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  • #1

Verpasste Chance?

Vor einigen Tagen lief mir eine OD-Bekanntschaft über den Weg, von der ich in der Nacht darauf träumte. Unsere "Beziehung" war nur kurz aber sehr intensiv. Ich erwachte schlaftrunken mit dem halbbewussten Gedanken, dass es hätte weitergehen können, wenn ich dies und das anders gemacht hätte. Im Wachzustand, weiß ich, dass ich mich dafür zu sehr hätte verbiegen müssen. Aber geschmerzt hat es trotzdem, weil diese "Beziehung" dem, was ich beim OD suche, noch am nächsten gekommen ist.
Diese Begegnung lässt mir keine Ruhe. Ich dachte, dass das für mich erledigt ist. Es ist schwierig mit einem egostischen dominanten Menschen, der glaubt, dass er alles besser weiß und andere Meinungen nicht gelten lässt. Ich hätte mich total verbiegen müssen, damit eine richtige Beziehung daraus wird. Das habe ich mir immer wieder gesagt. Aber die "Beziehung" hatte auch gute Seiten, viel Zärtlichkeit und starke erotische Anziehung. Gemeinsame Hobbys hatten wir auch. Das ist jetzt 3 Monate aus und ich vermisse die zärtliche Nähe sehr. Beim OD hat sich danach nichts passendes gefunden. Davor auch nicht.
Ich bin Mitte 50 und frage mich, ob das das beste ist, was ich noch bekommen konnte.
 
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  • #2
Ich bin Mitte 50 und frage mich, ob das das beste ist, was ich noch bekommen konnte.
Also das würde ich nicht wollen, selbst wenn nichts besseres mehr kommen sollte....
...mit einem egostischen dominanten Menschen, der glaubt, dass er alles besser weiß und andere Meinungen nicht gelten lässt. Ich hätte mich total verbiegen müssen...
Ist doch klar, dass man den guten Seiten hinterhertrauert und es Zeit braucht, einen wirklichen Haken dran zu machen. Hab Geduld mit Dir selbst. Mach ggf. eine OD-Pause und leg dann wieder los.
 
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  • #3
Ich bin Mitte 50 und frage mich, ob das das beste ist, was ich noch bekommen konnte.
Du meinst, den besten Mann, den du noch bekommen kannst?

Ich bin a bissel älter als du und bin da ganz realistisch geworden. Ich schaue mehr auf mich, mache mir mein Leben richtig gut, feiere jeden Geburtstag, jedes Jahr, was ich ohne Pleiten, Pech und Pannen, schwere Krankheiten, geschafft habe richtig gut.

Mein intensiviertes Denken habe ich als An- und Gedenken meines in diesem Frühjahr schnell an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen jungen Liebelings-Neffen. Es ging so schnell mit ihm, es kann so schnell gehen.

Wozu also unnütz Gedanken, Zeit und Bemühungen um solche Männer? Bringt doch nix.

Erst vor zwei Tagen wieder das Drama einer Kollegin von Ehe/Beziehung und Erschöpfung. Und dann werde ich gefragt, warum ich immer so zufrieden wirke und mich freue, wenn ich älter werde.....
 
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  • #4
Du meinst, den besten Mann, den du noch bekommen kannst?

Ich bin a bissel älter als du und bin da ganz realistisch geworden. Ich schaue mehr auf mich, mache mir mein Leben richtig gut, feiere jeden Geburtstag, jedes Jahr, was ich ohne Pleiten, Pech und Pannen, schwere Krankheiten, geschafft habe richtig gut.

Mein intensiviertes Denken habe ich als An- und Gedenken meines in diesem Frühjahr schnell an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen jungen Liebelings-Neffen. Es ging so schnell mit ihm, es kann so schnell gehen.

Wozu also unnütz Gedanken, Zeit und Bemühungen um solche Männer? Bringt doch nix.

Erst vor zwei Tagen wieder das Drama einer Kollegin von Ehe/Beziehung und Erschöpfung. Und dann werde ich gefragt, warum ich immer so zufrieden wirke und mich freue, wenn ich älter werde.....
Du meinst, man sollte sich das Leben so schön wie möglich machen und unliebsame Leute einfach ausschließen, denn wie schnell kann es vorbei sein? Nun ja, um das Leben zu genießen, wollen die meisten einen Partner.

Nach traumatischen Ereignissen, Trauerfällen, Nahtoderfahrung und ähnlichem, findet man oft eine Einstellung wie die deine, aber die hält nicht ewig vor. Irgendwann, so prognostiziere ich, meldet sich der Wunsch wieder, und dann hast du vermutlich nur noch die Auswahl unter den Ladenhütern.

Warum sind oft gerade die dominanten Männer, um die es hier geht, als Partner so beliebt? Was hat Whitney Houston an dem Mann gefunden, der ihr letzten Endes den Tod gebracht hat, oder Amy Whinehouse?

Deine momentane Bedürfnislosigkeit macht dich stark, @IQ84 steckt aber mitten drin in diesem Konflikt.
 
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Deleted member 24797

  • #5
Denkst du, es gibt einen Zusammenhang zwischen dem "freudlos"-Thema und diesem?

Hast du diesem Menschen, eurer Beziehung (und deinen Gefühlen?) insofern eine Chance gegeben, als dass du ihm ganz klar gesagt hast, was du an ihm schwierig findest? Was sich ändern müsste? Habt ihr darüber gesprochen, euch damit auseinandergesetzt?
Vielleicht hat dein Herz das Gefühl, du hättest zu früh aufgegeben und deshalb beschäftigt es dich so sehr?
 
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  • #6
@IQ84 Kann dich gut verstehen. Hatte das selbst - zärtlich erotisch sympathisch - aber (er war nicht egoistisch etc.) irgendwas fehlte, die emotionale Verbindung. Wegen eines Mißverständnisses ist der Kontakt abrupt abgebrochen, hat mich nicht richtig umgehauen - aber manchmal fehlt er mir. Aber ... es ist besser so.
Lieber ALLEIN - als mich zu verbiegen. Nö, ich hab Besseres verdient in meinem Leben.
 
D

Deleted member 21128

  • #7
@IQ84 Gibt es überhaupt die Option, den Faden wieder aufzunehmen? Will er das? Oder trauerst du nur etwas nach?
Falls es das gibt, traust du dir zu, die Beziehung so zu 'führen', dass du dich nicht verbiegst und somit er den Raum bekommt, sich anders zu verhalten?
Das wird dich Kraft und Anstrengungen kosten, aber es könnte sich lohnen.
Und so lange da gerade kein anderer da ist, hast du eigentlich nicht viel zu verlieren.
Viel Glück!
 
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  • #8
Diese Begegnung lässt mir keine Ruhe. Ich dachte, dass das für mich erledigt ist. Es ist schwierig mit einem egostischen dominanten Menschen, der glaubt, dass er alles besser weiß und andere Meinungen nicht gelten lässt. Ich hätte mich total verbiegen müssen, damit eine richtige Beziehung daraus wird. Das habe ich mir immer wieder gesagt.
Du hast diese Beziehung beendet bzw. nicht weiter vertieft, weil es für dich nicht gepasst hat und du nicht DU selbst sein konntest.

Aber die "Beziehung" hatte auch gute Seiten, viel Zärtlichkeit und starke erotische Anziehung. Gemeinsame Hobbys hatten wir auch.
Die guten Seiten gibt es (fast) in jeder Beziehung und irgendwie neigen wir dazu, diese guten Seiten stärker in Erinnerung zu behalten ;).

Das ist jetzt 3 Monate aus und ich vermisse die zärtliche Nähe sehr.
Vermisst du die Nähe und Zärtlichkeit an sich, oder vermisst du seine Nähe/Ihn als Person?

Ich bin Mitte 50 und frage mich, ob das das beste ist, was ich noch bekommen konnte.
Diese Frage kann dir leider niemand eindeutig beantworten. Du könntest
dich auch fragen, ob du eine Chance verpasst jemand anderen kennenzulernen, wenn du die Beziehung zu diesem Mann wieder aufnimmst.

Versuch' herauszufinden, ob es wirklich er ist, der dir fehlt oder ob es eine Beziehung an sich ist.

Wenn du dich dafür entscheidest die Beziehung wieder aufzunehmen, solltet ihr darüber sprechen, warum es vorher nicht geklappt hat, was euch gestört hat und vielleicht findet ihr so einen neuen gemeinsamen Weg.
 
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  • #9
Du meinst, man sollte sich das Leben so schön wie möglich machen und unliebsame Leute einfach ausschließen, denn wie schnell kann es vorbei sein? Nun ja, um das Leben zu genießen, wollen die meisten einen Partner.

Nach traumatischen Ereignissen, Trauerfällen, Nahtoderfahrung und ähnlichem, findet man oft eine Einstellung wie die deine, aber die hält nicht ewig vor. Irgendwann, so prognostiziere ich, meldet sich der Wunsch wieder, und dann hast du vermutlich nur noch die Auswahl unter den Ladenhütern.

Warum sind oft gerade die dominanten Männer, um die es hier geht, als Partner so beliebt? Was hat Whitney Houston an dem Mann gefunden, der ihr letzten Endes den Tod gebracht hat, oder Amy Whinehouse?

Deine momentane Bedürfnislosigkeit macht dich stark, @IQ84 steckt aber mitten drin in diesem Konflikt.
Oh, ein Mann der mir sagen will, wie mein Leben garantiert besser sein wird:eek::rolleyes: und was ich für Bedürfnisse habe und was nicht:rolleyes:.

Du irrst dich gewaltig. Meine angebliche "Bedürnislosigkeit" ist ein starkes Bedürfnis, ein Geschenk, mein Leben nach meinen Bedürfnissen so zu gestalten, wie es mir gut tut. Dieses sich selber was gut tun ist ein starkes Bedürfnis.

Dominante Männer sind nur bei selbstwertschwachen Frauen so beliebt. Schau doch was aus der Whintney und der Amy geworden ist. Die Männer haben denen nicht gut getan. Zudem beide Frauen aus toxischen Familien kamen, nicht umsonst sind so so abgestürzt und haben Fehler bei der Wahl der Männer gemacht, sie kannten ja nix anderes. Bei Whitney hat es sogar so weit geführt, dass ihre Tochter letztendlich auch gestorben ist.

Du gibst also zu, dass es männliche Ladenhüter gibt. Du meinst also damit Männer, die in meinem Alter, vielleicht auch etwa jünger und Single sind, automatisch Ladenhüter sind:eek:?

Was sagt ihr dazu, Traumichnich und die anderen männlichen Single hier?
 
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  • #10
D

Deleted member 21128

  • #13
Und ja, jeder/jede, der/die länger ungewollt single ist (und ich glaube, das sind mehr als es vor sich selbst zugeben) sind letztendlich Ladenhüter - am (angepeilten) Markt zum erwünschten Preis nicht nachgefragt.
:(
Veto!
Vielleicht brauchen sie einfach länger, um dem / der "richtigen" zu begegnen. Vielleicht sind sie scheu, schüchtern, unbeholfen, resigniert, etc. oder haben auch keine Gelegenheit. Vielleicht sind sie auch (zu) anspruchsvoll und wählerisch. Vielleicht hat auch das Quäntchen Glück gefehlt.
 
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  • #15
:(
Veto!
Vielleicht brauchen sie einfach länger, um dem / der "richtigen" zu begegnen. Vielleicht sind sie scheu, schüchtern, unbeholfen, resigniert, etc. oder haben auch keine Gelegenheit. Vielleicht sind sie auch (zu) anspruchsvoll und wählerisch. Vielleicht hat auch das Quäntchen Glück gefehlt.
Ist ja egal warum - Ladenhüter sagt ja nichts über die Ursachen des "nicht an den Mann/die Frau kommens" aus.