Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Beiträge
702
Likes
2
  • #1

Religion

Wie geht Ihr damit um, wenn jemand gläubig ist, ihr jedoch nicht? Kann das gutgehen?
Statt Sonntags kuscheln im Bett zur Messe hetzen? Vor dem Essen beten? Nach dem Essen wilder Sex oder brav unter der Decke?
 

a3a

Beiträge
56
Likes
0
  • #2
Schwierig für mich. Damit das überhaupt möglich ist, erwarte ich einen sehr differenzierten und reflektierten Umgang mit Glauben und darüber hinaus Toleranz gegenüber meinem Atheismus/Agnostizismus. Hie und da könnte ich sogar bereit sein, in eine Messe zu gehen, um wieder aktuellere Eindrücke zu haben, wie Glaube gelebt wird, aber sicher nicht regelmäßig. Vollkommen unerträglich sind für mich jedoch esoterische Anwandlungen jedweder Art.
Mittagsgebete würde ich nicht mögen, eventuell aber schweigend tolerieren; mitbeten käme keinesfalls in Frage. Sex scheint mir im allgemeinen relativ wenig mit Religiosität zu tun zu haben, falls doch (z. B. darf keinen Spaß machen oder nur aus Kinderwunsch) würde mich das nicht weiter stören, weil ich dann sofort Reißaus nähme.

Interessantes Thema im übrigen.
 
Beiträge
220
Likes
1
  • #3
Finde ich auch ein interessantes Thema. Meine ach-so-tolerante Seite findet natürlich, dass alles möglich sein sollte. Meine realistische Seite sagt jedoch: schwierig. Sonntags Messe oder nicht finde ich dabei noch das geringste Problem. Viel wichtiger erscheint es mir, dass man grundlegende Werte und Überzeugungen teilt. Dazu gehört auf jeden Fall das eigene Verhältnis zu Glaube und Spiritualität. Wenn das zu weit auseinander liegt, sehe ich keine gute Chance für eine erfüllende Beziehung.
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #4
Käme auf den konkreten Fall an, aber ich glaube, auf Dauer ginge es nicht. Ich bin ja nicht Atheist, weil noch niemand mit mir "über Gott gesprochen hat", sondern im Gegenteil, genau weil.
 
Beiträge
19
Likes
0
  • #5
Jeder darf seine Religion der Wahl leben wie er mag solange er mich damit in Ruhe lässt.
Eine für mich deutlich bemerkbare Religiösität womöglich noch verbunden mit dem Wunsch ich solle daran teilhaben ist eines der ganz wenigen echten NoGos bei meiner Partnersuche.
Halte mich für einen recht toleranten Menschen aber da käme vermutlich bei mir sehr oft der Wunsch auf die jeweiligen Riten/Gebote/Gebete etc. ironisch bis sarkastisch zu kommentieren.
Nein, das würde nicht gutgehen.
 
Beiträge
545
Likes
1
  • #6
Die Gretchenfrage, sehr interessantes Thema.
Ich bin Agnostiker, jemand der Dinge hinterfragt und selten "glaubt", weder in Bezug auf eine Religion noch überhaupt. Das bedingt fast zwangsläufig eine gewisse Inkompatibilität mit Menschen, die viel und gerne glauben statt Fragen zu stellen und eigene Antworten zu suchen.
Insofern ist eine tief gläubige Partnerin etwas, das ich mir nur sehr schwer bis gar nicht vorstellen kann.
 
Beiträge
18
Likes
0
  • #7
Ich muss schon sagen es ist eine ziemliche Unterstellung zu behaupten, daß gläubige Menschen nicht hinterfragen...
 
Beiträge
404
Likes
1
  • #8
kommt auf die art der gläubigkeit oder ungläubigkeit an.
ich sehe bei derlei dingen von meiner seite aus eher geringe probleme.
meinen erfahrungen nach differieren atheisten, agnostiker und religiöse menschen im mittel nicht, was rationalität, hinterfragen, kritikfähigkeit usw. anlangt. in jeder richtung gibts solche oder solche.
 
Beiträge
18
Likes
0
  • #9
Ich kenne viele gläubige Christen (würde es auch von mir behaupten), die Fragen stellen und Antworten suchen. Ich bin damit aufgewachsen, aber man wird doch in allen Bereichen damit konfrontiert und so habe ich vieles hinterfragt und tue es immer noch. Stupide Gedankengut übernehmen, gibt es leider viel zu oft, aber auch bei den Atheisten.
 
Beiträge
545
Likes
1
  • #10
@Schokomuffin:
Gut, ich hätte präziser formulieren sollen. Selbstredent hinterfragen auch Gläubige Menschen Dinge, sie geben sich jedoch im Zweifel mit Glaubensgrundsätzen als Antwort zufrieden. Ich suche Antworten, die einer wissenschaftlichen Prüfung standhalten, das ist, jedenfalls für mich, eine andere Qualität in Bezug auf Fragestellung und Bewertung möglicher Antworten.
 
Beiträge
545
Likes
1
  • #11
@Schokomuffin:
Natürlich, Atheismus ist im Grunde auch nur eine Form von Gläubigkeit, nämlich die an die Nichtexistenz einer göttlichen Entität. Mit gläubigen Atheisten kann ich im Grunde ähnlich wenig anfangen wie mit gläubigen Theisten, der Unterschied zwischen beiden liegt für mich nur im Glaubensinhalt.
 
Beiträge
404
Likes
1
  • #12
hm, klingt ein wenig nach wissenschaftsauffassung des 19 jahrhunderts. :)
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #13
"Atheismus ist im Grunde auch nur eine Form von Gläubigkeit"

Ach du schei…, jetzt geht das wieder los. Nichtraucher sind auch nur eine besondere Form von Rauchern. Mit rauchenden Nichtrauchern könnte ich allerdings auch nichts anfangen.

Ich glaube nicht an die Existenz einer göttlichen Entität. A-Theismus. Glaubeninhalt: Null.
 
Beiträge
404
Likes
1
  • #14
he, ist mein meerschweinchen eigentlich auch atheist, weil es nicht an die existenz eines theos glaubt?
 
Beiträge
18
Likes
0
  • #15
woher weißt du denn was dein Meerschweinchen glaubt oder nicht glaubt ;-)
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.