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  • #1

Selbstliebe für Singles in der (Dauer-)Datingphase

Will überhaupt noch jemand "normal" haben oder sein?
Sind Langzeitsingles, die die Partnersuche nicht aufgegeben haben, grundsätzlich die gepflegteren Menschen?

Vielleicht hätte das sogar etwas für sich, wenn Letzteres stimmt und sich niemand mehr binden will. (Wir hätten alle "hübschere" Dates und würden gepflegter durch die Welt laufen.)
 

Xeshka

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  • #2
Also, ein Hoch auf deine skurril anmutenden Fragen... sowas muss man erstmal bringen, verkorkst aber dennoch irgendwie interessant und zum Nachdenken zu bewegen.

Öhh... um was geht es jetzt genau? Also du gehst davon aus dass je länger jemand Körbe verteilt desto gepflegter sollte oder könnte er sein? Ich weiss nicht so recht... ich finde es etwas weit hergeholt alles quasi auf eine "Gepflegtheit" zu reduzieren. Sagen wir mal so: Würde ich bei jemanden wirklich etwas sehr liebenswertes spüren und dieser Jemand, also bei mir wohl eine Frau, quasi ganz verdreckt aus einem Sumpf kriechen mit zerzausten Haaren, abgemagert u.a. aber mich unheimlich liebevoll anschauen als sei sie gerade in mich verliebt... ich würde es anziehend finden, selbst wenn kurz danach noch ein zerzauster Hund aus dem Schlamm kriecht und sie sich auf ihn stürzt da sie sich solche Sorgen macht.

Also ne... ich bin kaum auf eine eine allgemeine Gepflegtheit fixiert. Wenn jedoch eines wichtig ist dann würde ich eine gute Mundhygiene empfehlen, das kann immer ein Bonus sein. Alles andere muss nicht zwingend sein, wenn genug Liebe drin steckt.

Hingegen kann ich sagen, also wenn eine Frau mit penetrierendem Blick, hysterisch, kalt u.a. mich anschaut... und mich dann noch irgendwie verurteilt damit... dann kann sie gerade von der Maniküre kommen, die Haare von einem 10 000 EUR Star-Frisör gerichtet... die Zähne alle implantiert und 2x täglich poliert... die Kleider bessere Qualität als die Anzüge der grössten Machtmenschen.... und ich empfinde es dennoch abstossend. Wobei ich dir da ja Recht gebe... sie wird ohnehin einen Korb verteilen da ich gar nicht gut genug sein kann, faul bin, ein Depp und so weiter... also ein unwürdiger ungliebter Mensch. Diese Ansicht wird sie wohl überall in etwa haben und somit wird sie vielleicht nach jedem Date nochmal gepflegter sein und doch nie zur Liebe finden... hach die Ironie. Jedenfalls interessante gedankliche Anstösse hast du da...
 
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Xeshka

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  • #3
Also das Blödste was sie tun könnte ist schon wenn sie picobello aussieht und dann trifft man eine innerliche komplett kaputte Baustelle an, weil das hat so einen seltsamen unehrlichen Kontrast... als versuche man etwas zu kaschieren und dann kommen eben diese brutalen Baustellen, Urteile oder gar Verurteilungen. Teils auch Existenzangst, Sorgen und Nöte... und DAS wenn sie eben picobello aussieht, nebendran vielleicht noch ein fetter Wagen... genug zu Essen und so weiter.... und doch ist sie komischerweise eine innerliche Baustelle und dann noch sehr stark am "picken", obwohl es ihr ja an kaum etwas mangelt und der einzige Mangel scheint der zu sein dass eigentlich kaum jemand gut genug für sie ist, obgleich sie gar nicht soviel zu geben hat als sie es sich ausmalt.. weil im Sein viel weniger da ist als bei diesem ganzen Schein. Das sind für mich wahre Diskrepanzen und solche Verhältnisse treffe ich häufig an, also dass eben das was "zu sein scheint"; kaum damit zusammenpasst mit dem was wirklich ist.

Also man soll sich nicht verstellen, nicht etwas vorgeben was man nicht wirklich ist... sondern guten Mutes genau so sich zu jemandem dazugesellen wie man nunmal ist (leibt und lebt)... zumindest bei mir kommt es klar am besten an, darauf kann die Liebe auch aufbauen, egal wie tief sie anfängt.
 
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  • #4
Sagen wir mal so: Würde ich bei jemanden wirklich etwas sehr liebenswertes spüren und dieser Jemand, also bei mir wohl eine Frau, quasi ganz verdreckt aus einem Sumpf kriechen mit zerzausten Haaren, abgemagert u.a. aber mich unheimlich liebevoll anschauen als sei sie gerade in mich verliebt... ich würde es anziehend finden, selbst wenn kurz danach noch ein zerzauster Hund aus dem Schlamm kriecht und sie sich auf ihn stürzt da sie sich solche Sorgen macht.
Das klingt richtig schön, damit bist du auch einer von den seltenen Exemplaren in der Männerschaft, so wie es @Hoppel nachgesagt wurde. 🙂 Bin bei dir!
 
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  • #5
Hingegen kann ich sagen, also wenn eine Frau mit penetrierendem Blick, hysterisch, kalt u.a. mich anschaut [...] und ich empfinde es dennoch abstossend [...] sie wird ohnehin einen Korb verteilen da ich gar nicht gut genug sein kann, faul bin, ein Depp und so weiter...
Ist schon krass, wie sehr wir alle auf das Äußere fixiert sind.

Übrigens hat sich bei den Fotos was rausgestellt, das ich auch sehr attraktiv finde, Frauen beim Essen, mit einem großen Pizzastück in der Hand oder mit einem aufgegabelten Stück Torte, der Blick ganz woanders. - Das hat was von "Dornröschen". 🙂
 
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  • #6
der einzige Mangel scheint der zu sein dass eigentlich kaum jemand gut genug für sie ist, obgleich sie gar nicht soviel zu geben hat als sie es sich ausmalt.. weil im Sein viel weniger da ist als bei diesem ganzen Schein.
Bei den Menschen, die sowas einfach haben, fällt es gar nicht auf, dass sie es haben, weil sie völlig normal und entspannt damit umgehen.

Ich glaube, darin kannst du gut deinem Feingefühl vertrauen, auch was solche Diskrepanzen angeht.
 
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Xeshka

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  • #7
Fotos sollen so sein wie es wirklich ist, muss gar nicht eine gute Falle machen aber es sollte ehrlich sein. Ich kann ja schlecht eine Puppengöttin lieben, dafür bin ich ja sowieso nie gut genug. Was ich lieben kann ist jemand "denn ich abholen" kann, irgendwo... im Herzen, als vielleicht unvollkommener imperfekter Mensch, aber ja... sowas wie Dornröschen... unschuldig aber eben auch noch auf "den Einen" wartend... sowas empfinde ich sehr anziehend.
 
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  • #8

Der Song übrigens.
 
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  • #9
im Herzen, als vielleicht unvollkommener imperfekter Mensch, aber ja... sowas wie Dornröschen... unschuldig aber eben auch noch auf "den Einen" wartend... sowas empfinde ich sehr anziehend.
Das hat richtig viel mit Prioritäten zu tun, du hast Recht damit, auch wenn das so romantisch klingt... auf den Weg für sich selbst, muss man erstmal kommen. - Dafür muss man auch alleine sein können.

Wer das schnelle Glück findet und es passt, hat wirklich Glück gehabt.

Ich gönne es jedem, nicht ewig darauf warten und diesen Dschungel des Datings durchkämpfen zu müssen! - Der Rest muss halt eine Weile seine Sinne schärfen.

Positiv charakterlich kann einen alles entwickeln, die Partnerschaft, genauso wie's Alleine-Sein. - Negativ geht das aber auch... die Frage ist, was man will und wer man sein will.
 
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Hoppel

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  • #10
Sagen wir mal so: Würde ich bei jemanden wirklich etwas sehr liebenswertes spüren und dieser Jemand, also bei mir wohl eine Frau, quasi ganz verdreckt aus einem Sumpf kriechen mit zerzausten Haaren, abgemagert u.a. aber mich unheimlich liebevoll anschauen als sei sie gerade in mich verliebt... ich würde es anziehend finden, selbst wenn kurz danach noch ein zerzauster Hund aus dem Schlamm kriecht und sie sich auf ihn stürzt da sie sich solche Sorgen macht.
Das klingt richtig schön, damit bist du auch einer von den seltenen Exemplaren in der Männerschaft, so wie es @Hoppel nachgesagt wurde. 🙂 Bin bei dir!
Ups, wenn ich solch einen hartnäckig idealisierten Sermon aufgetischt bekäme, löste das kaum den Eindruck von schön oder Zugehörigkeit aus. Warum sollte mich ein abgemagerter Mensch aus dem Schlamm verliebt anschauen?

Vielleicht regt es zum Nachdenken an, sollte es, denn weder "selten" noch "schön" sind per se Qualitätsmerkmale.

Und wenn man so schön bei der Verallgemeinerung ist, fällt ihr als erstes der Kontext zum Opfer.

BTW, wegen solcher der Veranschaulichung dienenden "Herleitungen" und einigem mehr lese ich die endlosen, ermüdenden, sich immer wieder im Kreis drehenden Monologe nicht mehr. Deren Wert für @Xeshka will ich gar nicht in Frage stellen, für mich ist es uninteressant.
 
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  • #11
Deren Wert für @Xeshka will ich gar nicht in Frage stellen, für mich ist es uninteressant.
Das ist völlig in Ordnung, wenn das für dich so ist! - Mir fällt es im Übrigen sehr schwer, deinen Worten zu folgen, deren eigenes Unverständnis sich offenbar in einer zunehmenden Verkomplizierung deines Ausdrucks äußert.

Ich bin froh, dass ich eine gewisse Ambivalenz darin habe, Menschen zu mögen oder nicht zu mögen... Das eben von dir, war ein für mich das Entscheidungslevel!
 
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Hoppel

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  • #12
Ich bin froh, dass ich eine gewisse Ambivalenz darin habe, Menschen zu mögen oder nicht zu mögen...
Ambivalenz lässt sich ebenfalls hinterfragen, die ist genauso ein Wert, der sich aus dem Kontext ergibt.
In deiner Einschätzung vertust du dich. Meine besten Wünsche begleiten @Xeshka. Hast du schon einmal daran gedacht, dass das hier eine seiner wenigen Möglichkeiten auf soziales Feedback jenseits seiner Blase sein könnte? Also für eine persönliche Entwicklung vielleicht sogar ausgesprochen wertvoll für ihn ist?

Du kannst mir gerne vorhalten mir mangelte es an missionarischem Eifer oder am Helfersyndrom, aber auch dass lässt sich differenziert betrachten. Für die eigene Entwicklung ist jeder selbst verantwortlich. Seine Absicht mag ich annehmen und wünsche ihm alles Gute, nur, deshalb ist geäußerter Unsinn weiterhin Unsinn. Halte ich für wertvoller das zu benennen als - aus welchen subjektiv wohlmeinenden Gründen auch immer - ihn in seiner Blase zu bestätigen.

Aber, das kennst du sicher auch, jeder liest für sich das passende heraus und es mangelt dann auch nicht an entsprechenden Begründungen. Statt dessen könnte man sich um eine grundsätzlich unmögliche Objektivität ^^ im Sinne der Hinterfragung eigener Wahrnehmungen und deren Interpretationen bemühen. Das ist für jeden ein mühsames Geschäft! Das schiene mir ein Qualitätsmerkmal. Dabei ist vor allem die Absicht wichtig. Wie weit jemand auf diesem Weg ist, spielt keine Rolle. Der Weg ist wichtig, dessen Ende wird sowieso niemand erreichen. Das ist etwas was sich vielleicht nicht zwangsläufig bewusst einstellt, es gibt auch eine unbewusste Ebene.
Hättest du diesen Weg als @Xeshka s und meine Gemeinsamkeit genannt, wäre ich bei dir! So ist es etwas geworden, was dir offensichtlich nicht gefallen hat.
Ändert aber nichts und ungeachtet irgendwelcher Interpretationen wünsche ich nicht nur euch beiden ...
live long and prosper!
 
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Xeshka

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  • #13
Warum sollte mich ein abgemagerter Mensch aus dem Schlamm verliebt anschauen?
Warum sollte er das NICHT tun?

Du bist ohne jede Heiligkeit, glaubst an gar nichts was phänomenal oder übernatürlich, unlogisch, sein könnte. Du bist ein bescheidener, sehr profaner Mensch, der nie auch nur eine Halswirbellänge höher als bei der Untersten gucken wird.

Es spielt ja keine Rolle welcher Wirbel, jeder ist dasselbe mit derselben Qualität, also ist sogar egal wenn es nur ein Wirbel ist... spielt alles gar keine Rolle, Hauptsache einen... bloss weil es ein Wirbel ist; wäre ja Schade wenn alle Wirbel weg wären... auch wenn eigentlich totalm egal.

Mich hatte auch schon ein "Säufer"... der betrunken mitten auf der Strasse am wanken war angeschaut als wäre ich sein Erretter und ganz offensichtlich hat er etwas grosses in mir gesehen obgleich ich kaum Grösse erkennen konnte und auch keine Grösse vermitteln. Da stand ich vor ihm, in meinem fetten Auto... er, der Säufer denn ich kaum mag da er noch die letzten Groschen seiner Frau "versäuft", aber er hatte mich angesehen als etwas für ihn heiliges, als jemand der ihm etwas vermitteln könnte: Selbst wenn ich leider nicht diese ubergriffige Art (ungefragt) tolieren konnte. Meine Mutter könnte es aber sie war leider nicht in seinem Visier.

Klar ist, du bist sehr arm und mich, da sehe ich mich lediglich als inkompetent an, jedoch erkenne ich Qualität.

Vielleicht regt es zum Nachdenken an, sollte es, denn weder "selten" noch "schön" sind per se Qualitätsmerkmale.

"Selten" und "schön" sind für dich nur Worte, sie bedeuten dir gar nichts, sind leer, ohne Gehalt, es hat keine nennenswerte Substanz. Weil du nichts, aber auch gar nichts, würdiges und wertiges an diese Worte bindest. Du würdest es sicher noch gerne Worthülsen nennen, so wie auch alle meine Worte, dabei bist du selber wohl deren grösste Hülse (weder selten noch schön)... ironischerweise gesagt. Da du das Leben, den Elan, die Eleganz, das Temperament, die Energie und das was mit diesen Worten verbunden ist, nicht erkennst... es ist halt einfach nur ein Wort, so wie jedes andere, also bedeutet es auch nichts anderes wie alles andere. Den Wert dieses Wortes, die Verbindungen damit... die kommen von dir und erst dann, keinen Deut vorher, erkennst du dann auch dessen Qualität.

Klar, vergiss diese Worte, sie bedeuten dir nichts. Guck dass du soviel Schlamm wie nur möglich aneignen kannst und alles aus dem Schlamm pickst bis du eines Tages darin den Wert erkennen kannst, das wäre sicher eine neue Evolution im Erkennen von "selten" und "schön".

Ambivalenz lässt sich ebenfalls hinterfragen, die ist genauso ein Wert, der sich aus dem Kontext ergibt.

Ungefragter Rat: Hinterfrage besser dich selber und deine komischen Eindrücke und Annahmen die für mich unheimlich von Armut geprägt sind, wo ich in dir mehr Armut erkenne als bei einem Säufer der auf der Strasse wankelt oder bei einer abgemagerten Frau aus dem Schlamm mit nur wenigen Groschen in der Tasche. Insofern... gute Genesung!

Es hat überhaupt nichts, aber auch rein gar nichts, damit zu tun "wo jemand steht" sondern was man in einem Anderen sieht, und genau da ist dein grosser wunder Punkt... denn das was du siehst, das ist weniger als das was ein Blinder mit Taubheit erkennen könnte, vermute ich. Der könnte mich, taub und stumm abtasten und würde dabei wohl mehr erkennen als du es jemals könntest mit deinen "wachen" Sinnen, die eigentlich nur am schlummern sind.

Oft kann ich meine Mutter kaum verstehen, gerade im Beispiel des Säufers der in mir etwas grosses sehen solle... tönt unlogisch für einen zu logischen Verstand. Und wieso überhaupt sollte ich das was er tut "gut finden" oder inwiefern könnte es mich imponieren? Nunja, erst nach sehr langem Nachdenken kam ich eben auch zum Schluss dass sein Respekt, seine Haltung, das Ringen um eine fehlende Heiligkeit, der Schlüssel ist etwas grosses in ihm zu sehen... das konnte ich kaum erkennen aber nachträglich war mir das bewusst geworden.

Bei dir? Sorry ne... immerhin weiss ich jetzt was die absolute Armut ist, vielen Dank. Das hatte ich noch gesucht und jetzt diese merkwürdige Qualität, quasi als Kunstform, gefunden.
 
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Xeshka

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  • #14
Meine besten Wünsche begleiten @Xeshka. Hast du schon einmal daran gedacht, dass das hier eine seiner wenigen Möglichkeiten auf soziales Feedback jenseits seiner Blase sein könnte? Also für eine persönliche Entwicklung vielleicht sogar ausgesprochen wertvoll für ihn ist?

Du kannst mir gerne vorhalten mir mangelte es an missionarischem Eifer oder am Helfersyndrom, aber auch dass lässt sich differenziert betrachten. Für die eigene Entwicklung ist jeder selbst verantwortlich. Seine Absicht mag ich annehmen und wünsche ihm alles Gute, nur, deshalb ist geäußerter Unsinn weiterhin Unsinn. Halte ich für wertvoller das zu benennen als - aus welchen subjektiv wohlmeinenden Gründen auch immer - ihn in seiner Blase zu bestätigen.

Aber, das kennst du sicher auch, jeder liest für sich das passende heraus und es mangelt dann auch nicht an entsprechenden Begründungen. Statt dessen könnte man sich um eine grundsätzlich unmögliche Objektivität ^^ im Sinne der Hinterfragung eigener Wahrnehmungen und deren Interpretationen bemühen. Das ist für jeden ein mühsames Geschäft! Das schiene mir ein Qualitätsmerkmal. Dabei ist vor allem die Absicht wichtig. Wie weit jemand auf diesem Weg ist, spielt keine Rolle. Der Weg ist wichtig, dessen Ende wird sowieso niemand erreichen. Das ist etwas was sich vielleicht nicht zwangsläufig bewusst einstellt, es gibt auch eine unbewusste Ebene.
Hättest du diesen Weg als @Xeshka s und meine Gemeinsamkeit genannt, wäre ich bei dir! So ist es etwas geworden, was dir offensichtlich nicht gefallen hat.
Ändert aber nichts und ungeachtet irgendwelcher Interpretationen wünsche ich nicht nur euch beiden ...
live long and prosper!
Also ich würde diese "Mitleidstour" voller selbstgerechtem Bild begleitet, als etwas übergeordnetes oder so gesehen "sozial Integer" und integriert/zentriert angesehenes humanoides Wesen mit allem was man so braucht um zu imponieren und als "zentral angeschlossen" zu gelten in der Gesellschaft nicht auf die Spitze treiben und auch dein, auf mich kümmerlich wirkendes, Selbstbild nicht überschätzen. Aber okay, andere Leure andere Eindrücke... wahrscheinlich kommt es anderswo als "die grosse Wucht" an... das kann ich echt nicht beurteilen. Jedenfalls bin ich absolut nicht sozial isoliert oder sowas, selbst wenn mein Interessensfeld so riesig ist dass ich bis heute keinen Menschen gefunden habe der das alles mit mir teilen kann, und das werde ich vielleicht auch nie tun... Das muss jedoch nicht kritisch sein, viel wichtiger ist es eine ehrliche und aufrichtige Wertschätzung, eine tiefe Verbundenheit zu verspüren, selbst wenn kein Mensch jemals auch nur ein Bruchteil aller Interessen teilen kann.

Für mich bist du nicht reich, da allerdings diese Wahrnehmung streng subjektiv ist muss das ja nicht für die grosse Masse gelten, die wird wohl in dir etwas reiches oder reichhaltiges erkennen. Ich weiss es nicht; denn ich konnte noch nie etwas mit dieser Masse anfangen... wir hatten uns noch nie verstanden oder waren noch nie ein Herz und eine Seele. Das Zentrum des Sozialen wird sicher nie mein Platz sein, dazu bin ich als Mensch wohl inkompetent und doch bleibe ich mir selber, mit gutem Gefühl, treu.
 
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Hoppel

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Guten Morgen, @Xeshka , live long and prosper.
 
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  • #17
Nichtmal schlecht, passt ausserdem gut in die heutige Zeit.
Ich finde auch, dass dieser Song sehr gut passt... Das Ende des Songs ist der Punkt, aber an den muss man erstmal kommen, auch im Leben.

Warum sollte er das NICHT tun?

Du bist ohne jede Heiligkeit, glaubst an gar nichts was phänomenal oder übernatürlich, unlogisch, sein könnte. Du bist ein bescheidener, sehr profaner Mensch, der nie auch nur eine Halswirbellänge höher als bei der Untersten gucken wird.
Lieber @Xeshka, dass @Hoppel hier hineingezogen wurde, war mein Fauxpas. - Ich habe nicht damit gerechnet, dass das so gegen die Wand geht. - Also bin auch ich Schuld.

Tatsächlich haben Menschen unterschiedliche Sichtweisen und so wie wir beide eben kleine Romantiker sind, die sich eine Beziehung wünschen würden, in der es passt, derzeit im Single-Dasein wachsen, haben Menschen in einer Partnerschaft wie @Hoppel eine ganz andere Sicht darauf. Sie wachsen auch anders und ebenfalls aus ihrer derzeitigen Perspektive darauf. - Irgendeinen Wahrheitsgehalt hat alles und vermutlich umkreisen wir eine "Wahrheit" im Leben nur sehr unscharf.

Was man mitnehmen könnte, von deiner Begegnung mit dem Betrunkenen: Vielleicht ist er ein Feuerwehrmann, Rettungssanitäter, ein Mensch dem das Schicksal verkettet ein paar unschöne Dinge im Leben beschert hat. Vielleicht ist dieser Mann eines Tages derjenige, der einem anderen das Leben retten wird, weil auch er nicht aus dem sozialen Leben ausgeklammert wurde. - Insofern sollte man darin auch seine eigene Sicht überdenken... - Es gibt so viele Menschen, die nur noch wegschauen, sich umdrehen und gehen.

Wir sind soziale Lebewesen, auch wenn wir das manchmal vergessen, irgendwann im Leben, wird jeder mal auf fremde Hilfe angewiesen sein, es zu diesem Zeitpunkt vermutlich egal sein, wer einem hilft.

Ich wünsche uns allen, dass alles, was im Leben kommen wird, die richtige Zeit findet, wenn wir dafür bereit sind.

Vielleicht ersparen wir auch einem anderen Menschen ein mal einen langen Weg. - Jeder tut, was er kann, da gehe von aus.

Liebe Grüße.
 
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