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  • #16
für wen das argument unklar sein sollte:
nicht glauben, daß es einen gott gibt, und glauben, daß es keinen gott gibt,ist zweierlei.
mein meerschweinchen vermag erstes, aber nicht zweites.
wer zweites tut, ist atheist. sein glaubensinhalt ist: daß es keinen gott gibt.
mein meerschweinchen ist kein atheist. auch kein theist. auch kein agnostiker.

daß mein meerschweinchen nicht an gott glaubt, weiß ich daher, daß ich einigermaßen weiß, was wissen ist, was glauben heißt, und was ein meerschweinchen ist.
 
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  • #17
Atheismus vs. Agnostizismus

@Andre:
"Ich glaube nicht an die Existenz einer göttlichen Entität. A-Theismus. Glaubeninhalt: Null. "

Ein Atheist glaubt, bei enger Begriffslauslegung, an die Nicht-Existenz einer göttlichen Entität, ein Glaube.
Ein Agnostiker glaubt nicht an die Exitenz einer göttlichen Entität, und er glaubt genauso wenig an deren Nicht-Existenz, ein Nicht-Glaube. Einem pragmatischen Agnostiker ist beispielsweise die Frage nach Existenz oder Nicht-Existenz von "Gott" mehr oder weniger egal, weil er ihr keine Bedeutung für sein Leben beimisst.
 
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  • #18
Agnostiker und Sonstige

Ein wirklich interessantes Thema, leider ein bisschen einseitig diskutiert, deshalb klinke ich mich mal ein.

Also ein Agnostiker ist zunächst mal jemand, der glaubt, dass man genauso wenig beweisen kann DASS es einen Gott gibt wie man beweisen kann dass es KEINEN Gott gibt. Die typische Antwort auf die Frage nach der Existenz eines Gottes wäre: "Das kann man nicht wissen". Folglich muss man es glauben bzw. nicht glauben. Agnostiker können prinzipiell Christen sein, auch wenn das wohl sehr selten vorkommt.

Ich würde mich als so jemanden bezeichnen. Ich gebe euch allen recht, dass es nicht möglich ist, die Existenz Gottes nach menschlichen Maßstäben zu beweisen. Es gibt viele Indizien die dafür sprechen, aber ob einem das zum Glauben reicht oder nicht, ist eben mal wieder jedermanns eigene Sache.

Was Religion bei der Partnersuche angeht: Mit einer überzeugten Atheistin könnte ich mir keine Beziehung vorstellen. Und es ist richtig, dass sich ein Christ schon wünscht, dass der Partner auch mal mit in den Gottesdienst geht. Aber ich erwarte auf keinen Fall, dass eine Partnerin den Glauben so ernst nimmt wie ich. Umgekehrt erwarte ich, dass von einer streng gläubigen Partnerin akzeptiert wird, dass ich liberaler bin (man sollte nicht glauben, wie extrem die Unterschiede und wie vielfältig die Abstufungen sind). Die Wahrscheinlichkeit eine Extrem-Christin (z.B. Charismatikerin) bei Parship anzutreffen, dürfte wohl aber gegen 0 tendieren.
 
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  • #19
nach sinenomines defnition wäre mein meerschweinchen ein agnostiker. da es kein agnostiker ist, stimmt seine definition nicht. im unterschied zu der von sapere aude.
meinem meerschweinchen ist es egal, ob ich oder menschen, mit denen ich zu tun habe, an gott glauben. es versteht sich in diesem punkt mit allen gleichermaßen gut oder schlecht. ein agnostiker, der meinem meerschweinchen nacheifert, indem ihm die gottesfrage völlig egal ist, sollte diesbezüglich so "tolerant"/großzügig sein können wie mein meerschweinchen. den meisten agnostikern ist aber eine metahaltung zur religionsfrage sogar gerade überaus wichtig. insofern eifern sich meinem meerschweinchen nicht nach. sind aber natürlich auch nicth so cool wie es.
 
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  • #20
@mil: Tiere können durchaus abergläubisch sein. Das ist ein Überlebensvorteil. Lieber einmal zu oft weglaufen, weil man "glaubt", ein Rascheln im Gebüsch stamme von einem Raubtier, als einmal zu wenig.
 
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  • #21
das hat weder was mit aberglaube noch mit gottesglaube zu tun.
 
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Erwin

  • #22
Gottesglaube = Aberglaube

Gottesglaube ist Aberglaube, nur für Tiere gut nachvollziehbar zu wenig gewinnbringend ;-).
Schau hier...
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,290219,00.html

Glaube ist ein Schlüsselwort der Religionen. Wer glaubt, der vermutet, der schätzt, nimmt an, denkt... hm, aber was bringt es einem an Vermutungen, Annahmen, Gedankenkonstrukte zu *glauben*, deren Überprüfungsversuche keine nachvollziehbaren Zusammenhänge / Ergebnisse hervorbringen können aufgrund mangelnder Beweismöglichkeiten? Glaube ist so erfunden, dass es irgendwie keiner schafft ihn zu beweisen, noch ordentlich zu widerlegen. In der Wissenschaft finden nur überprüfte und nachvollziehbar gelöste, erforschte und bewiesene Annahmen Aktzeptanz, alles andere bleibt bis zur Klärung ungeklärt.
 
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Erwin

  • #23
dazu noch...

Also Gott ... der Glaube an ihn... ist so erfunden... ;-)
 
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  • #24
erwin, also das ist reichlich naiv, insbesondere deine auffassung davon, was wissenschaft ist und wie sie läuft. "die wissenschaft hat festgestellt", darüber macht man sich doch schon in kinderliedern lustig. immer wieder erstaunlich, wie die leute nur das objekt austauschen: erheben sich über die vermutete naivität bezüglich gottesglauben und glauben dann genauso naiv an "die wissenschaft". - zur weiterbildung empfehle ich: inblicknahme wissenschaftstheoretischer diskussionen der letzten fünfzig jahre. laß mich wissen, wohin dein glaube dich danach weiterführt. kandidaten wären: die zahnfee, die weltverschwörung, das nichts, ...
 
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Erwin

  • #25
Es ist naiv davon auszugehen, dass in der Naturwissenschaft nach überprüfbaren Erklärungen gesucht wird? Du, das Universum existiert unabhängig von den Vorlieben der Menschen. Auch wenn noch so vieles nicht erklärt ist, die Menschheit noch lange braucht, um Erklärungen zu finden... so ein geordnetes Universum braucht zur Erklärung keinen Hokuspokus, keine Ausreden, keinen Aberglauben. Erklärungen müssen überprüft werden können, erst dann unterscheiden sie sich von Vermutungen.
 
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  • #26
Hier wird die eigentliche Frage dieses Threads ja zunehemend ignoriert.

Ich glaube nicht, dass es Andrea darum ging was ein Agnostiker, ein Atheist oder ein Christ ist... Und schon gar nicht darum, was Meerschweinchen und andere Schweinchen glauben.

Die Frage war, wie ihr damit umgeht wenn ein Partner gläubig ist und Ihr nicht oder umgekehrt und ob das gutgehen könnte.

Die meisten Kommentare sind total am Thema vorbei, das finde ich schade.

Hier also meine Meinung dazu: ich glaube, dass es nur bedingt gutgehen kann. Wenn jemand sein Leben auf christlichen Grundsätzen aufbaut und z.B. auch die Kinder so erziehen möchte, dann funktioniert das nicht mit jemandem der dem ganzen total anti gegenüber steht.

Es kann aber funktionieren, wenn der Partner zwar nicht gläubig ist, aber eher einfach gar keine Meinung dazu hat. Halt nicht ablehnend.

Schwierig auch, wenn jemand gerne eine kirchliche Trauung möchte.Und zwar nicht weil das Ambiente in der Kirche so schön ist und das weiße Kleid so toll aussieht wenn man durch den Mittelgang schreitet, sondern weil derjenige möchte dass seine Ehe vor Gott geschlossen wird. Oder bei den Katholiken halt überhaupt erst Gültigkeit hat mit einer kirchlichen Trauung.
 
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  • #27
Kein Problem

Ich war mal mit jemandem zusammen, der streng gläubiger Christ war. Das war in jeder Hinsicht eine wundervolle Beziehung - auch in leidenschaftlicher Hinsicht.
Er hat mich zudem für Glaubensfragen begeistert und mich damals auch ein bißchen "angesteckt". Keine Sorge also: das muss kein Hinderungsgrund sein! Solange jemand sich nicht irgendwelchen Lebensregeln unterwirft, die Du nicht teilst und nicht nachvollziehen kannst, und Dich dazu ebenso nötigen will, kann das sehr bereichernd sein.

Eine atheistische Freundin von mir, die in der DDR aufgewachsen ist, ist seit 18 Jahren mit einem gläubigen Katholiken (aus dem Westen) zusammen, der jeden zweiten Sonntag in die Kirche geht. Auch sie vermisst nichts in der Beziehung und empfindet das als sehr bereichernd.
 
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  • #28
Danke, Frau B. !
für das eigentliche Thema.
Bei PS ist ein Mann aus der Neuapostolischen Kirche. Ich habe sehr große Bedenken alleine aufgrund dieser Glaubensgemeinschaft, die das Hitlerregime unterstützt hat, wenn man gewissen Ergebnissen bei Google Glauben schenken darf.
 
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  • #29
Hallo Andrea,

da wäre ich erst einmal ganz gelassen. Zumal auch andere Kirchen sich im 3. Reich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.... Oder diverse Firmen, die heute noch existieren und wo Menschen arbeiten.

Ich habe auch Freunde, die in der Neuap. Kirche sind. Hier kommt es wie bei allen Religionen darauf an, wie "streng" derjenige das betreibt. Mein Freund der (bereits aus dem Elternhaus) in dieser Kirche ist, geht nie zum Gottesdienst. Interessiert ihn nicht, er ist einfach ein nicht praktizierender Neuapostole. Wobei es sich hierbei um eine Kirche handelt, deren Mitglieder teilweise schon ein religiöseres Leben führen. Aber Ausnahmen gibts auch dort.
Und die gibts auch bei den Evangelen, den Lutheranern, Moslems, Katholiken etc. genau wie es in allen Religonen strengere Menschen bis hin zu Fanatikern gibt.

Ich würde das immer individuell von dem Menschen abhängig machen, ob mich seine Religion "stört" oder ob sie in einer potentiellen Partnerschaft keine große Rolle spielt.

Und wenn jemand der in einer eher "kleineren Kirche" ist, bei Parship einen Partner sucht, dann scheint er nicht sooo großen Wert darauf zu legen, dass der Partner unbedingt auch in derselben Kirche ist. Denke ich zumindest.
 
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  • #30
zum Thema zurück...

Ich würde mich selbst als gläubig bezeichnen, engagiere mich in meiner Kirchengemeinde und besuche den einen oder anderen Gottesdienst. Mir ist es eigendlich egal, ob meine Partnerin gläubig ist oder nicht, sofern sie mit mir den christlichen Grundwerten wie z.B. Toleranz, Nächstenliebe u.ä. übereinstimmt.

Den Weg zur Kirche finde ich schon alleine ;)
 
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