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Möbius_geloescht

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  • #211
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Elli:
Und ich könnte mir vorstellen, eben dieser Wille ist das größte Hindernis auf seinem Weg. Beziehungsfähigkeit hat nur am Rande mit "Willen" zu tun - und wenn, dann ist es der "Wille" zur Hingabe.
Ich glaube, das Glück stellt sich deutlich leichter ein, wenn man nicht sucht, sondern die Menschen liebt - die da sind.
Es ist vielleicht gar nicht so entscheidend, wo das alles hinführt - lieben, was ist - das ist das Entscheidende.

Ich wünsche dir Glück.
Es gibt dich auf der Welt nur einmal - es kann gar nicht sein, daß es auf dich nicht ankommt..
Fasse Mut - denn der Mutige bekommt Rückenwind.
LG

Hallo Elli,

danke für Deinen ausführlichen Post. Ja, das würde mich auch interessieren, wie es Deinem Bruder gelingt, in seinem Alter immer noch die Hoffnung auf eine Partnerin zu haben. Aber offen gesagt, bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob es so erstrebenswert ist, seine Hoffnung so lange zu behalten. Wenn ich mir nur ansehe, wie elend es einem sein kann (und mir geht es nur phasenweise so), wenn solch eine Hoffnung nie erfüllt wird, dann ist die Vorstellung, von diesem Thema loslassen zu können, schon sehr verlockend.

Ich bin kein Träumer und renne keinen naiven Vorstellungen hinterher. Das tue ich auch bei anderen Dingen nicht. Und eine Frau auf ein Podest zu heben, käme mir nicht in den Sinn. Das würde mein Rücken schon nicht mitmachen. :) Ob das dann in einer tatsächlichen Beziehung wirklich so wäre, kann ich aber nicht sagen. Früher (Gott, wie sich das anhört!) habe ich mir oft ausgemalt, wie es wäre, eine Freundin zu haben. Inzwischen ertappe ich mich immer öfter bei Gedanken wie "Du wärst der Situation ohnehin nicht gewachsen" oder "Sie würde darunter leiden". Eigentlich völlig irrational! Das Thema wirkt bei mir wie ein Mühlstein: es zerreibt einen Teil meiner Persönlichkeit und zerstört meinen Selbstwert. Ich kämpfe in Phasen, in denen es mir schlecht geht, immer stärker damit, meine Verbitterung gegenüber mir selbst nicht auf mein Verhalten gegenüber anderen durchschlagen und mein Selbstbewusstsein nicht von meinen negativen Gedanken "auffressen" zu lassen. Den Mut, den Du erwähnt hast, könnte ich wirklich gut gebrauchen. Allein, es fehlt diesem Mut der Nährboden, auf dem er sich entwickeln könnte. Ihn aus anderen Lebensbereichen quasi zu importieren, ist mir bis jetzt noch nicht geglückt.

Apropos: Das Glück stellt sich leichter ein, wenn man nicht sucht? Kann gut sein, allerdings habe ich auch da mittlerweile eine "spezielle" Sicht der Dinge. Ich denke, dass das eine These ist, die auf die meisten Menschen mit "normalen" Beziehungserfahrungen durchaus zutrifft. Sie gehen offen und aufgeschlossen durchs Leben, lernen viele Menschen kennen, mit denen sie sich bestens verstehen und merken dann, dass sich mit einem davon vielleicht mehr ergeben könnte. So weit käme ich - glaube ich - auch noch. Aber dann trennen sich die Wege. Ein "Erfahrener" ist in der Lage, bei gegenseitigem Interesse eine intimere Beziehung aufzubauen, während mir das nicht gelingt. Für mich bleibt in solchen Fällen dann die viel zitierte Kumpelschiene. Vielleicht stelle ich mir das aber auch nur so vor und es ist eigentlich ein Vorurteil nach dem Motto "Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer grüner.".

Ach, was mach´ ich mir wieder für Gedanken. Vielleicht ist es von der Natur einfach so vergesehen, dass ein Teil der Menschen als Ausschuss zurückbleibt.


@ Connaissance

Mir war gar nicht klar, dass "einfühlsam" ein Merkmal ist, welches mit einem "leider" versehen sein kann. Es wird doch immer behauptet, Frauen wäre solch eine Eigenschaft wichtig. Oder bezieht sich das "leider" auf die Dosierung, also gibt es ein "zu viel" davon? Wobei ich das mit der Kumpelschiene auch kenne.
Wie gelingt es Dir denn, die Hoffnung nicht sinken zu lassen? Ich stelle an mir nämlich fest, dass Du mit Deiner Aussage, es "zerbreche" etwas in einem, wohl ziemlich richtig liegst. Bei mir ist das ein schleichender Prozess, den ich zwar bemerke, aber nicht mehr stoppen kann. Das Thema zerstört Teile meiner Persönlichkeit quasi von innen heraus.

Kannst Du wirklich Deinen "Marktwert" realistisch einschätzen? Zumindest mir geht es so, dass ich geneigt bin, meinen Wert nach den bisher gemachten Erfahrungen zu beurteilen. Was dabei herauskommt, bedarf keiner Phantasie. Und auch ich glaube mittlerweile verstanden zu haben, wie der Partnermarkt funktioniert. Daraus einen Rückschluss für meine eigene Entwicklung zu ziehen, ist mir bisher nicht gelungen. Hast Du es geschafft, für Dich daraus Erkenntnisse zu ziehen und wenn ja, welche?
 

Elli

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  • #212
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Wie haben es denn Deine anderen drei Brüder geschafft, eine Frau zu finden?

Nun ja, sie waren ganz normale junge Burschen, die keinen Mist ;-) ausgelassen haben, mit Mädels anfangs rumprobiert haben, unsicher und verlegen und voller Hemmungen und Gier gleichzeitig - so ganz normal eben, wenn man ein "Mann" wird - und mit der Zeit kam die ganze Sache in ruhigeres Fahrwasser.
Ich kann mir vorstellen, daß "Mann" (und Frau sicher auch) sich recht bescheuert und unpassend fühlt, wenn er/sie diesen Ängsten und Unsicherheiten auch im reiferen Alter noch nichts entgegenzusetzen hat - im Sinne von guten Erfahrungen, die mit Bestätigung einhergehen und dadurch Sicherheit schaffen.
Wahrscheinlich ähnlich einer 40jährigen in der Fahrschule - die sich unter lauter 17jährigen auch (erstmal) etwas deplaziert fühlt.


Einfühlsam bin ich (leider) auch. Aber naiv bin ich nicht. Das heißt, ich weiß, wie der Beziehungsmarkt funktioniert und schätze meine Chancen realistisch ein.

Ich gaube, "einfühlsam" ist auch bei einem Mann hoch erwünscht, vielleicht kommt es eher auf das Mass an - wenn er seine Bedürfnisse beginnt zu verleugnen und sich quasi versteckt, fühlt sich das für die Frau wie eine verdeckte Manipulation an, und sie wird versuchen, sich dem zu entziehen.
Naiv klingst du hier auch wirklich nicht - für mein Ohr eher recht nüchtern, differenziert - und sensibel.

Aus meiner Sicht ist es so, dass in einem Menschen irgendwann etwas "zerbricht", wenn er lebenslang unfreiwillig (!) auf eine Liebesbeziehung verzichten musste.

Das hört sich nicht gut an...so unwiederbringlich...

Meine Nachbarin ist 85 Jahre alt, sie ist in diesem ihrem Haus geboren und hat nie woanders gelebt. Sie wurde (als achtes Kind) mit einer kompletten Kiefer-Gaumen-Spalte geboren, die erst im Alter von 9 Jahren verschlossen wurde. Ihr Gesicht ist lebenslang schief geblieben. Die Jungs interessierten sich nicht für sie - sie pflegte ihre Eltern und blieb dann alleine. Sie blickt heute ohne jede Bitterkeit auf ihr Leben zurück, sie ist zufrieden. Sie sagt :"Alles Gute ist nie beinander" - sie ist gesund und kregel und noch völlig selbständig.
Sicherlich wollte sie als junge Frau auch heiraten und Kinder haben, und sicherlich hat sie sehr gelitten unter den Blicken (und Bemerkungen) der anderen Kinder - doch irgendwann hat sie sich damit ausgesöhnt. Sie hat Frieden mit dem Leben geschlossen - mit ihrem Leben, so wie es ist.

Und ich glaube, das ist etwas grundsätzlich anderes als Resignation.
Einer, der resigniert, streckt die Waffen, gibt auf, kann vielleicht auch einfach nicht mehr. Mag sein, daß zu einer inneren Haltung der Akzeptanz und des Annehmens mehr Kraft gehört -? (ist das wirklich so?)
Es gehört auf jeden Fall mehr innerer Raum dazu - all das, was man eigentlich am liebsten aus dem eigenen Leben ausschließen möchte - soll man aufnehmen und beherbergen - das ist keine leichte Übung. Aber möglich.
 
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Santasi

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  • #213
AW: Männliche Jungfrauen?

Ich kann es gut nachvollziehen, dass man sich so ausgeschlossen fühlt, wenn sich dieser Wunsch bislang nie erfüllt hat. Dennoch ist es ein Irrglaube, dass "alle anderen" so durchs Leben spazieren und irgendwann fällt ihnen der neue Partner wie von selbst in den Schoß.
Ich glaube, es gibt auch einen Zeitgeist, der unser Kennenlern-Verhalten beeinflusst.
Kennenlernen - Treffen - Abchecken - Weiterziehen...

Ich war fast 20 Jahre mit meinem Exmann zusammen, habe also ein gutes Päckchen realistischer Beziehungserfahrung, hatte auch vorher Freunde / Lover / Flirts, bin beruflich viel mit Menschen zusammen.
Seit ich erneut auf der Suche bin, erlebe ich das Phänomen häufiger: ein- zweimal getroffen, festgestellt, dass es "nicht funkt" und weiter geht's. (Sowohl online als auch im echten Leben).
Man nimmt sich nicht mehr die Zeit, die andere Person kennenzulernen.

Eigentlich solltet Ihr gute Chancen haben, wenn Ihr beide mit Frauen "auf der Kumpelschiene" in Kontakt kommen könnt, diese doch auch mal richtig anzubaggern.
Ich schätze, da ist der Knackpunkt. Da muss man sich trauen!

Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wenn man ernsthaft ein Coaching oder eine Therapie macht, dass es dabei nicht den kleinsten Entwicklungsschritt geben kann. Wer sich verändern will, muss das selbst tun.

LG
Santasi
 

Elli

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  • #214
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Leider wollen viele einfühlsame Männer mit ihren Stärken ihre Schwächen kompensieren. Deshalb sind sie dann für Frauen in manchen Fällen die "beste Freundin". Sie dürfen sich all die Sorgen der Frau anhören und diese ist dankbar, dass ihre "Freundin" (die ein Mann ist) so gut zuhören kann und sie so gut versteht. Sex gibt es natürlich keinen. Aus meiner Sicht wird das männliche Selbstwertgefühl durch solche Geschichten viel mehr geschwächt als durch Absagen. Den Spruch zu hören "Du bist nicht mein Typ" kann ich viel leichter verkraften als die Aussage "Lass und doch gute Freunde bleiben!"

...und hier sprichst du von dir selber - mit einem deutlichen Ton der Bitterkeit (für mein Ohr)

Du fühlst dich als Opfer: sie macht dies oder das mit dir, (benutzt dich quasi als Seelenmülleimer) (denn einen Ausgleich gibt es anscheinend nicht - wo schüttest du deinen Müll hin? wohl nicht in ihre Ohren) - sie bestimmt die Regeln (Sex gibt es nicht, weil sie das nicht will) (was ist mit deinen Wünschen? werden die thematisiert?)...

Ich glaube, das männliche/menschliche Selbstwertgefühl ist schon sehr geschwächt, wenn es in solch eine Situation gerät. "Du bist nicht mein Typ" beinhaltet immerhin die Anerkennung als Gegenüber.
Die Aussage "Lass uns Freunde bleiben" - in dem Sinne, wie du die Situation beschreibst, heißt "steh mir weiter als Seelenmülleimer zur Verfügung, stell keine Ansprüche an mich", ein Aspekt, nämlich der gewünschte, wird quasi aus dem Menschen herausgeschnitten - und der Rest ausgeblendet.

Darf ich dir etwas sagen? Du benimmst dich (hier) wie ein Kind. Ein artiges, wohlerzogenes Kind, das seiner Mama gehorcht - aber innerlich voller Auflehnung und Groll ist (zu Recht!)

...und wie heißt nun die Lektion? nein-sagen lernen, gesunde Abgrenzung lernen...?! Das Übungsfeld scheint jedenfalls perfekt zu sein :)

Die Idee mit dem Coach ist bestimmt gut. :)

LG Elli
 
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  • #215
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Möbius:
Mir war gar nicht klar, dass "einfühlsam" ein Merkmal ist, welches mit einem "leider" versehen sein kann. Es wird doch immer behauptet, Frauen wäre solch eine Eigenschaft wichtig. Oder bezieht sich das "leider" auf die Dosierung, also gibt es ein "zu viel" davon? Wobei ich das mit der Kumpelschiene auch kenne.
Wie gelingt es Dir denn, die Hoffnung nicht sinken zu lassen? Ich stelle an mir nämlich fest, dass Du mit Deiner Aussage, es "zerbreche" etwas in einem, wohl ziemlich richtig liegst. Bei mir ist das ein schleichender Prozess, den ich zwar bemerke, aber nicht mehr stoppen kann. Das Thema zerstört Teile meiner Persönlichkeit quasi von innen heraus.

Kannst Du wirklich Deinen "Marktwert" realistisch einschätzen? Zumindest mir geht es so, dass ich geneigt bin, meinen Wert nach den bisher gemachten Erfahrungen zu beurteilen. Was dabei herauskommt, bedarf keiner Phantasie. Und auch ich glaube mittlerweile verstanden zu haben, wie der Partnermarkt funktioniert. Daraus einen Rückschluss für meine eigene Entwicklung zu ziehen, ist mir bisher nicht gelungen. Hast Du es geschafft, für Dich daraus Erkenntnisse zu ziehen und wenn ja, welche?

@Möbius:

Von Frauen habe ich schon viele Komplimente bekommen für mein Einfühlungsvermögen. Und einige betonten auch, dass sie sich sehr gerne unterhalten. Schon alleine deshalb bin ich davon überzeugt, dass ich ein interessanter Mensch bin. Hinzu kommt, dass ich stets versuche, aus meinem Leben das Beste zu machen. Immerhin habe ich beruflich etwas erreicht, was angesichts relativ schlechter Voraussetzungen fast unmöglich war. Ein Mann sagte mal zu mir, dass ich einen sehr starken Willen habe.

Von meinem Einfühlungsvermögen kann ich mir nichts kaufen. Denn die Schwächen in anderen Bereichen lassen sich dadurch nicht ausgleichen. Eine Frau wird eben eher mit einem Mann ins Bett gehen, der erotisch anziehend ist als mit einem Kerl, mit dem sie tolle Gespräche führen kann.

Loslassen kann man das Thema "Partnerwunsch" nicht. Man kann sich nur ablenken und sein Leben möglichst interessant gestalten. Aber der Wunsch nach einer Partnerin oder einem Partner wird immer bleiben.

Wirft man einen Blick auf die Bedürfnispyramide von Maslow, erkennt man rasch, dass der Wunsch geliebt zu werden, ein wichtiges Bedürfnis ist. Menschen, die selten oder gar nie nie die Erfahrung machen, so geliebt zu werden, wie sie sind, werden auch kaum in der Lage sein, sich in jeder Hinsicht selbst zu lieben. An einer anderen Stelle im Forum habe ich übrigens etwas über die Selbstliebe geschrieben.

Ich glaube, dass man bestimmte Erfahrungen im Leben innerhalb eines bestimmten Zeitraums sammeln muss. Dazu gehören vor allem die Erfahrungen in puncto Beziehungsanbahnung. Wer aufgrund von widrigen Umständen (z. B. chronische Krankheit) in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter keine positiven Erfahrungen in puncto Beziehungsanbahnung gesammelt hat, wird oftmals Single bleiben.

Meine Erkenntnis ist, dass sich das Zeitfenster, in dem man noch einen Ausweg aus dem AB-Dasein finden kann, irgendwann schließt. Dafür spricht auch die Tatsache, dass es fast keine Erfolgsberichte gibt von über 40-jährigen ABs. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber oft sind das Kompromiss-Beziehungen nach dem Motto "Besser das als gar nichts". Ob die Menschen in solch einer Kompromiss-Beziehung wirklich glücklich sind, ist aus meiner Sicht fraglich.

Immerhin konnte ich mich soweit weiterentwickeln, dass ich problemlos mit Frauen Gespräche führen kann. Und ich bekam von denen, die über mein AB-Dasein Bescheid wissen, bereits oft das Feedback, dass man es bei mir nie vermuten würde, dass ich AB bin.

Ich möchte mir einen Funken Hoffnung bewahren - so wie ein Lotto-Spieler, der jede Woche wieder hofft, viel Geld zu gewinnen. Vor allem möchte ich nicht verbittert werden. Denn das Leben ist auch als Single lebenswert. Trotzdem würde ich mich freuen, noch eine Frau zu finden, die in mir nicht nur einen guten Freund sieht.

Bezüglich des Marktwerts: Ich habe schon einiges zu bieten, da ich viele Interessen und einen interessanten Beruf habe. Zudem reise ich oft. Und ich bin kommunikationsfreudig und kann mich gut in andere Menschen hineinversetzen. Nur verfüge ich über keine Beziehungserfahrung.

Dir wünsche ich von ganzem Herzen viel Gelassenheit und die Kraft, Dich immer wieder auf die guten Dinge in Deinem Leben zu fokussieren!

Gruß
Connaissance
 
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  • #216
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Elli:
.Ich glaube, das männliche/menschliche Selbstwertgefühl ist schon sehr geschwächt, wenn es in solch eine Situation gerät. "Du bist nicht mein Typ" beinhaltet immerhin die Anerkennung als Gegenüber.
Die Aussage "Lass uns Freunde bleiben" - in dem Sinne, wie du die Situation beschreibst, heißt "steh mir weiter als Seelenmülleimer zur Verfügung, stell keine Ansprüche an mich", ein Aspekt, nämlich der gewünschte, wird quasi aus dem Menschen herausgeschnitten - und der Rest ausgeblendet.

@Elli:

Vielen Dank für Deine Antworten.

Ich habe bereits gelernt, dass mich diese "guten Freundschaften" nicht weiterbringen. Unabhängig davon habe ich zwei Kumpelfreundinnen, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Das funktioniert allerdings nur, weil sie für mich aufgrund eines großen Altersunterschieds nicht als Partnerin infrage kommen.

Ich wünsche Dir einen schönen Abend!

Gruß
Connaissance
 
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  • #217
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Bezüglich des Marktwerts: Ich habe schon einiges zu bieten, da ich viele Interessen und einen interessanten Beruf habe. Zudem reise ich oft. Und ich bin kommunikationsfreudig und kann mich gut in andere Menschen hineinversetzen. Nur verfüge ich über keine Beziehungserfahrung.

Du engagierst Dich ja sehr stark in diesem Thread.
Ich finde es in gewisser Weise verfälschend, dass Du als Haupt-Ursache für Deine andauernde Beziehungslosigkeit immer wieder Deine mangelnde Beziehungserfahrung anführst und sowohl Dein körperliches Handicap als auch Deine Bisexualität ausblendest.
 
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  • #218
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Verärgert:
Du engagierst Dich ja sehr stark in diesem Thread.
Ich finde es in gewisser Weise verfälschend, dass Du als Haupt-Ursache für Deine andauernde Beziehungslosigkeit immer wieder Deine mangelnde Beziehungserfahrung anführst und sowohl Dein körperliches Handicap als auch Deine Bisexualität ausblendest.

@Verärgert:

Ich weiß doch, dass mein Handicap ein Problem ist und dass damit einige Frauen nicht umgehen können. Aber warum soll ich mich auf mein Stoma fokussieren, zumal es mich im täglichen Leben überhaupt nicht beeinträchtigt?

Generell haben Menschen, die sich auf ihre Stärken fokussieren und einigermaßen locker mit ihren Schwächen umgehen, bessere Chancen einen Partner zu finden, als diejenigen, die sich in erster Linie Gedanken über ihre Schwächen machen.

Meine Bisexualität ist inzwischen nicht mehr so ausgeprägt wie in meiner Jugend, in der ich mal eine Beziehung mit einem Mann hatte.

Aus meiner Sicht haben sich bei mir schlichtweg mehrere Faktoren unglücklich miteinander verkettet.

Gruß
Connaissance
 
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  • #219
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Verärgert:
Ich finde es in gewisser Weise verfälschend, dass Du als Haupt-Ursache für Deine andauernde Beziehungslosigkeit immer wieder Deine mangelnde Beziehungserfahrung anführst und sowohl Dein körperliches Handicap als auch Deine Bisexualität ausblendest.
Das macht es natürlich schwieriger, wenn man weder Huhn noch Hahn ist
 

zéra

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  • #222
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Santasi:
Eigentlich solltet Ihr gute Chancen haben, wenn Ihr beide mit Frauen "auf der Kumpelschiene" in Kontakt kommen könnt, diese doch auch mal richtig anzubaggern.
Ich schätze, da ist der Knackpunkt. Da muss man sich trauen!

Stimmt, aber die Männer ohne jede sexuelle Erfahrung wissen gar nicht, was das ist und wie das geht, das Anbaggern. Oder sie kriegen das Bild, das sie davon haben oder das ihnen irgendwann irgendwo davon vermittelt wurde, absolut nicht mit ihrer Person in Einklang und haben daher viel zu viel Angst, etwas zu tun, von dem sie keinen Plan haben, was das ist oder wohin das führt.

Vielleicht wäre ein Flirtkurs oder Ähnliches gut, um erste Erfahrungen mit dem offensichtlichen Zeigen von näherem Interesse am anderen Geschlecht zu sammeln.
Aber eigentlich wäre es für die sogenannten ABs auch hilfreich zu erfahren, wie Frauen eigentlich positives Anbaggern erleben, nur um eine Idee davon zu bekommen.

Für die meisten mit Flirtproblemen dürfte der Vorgang des Anbaggerns, denke ich, sehr negativ besetzt sein, sei es durch die Erziehung (ist wohl am Rande auch nicht ganz Generationen unabhängig, ich z.B. erinnere mich noch gut an die 70/80er und die "Verteufelung" von allem angeblich "sexistischen" Verhalten von männlicher Seite aus...) oder durch eigene erste Fehlschläge bedingt, über die sie nicht hinweg gekommen sind.

Ich verstehe unter Flirten Signale vor allem nonverbaler Art zu geben, dass mir die Frau/der Mann so gefällt, so dass ich mir ein näheres Kennenlernen vorstellen kann. Viel Lachen, kleine Berührungen, vielleicht auch Neckereien, die sich ungezwungen aus der Situation ergeben.

Vieles ist individuell und unterschiedlich und man muss sich trauen, da einsteigen zu wollen, doch das alleine reicht nicht, v.a. in einem Alter, in dem die allermeisten ihre eigene Flirtsprache schon gefunden haben. Es braucht dafür erstens Selbstbewusstsein und zweitens auch etwas Erfahrung, um mit einer solchen Kommunikation überhaupt umgehen zu können...
 
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Möbius_geloescht

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  • #223
AW: Männliche Jungfrauen?

zéra hat das Problem vieler Unerfahrener ziemlich gut erkannt. Es gibt sehr viele, die auf der "Kumpelschiene" enden, weil sie keine Ahnung haben, was Anbaggern oder Flirten ist. Auch ich weiß es nicht wirklich und komme mir selbst bei jedem Versuch "doof" vor. Man kann jetzt kommen und sagen "Übung macht den Meister", aber Flirten ist wohl wirklich ein von Person zu Person so unterschiedlicher "Kommunikationsstil", dass es einer Menge Erfahrung bedarf, sich darauf wirklich einzulassen. Wenn man dann unsicher wirkt, kann man von Ablehnung schon ausgehen.

Und auch Flirtratgeber oder Flirtkurse sind da möglicherweise nur begrenzt hilfreich. Zwar erkenne ich bei dem, was dort vermittelt wird, an, dass es bei den meisten Menschen funktioniert. Ich komme jedoch nicht mit der Vorstellung klar, es selbst in dieser oder abgewandelter Form anwenden zu können.
 
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  • #224
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von zéra:
Ich verstehe unter Flirten Signale vor allem nonverbaler Art zu geben, dass mir die Frau/der Mann so gefällt, so dass ich mir ein näheres Kennenlernen vorstellen kann. Viel Lachen, kleine Berührungen, vielleicht auch Neckereien, die sich ungezwungen aus der Situation ergeben.

Vieles ist individuell und unterschiedlich und man muss sich trauen, da einsteigen zu wollen, doch das alleine reicht nicht, v.a. in einem Alter, in dem die allermeisten ihre eigene Flirtsprache schon gefunden haben. Es braucht dafür erstens Selbstbewusstsein und zweitens auch etwas Erfahrung, um mit einer solchen Kommunikation überhaupt umgehen zu können...

@zéra:

Was Du schreibst, kann ich nachvollziehen und ich sehe es so ähnlich.

Allerdings glaube ich, dass es für ältere Männer ohne Beziehungserfahrung schwierig sein dürfte, diese Flirtsprache zu lernen, aber es nicht unmöglich.

Die meisten Frauen, die ich bislang kennengelernt habe, wollten bei mir im Prinzip eine Gesprächstherapie machen. Eine Frau (bekommt seit 15 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente), sagte sogar, dass sie es gut findet, wenn man am Anfang über Probleme spricht, weil man sich dadurch sehr gut kennenlernen könne. Durch dieses frühzeitige Gequatsche über Probleme erlischt jedoch das Feuer zwischen Mann und Frau.

Eine Ausnahme war eine attraktive Blondine, die mich in einem leicht alkoholisierten Zustand, auf den Nacken küsste. Sie fand mich ganz toll und war vermutlich sogar ein bisschen in mich verliebt. Aber auch sie hatte einen Schubkarren voller Probleme. Zudem hatte ich damals selbst ein großes Problem. Infolgedessen ist aus dieser vielversprechenden Begegnung leider nichts geworden.

Ich müsste wesentlich offensiver flirten. Hierfür fehlen mir jedoch zum einen die Gelegenheiten. Und zu anderen habe ich immer mein Handicap im Hinterkopf und bin dadurch blockiert.

Optimal wäre es, wenn ich eine Frau kennenlernen würde, die selbst auch ein Handicap hat.

Gruß
Connaissance
 
G

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  • #225
AW: Männliche Jungfrauen?

Mal etwas Youtube-Hype, weil's grad zum Thema passt:

http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8
 

Elli

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  • #226
AW: Männliche Jungfrauen?

Hallo Möbius!

Zitat von Möbius:
Ja, das würde mich auch interessieren, wie es Deinem Bruder gelingt, in seinem Alter immer noch die Hoffnung auf eine Partnerin zu haben. Aber offen gesagt, bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob es so erstrebenswert ist, seine Hoffnung so lange zu behalten. Wenn ich mir nur ansehe, wie elend es einem sein kann (und mir geht es nur phasenweise so), wenn solch eine Hoffnung nie erfüllt wird, dann ist die Vorstellung, von diesem Thema loslassen zu können, schon sehr verlockend.

Wie gesagt, dieser Bruder hat (für mein Auge) einige Entwicklungsschritte nicht vollzogen/nicht vollziehen können, weil er sich aus der Mutter-Sohn-Beziehung nicht genügend herausentwickelt hat, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Die Aufrechterhaltung seiner Hoffnung auf eine Partnerin nährt sich bestimmt zum Teil aus seiner Naivität - zum Teil aber sicher auch aus seiner unbeirrbaren Hartnäckigkeit und Treue
sich selbst gegenüber. Ich denke, jeder Aspekt hat immer mehrere und oft widersprüchliche Seiten, und von außen kann man immer leicht sagen "wieso machst du es dir so schwer..."jeder Mensch darf sein Leben auch "vermurksen" - und ich tue gut daran, mich mit derartigen Kommentaren zurückzuhalten und vor meiner eigenen Tür zu kehren.

Ich könnte mir vorstellen, dieses "Thema loszulassen", zumindest ansatzweise, um nicht mehr so sehr darunter zu leiden, könnte eine gute Idee sein. Sie brächte Entlastung - und damit die mögliche Erfüllung eher näher - als das verbissene darauf-Beharren und Grübeln und sich-selber-kritisieren für sein "Versagen"...

Inzwischen ertappe ich mich immer öfter bei Gedanken wie "Du wärst der Situation ohnehin nicht gewachsen" oder "Sie würde darunter leiden". Eigentlich völlig irrational! Das Thema wirkt bei mir wie ein Mühlstein: es zerreibt einen Teil meiner Persönlichkeit und zerstört meinen Selbstwert. Ich kämpfe in Phasen, in denen es mir schlecht geht, immer stärker damit, meine Verbitterung gegenüber mir selbst nicht auf mein Verhalten gegenüber anderen durchschlagen und mein Selbstbewusstsein nicht von meinen negativen Gedanken "auffressen" zu lassen.

Vielleicht wäre es ratsam, dir Unterstützung zu suchen?
Wir Menschen können und müssen nicht alles alleine schaffen.
Der Mühlstein in deinem Inneren - ist ja ein Teil von dir...im organischen Zusammenhang gibt es sog. "Autoimmunerkrankungen" - dies klingt (für mein Ohr) wie eine seelische Erscheinung dieser Art - als ob du innerlich "gespalten" bist in Teile, auf denen steht "Pro-Möbius" und andere, die anscheinend "Kontra" oder "Anti-Möbius" heißen - und die ein ziemliches Eigenleben in dir zu führen scheinen.
Die Energien, die darin stecken - sind Deine.

Sie gehen offen und aufgeschlossen durchs Leben, lernen viele Menschen kennen, mit denen sie sich bestens verstehen und merken dann, dass sich mit einem davon vielleicht mehr ergeben könnte.

Dies klingt ein wenig blauäugig - ganz so einfach ist das Leben sicher auch für andere Menschen nicht - und so ganz ungeschoren kommt keiner davon. Wenn du ein wenig hinter die Fassaden schaust, wirst du wohl eher nicht tauschen wollen - mit einem Langzeitarbeitslosen, einem Krebskranken, einem Asylanten, Eltern, die den Tod eines Kindes verwinden müssen - .
Ich denke, jeder hat mit den Herausforderungen des eigenen Lebens vollauf genug zu tun - andere haben es nicht besser - nur anders.
Es liegt mir fern, dein Leid relativieren zu wollen. Es hat seine volle Berechtigung.
Ich meine jedoch, dieses darauf Beharren und Verharren - wird es nicht lösen.

Vielleicht ist es von der Natur einfach so vergesehen, dass ein Teil der Menschen als Ausschuss zurückbleibt.

...auch denkbar - aber für dich ja wohl keine zufriedenstellende Option...
Was mir an dieser Formulierung auffällt, ist deine gestufte Wertigkeit von Menschen in verschiedenen Lebenszusammenhängen - und du selber befindest dich bei den "zusammengefegten Resten" -?!

Ich wünsche dir Kraft. Mut. Liebe. (zu Dir) ...denn eins ist sicher:
Du verdienst diese Deine Liebe.
:) LG von Elli
 
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Andre

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  • #227
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Möbius:
Und auch Flirtratgeber oder Flirtkurse sind da möglicherweise nur begrenzt hilfreich. Zwar erkenne ich bei dem, was dort vermittelt wird, an, dass es bei den meisten Menschen funktioniert. Ich komme jedoch nicht mit der Vorstellung klar, es selbst in dieser oder abgewandelter Form anwenden zu können.
Das geht mir auch so. Ich kann mit Flirten auch nichts anfangen. Ich denke, die Schwierigkeit liegt darin, dass man dabei die Erreichung eines bestimmten Ziels im Kopf hat. Das macht unlocker, man kommt sich vor, als würde man etwas einstudiertes vortragen. Das bringt's natürlich nicht.

Aber es geht auch ohne Flirten und Baggern. Man kann auch ganz absichtslos ins Gespräch kommen, und wenn das beiden Seiten Spaß macht, man sich gut versteht, ergibt sich alles weitere doch daraus. Und ich finde, da steckt dann mehr Wumms und Substanz hinter als hinter irgendwelchem Flirtgeplänkel. Ich hab's so jedenfalls immer irgendwie hingekriegt.
 

anaj

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  • #228
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
......Optimal wäre es, wenn ich eine Frau kennenlernen würde, die selbst auch ein Handicap hat.

Die eine Frau hatte Dir doch aber zu viele Probleme. Gibt es da auch Handicaps, die Dir doch zu viel waeren? Ich hatte irgendwie teilweise schon den Eindruck, dass Du vielleicht viel zu hohe Erwartungen hast.

Wenn man gewisse Probleme hat, dann finde ich es eigentlich auch besser, wenn man darueber schon am Anfang redet. Ich sehe darin keine Gefahr, dass dadurch die Anziehung zwischen Mann und Frau leiden koennte. Passiert das, dann waere es auch spaeter so gekommen. Daher finde ich diesen Ansatz gar nicht so schlecht.
 
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  • #229
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von anaj:
Die eine Frau hatte Dir doch aber zu viele Probleme. Gibt es da auch Handicaps, die Dir doch zu viel waeren? Ich hatte irgendwie teilweise schon den Eindruck, dass Du vielleicht viel zu hohe Erwartungen hast.

Wenn man gewisse Probleme hat, dann finde ich es eigentlich auch besser, wenn man darueber schon am Anfang redet. Ich sehe darin keine Gefahr, dass dadurch die Anziehung zwischen Mann und Frau leiden koennte. Passiert das, dann waere es auch spaeter so gekommen. Daher finde ich diesen Ansatz gar nicht so schlecht.

@anaj:

Ich wünsche mir nur das, was ich auch bieten kann. Unabhängig davon habe ich festgestellt, dass es mich abturnt, wenn eine Frau schon während des ersten Dates massiv über ihre Ex-Partner lästert. Außerdem ist es mir zuviel, wenn ich mir schon vor dem Treffen am Telefon stundenlang Probleme anhören muss. Oder ich bekomme gleich zu Beginn Pauschalisierungen serviert wie zum Beispiel "alle Männer sind heutzutage so...". Was soll ich denn darauf antworten, wenn eine Frau schon eine fixe Meinung über "alle Männer" hat?

Für mich wäre es wirklich kein Problem, wenn eine Frau ein körperliches Handicap hat (z. B. Stoma, Beinprothese oder ähnliches). Am vergangenen Wochenende wollte ich mich auch mal wieder mit einer Frau treffen, die ein Handicap hat. Am Telefon und via E-Mail haben wir uns sehr gut verstanden. Das Treffen war schon ausgemacht. Aber sie hat dann abgesagt mit einer etwas komischen Begründung.

Der Single- und Paarberater sagte zu mir, dass meine Ansprüche zu niedrig sind. Er hat unter anderem betont, dass eine Frau beruflich ähnlich tüchtig sein sollte wie ich.

Gruß
Connaissance
 
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  • #230
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Der Single- und Paarberater sagte zu mir, dass meine Ansprüche zu niedrig sind. Er hat unter anderem betont, dass eine Frau beruflich ähnlich tüchtig sein sollte wie ich.
Dann höre weiter auf diesen "Experten" seiner Zunft und greif nach den obersten Sternen.
Heidi Klum, Silvie Meis und die ehemalige Premier Dame Frankreichs sind alle wieder zu haben.
 

Heike

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  • #231
AW: Männliche Jungfrauen?

Die Dame sollten auf jeden Fall denselben Singleberater haben wie du.
 

Laou

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  • #232
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von anaj:
Ich hatte irgendwie teilweise schon den Eindruck, dass Du vielleicht viel zu hohe Erwartungen hast.

Zitat von Connaissance:
@anaj:
Ich wünsche mir nur das, was ich auch bieten kann.

Es gibt keine unabhängige Gerechtigkeitsinstanz, die dir eine adäquate Frau zuteilt, wenn du nur Ansprüche stellst, die du auch selbst erfüllen kannst. Genauso wenig hindert dich irgendetwas daran, Ansprüche zu stellen, die du NICHT selbst erfüllen kannst.
Die einzige Messlatte, ob deine Ansprüche zu hoch sind oder nicht, ist, ob du mit diesen Ansprüchen eine Partnerin findest.
Ja: Deine Ansprüche waren bewiesenermaßen nicht zu hoch.
Nein: Evtl. sind deine Ansprüche zu hoch. (Mag natürlich auch andere Gründe für deinen Misserfolg geben.)
Aber ob du deine Ansprüche auch selbst erfüllen kannst, ist einfach kein Faktor.

Zitat von Connaissance:
Der Single- und Paarberater sagte zu mir, dass meine Ansprüche zu niedrig sind. Er hat unter anderem betont, dass eine Frau beruflich ähnlich tüchtig sein sollte wie ich.

Warum lässt du dir von jemand sagen, welche Ansprüche du haben musst?
Grundsätzlich wäre es vielleicht sinnvoll, wenn du die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass dein Paarberater ein Trottel ist.
 
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  • #233
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Laou:
Warum lässt du dir von jemand sagen, welche Ansprüche du haben musst?
Grundsätzlich wäre es vielleicht sinnvoll, wenn du die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass dein Paarberater ein Trottel ist.

@Laou:

Ich wolle einfach mal die Meinung eines Experten hören. Er sagte unter anderem, dass ähnliche Lebenserfahrungen verbinden (vor allem ähnliche Erfahrungen in der Kindheit).

Bezüglich des Berufs: Ich stelle es mir schwierig vor, wenn eine Frau seit 15 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt und der Mann beruflich erfolgreich ist. Denn der Beruf trägt auch zum Selbstwertgefühl eines Menschen bei.

Ich werde weiterhin am Ball bleiben und vielleicht habe ich irgendwann Glück und lerne eine Frau kennen, die zum mir passt.

Gruß
Connaissance

PS: Meine Ansprüche sind sicherlich nicht der Grund für meine Erfolglosigkeit in puncto Partnersuche.
 
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Heike

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AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Der Single- und Paarberater sagte zu mir, dass meine Ansprüche zu niedrig sind. Er hat unter anderem betont, dass eine Frau beruflich ähnlich tüchtig sein sollte wie ich.
Welche Ansprüche hattest du denn vor Einholung der Expertenmeinung?

Zitat von Connaissance:
PS: Meine Ansprüche sind sicherlich nicht der Grund für meine Erfolglosigkeit in puncto Partnersuche.
Ist vielleicht nur ne Frage der Formulierung. Du würdest stattdessen formulieren, daß dir halt einfach noch nicht die Richtige über den Weg gelaufen ist?
 
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  • #235
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Heike:
Welche Ansprüche hattest du denn vor Einholung der Expertenmeinung?

Gut zu mir passen würde eine Frau, die sensibel, einfühlsam und kommunikationsfreudig ist. Optimal wäre es, wenn wir zum Teil die gleichen Interessen haben und wir Freude daran haben, uns zu unterhalten. Denn ohne eine gute Kommunikation kann weder eine Freundschaft noch eine Beziehung enstehen.

Des Weiteren sollte sie Interesse an gemeinsamen Unternehmungen haben und auch mal eine Städtereise mit mir machen.

Wenn sie eine chronische Krankheit oder ein Handicap hat, wäre das für mich kein Problem. Ich glaube sogar, dass so etwas ein verbindendes Element sein könnte. Denn meine Erkrankung hat mich durchaus geprägt (vor allem während meiner Jugend), aber ich habe stets das Beste aus meinem Leben gemacht.

Zitat von Heike:
Ist vielleicht nur ne Frage der Formulierung. Du würdest stattdessen formulieren, daß dir halt einfach noch nicht die Richtige über den Weg gelaufen ist?

So kann man das natürlich auch ausdrücken.

Gruß
Connaissance
 
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Heike

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  • #236
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Gut zu mir passen würde eine Frau, die sensibel, einfühlsam und kommunikationsfreudig ist. Optimal wäre es, wenn wir zum Teil die gleichen Interessen haben und wir Freude daran haben, uns zu unterhalten. Denn ohne eine gute Kommunikation kann weder eine Freundschaft noch eine Beziehung enstehen.

Des Weiteren sollte sie Interesse an gemeinsamen Unternehmungen haben und auch mal eine Städtereise mit mir machen.

Wenn sie eine chronische Krankheit oder ein Handicap hat, wäre das für mich kein Problem. Ich glaube sogar, dass so etwas ein verbindendes Element sein könnte. Denn meine Erkrankung hat mich durchaus geprägt (vor allem während meiner Jugend), aber ich habe stets das Beste aus meinem Leben gemacht.

Ja, das finde ich alles verständlich. Würde vermuten, daß man das auch ohne Coachbesuch weiß, aber verstehe auch, daß es manchmal hilft, von jemandem noch mal explizit zu hören, was man ohnehin weiß.
Meine Frage war aber doch eine andere, nämlich was deine zu niedrigen Ansprüche vor dem Coachbesuch waren. Du hattest ja geschrieben, seiner Einschätzung nach seien deine Ansprüche zu niedrig. Was waren denn deine Ansprüche?
 

Laou

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AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Ich stelle es mir schwierig vor, wenn eine Frau seit 15 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt und der Mann beruflich erfolgreich ist. Denn der Beruf trägt auch zum Selbstwertgefühl eines Menschen bei.

Das kann ich gut nachvollziehen. Die Schwierigkeit sehe ich auch gar nicht in diesem Anspruch an sich, sondern in der Tatsache, dass es offensichtlich einen „Experten“ gebraucht hat, damit dir dieser Anspruch bewusst wird. (Und dass du, obwohl du diesen Anspruch auch tatsächlich hast, dich dafür mit „aber das hat mein Paarberater so gesagt“ rechtfertigst. Aber das ist nur eine Nebenbeobachtung, vielleicht ist das auch unwichtig.)

Mein Eindruck ist, dass dieser Paarberater das erzählt, was Menschen gern hören wollen; er verdient an euch schließlich Geld und ist daher auch Verkäufer. „Deine Ansprüche sind zu niedrig“ scheint mir eine Aussage zu sein, um dein Selbstwertgefühl zu stärken und dich mit einem guten Gefühl zu entlassen, damit du evtl. wiederkommst oder in einem Internetforum Werbung für ihn machst. (Bei genauerem Nachdenken glaube ich, dass er vermutlich doch kein Trottel ist.)
Jedoch: Höhere Ansprüche machen die Partnerfindung grundsätzlich unwahrscheinlicher, das gilt für alle, nicht nur für dich. Falls also dein tatsächliches Ziel ist, (irgend)eine Partnerin zu finden, sind höhere Ansprüche kontraproduktiv.

Zitat von Connaissance:
Meine Ansprüche sind sicherlich nicht der Grund für meine Erfolglosigkeit in puncto Partnersuche.

Das mag sein. (Auch wenn man argumentieren könnte, dass es letztendlich IMMER an den Ansprüchen liegt, aber das macht in der Praxis wohl nur wenig Sinn.)

Ganz oberflächlich ist der Grund für deine bisherige Beziehungslosigkeit, dass du - und das sind deine eigenen Angaben - bis jetzt JEDE Frau, die an dir Interesse hatte, abgelehnt hast. Damit bist du übrigens nicht unfreiwillig (mit Ausrufezeichen, immer mit Ausrufezeichen!) beziehungsunerfahren. Du hast dich ganz bewusst dafür entschieden, keine Beziehung einzugehen. Dafür hattest du sicherlich gute Gründe und es mag auch die richtige Entscheidung gewesen sein. Aber einen Sitzplatz in der Opferloge bekommst du damit nicht: Du hast Entscheidungen getroffen und jetzt lebst du mit den Konsequenzen. So geht es uns allen!

Ich persönlich finde die Erkenntnis, dass ich selbst verantwortlich bin und nicht einfach nur Spielball des Schicksals, immer tröstlich. Ich hoffe, dir geht es auch so und ich wünsche dir in Zukunft größeren Erfolg in der Liebe.

Ich aber gehe jetzt und plane meine neue Karriere als Single- und Paarberaterin. Da scheinen die ja jeden zu nehmen! :)
 
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AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Laou:
Ganz oberflächlich ist der Grund für deine bisherige Beziehungslosigkeit, dass du - und das sind deine eigenen Angaben - bis jetzt JEDE Frau, die an dir Interesse hatte, abgelehnt hast. Damit bist du übrigens nicht unfreiwillig (mit Ausrufezeichen, immer mit Ausrufezeichen!) beziehungsunerfahren. Du hast dich ganz bewusst dafür entschieden, keine Beziehung einzugehen.

@Laou:

Du kannst das natürlich gerne so sehen. Aber ich sehe es anders. Denn, die Frauen, die ich bislang kennengelernt habe, waren leider nicht an einer Beziehung, sondern höchstens an einer Freundschaft mit mir interessiert. Eine Ausnahme war die Frau, die seit 15 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt. Aber diese Frau wohnt etwa 450 Kilometer weit weg.

Es ist einfach, basierend auf Forenbeiträgen (ohne die Person und deren Lebensgeschichte zu kennen) zu sagen "Du hast Dich bewusst dafür entschieden, Single zu bleiben". Aber in den wenigsten Fällen dürfte das so sein.

In Deutschland gibt es zwei Millionen erwachsene Menschen ohne Beziehungserfahrung. Und bei jedem gibt es individuelle Gründe dafür, dass noch keine Beziehung zustande gekommen ist.

Gruß
Connaissance
 
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AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Heike:
Du hattest ja geschrieben, seiner Einschätzung nach seien deine Ansprüche zu niedrig. Was waren denn deine Ansprüche?

@Heike:

Meine Ansprüche habe ich doch bereits erwähnt (sensibel, einfühlsam, kommunikationsfreudig, Interesse an gemeinsamen Unternehmungen usw.). Wichtig wäre mir auch, dass ein Gefühl der seelischen Verbundenheit vorhanden ist.

Gruß
Connaissance
 
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AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Meine Ansprüche habe ich doch bereits erwähnt (sensibel, einfühlsam, kommunikationsfreudig, Interesse an gemeinsamen Unternehmungen usw.). Wichtig wäre mir auch, dass ein Gefühl der seelischen Verbundenheit vorhanden ist.

Die Frage war doch:
Waren die schon vorher da? Oder hast du die zusammen mit dem Paarberater erarbeitet?
Wolltest du vorher nur irgendeine, Hauptsache Frau? Oder einen unsensiblen Trampel, schweigsam, phlegmatisch? So ganz ist mir das auch nicht klar.