühle mich hier auch wohl, Hamburg ist mein Zuhause,
All you need is Moin! 😀
Das finde ich der Lebensqualität sehr zuträglich, wenn man eine emotionale Bindung in irgendeiner Form zu seinem Wohnort hat.
Ich hab da schon immer ein bisschen gefremdelt, obwohl ich meinen Kiez sehr, sehr gerne mag und hier kaum besser wohnen könnte. Aber da wir ganz ausgeprägt die Freuden der Gentrifizierung genießen dürfen/müssen, hat sich auch dieser in den letzten Jahren stark gewandelt und ich fühl mich manchmal ein wenig heimatlos... Außerdem merke ich mit zunehmenden Alter, dass mir die Natur mehr und mehr fehlt. Ich werd alt. 🤷‍♀️
 
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  • #95
All you need is Moin! 😀
Das finde ich der Lebensqualität sehr zuträglich, wenn man eine emotionale Bindung in irgendeiner Form zu seinem Wohnort hat.
Ich hab da schon immer ein bisschen gefremdelt, obwohl ich meinen Kiez sehr, sehr gerne mag und hier kaum besser wohnen könnte. Aber da wir ganz ausgeprägt die Freuden der Gentrifizierung genießen dürfen/müssen, hat sich auch dieser in den letzten Jahren stark gewandelt und ich fühl mich manchmal ein wenig heimatlos... Außerdem merke ich mit zunehmenden Alter, dass mir die Natur mehr und mehr fehlt. Ich werd alt. 🤷‍♀️
Du wirst reifer, nicht älter:). Mir geht es ansonsten ähnlich wie dir. Ich habe im vergangenen Frühjahr dafür gesorgt, dass ich im Rentenalter an bezahlbaren, grünen und ruhigeren Stadtrand ziehe.
 
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  • #96
das kann ich bestäitgen @Moorzauberer
Ich wohne in Hamburg und genauso erlebe ich die Menschen hier - kühl, distanziert, bloß kein Blickkontakt oder mal lächeln, gerne mit Stock im Arsch.
Über Pfingsten war ich in Köln und kann nur sagen Wow! Eine ganz andere Mentalität - die Menschen sind wärmer, offener, es gibt mehr Blickkontakt, der Umgang miteinander ist viel lockerer, wollte gar nicht wieder weg.
Lass dich von den Kölner nicht täuschen. Ja, mir ging es ähnlich wie dir, aber wie mir selbst echte geborene Kölner sagten, soll vieles nicht echt sein. Mehr Schein als Sein.
 
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  • #98
Über Pfingsten war ich in Köln und kann nur sagen Wow! Eine ganz andere Mentalität - die Menschen sind wärmer, offener, es gibt mehr Blickkontakt, der Umgang miteinander ist viel lockerer, wollte gar nicht wieder weg.
Viele dieser Menschen sind sicher Imis (Zugezogene, was ausnahmslos alle außerhalb der Stadtgrenzen Geborenen einbezieht) 😉 Die Stadt mit ihrem Selbstverständnis der Toleranz und Offenheit zieht eben Menschen mit einer solchen Haltung an und die bleiben gerne.
Wer damit nicht klar kommt ist genauso distanziert und introvertiert wie anderswo - oder stänkert und zieht weg, zum Beispiel nach Berlin 😉
 
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Deleted member 27897

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  • #99
Du wirst reifer, nicht älter:). Mir geht es ansonsten ähnlich wie dir. Ich habe im vergangenen Frühjahr dafür gesorgt, dass ich im Rentenalter an bezahlbaren, grünen und ruhigeren Stadtrand ziehe.

"Bezahlbar, grün, Rentenalter" .....lach

Genauso....mit Lift in den ersten Stock, bodenebene Dusche...Arzt im Haus....

übersiedelt vor einem Jahr....und der Mitzi bin ich bestimmt auch schon über den Weg gelaufen .🙂
 
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das kann ich bestäitgen @Moorzauberer
Ich wohne in Hamburg und genauso erlebe ich die Menschen hier - kühl, distanziert, bloß kein Blickkontakt oder mal lächeln, gerne mit Stock im Arsch.
Am besten: den Blick grundsätzlich nach unten gerichtet, dazu quasi im Stechschritt unterwegs. Es wird von Standort zu Standort gehetzt - ohne nach links und rechts zu gucken.
Wobei ich glaube, dass das ganze sehr viel mit der protestantischen Erziehung und Ethik zu tun hat - selbst wenn man selbst, ja nicht einmal die Eltern in der Kirche sind bzw. waren. Sozialer status Fleiß und Leistung stehen bei vielen zumindest im Unterbewusstsein weit über dem persönlichen Glück. Es gilt, seine Rolle zu spielen und den Schein zu wahren.
 

lila_lila

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  • #101
Am besten: den Blick grundsätzlich nach unten gerichtet, dazu quasi im Stechschritt unterwegs. Es wird von Standort zu Standort gehetzt - ohne nach links und rechts zu gucken.
Wobei ich glaube, dass das ganze sehr viel mit der protestantischen Erziehung und Ethik zu tun hat - selbst wenn man selbst, ja nicht einmal die Eltern in der Kirche sind bzw. waren. Sozialer status Fleiß und Leistung stehen bei vielen zumindest im Unterbewusstsein weit über dem persönlichen Glück. Es gilt, seine Rolle zu spielen und den Schein zu wahren.
tatsächlich auf dem Punkt, den Blick auch gerne wahlweise ins Handy. Also, wenn man jetzt das negative hervorheben wollen würde und die Sache mit dem auftauen und Seite umblättern mal ausser Acht lässt.
 

Julianna

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Ich habe im vergangenen Frühjahr dafür gesorgt, dass ich im Rentenalter an bezahlbaren, grünen und ruhigeren Stadtrand ziehe.
Not bad ;)
Ich bin mal gespannt, wie sich die berliner Immobilienblase in den nächsten 1-2 Jahren weiter aufbläht.
Inzwischen hat dieses "Problem" ganz neue Ausmaße angenommen. Die Mittelschicht wandert ab. Während vermögendes Klientel Immobilien aufkauft und zu Luxus Apartments ausbaut, werden im großen Stil Sozialwohnungen gebaut. Berlin ist im Bundesvergleich aktuell ganz weit vorn beim Bau von Sozialwohnungen.
Leider hat man dabei den Mittelstand vergessen. Der kann sich die Luxus Immobilien nicht leisten, darf aber auch nicht in den neuen Wohnbauten leben (da nur für WBS Berechtigte).
Ein großer Teil der Mittelschicht wird Berlin in den nächsten Jahren verlassen. Die "erste Welle" hat bereits die Koffer gepackt.
 
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  • #104
tatsächlich auf dem Punkt, den Blick auch gerne wahlweise ins Handy. Also, wenn man jetzt das negative hervorheben wollen würde und die Sache mit dem auftauen und Seite umblättern mal ausser Acht lässt.
Da muss man dann aber viele Seiten umblättern.
tatsächlich auf dem Punkt, den Blick auch gerne wahlweise ins Handy. Also, wenn man jetzt das negative hervorheben wollen würde und die Sache mit dem auftauen und Seite umblättern mal ausser Acht lässt.
Viele definieren sich selbst und auch andere eben über die berufliche Leistung. Das ist das, was als allererstes zählt. Hat etwas mit protestantischer Ethik zu tun, die die Menschen seit Jahrhunderten dort prägt. Niemand will sich am Ende nachsagen lassen, er hätte nicht bis zum Schluss Leistung erbracht, wäre faul und müssiggängerisch gewesen.
Wobei es durchaus Regionen in Deutschland gibt, in denen man noch verschlossener ist - Beweggrund da: Angst und großes Misstrauen vor dem Neuen, vor Fremden, vor Ungewohntem. Habe ich so im Erzgebirge, der sächsischen Schweiz, Teilen Thüringens und in der Lausitz so erlebt. Und noch in ein paar anderen Regionen.
 

Anthara

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  • #107
Wahrscheinlich muss man dann doch im Norden sozialisiert worden sein, mit Muttermilch mit Lakritzgeschmack großgezogen, das hilft. Aber es gibt Entwicklungspotential, ich wohne jetzt ja auch schon ewig nicht mehr dort und spreche mittlerweile sogar mit Menschen, die ich noch nicht mindestens fünf Jahre kenne. Mehrere Sätze. Am Stück. Ein gewisser Anpassungsprozess ist also nicht zu leugnen. ☺️
Muttermilch mit Lakritzgeschmack? 🤮

Hast du denn mal überlegt, woanders hin, als z.B. ins Rheinland zu ziehen? Hab gehört, da gibt's auch einen berühmt-berüchtigten Stammtisch, bevölkert von so ganz losen Gestalten... 😄
Lose Gestalten?? :oops:
Am Stammtisch herrschen Zucht und Ordnung!
...
RUHE DA HINTEN! Hier wird nicht gelacht!
Freche Bande, echt!

🤣

Wann kommst du mal zum Stammtisch? :p
 
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Am besten: den Blick grundsätzlich nach unten gerichtet, dazu quasi im Stechschritt unterwegs. Es wird von Standort zu Standort gehetzt - ohne nach links und rechts zu gucken.
Wobei ich glaube, dass das ganze sehr viel mit der protestantischen Erziehung und Ethik zu tun hat - selbst wenn man selbst, ja nicht einmal die Eltern in der Kirche sind bzw. waren. Sozialer status Fleiß und Leistung stehen bei vielen zumindest im Unterbewusstsein weit über dem persönlichen Glück. Es gilt, seine Rolle zu spielen und den Schein zu wahren.
Ich hatte vor geraumer Zeit hier eine Geschichte von einer jungen zugezogenen Hamburgerin erzählt, die in meinem Wohnumfeld wohnt. Wir haben uns nett auf dem Hof unterhalten und sie erzählte, wie wohl sie sich hier fühlt. Die Berliner wären so nett, offener, in unserem Umfeld, grüsst man sich viel, hier im Kiez könne sie sein, wie sie will, jeder läuft rum, wie es ihm gefällt, keinen stört es groß, alle wären entspannter als sie es aus Hamburg kennt. Es mag aber sein, dass es nicht überall so in Berlin ist, wie in meinem Kiez.
 

Bastille

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Ach wie cool, das hatte ich da gar nicht gehört. Aber es gab mal ein Servus, das hatte mich ziemlich kalt erwischt :D
Lass Dir nix erzählen. @Anthara meint eine sehr weit entfernte Umgebung 😎
Deal!
Die anderen dürfen sicher auch barfuß kommen.
 
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