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  • #1

Pansexualität und Bi-Sexualität in monogamen Partnerschaften

Wie funktioniert das in einer monogamen Beziehung? - Ich weiß, dass es ein riesen Vorurteil oder sogar Tabu ist. - Aber ich würde denken, dass dem anderen immer irgendwas fehlt, was ich nicht geben kann.

Pansexuelle Menschen verlieben sich nicht in das Geschlecht, sondern in einen Menschen. - Das hebt irgendwie alles auf. - Auch für den Partner?

Es sind ja auch Lebensvorstellungen und Freiheitswerte, die damit einher gehen, evt. korrelieren könnten. - Bsp: Der Partner geht zu einer Homo-Party, gerne in Schwulen- oder Lesbenclubs oder -Bars, weil dessen soziales Umfeld eben auch da besteht.

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Vermutlich würden uns bei Parship auch bi-sexuell-orientierte Partnervorschläge angezeigt werden, ohne dass wir es wissen. - Müssen wir das überhaupt wissen?
 

Xeshka

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  • #2
Merkwürdige Vorstellungen, denn grundsätzlich verlieben wir uns immer in einen Menschen, können jedoch nicht zu jedem sexuelle Gefühle entwickeln. Manche Menschen sind da offensichtlich breitbandiger oder exotischer veranlagt. Ganz allgemein ziehen sich geschlechtlich Gegensätze an, was ja auch etwas natürliches ist, somit dominant. Dann gibts natürlich noch die Menschen welche sexuelle Gefühle und Liebe weitgehend abtrennen können, somit müssen sie sich kaum oder gar nicht in jemandem verlieben um dennoch etwas sexuelles auszuleben. Das ist dann der typische Hedonismus oder auch eine weitgehend körperlich gelebte Liebe, welche heutzutage sehr dominant ist. Natürlich haben auch diese Menschen welche vorwiegend im Hedonismus sind klare Präferenzen oder finden auch nur etwas bestimmtes anziehend. Klar ist, je mehr wir jemanden lieben oder wir in jemanden verliebt sind desto tiefer ist jegliche Hemmschwelle, was sogar dazu führen kann dass man plötzlich etwas anziehend findet was üblicherweise nicht anziehend ist. So entdecken dann manche Menschen gewisse "neue Präferenzen" wo sie davon überrascht ein könnten. Sie merken dann halt dass es weniger mit dem Geschlecht zu tun hat, ob man sexuelle Gefühle entwickeln kann, als eher mit dem involvierten Menschen... ich denke das geht dann am ehesten in diese "Pansexuelle" u.a. Richtungen.

Ich denke nicht dass die Allermeisten dieser Leute da besondere Vorstellungen haben wegen besonderen Gemeinschaften wo man anscheinend miteinander ähnliches ausleben soll, denn im allgemeinen ist Liebe und sogar Sexualität eine Sache zwischen 2 und um einiges seltener einer kleinen Gruppe gut bekannter Menschen und nicht etwas was man quasi im Klub am konsumieren ist oder nur dort ausleben kann.
 
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Xeshka

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  • #3
Bei mir geht es sexuell eher um feminine oder masculine Züge, wovon mir das Masculine wenig behagt, Das hat nicht unbedingt was mit dem Geschlecht zu tun weil ich selber sehe/fühle mich auch eher als feminin, obgleich ich aufgrund Geschlecht ja in die masculine Richtung gehen sollte. Allerdings, weder bei mir noch bei anderen finde ich es sexuell besonders anziehend, oder überhaupt anziehend, wenn jemand z.B. sowas wie ein Muskelprotz ist. Da spielt es keine Rolle ob das geschlechtlich jetzt eine Frau, ein Mann oder irgendetwas definiertes/undefiniertes mit diesen vielen Muskeln ist, es ist bei allen für mich nicht anziehend. Auch das Geschlechtsorgan kann in so einem Fall keine besondere Anziehung generieren da es einfach nicht der Typ Mensch ist auf denn ich sexuell stehe. Sogar mich selber sehe/fühle ich mich eigentlich nicht als "rein-" oder "primär"-geschlechtlich... das sage ich nur aus "zum besseren Verständnis" damit nicht 90% der Leute nur noch Bahnhof verstehen und nicht mehr wissen was sie lieben sollen.

Rein genetisch habe ich ja auch Bestandteile sowohl weiblich wie männlich, denn Männer haben beide Chromosomen beider Geschlechter, somit kann man das höchstens auf ein Geschlechtsorgan fest eingrenzen (auch hier nicht ohne Ausnahmen), jedoch nicht wirklich auf die reine Genetik. Bei Männern ist es einfach so dass sie aufgrund des Y-Chromosom stets das bestehende X-Chromosom damit "unterdrücken", weswegen das X-Chromosom nicht vollständig oder anders am wirken ist. Das ist jetzt die rein genetische Betrachtung... welche alles andere, vorallem psychisches und geistiges ganz ignoriert. Wir haben auch bis heute Schwierigkeiten ein weibliches Gehirn von einem männlichen Gehirn zu unterscheiden, das ist gar nicht so simpel. Ich denke, das Allermeiste was in unserem Kopf ist, das ist nicht hormonell erzeugt oder rein genetisch sondern es wurde "von Aussen" kultiviert und dadurch stehts verinnerlicht. Und ja, sofern eine Frau gesellschaftliche Chancen kriegt "aufzusteigen" dann ist sie durchaus zu sehr ähnlichen Gedanken und Verhaltensmuster fähig wie auch viele "männliche Bösewichte"... es ist also nicht so dass man per se sagen kann dass nur aufgrund von Geschlecht jemand sanfter oder aggressiver... dominanter, weniger dominant... und überhaupt feminin oder eben masculin ist. Im Gegenteil.... es gibt Männer die können sehr feminin sein, hingegen sind manche Frauen echte "Mannsweiber":.. und auf die stehe ich auch überhaupt nicht, obwohl ja das "gesuchte Geschlecht" stimmen sollte.

Tatsächlich sehe/fühle ich mich als Androgyn und ich erkenne beide oder alle Anteile in mir, wobei ich einfach auf das Feminine stehe, nicht kompliziert. Es ist durchaus möglich dass auch ein sehr femininer Mann drunter sein könne, denn in der Kindheit hatte ich hier schon solche Anziehungen verspürt. Heute als Erwachsener bin ich geistig jedoch stärker festgelegt weil halt eine Frau noch mehr geben kann als das, selbst wenn es nicht sein muss... es hat einfach die grössten Potentiale... und ja, ich mag das Potential.

Vielleicht war das noch hilfreich um Einblicke in andere eher sonderbare Perspektiven oder Gefühle zu erhalten.
 
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Xeshka

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  • #4
Achso ja, wegen "ob man wissen soll ob jemand mehrere Orientierungen hat? Solange man selber zu den Gesuchten gehört sehe ich da grundsätzlich keine Schwierigkeiten. Es ist jedoch klar dass nicht jeder auf Polyamorie, Polygamie oder überhaupt "mehrere gleichzeitige Beziehungen" und/oder gleichgeschlechtliches steht oder damit nicht umgehen kann, deswegen sollte sowas ausreichend deklariert werden.

Also sicher nicht mitteilen "man sei Hetero" und dann kommt plötzlich raus dass man ja eigentlich lieber einen gleichgeschlechlichen Partner möchte und ähnliche Geschichten. Sowas kann dann einen Partner enorm verletzten da man damit ja direkt ihn als Mensch abweist und sofern man jemand wirklich liebt wird man nicht plötzlich nur aufgrund "dem falschen Geschlecht" aus dem Nest gestossen. Das hat wohl sogar den Hang zum "Benutzen" z.B. weil man noch Kinder wollte oder ähnliches, allerdings lieber mit einem Gleichgeschlechtlichen zusammenlebt. Das sind halt typische Ego-Aktionen denn ganz allgemein kann ich sagen, da bin ich mir sehr sicher, dass man nicht urplötzlich "eine neue Präferenz" bekommt. Es kann höchstens sein dass man etwas neues am entdecken ist wie z.B. dass man plötzlich bemerkt dass man ja auch auf gleichgeschlechtliches steht. Das stellt jedoch nicht einen Ausschluss für die alte oder bestehende Präferenz dar, weil wenn das so wäre hätte man diese alte Präferenz gar nie gehabt. Dieses Merkmal, auf was wir stehen, das ändert sich nicht einfach so... das kann man dem Weihnachtsmann erzählen aber nicht mir. Der Mensch kann einfach neue Präferenzen für sich entdecken... das passiert besonders weil ihm ja häufig von Klein auf eingetrichtert wurde dass alles was "Homo" ist illegal, verpönt, moralisch verwerflich ist... bis hin zu krank sogar. Allerdings werden wird nicht urplötzlich das Gefühl kriegen "Ja Nein, eigentlich kann ich meinen Partner ab jetzt nicht mehr lieben da sich mein Geschlecht das ich liebe nun geändert hat", das sehe ich als reinen Humbug an... denn falls das so wäre hätte man NIE eine enge Beziehung, vorallem nicht sexuell, mit diesem zu verpönenden Geschlecht eingehen können. Wie gesagt, solche sehr tief gehende Präferenzen wechseln sich nicht einfach wie ein paar neue Schuhe... das ist etwas grundsätzliches was wie ein Merkmal dem Mensch quasi in die Wiege gelegt wurde. Er kann es jedoch im Laufe seines Lebens entdecken oder eben neu entdecken... nicht mehr aber auch nicht weniger. Er wird deswegen nicht das Alte was er liebt einfach so... nicht mehr lieben, es sei denn er liebt ganz konkret diesen Partner nicht, oder es hatte nur einen Nutzen (möchte Kinder) zum Ziel... und es gab noch nie eine echte Anziehung. Alles sehr unglückliche Zustände... und doch werde ich von dieser Meinung, dass es kein "fliessender Wandel" von sehr ursächlichen Merkmalen gibt, wie z.B. eine bestehende oder verborgene Anziehung, daran festhalten.
 
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  • #5
Sie merken dann halt dass es weniger mit dem Geschlecht zu tun hat, ob man sexuelle Gefühle entwickeln kann, als eher mit dem involvierten Menschen... ich denke das geht dann am ehesten in diese "Pansexuelle" u.a. Richtungen.
Eine interessante Sicht, wenn man den Hedonismus hinzuzieht. - So ganz scharf abgegrenzt ist das alles aus meiner Sicht auch nicht, sondern eher eine Mischung und Präferenz zu irgendwas, in Kopf und Geist, bezüglich einer anderen Person. - Körperlich gibt es wahrscheinlich ehr schärfer abgegrenzte Vorlieben und Abneigungen.

Eine spannende Frag ist, ob man Liebe und Sex tatsächlich voneinander trennen kann, so dass sexuell jeder sein eigenes Ding macht, man aber dennoch füreinander da ist, oder ob das dann nicht eher eine Freundschaft ist.

Freundschaft und Liebe sind auch nicht so scharf voneinander abgegrenzt. - Tragend wäre für mich darin, das Sexuelle, aber eben auch, weil ich monogam bin, eine monogame Beziehung möchte.

Das ist unglaublich kompliziert.

Wie sucht man in sowas das Gespräch, findet man es beim Oninedating? - Wie fällt man bei Parship damit nicht durch ein Raster? 🙈
im allgemeinen ist Liebe und sogar Sexualität eine Sache zwischen 2 und um einiges seltener einer kleinen Gruppe gut bekannter Menschen und nicht etwas was man quasi im Klub am konsumieren ist oder nur dort ausleben kann.
Mit dem Club war das gar nicht so gemeint... - es gibt unterschiedliche Club-Kulturen, nicht immer zählen die auf das Sexuelle ab, sondern auch darauf, dass sich Gleichgesinnte treffen und einfach Zeit miteinander haben.

Was Swingerclubs angeht, musste ich mich da auch erstmal aufklären lassen, dass es nicht primär um sex geht, sondern einigen Menschen auch nur um die Gesellschaft.
 
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  • #6
Bei Männern ist es einfach so dass sie aufgrund des Y-Chromosom stets das bestehende X-Chromosom damit "unterdrücken", weswegen das X-Chromosom nicht vollständig oder anders am wirken ist.
Das mit dem geschlechtsspezifischen und geschlechtsausbildendem Chromosomen kaufe ich nicht ab, denn dann dürfte es bei Frauen ja weniger Tendenz zur Bi-Sexualität geben. - Meiner Erfahrung nach ist das von den Präferenzen eher andersrum. 🙈

Letztendlich ist auch egal, wo es herkommt, wichtiger ist, dass diese Ausprägungen existieren und Sexualität unterschiedlich ist, gesellschaftlich sehr wenig Berücksichtigung findet.

Ich glaube nicht, dass das erst eine Ausprägung der modernen Zeit ist... Erziehungs- und gelebte Rollenmuster haben da Vieles unterdrückt.

Die Wahrnehmung der Menschen ändert sich... Die jetzige Ausprägung des "Ich" ist vermutlich auch nur ein Konstrukt der modernen Psychologie und des Versuchs vom Menschen, den selbst Menschen zu verstehen. - Die Menschheit hat festgestellt, dass das Gehirn viel leistungsfähiger ist... vermutlich auch um "Abnormitäten" sozialen Verhaltens zu erklären, Regeln darin zu finden, was gesellschaftlich "normal" ist...

Das Ego-Denken bewirkt auch, dass Leben und Sterben so wahnsinnigen Eindruck auf uns bekommen haben, die Frage, die sicher jeder ganz alleine im stillen Kämmerchen, im dunklen Raum, stellen müsste lautet: "Wer ist "ich", wer bin ich, was ist, wenn das "Ich" irgendwann weg ist?" - Das hat was vom Begriff und Verständnis für die "Unendlichkeit". - Der Unendlichkeit nähren auch wir als Gesellschaft uns asymptotisch an, im Verständnis zumindest. - Dann gibt es keine Grenzen mehr, aber in meinem Denken auch kein "ich". - Fernöstlich ist man darin kulturell offenbar schon weiter. - Wir haben mit dem "Ich"-Verständnis nur einen Bogen geschlagen, der wohl auch dahin führen wird. Wir waren nur kurz auf Klassenfahrt. 😉

Kann heute überhaut noch jemand wirklich mit sich alleine-sein? - Ich denke da an "Cast Away" mit Tom Hanks, der moderne Robinson Crusoe. - Die meisten Menschen hätten trotz so stark ausgeprägtem gesellschaftlichem "ich" vermutlich nicht diesen Überlebenswillen gehabt.
 
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  • #7
Also sicher nicht mitteilen "man sei Hetero" und dann kommt plötzlich raus dass man ja eigentlich lieber einen gleichgeschlechlichen Partner möchte und ähnliche Geschichten. Sowas kann dann einen Partner enorm verletzten da man damit ja direkt ihn als Mensch abweist und sofern man jemand wirklich liebt wird man nicht plötzlich nur aufgrund "dem falschen Geschlecht" aus dem Nest gestossen.
Haben wir vielleicht eine sexuelle Persönlichkeit? - Fehlt da in der Gesellschaft einfach die Aufklärung?
 

Anthara

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  • #8
Eine spannende Frag ist, ob man Liebe und Sex tatsächlich voneinander trennen kann, so dass sexuell jeder sein eigenes Ding macht, man aber dennoch füreinander da ist, oder ob das dann nicht eher eine Freundschaft ist.
Nun, im Elitepartner-Forum gibt es eine Memberin, die ist mit einem Mann verheiratet (IIRC), aus Liebe, und die hat einen weiteren Mann, für den Sex. Und alle wissen voneiander. Klappt wohl sehr gut.
 
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Xeshka

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  • #9
Man kann es schon trennen weil Liebe ist halt immer irgendwo ein Entwicklungsprozess, also nicht etwas was zack und bumm einfach da ist, zumindest nicht das was über die allgemeine Nächstenliebe welche weitgehend bedinungslos sein sollte hinausgeht.

Ob Liebe immer romantisch sein muss ist dabei absolut nicht gesagt, denn man weiss ja dass Menschen sehr verschiedenes lieben oder eben lieben lernen, selbst wenn es kaum romantische Züge hat. Obgleich ich sicher der romantischen Liebe hohes Potential beibemesse und es wohl idealerweise ein Bestandteil sein sollte.

Oder die andere Frage ist halt eher, ob es ausreicht diese gewissermassen bedinungslose Nächstenliebe kombiniert mit dem hedonistischen Verlangen welches man sexuell entwickeln oder so gesehen auch jemandem weitgehend bedinungslos geben kann, dafür aufzuwenden oder ob man das so "anbieten" oder machen kann ohne dass es einem innerlich belastet. Weil das ist ja etwas sehr intimes, dazu noch bei einem Menschen denn man je nachdem so gut wie garnicht kennt... nur eben auf der Basis dieser "Nächstenliebe" und mögliche hedonistische Anziehungen.

Klar ist jedenfalls, je mehr man jemanden liebt, je mehr Nähe man dadurch vesprührt... desto einfach wird es generell und dazu auch erfüllender, wenn man damit seine Sexualität ausleben kann.

Ich kann mir schon vorstellen dass es klappt wenn man einen festen Partner hat der allerdings sexuell wenig bieten kann obgleich von einer Seite grosses Verlangen da wäre und so gesehen im Einverständis dann ein weiterer Partner dazukommt der diesen Bedürfnissen nachkommen kann und möchte. Es gibt ja auch Menschen die OHNE jede Sexualität (also gänzlich asexuell) in einer für sie erfüllenden Partnerschaft sind. Sex gehört meistens dazu, muss aber nicht. Und bloss weil ein weiterer Partner die fehlende Sexualität am ausleben ist so ist es ja nicht so dass er nicht geliebt wird... man kann mehr als einen Menschen lieben, jedoch wird man ihn wohl anders lieben, halt nicht so wie der erste Partner.

Also, weder muss man alles was zur Liebe gehört deswegen komplett "abtrennen" noch muss es die selbe Form der Liebe sein. Und Freundschaft? Was heisst das genau? Was konkret dazugehört da hat ja auch jeder eine andere Vorstellung davon... bei manchen Leute gehört selbst hier Sex dazu und auch kann sich die Liebe steigern. Also, es ist wirklich sehr schwierig das zu definieren, klar ist... solange alle Partein glücklich sind und man stets offen und ehrlich miteinander umgeht denke ich dass so gut wie alles klappen kann.

Was ich generell stets abrate ist wenn man "hintenrum" solche Affären und Geschichten hat, was leider häufiger vorkommt als wir es gemeinhin vermuten. Das kann, sobald es rauskommt, den Partner enorm verletzen. Es ist oftmals besser wenn man offen das Bedürfnis bekundigt und versucht diesen Mangel gemeinsam zu lösen.
 
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  • #10
Klar ist jedenfalls, je mehr man jemanden liebt, je mehr Nähe man dadurch vesprührt... desto einfach wird es generell und dazu auch erfüllender, wenn man damit seine Sexualität ausleben kann.
Über die Klippe springe ich, da stimme ich dir vollends zu!
solange alle Partein glücklich sind und man stets offen und ehrlich miteinander umgeht denke ich dass so gut wie alles klappen kann.
Das sehe ebenfalls genauso, der gemeinsame Nenner muss gefunden werden... Aus meiner Sicht wird heutzutage jedoch, statt es miteinander zu probieren, stillschweigend der Vorwand für eine Trennung gesucht. - Deswegen enden viele Beziehungen auch so unglaublich bitter oder ersticken bereits im Keim. Unser Enttäuschungslevel ist extrem hoch, viel höher als der Gewinn...

Es gab mal einen Songtext von den Broilers: "In solchen Zeiten liebt man nicht." - In den jetzigen Zeiten voller Frust und Hass muss man sich vom Negativen erstmal frei machen. - Eine Partnerschaft kann das gar nicht leisten.

Liebe ist nicht immer stärker als der Frust und Hass.
 
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Xeshka

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  • #11
Haben wir vielleicht eine sexuelle Persönlichkeit? - Fehlt da in der Gesellschaft einfach die Aufklärung?
Selbstverständlich hat jeder eine Persönlichkeit, wo auch die Sexualität ein Faktor davon ist. Da wir meistens sehr "nach aussen gerichtet" sind so lassen wir uns halt auch vieles von aussen eintrichtern oder vorschreiben, selbst wenn es entgegen dieser eigenen Präferenzen ist. Natürlich wird Hetero weiterhin dominant bleiben, klar ist aber auch dass viele Menschen sexuell viel wandelbarer sind als sie es sich gerne einreden lassen. Ganz einfach weil "gewisses gehört sich nicht", "undenkbar", also es gibt hier klare Tabus welche allerdings stets von Aussen kommen, also kultiviert.

Dominant sehe ich es jedoch eher so dass viele Menschen Hetero UND Homo zulassen könnten (also eine Sexualität unabhängig vom Geschlecht). NUR Homo ist seltener... allerdings gesellschaftlich am stärksten stigmatisiert d.h. mit Urteilen/Vorurteilen behaftet. Allerdings ist das mit dieser neuen "Erkenntnis" noch relativ neu, auch neuer als der Homo-Bereich. Wahrscheinlich weil wir es nur schlecht verstehen können, schlecht zuordnen, schlecht definieren... es widerspricht der gesunden Logik oder dem Verständnis. Man kann es nicht mehr gut einordnen obwohl genau das, diese Einordnung, ja gar nicht notwendig wäre und doch tun wir das immer irgendwo. Und viele Menschen, das ist verständlich, möchten lieber leben und lieben ohne diese ständigen "Zuordnungen" wo man einander automatisch einen gewissen Wert, als Mensch, zuschreibt. Und, sie können dann auch ohne diese Zuordnungen lieben, bis hin zur Sexualität, da es eben am Ende doch nur um den Menschen geht und nicht darum wie der Körper genauer beschaffen ist. Obgleich wir alle bestimmte Präferenzen haben, es muss nicht so strikt sein wie das eigentliche Geschlecht,.., es kann und darf grosszügiger ausgelegt sein. Bei mir ist es grundsätzlich beim femininen Bereich, wie ich schon sagte, was eben nicht gleichbedeutend mit Geschlecht ist.
 
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Xeshka

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  • #12
Das mit dem geschlechtsspezifischen und geschlechtsausbildendem Chromosomen kaufe ich nicht ab, denn dann dürfte es bei Frauen ja weniger Tendenz zur Bi-Sexualität geben. - Meiner Erfahrung nach ist das von den Präferenzen eher andersrum. 🙈
Da verstehe ich diese Logik nicht, denn Frauen haben es genetisch ja einfacher, sie haben ja NUR weibliche Gene. Die Männer haben etwas spezifisches und etwas ausbildendes, es ist stets beides aktiviert, während bei den Frauen meistens etwas deaktiviert ist, es kann jedoch als Backup hinzugezogen werden. Wobei sehr unklar ist ob jetzt die Farbenblindheit aufgrund dem fehlenden Backup der Männer oder aber aufgrund der Einwirkung des Y-Gens entsteht. Klar ist nur dass die Farbenerkennung durch das X-Gen stark beeinflusst wird und das Y-Gen wohl nichts dazu beiträgt. So gesehen haben Männer zwar mehr aktive Gene, Frauen allerdings mehr passive Gene.

Es gibt allerdings noch Variationen die noch mehr Gene haben, sowohl passiv wie aktiv. Von daher immer relativ, Ausnahmen gibt es immer.

Die Tendenz zur Bi-Sexualität sehe ich allerdings eher als gesellschaftlich kultiviert beziehungsweise "ob die Gesellschaft es zulässt oder fördert"; denn obwohl auch Gene und Hormone Wirkungen haben, so ist die Wirkung von dem was wir sozial von Aussen wahrnehmen sehr viel grösser. Es gibt ja Länder da sind Frauen regelrecht verpönt (jetzt ist ein Mädchen geboren, hätte ja soviel lieber ein Junge gehabt) und man versucht sogar sie abzutreiben. Bei uns hingegen tendiert man eher dazu dass man gerne ein Mädchen möchte, weil Frauen bei uns weltweit gesehen gesellschaftlich den wohl höchsten Stand haben; im Beziehungsbereich sogar im Vorteil. Das ist bei den meisten Ländern genau umgekehrt. Es ist also ein Bereich der Soziologie, weniger ein medizinischer Bereich. Je nachdem welches "Ansehen" eine bestimmte Gruppe hat desto liebenswerter empfinden wir es auch... da die Mehrheit nunmal so am lieben ist, wenn auch nicht alle. Die Grundpräferenz verändert sich nicht einfach so aber je besser der soziale Stand einer bestimmten Gruppe ist desto leichter fällt es uns, meistens, hier Verbindungen und Gefühle zu entwickeln. Unabhängig davon ob wir überhaupt sexuelle Gefühle dafür entwickeln könnten.

Wenn wir sozial die Gruppe die ich bin z.B. fauler Hund, Junkie, böser Mann oder sowas... bewusst verpönen dann sinkt auch diese Begehrtheit in der Liebe in meine Richtung, da wir ja soziale Lebewesen sind und uns von Aussen meistens deutlich beeinflussen lassen. Wie immer mit Ausnahmen... aber das sind dann eben seltene Ausnahmen die man nur selten vorfindet.

Letztendlich ist auch egal, wo es herkommt, wichtiger ist, dass diese Ausprägungen existieren und Sexualität unterschiedlich ist, gesellschaftlich sehr wenig Berücksichtigung findet.
Naja, eigentlich ist es ja nicht die Sache der Gesellschaft. Obgleich ich verstehen kann, dass, sofern eine Population seit Jahrzehnten am abnehmen ist da die Frauen kaum noch Kinder oder Familie sich vorstellen können... dann möchte man hier Gegensteuer geben weil irgendwann kommt es in einen roten Bereich wo man sich eingestehen muss dass es gesellschaftlich wohl an etwas mangelt... und Nachwuchs ist überlebenswichtig. Und wie gesagt, auch das ist nichts genetisches... es entsteht aufgrund der Kultivierung.

Ich glaube nicht, dass das erst eine Ausprägung der modernen Zeit ist... Erziehungs- und gelebte Rollenmuster haben da Vieles unterdrückt.
Klar, es ist eher ein "Aufwachen" indem bestimmte Tabus oder Hemmschwellen fallen, ansich eine erfreuliche Entwicklung welche das Leben und Sexualität erweitern können. Man sollte jedoch gucken dass es nicht essentielle Bereiche welches Nachwuchs und Familie ermöglicht zu stark am drangsalieren ist, ansonsten macht man vermutlich etwas falsch. Also, ich halte wenig von radikal geförderten "Freiheitswerten" welche gleichzeitig das Traditionelle verpönen; alles ist wichtig, alles kann eine Berechtigung haben.

Momentan ist unsere Politik keine gute Familienpolitik, fördert deutlich den Egoismus und man muss nicht vehement allen "das Woke" auf die Nase binden oder sogar solche Werte strikt einfordern. Wenn jeder frei sein soll, dann auch all jene welche es eben Traditionell mögen.

Die Wahrnehmung der Menschen ändert sich... Die jetzige Ausprägung des "Ich" ist vermutlich auch nur ein Konstrukt der modernen Psychologie und des Versuchs vom Menschen, den selbst Menschen zu verstehen. - Die Menschheit hat festgestellt, dass das Gehirn viel leistungsfähiger ist... vermutlich auch um "Abnormitäten" sozialen Verhaltens zu erklären, Regeln darin zu finden, was gesellschaftlich "normal" ist...
Das Gehirn ist Segen und Dämon zugleich...
Wer damit umgehen kann hat einen Segen und wer nicht der beschwört Dämonen ohne Ende damit herauf. Also das Gehirn ist tatsächlich der Schlüssel für so vieles... und oftmals ist es besser wenn wir gar nicht denken. Die Liebe entsteht eigentlich von selbst, denn sie ist vom Herz legitimiert... nicht vom Gehirn. Das Gehirn ist ein Potential... ein Expander, der alles verstärken aber leider auch... andersrum bis in den Abgrund verunmöglichen kann. Wer also weiss wie umgehen, mit dem Geist, der hat gewonnen.

Das Ego-Denken bewirkt auch, dass Leben und Sterben so wahnsinnigen Eindruck auf uns bekommen haben, die Frage, die sicher jeder ganz alleine im stillen Kämmerchen, im dunklen Raum, stellen müsste lautet: "Wer ist "ich", wer bin ich, was ist, wenn das "Ich" irgendwann weg ist?" - Das hat was vom Begriff und Verständnis für die "Unendlichkeit". - Der Unendlichkeit nähren auch wir als Gesellschaft uns asymptotisch an, im Verständnis zumindest. - Dann gibt es keine Grenzen mehr, aber in meinem Denken auch kein "ich". - Fernöstlich ist man darin kulturell offenbar schon weiter. - Wir haben mit dem "Ich"-Verständnis nur einen Bogen geschlagen, der wohl auch dahin führen wird. Wir waren nur kurz auf Klassenfahrt. 😉

Kann heute überhaut noch jemand wirklich mit sich alleine-sein? - Ich denke da an "Cast Away" mit Tom Hanks, der moderne Robinson Crusoe. - Die meisten Menschen hätten trotz so stark ausgeprägtem gesellschaftlichem "ich" vermutlich nicht diesen Überlebenswillen gehabt.

Das Konzept "alles ist eins" ist bei uns tatsächlich sehr schlecht ausgeprägt... ansonsten hätten wir ja gar nicht alle diese Kriege (finden es sogar oft toll oder sinnvoll) und obwohl niemand wirklich gerne einsam ist, alleine sind wir gerne. Ich denke schon dass wir in einem besonders egoistischen Zeitalter angelangt sind. Andererseits findet auch eine Art Aufwachen statt, unser Horizont erweitert sich.

Ich denke die Existenzangst ist hoch weil wir zu stark beim Ego sind und uns zuwenig Gedanken um das grosse Ganze machen. Das wird meistens nur als Zahl wahrgenommen... komplett irrational ohne brauchare Aussagekraft mit dem wie Realität wirklich beschaffen ist. Wir sollten also sowohl das Konzept des "Eins" fördern als auch das Konzept von dem wie man Realismus kultivieren und erkennen kann. Diese ganzen irrationalen Konstrukte bringen uns kaum weiter und am Ende kann man nur sagen dass wir noch nie so alleine waren... obwohl wir es anscheinend mögen als eine neu entdeckte Form der Freiheit. Bloss... auf das Alleine sein kann oft auch die Einsamkeit folgen... und das wäre ein schlimmer Zustand. Denn im Grunde sind und bleiben wir soziale Lebewesen und sind gar nicht dafür geschaffen "nur mit uns selber zu sein". Also Robinson ist da eher die Ausnahme und klar nicht massentauglich.

Dazu möchte ich sagen, Zahlen sind stets nur Quantitäten... kann etwas aussagen, muss jedoch nicht. Hingegen die Realität wie sie leibt und lebt... die ist der Qualität verschrieben und dort müsste man die effektive Qualität herausfinden. Tut man das nicht... dann ist es ganz egal welche Quantität wir hier haben... es wird kaum lebenswert sein. Man kann dann auch in einem Dschungel voller Menschen einsam werden... sofern diese Qualität fehlt.
 
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Xeshka

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  • #13
Ok, das mit "alleine sein" ist insofern paradox, weil je stärker wir es einfordern oder ausleben desto stärker kommt auch die Kraft welche gegenstätzlich agiert, ausgleichende Harmonie wo aber nur Disharmonie gefordert wird.. Dadurch verkriechen wir uns immer mehr ins "alleine sein", fast schon als Abwehrreflex... und das Ende vom Lied ist eine Einsamkeit wo man jedoch kaum noch herauskommt denn man gewichtet das Selbst als zu hoch ein um sich davon zu befreien, Erschafft sich am Ende eine Art Gefängnis wo man sich selber einkerkert. Und komischerweise, obwohl man sich davon befreien will so fühlt man sich frei, kann sich jedoch nicht erklären wieso man sich nicht genug frei fühlt, ja sogar Existenzangst kriegt (die Angst um die Eixtenz ist das grösste Gefängnis überhaupt, denn diese Angst beherrscht und bestimmt alles). Danach kommen diese ganzen Sicherheitsvorstellungen wo man sich davon erhofft dass man danach von diesem Zweifel, aufgrund Verfestigung des Ego, erlöst wird... da man sich damit so sicher wiegt wie in Abrahams Schoss. Nur um laufend festzustellen dass je stärker wr uns darauf fokussieren desto schlimmer wird die mangelnde Sicherheit sogar... also komplett kontraproduktiv. Für mich sogar eine pathologische Richtung die sehr schwer in harmonische, gegenseitig rücksichtsvolle, Bahnen zu lenken ist; auch die Liebe erstickend, da wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind und kaum noch aus dieser "roten Zone" rauskommen. So gesehen fehlt sogar der wichtigste erste Schritt um überhaupt "im Eins" zu agieren... und das ist für mich keine besondere Grösse sondern ein Armutszeugnis. Radikale Taten und Gedanken machen dann die Runde um sich davon zu befreien... klar falscher Ansatz denn es ist dadurch ja nur noch beim Ego angesiedelt anstatt wie es gut wäre bei dem was uns alle trägt. Diese Konzept, das Ganze zuzulassen und lieben zu lernen, ist überkritisch und da sind viele Asiaten oder einzelne Nationen uns tatsächlich um einiges weiter.
 
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