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  • #241
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von tina*:
Die Frage war doch:
Waren die schon vorher da? Oder hast du die zusammen mit dem Paarberater erarbeitet?

@tina:

Die von mir genannten Ansprüche waren schon vor der Beratung da.


Zitat von tina*:
Wolltest du vorher nur irgendeine, Hauptsache Frau?

Definitiv nicht. Zum einen macht es gar keinen Sinn, irgendeine Frau zu wollen. Angenommen, es kommt eines Beziehung mit "irgendeiner Frau" zustande, die jedoch aufgrund ihres Charakters gar nicht zu mir passt, dann wird diese Beziehung nicht lange halten.

Des Weiteren wollen Frauen auch nicht "irgendeinen Mann", sondern einen Kerl, der zu ihnen passt.


Zitat von tina*:
Oder einen unsensiblen Trampel, schweigsam, phlegmatisch?

So eine Frau will ich nicht. Ich weiß schon, was ich will. Ob ich eine passende Frau finden werde, steht hingegen in den Sternen. Aber ich tue natürlich was (zum Beispiel nehme ich demnächst an einer Speed-Dating-Veranstaltung teil).

Gruß
Connaissance
 

Heike

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  • #243
AW: Männliche Jungfrauen?

Ich machs mal, weil das gerade so en vogue ist, einigermaßen logisch:

Deine früheren Ansprüche waren nach Expertenmeinung zu gering.
Du teiltest offenbar die Expertenmeinung. (Oder doch nicht?)
Also fandest du deine früheren Ansprüche auch zu gering.
Deine heutigen Ansprüche findest du angemessen.
Ansprüche, die du zu gering findest, und Ansprüche, die du angemessen findest, können nicht dieselben sein.
Deine früheren Ansprüche können also nicht dieselben sein wie die heutigen.
Du nennst uns deine heutigen.
Was waren nun die früheren?

Und habe ich diese Frage in deinen Augen nicht klar genug gestellt, sodaß du immer auf eine andere Frage geantwortet hast, nämlich was heute deine Ansprüche sind?

(P.S. Nur für besserwisserische Schlaumeier: Es gibt natürlich noch Schlüpflöcher. Also es könnte prinzipiell sein, daß die Ansprüche, die du zu gering fandest, dieselben Ansprüche sind wie diejenigen, die du angemessen findest. Eben wenn deine Einschätzung sich derart geändert hätte, daß du ein- und dieselben Ansprüche vor dem und zu Beginn des Coachings für zu niedrig, mit und nach dem Coaching aber für angemessen gehalten hast. Das Coaching hätte dich in dem Fall zur Bescheidenheit erzogen. Es hätte dich nicht zu höheren Ansprüche ermuntert, sondern dazu, dieselben Ansprüche nicht mehr für zu niedrig, sondern als angemessen einzuschätzen. - Das widerspricht aber allem Anschein nach dem, was du hier geschrieben hast. Deswegen diese Möglichkeit nur im P.S.)
 
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  • #245
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Laou:
Du hast dich ganz bewusst dafür entschieden, ....
Dafür hattest du sicherlich gute Gründe und es mag auch die richtige Entscheidung gewesen sein. Aber einen Sitzplatz in der Opferloge bekommst du damit nicht: Du hast Entscheidungen getroffen und jetzt lebst du mit den Konsequenzen. So geht es uns allen!

Danke, Laou.

So toll.
So geil.
Und so ultra-allgemeingültig!
 

carlo

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  • #247
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Andre:
.... Ich denke, die Schwierigkeit liegt darin, dass man dabei die Erreichung eines bestimmten Ziels im Kopf hat.
...

...Aber es geht auch ohne Flirten und Baggern. Man kann auch ganz absichtslos ins Gespräch kommen, und wenn das beiden Seiten Spaß macht, man sich gut versteht, ergibt sich alles weitere doch daraus. Und ich finde, da steckt dann mehr Wumms und Substanz hinter als hinter irgendwelchem Flirtgeplänkel. Ich hab's so jedenfalls immer irgendwie hingekriegt.

Wahrscheinlich hat jeder eine andere Erfahrung mit und Vorstellung von Flirt. Für mich lebt er gerade von Absichtslosigkeit, von Humor und Leichtigkeit. Es geht ja gerade nicht immer um "Beziehung" oder "Sex". Es geht um einen kleinen Spaß, ein Augenzwinkern, ein gemeinsames Lachen, es geht darum mit einem anderen Menschen in und zunächst für kurze(r) Zeit isoliert von Sachinhalten einen sehr intensiven Kontakt aufzunehmen. Alles andere kann sich daraus ergeben - muss aber längst nicht.

Carlo
 

carlo

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  • #248
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
... Der Single- und Paarberater sagte zu mir, dass meine Ansprüche zu niedrig sind. Er hat unter anderem betont, dass eine Frau beruflich ähnlich tüchtig sein sollte wie ich.

Dass gesteigerte Ansprüche bei der Anbahnung einer dauerhaften und glücklichen Beziehung helfen können, verstehe ich so, dass man in den Kriterien, die für das Führen einer solchen Beziehung für einen selbst entscheidenden Punkten (z.B. Persönlichkeitsstruktur, Kommunikationsfähigkeit, etc.) eben sehr genau hinschauen und eher wenig Abstriche machen sollte. Im Gegenzug kann man dafür aber ja bei anderen Punkten, die hier weniger ins Gewicht fallen (Äußeres?, Interessengebiete, Vorlieben) oder, die sich im Falle einer intensiven Beziehung evtl. beeinflussen lassen (Kleidungsstil, etc.) offener sein.

Dazu bedarf es natürlich der genauen Kenntnis der persönlichen "Must-haves" und "NoGos" - nur nicht in dem hier häufig diskutierten eher äußerlichen Sinne sondern im Hinblick auf die persönliche Eignung des potentiellen Partners eine gemeinsame Beziehungs- und evtl. Lebensführung.

LG
Carlo
 

Andre

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  • #250
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von carlo:
Wahrscheinlich hat jeder eine andere Erfahrung mit und Vorstellung von Flirt. Für mich lebt er gerade von Absichtslosigkeit, von Humor und Leichtigkeit. Es geht ja gerade nicht immer um "Beziehung" oder "Sex".
Mein Reden, aber bei Begriffen wie Flirt-Schule (-Couching, -Ratgeber usw.) komme ich nicht umhin anzunehmen, dass es NUR darum geht.
 

equinox

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  • #252
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Connaissance:
Meine Ansprüche habe ich doch bereits erwähnt (sensibel, einfühlsam, kommunikationsfreudig, Interesse an gemeinsamen Unternehmungen usw.). Wichtig wäre mir auch, dass ein Gefühl der seelischen Verbundenheit vorhanden ist.

... eine Frage dazu: Gehst du wirklich davon aus, dass die von dir aufgezählten "Ansprüche" in irgendeiner Form eine besondere Auswahl darstellen, eine individuelle Anforderung, vielleicht gar Alleinstellungsmerkmale sind? Mir erscheinen sie als sehr oberflächliche Beschreibung von Personenmerkmalen, um nicht zu sagen, als Allgemeinplätze. Denn wer würde darauf keinen Wert legen?
 
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  • #253
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von equinox:
... eine Frage dazu: Gehst du wirklich davon aus, dass die von dir aufgezählten "Ansprüche" in irgendeiner Form eine besondere Auswahl darstellen, eine individuelle Anforderung, vielleicht gar Alleinstellungsmerkmale sind? Mir erscheinen sie als sehr oberflächliche Beschreibung von Personenmerkmalen, um nicht zu sagen, als Allgemeinplätze. Denn wer würde darauf keinen Wert legen?

Ich habe weiter oben noch hinzugefügt, dass es mir wichtig ist, dass ein Gefühl der emotionalen Verbundenheit vorhanden ist. Und ob dies der Fall ist, merke ich erst, wenn ich mich mit einer Frau ein paar Mal getroffen habe.

Die wenigen Frauen, die aus meiner Sicht gut zu mir gepasst hätten, haben mir entweder einen Korb gegeben oder mich auf die Kumpelschiene abgeschoben.

Ich möchte nun nichts mehr zu der Thematik schreiben.

Gruß
Connaissance
 

carlo

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  • #254
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Andre:
Mein Reden, aber bei Begriffen wie Flirt-Schule (-Couching, -Ratgeber usw.) komme ich nicht umhin anzunehmen, dass es NUR darum geht.

@ André

Ich hätte nicht gedacht, dass du dich von so ein bisschen Marketing-Blabla in deinem Urteil so beeinflussen lässt. ;-)

C.
 
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Ginevra

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  • #255
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Laou:
Ganz oberflächlich ist der Grund für deine bisherige Beziehungslosigkeit, dass du - und das sind deine eigenen Angaben - bis jetzt JEDE Frau, die an dir Interesse hatte, abgelehnt hast. Damit bist du übrigens nicht unfreiwillig (mit Ausrufezeichen, immer mit Ausrufezeichen!) beziehungsunerfahren.

Und ich dachte bislang Interesse, Zuneigung und Verlieben müssten wechselseitig sein.
 

Laou

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  • #256
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Ginevra:
Und ich dachte bislang Interesse, Zuneigung und Verlieben müssten wechselseitig sein.

Ich schrieb nichts, was dem widerspricht. Tatsächlich schreibe ich zwei Sätze nach dem von dir zitierten Abschnitt, dass die Ablehnung vermutlich aus gutem Grund geschah und vielleicht auch die richtige Entscheidung war. (War wohl zu viel zu Lesen für dich.)

Der Punkt ist jedoch, dass ihm niemand eine Pistole an den Kopf gehalten hat - er hat die Frau aus eigenem Wunsch abgelehnt. Das versteht man im Allgemeinen als "freiwillig". Und damit ist er eben nicht unfreiwillig beziehungslos. (Vielleicht ist es angebracht zu erwähnen, dass "freiwillig" und "gern" keine Synonyme sind.)

Hätte ich bis jetzt jeden Mann abgelehnt, der nicht aussieht wie Tom Hiddleston, wäre ich auch noch beziehungsunerfahren - in Connaissances Welt "unfreiwillig".
 
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  • #257
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Laou:
Hätte ich bis jetzt jeden Mann abgelehnt, der nicht aussieht wie Tom Hiddleston, wäre ich auch noch beziehungsunerfahren - in Connaissances Welt "unfreiwillig".

@Laou:

Außer der Frau, die so weit weg wohnt (450 Kilometer Entfernung) und einer Frau, die leider aufgrund ihres Charakters überhaupt nicht zu mir passt, habe ich noch keine Frau abgelehnt.

An einigen anderen Frauen war ich stark interessiert - aber sie nicht an mir. Vor diesem Hintergrund überrascht es mich, dass Du schreibst, ich sei freiwillig Single.

Und bezüglich dem Aussehen habe ich keine überzogenen Ansprüche. Auch eine Behinderung wäre für mich kein Problem. Am vergangenen Wochenende wollte ich mich mit einer Frau treffen, die ein Handicap hat. Aber sie hat das Treffen einfach abgesagt, obwohl wir uns am Telefon gut verstanden haben.

Wenn es so wäre, wie Du es "hindrehst", dann würde es in Deutschland nicht zwei Millionen erwachsene Menschen ohne Beziehungserfahrung geben.

Du denkst anscheinend, dass der anspruchsvolle Connaissance keiner Frau eine Chance gegeben hat. So ist es definitiv nicht.

Gruß
Connaissance
 
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  • #258
AW: Männliche Jungfrauen?

Liebe Diskutanten,

ich verfolge das ganze hier seit einiger Zeit beobachtend. Manche Beiträge sind mitfühlend - und auch weiterführend - manch andere leider (offen oder subtil verdeckt) ablehnend und oberflächlich. Als jemand, der seine ersten sexuellen Erfahrungen erst mit über 30 machen durfte, möchte ich folgendes an aktuell Betroffene richten:

1. Lasst Euch nicht von Begriffen wie "Partnermarkt" o.ä. verunsichern. Das Verhältnis zwischen Mann und Frau ist - von der Inanspruchnahme sog. professioneller sexueller Dienstleistungen abgesehen - kein Marktverhältnis, ebenso wenig sein Zustandekommen. Wenn einige dies bestreiten und meinen, das komplette Privatleben verbetriebswirtschaftlichen zu müssen, bitte.

2. Zum Thema, es dem Objekt der Begierde zu sagen oder nicht: Richtig ist, dass man immer die Wahrheit sagen sollte; jedoch sollte man nicht zwangsläufig alles sagen, was wahr ist! Sofern es vornehmlich darum geht erste sexuelle Erfahrungen zu sammeln, darf man ruhig, nennen wir es mal so, ein wenig verzerrte Akzente setzen. Was heißt das genau? Da hatte man z.B. erst wenige Affären mit längeren zeitlichen Abständen, der letzte Sex liegt lange zurück etc. Moralisch vollkommen in Ordnung, seid nur zu Euch selbst ehrlich und erwartet die ersten Male nicht zu viel von Euch (Unsicherheit, zu frühe Ejakulation usw.). Ob es der Partnerin gefällt oder nicht ist im Zweifel nicht Euer Problem. Ist doch jeder für seine Sexualität selbst verantwortlich, nicht wahr, all Ihr erfahrenen Damen, die ihr ABler für ein wenig zurück geblieben haltet?! Der vorletzte Satz gilt natürlich nicht, wenn beiderseits tief empfundene Liebe im Spiel ist. Dann ist der AB-Status ohnehin gänzlich i r r e l e v a n t ! Und Ehrlichkeit das Allerwichtigste!!

3. Zum leider weit verbreiteten Vorurteil, jemand, der "ab einem gewissen Alter" noch keine sexuellen Erfahrungen vorzuweisen hat, sei generell gehemmt und wenig selbstbewusst, kann ich nur sagen:

Es trifft Sozialhilfeempfänger und Arbeiter ebenso wie Lehrer, Unternehmensberater und Piloten. Berufe, die neben entsprechenden kognitiven Fähigkeiten auch Menschenkenntnis und Führungsqualitäten erfordern,alles Dinge, die einen Menschen auch attraktiv machen. Eines haben im Grunde alle Betroffenen gemeinsam, nämlich die Unfähigkeit sich wirklich fallen lassen zu können (kann man bei Piloten ja auch verstehen, kleiner Scherz am Rande...). Die gute Nachricht: das kann man lernen, nicht von heute auf morgen, aber es geht! Natürlich nicht mit all den "gut gemeinten Ratschlägen" von Freunden, Arbeitskollegen und Medien. Hier ist vielmehr individueller Einfallsreichtum gefragt, z.B. Kontaktsportarten ausprobieren, sich massieren lassen (mit oder zunächst ohne sexuellen Hintergrund), Tantrakurse besuchen, was auch immer. Erlaubt ist, was gefällt, man darf es sich auch ruhig etwas kosten lassen. Und wenn es dann doch der Bordellbesuch ist, meinetwegen. Daran ist moralisch rein gar nicht verwerflich. Besucht im Zweifel ein anderes Land, um Euch auszuleben, genießt es mit allen Sinnen, ganz so, wie Ihr es Euch vorstellt.

4. Lasst Euch bitte von niemandem einreden, Ihr dürftet keine Ansprüche stellen. Solch ein Schwachsinn! Es geht doch nicht darum eine Heidi Klum ins Bett zu kriegen (sofern sie denn wirklich sexuell was zu bieten hat), sondern um die Befriedigung Eurer Bedürfnisse. Das tun andere auch, nur maßen sich die Erfahrenen gern an, dieses Recht anderen abzusprechen.

Eine Kommentierung der Statements von all den "erfahrenen Damen" (z.T. auch Herren), die meinen, AB-Status sei ein absolutes Ausschlusskriterium, erspare ich allen Beteiligten, vor allem mir selbst. Mir schien es wichtig, hier einige sachliche Erklärungen für den beziehungs-/sexlosen Zustand vieler Betroffener zu liefern, nebst möglicher Lösungsansätze. Wäre schön, wenn diese Zeilen den besagten Betroffenen und wirklich am Thema Interessierten hilft, alle anderen können mir gestohlen bleiben!

Es grüßt
Whiterabbit2000
 

vivi

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  • #259
AW: Männliche Jungfrauen?

Hi whiterabbit 2000,

... :)))) .... aus "der Sicht eines Betroffenen" kann ja manchmal ziemlich Horizonterweiternd sein oder...cool!
 

Elli

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  • #261
AW: Männliche Jungfrauen?

Ich habe etwas sehr Schönes zum Thema gefunden - ein 30jähriger Regisseur, der noch nie Sex hatte, filmt ein Jahr seines Lebens. Die Bilder seiner Dokumentation zeigen ihn bei der Partnersuche, bei Therapiesitzungen, im inneren Monolog spricht er über seine Ängste und Zweifel zum Thema Beziehung - ich finde es sehr ergreifend.

Wolfram Huke love-alien.de
 

Marvin

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  • #262
AW: Männliche Jungfrauen?

Interessant in dem Zusammenhang sind vielleicht auch Dating Guides, die das Thema in überschaubare, modulare Einheiten zerbröseln wie folgender Klassiker : 'how 2 succeed with women (DE: wer f..... will muss feundlich sein [ David Copeland] ).

Das bedient eigentlich alle - vom Ahnungslosen bis zum Überflieger ...
 

djam

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  • #263
AW: Männliche Jungfrauen?

Auch wenn dieser Therad schon etwas älter ist...ich möchte (hoffentlich) gerne einen unterstütztenden Beitrag schreiben.
Ich bin in diessem Forum als glücklich verpartnerte und mittlerweise auch verheiratete Frau wahrscheinlich nicht so ganz passend, aber beim Durchlesen dieser ganzen Beiträge zu dem oben aufgeführten Thema hatte ich das Gefühl, vielleicht doch etwas dazu zu schreiben. Ich kam durch online-Suche eher zufällig auf das Forum und bin dann beim Lesen hängen geblieben.
Sowohl ich und meine zweite Hälfte waren um die 30 sexuell und partnerschaftlich noch nicht so erfahren (jeweils eine mehr oder weniger kurze/lange Beziehung). Was führte zu unserer Unerfahrenheit...? Zu allererst: Schüchternheit und starkes Interesse an inhaltlichen Themen, die wir stark mit unseren Ausbildungs-/Studiumshintergründen verbunden. Das kann von anderen Themen gut ablenken;o). Bei mir kam die finanzielle schlechte Situation meiner Familie (Eltern - Hartz 4, Geschwister noch in Ausbildung) hinzu, die mich bis Ende 20 von einer weiteren Beziehung abhielt (Ich sah mich lange Zeit als die einzige finanzielle Kraft meiner bereits existierenden Familie an...da ist persönliche Erfüllung im Rahmen einer Partnerschaft tlw. zu egoistisch..).Mein Mann hatte in seiner Jugend schlechte Erfahrungen bzgl. Mobbing etc. und dann halt wegen dem technischem Studium wenig Kontakt zu Frauen, leider halt nur ca. 5 % Anteil:eek:(. Wir haben uns im Rahmen unserer Arbeit gefunden.
Ich selbst arbeite täglich fast nur mit Männern (leider kaum Frauen) zusammen, wobei hier sicher mehrere wie mein Mann (und auch ich;o)) im täglichen Leben lange Zeit im Hauptteil ihrer Zeit nicht so viel Zeit mit Frauen verbringen. Daher sind hier sicher auch immer wieder Zeitgenossen anzutreffen, die aufgrund Ihrer Schüchternheit bzw. ihres beruflichen Wirkens keine exorbitanten Erfahrungen mit Frauen sammeln konnten...was ich aber zu 95 % nicht an deren Persönlichkeiten festmachen könnte...ganz im Gegenteil...ich finde es sehr schade, dass mein Geschlecht hier so schwächelt und interessante Menschen mit spannenden, sinnstiftenden Themen nicht kennenlernt, weil sie selbst für sich solche beruflichen Themen ausspart:eek:( (MINT....).
Was will ich damit sagen bzgl. des Themas: Ja, es gibt auch mit Mitte/Ende 30 sicher Männer, die keine/wenig/kaum Erfahrung mit Frauen haben (solange sie denn nicht homo sind;o)), wo bis auf die Schüchternheit und mangelnde Gelegenheit keine anderen Gründe relevant sind.
Ist das für Frauen nun so unattraktiv? Kommt auf deren Erfahrungen und Erwartungen an. Da es auch genügend weibliche Pendants gibt, die nicht viel/keine Erfahrung haben, sollte sich das Problem statistisch auf jeden Fall aufheben;o).
Ich finde es auf jeden Fall sympathischer, wenn ein Mann kein "Hau-drauf" ist. Meine Schüchternheit habe ich also auch bei meinem potentiellen Partner im gewissen Rahmen erhofft;o) und fand es somit auch "sexy", eine entsprechende Unbefangenheit ohne (zu) viele Vorgängerinnen vorzufinden. Das eröffnet dann halt auch die entsprechende Offenheit für die eigenen Befangenheiten, solange die Neugier für gemeinsames Zusammensein etc. gegeben ist;o)...und muss der Zukunft daraus auch keinen Abbruch tun;o).
Ich kenne jetzt mit Mitte 30 sowohl auf der männlichen Seite meines Mannes als auch auf der weiblichen Seite von mir immer noch einige wunderbare Menschen, die eventuell noch keinen entsprechenden Partner/in gefunden haben und auch noch nicht hatten,und hoffe, dass das zumindest für sie nur eine Frage der Zeit ist, da sie einfach ganz normal sind, halt eventuell ohne entsprechende sexuelle Erfahrung, aber dafür eben woanders sehr viel erfahrungsgreicher.
Ich selbst hatte kein Problem mit einem Partner mit wenig bis keinen Erfahrungen sexueller Art. Das war für mich ein Punkt von vielen anderen. Im Endeffekt war mir der Mensch am wichtigesten (Humor, Verständnis, Interessen, Alter +/-5-10 Jahre,... was weiss ich, ja, dass er Kinder positiv sieht und (Vollzeit-)Berufstätigkeit seiner Partnerin und potentiellen Mama gegenüber akzeptiert).
Man sollte daher eine PartnerInnensuche nicht nur an sexuellen Erfahrungen aufhängen. Das ist viel zu dürftig. Ich hatte z.B. immer Angst, dass viele Männer Angst vor meiner Qualifikation haben (technisches Studium etc.). Ich hatte es auch noch in verschiedenen Hinsichten optimiert, um global jobtechnisch abgesichert zu sein, und meine Eltern immer unterstützen zu können, und sei es als eigene Hausangestellte mit philippinischen Gehältern in Dubai;o). Meine Angst war nicht notwendig, hat mich dennoch lange blockiert. So ist es mit dem Thema "männliche Jungfrau" für die Betroffenen sicher nicht anders.
Hätte es mich gestört, wenn mein Partner seine Erfahrungen mit "professioneller" Hilfe unterstützt hätte? Solange das vor meiner Partnerschaft passiert wäre, hätte ich damit keine Probleme gehabt. In einer (funktionierenden) Partnerschaft sollte das dagegen keine Option sein.
Wenn man in den orientalischen Bereich schaut, wage ich fast zu behaupten, dass die Menschen, die in der "westeuropäischen" Gesellschaft aufgrund ihrer Charakterzüge und nicht so "freien" Sexualität eventuell das Nachsehen haben/hätten (und das obwohl der ganzen "Freiheiten"), in einer orientalisch geprägteren Gesellschaft dagegen potentiell "die Renner" wären;o).

Ich weiss jetzt nicht, ob mein Beitrag so hilfreich ist/war: Message also noch mal kurz zusammengafasst:
Kopf hoch und Hoffnung nie verlieren (die stirbt nie), neugierig durch die Welt gehen, irgendwann findet sich ein entsprechendes Pendant. Alles Gute!
 

Torsten111

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  • #264
AW: Männliche Jungfrauen?

Hallo djam und alle anderen,
Ich finde deinen Beitrag schon hilfreich. Und ich finde es beruhigend, dass es doch noch Frauen gibt, die eher froh darüber sind, wenn ein Mann eben nicht viel Erfahrung durch zig andere Frauen hat. Denn ich muss mal eins loswerden... Es gibt doch kein größeres Geschenk (außer einem gemeinsamen Kind), was man einem Partner aus Liebe machen kann, als die eigene Jungfräulichkeit! Das sollte etwas besonderes sein, was ich persönlich auch nicht an eine professionelle verschwenden will, nur um Erfahrung zu sammeln. Und ich finde es eher traurig wie die allgemeine Ansicht heutzutage ist. Ist es denn nicht viel schöner mit einem Menschen, den man liebt und vertraut, zusammen Erfahrungen zu machen und auszuprobieren?
Und Männer mit wenig/keiner Erfahrung müssen tatsächlich nicht immer gehemmt oder ohne Selbstbewusstsein sein. Aber auch die beruflichen Sorgen müssen nicht immer der Grund sein. Man sollte sich immer bewusst sein, dass es auch bedeutend schlimmere Einzelschicksale gibt! Bei mir ist es zum Beispiel durch eine völlig isolierte Kindheit gekommen, in der meine Eltern mir jeglichen Kontakt zu anderen gleichaltrigen unmöglich gemacht haben...nur durch übertriebene religiöse Ansichten. Dadurch habe ich einen kompletten, wichtigen Teil in der Entwicklung meiner Persönlichkeit verpasst, was in der Beziehung, auf Frauen zuzugehen, zu Blockaden führt. Ich habe zum Beispiel seit 20 Jahren keinerlei Liebe erfahren...nicht mal eine Umarmung oder eine Berührung! Auch den allerersten Kuss meines Lebens habe ich noch nicht erlebt! Was dazu führt, dass man Schwierigkeiten hat, mit Gefühlen umzugehen.
Aber dennoch gebe ich nicht auf und suche weiter nach der Frau, der es um mich als Mensch geht und nicht darum, wieviel Erfahrung ich habe. Also an alle Betroffenen... Lasst euch nicht unterkriegen oder in eine Ecke drängen! Denn jede, die nur auf Erfahrung guckt, ist oberflächlich und charakterschwach und nicht wirklich an euch als Mensch interessiert! Und immer dran denken...schlimmer geht immer.
 

anaj

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  • #265
AW: Männliche Jungfrauen?

Die Einzelschiksale sind natuerlich bedauernswert. Ich moechte nur einige Bemerkungen machen, ohne darauf im einzelnen einzugehen.

Zitat von Torsten111:
… Ist es denn nicht viel schöner mit einem Menschen, den man liebt und vertraut, zusammen Erfahrungen zu machen und auszuprobieren? …….

Sicherlich ist das etwas wunderschoenes und danach suchen die meisten Menschen. Aber genau das kann man nun mal nicht in jeder Beziehung erleben. Auch das hat viele Gruende. Aber allein die Erkenntnis ist m.M.n. bei der Partnersuche einfach wichtig.
Man muss wissen / lernen, worauf und auf welchen Maennertyp man sich einlassen kann und moechte, um wirklich gluecklich zu sein. Denn es muss nun mal passen, weil man sich von gewissen Ketten der Vergangenheit nicht einfach so befreien kann und weil sich ein Mensch nicht einfach so aendern wird.

Unsere Erziehung und unsere Erfahrungen praegen uns. Das kann man nicht ignorieren. All das macht uns zu dem, wer wir heute sind und wie wir heute auf andere wirken und wen wir anziehend finden und wie wir miteinander umgehen.

Zitat von Torsten111:
….. Denn jede, die nur auf Erfahrung guckt, ist oberflächlich und charakterschwach und nicht wirklich an euch als Mensch interessiert! ……

…….. Aber dennoch gebe ich nicht auf und suche weiter nach der Frau, der es um mich als Mensch geht und nicht darum, wieviel Erfahrung ich habe.

Deine Erziehung und Erfahrung (egal welcher Art) hat Dich zu dem gemacht, der Du heute bist – mit all Deinen Verhaltensweisen, Ansichten und Hemmungen – auch bezueglich der Sexualitaet. Damit wirkst Du auf andere. Erziehung und Erfahrung kann man nicht so einfach abstreifen. (Oder glaubst Du wirklich, dass Du Dich z.B. von der religioesen Einstellung / Erziehung Deiner Eltern losloesen konntest?!)

Warum soll es gleich oberflaechlich sein, wenn uns bestimmte Menschen nicht ansprechen? Hier geht es um Jungfraeulichkeit. In anderen Threads geht es ums Aussehen oder um den Beruf usw. Man kann und muss nicht jedem gefallen. Ich finde es nur interessant wie man das begruenden kann und wie es dazu kam.

Zitat von Torsten111:
…. Denn jede, die nur auf Erfahrung guckt, ist oberflächlich und charakterschwach und nicht wirklich an euch als Mensch interessiert!

Es ist nicht nur die sexuelle Erfahrung, die hier eine Rolle spielt. Es ist sozusagen das Gesamtbild / Gesamtpaket. Das Gesamtpaket schliesst auch die Gruende ein, die zur Jungfraeulichkeit gefuehrt haben.

Ich finde, dass eine Frau charakterstark ist, wenn sie weiss wer zu ihr passt und was ihr gut tut und sie dementsprechend handelt.
 

Torsten111

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  • #266
AW: Männliche Jungfrauen?

Ich finde, dass eine Frau charakterstark ist, wenn sie weiss wer zu ihr passt und was ihr gut tut und sie dementsprechend handelt.[/QUOTE]

Ja der Meinung bin ich ja auch...hab mich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt. Denn ich meinte solche Erfahrungen wie...das eine Frau Interesse zeigt, sich auch gut versteht, bis zu dem Zeitpunkt als es sich zeigt, dass man(n) noch Jungfrau ist. Wenn man aus solchen Gründen fallen gelassen wird, als wäre man ein Mensch zweiter Klasse, dann ist das oberflächlich...vor allem, wenn es menschlich gepasst hat. Wenn man sich in sexueller Hinsicht dann gemeinsam etwas Zeit nimmt, kann es auch da noch perfekt werden...denn man(n) hat ja noch keine Erfahrung. Kurz gesagt, spielt die Erfahrung doch keine Rolle, wenn man sich doch super versteht.
 
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  • #267
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Torsten111:
. Wenn man aus solchen Gründen fallen gelassen wird, als wäre man ein Mensch zweiter Klasse, dann ist das oberflächlich...vor allem, wenn es menschlich gepasst hat.

Kurz gesagt, spielt die Erfahrung doch keine Rolle, wenn man sich doch super versteht.
Logik ist nicht Deine Stärke.
 

Gnom

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  • #269
AW: Männliche Jungfrauen?

Zitat von Torsten111:
hab mich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt. Denn ich meinte solche Erfahrungen wie...das eine Frau Interesse zeigt, sich auch gut versteht, bis zu dem Zeitpunkt als es sich zeigt, dass man(n) noch Jungfrau ist. Wenn man aus solchen Gründen fallen gelassen wird, als wäre man ein Mensch zweiter Klasse, dann ist das oberflächlich...vor allem, wenn es menschlich gepasst hat. Wenn man sich in sexueller Hinsicht dann gemeinsam etwas Zeit nimmt, kann es auch da noch perfekt werden...denn man(n) hat ja noch keine Erfahrung. Kurz gesagt, spielt die Erfahrung doch keine Rolle, wenn man sich doch super versteht.

Ich verstehe mich mit meinen Freunden super.
Zu einer Beziehung gehört wohl etwas mehr.

Wenn ich jemanden kennen lerne, mit dem ich beginne, mich gut zu verstehen und es sich dann heraus stellt, das er auf abartige Sexpraktiken steht und ich mich abwende deswegen, nennt man das dann auch fallen lassen?
Ist das oberflächlich? Sicher nicht.
Wir alle haben unsere Vorstellungen. Und wir gehen alle Kompromisse ein (denke ich mal).
Aber so wie du es darstellst, verlangst du Mitleid.
 

Torsten111

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  • #270
AW: Männliche Jungfrauen?

Naja, wenn ihr meint... Ich dachte, es geht um männliche Jungfrauen und nicht um Typen mit speziellen, abartigen Vorlieben! Denn sich dann abzuwenden, wäre mehr als verständlich. Aber wenn sowas immer gleich erwartet wird, braucht man sich auch nicht zu wundern, keine Chance zu bekommen.
Für mich klingt das alles, als ob ihr eine erfolgreiche Beziehung nur auf ein erfülltes Sexleben reduziert...und das ist traurig. Nur wart ihr alle mal Jungfrauen, das solltet ihr nicht vergessen!