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  • #1

Warum es wohl so zusammenfällt, dass die Zuneigung sich nicht die Waage hält?

Wann ist der richtige Moment abzuspringen?
Wie weit ist zu weit?
Welchen Schaden richtet man damit an?
Ist es denn verboten zu lieben, wenn man nicht liebt? Könnt doch auch schön für den anderen sein.
Es geht ja nicht immer um die Zukunft. Manchmal kann es doch auch um die Gegenwart gehen. In der es gerade passt, aber halt nicht ganz.
Nicht an die Zukunft denken, sondern sich in der Zukunft an der schönen verlebten Vergangenheit erfreuen können.
Ohne Gram.
Tränen - ja mein Gott. Warum nicht. Dann aber Freudentränen.
Und mit einem Lächeln.
Schließlich wars ja doch schön.
Wie sollte etwas so schönes, jemals Anlass für Vorwürfe werden können?
Mindestens wäre es unbeholfen, im schlimmsten Fall wohl eine bewußte Überhöhung einer Person von zwei Gleichwertigen (...)
 
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  • #2
Also, warum es dann so ist, dass es zusammenfällt, dass die Zuneigung sich nicht die Waage hält...hängt am Zuneigenden.
Oder, was meinst du denn genau, @Klaus123 ? Z.B. mit "zusammenfallen" = "kaputtgehen" oder = "zusammenfinden"?
 
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  • #3
"zusammenfallen" = "kaputtgehen" oder = "zusammenfinden"?
Gute Frage. Die war mir nicht bewußt, die Doppeldeutigkeit und ich habe die Songtextzeile ja auch aus dem Zusammenhang gerissen.
Zufall - zusammenfällt.
Das ist mir jetzt aber zu einfach. Dass es irgendetwas mit einer von zwei Personen zu tun haben könnte, hab ich mir nämlich auch schon gedacht.... :)
 
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  • #4
Das sieht nur auf den ersten Blick einfach aus, ist aber hochkompliziert, wenn man sich die Qualität anschaut. Der Zuneigende unterliegt einer schmerzhaften und zwar in diesem Bereich, die der Andere nicht mehr fühlt und er das schmerzlich spürt. Somit liegt es natürlich an Beiden, im Zusammenspiel von Zuneigung und Distanz und der jeweiligen Intensität.
Du bist wohl derjenige, der nicht oder weniger liebt? Und jetzt dir überlegst, das könnte doch trotzdem für den Anderen schön sein?
 
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  • #5
Warum es wohl so zusammenfällt, dass die Zuneigung sich nicht die Waage hält?
"Ich bin selbst verwirrt über mein Gefühl, ich halte dich fest;
doch ich bleibe kühl.
Und ich weiß nicht, wann das Eis endlich bricht.
So wie es ist, gefällt es mir nicht.
Wie du weißt ja. Und ich bleibe stumm, und ich frag mich warum.
Und wo der Haken liegt, ist mir nicht klar, eigentlich finde ich dich ganz wunderbar.
Ja ich merke ich bin von dir entzückt, solange es dich nicht erdrückt. Ich empfinde leider nicht wie du.
Will mich öffnen, dabei mache ich zu. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann".

Absichtlich unterschlagen? :)

"Ich mag dich, aber es reicht nicht, kann dir nicht sagen warum".

Nein. Danke.
 
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  • #6
 
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  • #8
Wenn du deutlich spürst, dass du einen Satz machen willst/ musst und dich nicht mehr hinreichend viel dort hält, wo du gerade stehst.


Wenn du ehrlich zu dir und zum anderen bist, gibt es kein zu weit.
Ich bereue keinen der unzähligen Monde, die ich mit hoffnungsloser Liebe verbracht habe.


Keinen. Denn das Leben passiert im Moment und es gibt nichts zu verpassen, solange der Moment gelebt und geliebt, oder auch mal gehasst, wird.


Es geht ja nicht immer um die Zukunft. Manchmal kann es doch auch um die Gegenwart gehen. In der es gerade passt, aber halt nicht ganz.
Es geht immer nur um die Gegenwart. Die Zukunft entsteht nur durch die Aneinanderreihung von Gegenwärtigkeiten und so lange du gegenwärtig bist, ist das gut.
Bist du nicht mehr gegenwärtig, dann spring.


Nicht an die Zukunft denken, sondern sich in der Zukunft an der schönen verlebten Vergangenheit erfreuen können.
Ohne Gram.
Japp. Genau so.


Tränen - ja mein Gott. Warum nicht. Dann aber Freudentränen.
Selbst all die anderen Tränen sind voll OK. Sie zeigen nur, was wichtig ist und was berührt und was es zu schätzen gilt.
Werden sie dramatisiert, werden sie überbewertet.


Ist es denn verboten zu lieben, wenn man nicht liebt? Könnt doch auch schön für den anderen sein.
Nein.
Ja.
Wie schön oder hässlich und lang oder kurz die Gegenwart ist/ dauert, weiß - so oder so - eh niemand.


Wie sollte etwas so schönes, jemals Anlass für Vorwürfe werden können?
Nur wenn Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit (auch bzw. v.a. zu/ mit sich selbst!) verloren gegangen ist.
 
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  • #10
Der Zuneigende unterliegt einer schmerzhaften und zwar in diesem Bereich, die der Andere nicht mehr fühlt und er das schmerzlich spürt.
Da fehlt was, aber ich versteh, was du meinst.
Du bist wohl derjenige, der nicht oder weniger liebt? Und jetzt dir überlegst, das könnte doch trotzdem für den Anderen schön sein?
Das ehrt mich, dass du meinst, ich sei so sehr auf den anderen bedacht und würde es fortführen, nur weil es ihm gut tut. Aber leider nein.
Das Gegenteil ist der Fall. Ich überlege mir, ob es mir gut genug tut um ehrlich sein zu können in der Beziehung. Mit dem Hintergedanken, es natürlich schon dem anderen schön zu machen - aber eben nicht auf meine Kosten. Im Idealfall sind dann beide an der Beziehung gewachsen und gehen schlauer und größer daraus hervor. Schlauer, weil sie wieder besser wissen, was sie wollen, wohin es sie zieht. Größer, weil der jeweils andere das erkannt hat und es für sich umsetzen kann... nutzen kann. Ein Stück am anderen gelernt hat, in sich hineinzuhorchen. Loslassen als Teil der Beziehung sieht - die sich nun ändert, aber niemals verschwinden wird.
Es zeugt doch schon von einer gewissen Reife, wenn jemand nicht um sich schlägt, wie ein Kind, dem sein Spielzeug weggenommen wurde. Die gemeinsame verlebte Zeit als Geschenk empfindet und nicht die verwehrte gemeinsame Zukunft, als Strafe.

Dann räumen wir auch gleich mal mit dem Mythos: "es kommt nichts besseres nach...", auf. Es kommt NUR besseres nach. Denn der Mensch ändert sich. Wird spezifischer, ändert sein Muster, bis das Lebens-Ergebnis eben dem entspricht, wie er es sich vorstellt. Oder vielleicht besser gesagt, bis er fühlt, was er immer fühlen wollte. Und wenns für den anderen dann auch so ist: Jackpot.

Was bringts denn, ewig zu warten, bis das "Eis bricht" - um wieder auf den Songtext zurückzukommen. Den ich in der Tat als sehr gelungene interpretation solcher Situationen sehe. Weil er aufzeigt, dass auch der nicht so Zugeneigte es sich nicht einfach macht. Man mag den Menschen. Und wünscht ihm das Beste.
 
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  • #13
Nein - im Gegenteil! Es freut mich, dass du das Lied kennst.

Das kann ich jetzt nicht zuordnen - wie meinst du das?
Stimmt, das war zusammenhanglos formuliert. "Ich mag dich, aber es reicht nicht, ich weiß nicht warum." Da wäre meine Antwort: Nein. Dann, Danke. Wie soll mit dem Wissen weiter etwas investiert werden, oder wie soll es ausgeblendet werden?

Das Lied beschreibt es doch traurig schön, ob man es selbst mal so gefühlt hat, oder ein merklich ambivalentes Verhalten einem entgegen gebracht wurde. Ich finde, man merkt es, wenns beim anderen nicht reicht.
 
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  • #15
Nicht einfach nur passiv warten.


Aktiv agieren.
Ohne zu verkrampfen.
Rumprobieren.
Locker bleiben.
Austesten.
Neugier, Spaß und Freude dabei haben.
Geduld haben. Mit sich und dem anderen.
Sich selbst und den anderen kennenlernen.
Sich, im wahrsten Sinne des Wortes, begreifen.



Einfach (mehr)mal(s) entschlossen gegen die Wand rennen, auch wenn's blaue Flecke gibt.



Und wenn alles - in der eigenen Macht stehende - versucht wurde, einen klaren und geraden Strich ziehen.




Und irgendwann ein Fazit ziehen und es integrieren.
 
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  • #17
Aber wenn der andere keine Geduld hat, ist das dennoch vergeblich.
Wenn der Andere (gar) keine Geduld hat, ist es eine denkbar einfache Kiste, denn dann steht man nicht mehr miteinander in Verbindung und die Sache ist entschieden.

Soweit ich es erfasse, geht es um die Konstellation, dass man (wie auch immer genau geartet) miteinander in Beziehung steht, es sich aber nicht richtig/ genug/ gleichwertig - und trotzdem irgendwie aktuell noch hinreichend gut - anfühlt.

Ich plädiere für die ausdauernde und einsatzbereite Geduld. Nicht für die träge und kurzsichtige Geduld, die auf die kleine Fee wartet, die über Nacht im Schlaf einfach irgendwann alles magisch und von zauberhand gut macht.

Passivität, Vermeidung, Verdrängung und Ablenkung sind keine Motoren für Veränderung/ Fortschritt, auch wenn sie anscheinend ein Wohlgefühl erzeugen können oder zumindest ein unangenehmes Aufwühlen verhindern.
Aber erst wenn (zumindest ein bisschen) aufgewirbelt wurde, können sich Sandkörner neu sortieren. Unter einer sanften Woge findet keine Ortsveränderung statt.


@Klaus123
Ich denke, du kannst dem Gegenüber die Verantwortung überlassen und ihm vertrauen, für sich selbst entscheiden zu können, was er will und was nicht; und musst nicht paternalistisch schützend für ihn sorgen.
Deine einzige Verantwortung sehe ich darin offen und ehrlich zu sein - dahingehend, was du fühlst aber auch was du bereit bist zu tun/ zu investieren und wo deine Grenzen liegen. Liegen diese Karten offen auf dem Tisch, ist es am Gegenüber, ob er sie akzeptiert.

Meiner Ansicht nach.
 
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  • #18
Liegen diese Karten offen auf dem Tisch, ist es am Gegenüber, ob er sie akzeptiert.
Und daran, ob du dann wiederum seinen Entschluss akzeptieren kannst/ willst, kannst du erspüren ob die Zeit reif ist für deinen Absprung, oder ob du in deinen Gegenüber das Vertrauen setzen kannst, eigenverantwortlich für sich selbst zu entscheiden und dir später keine Vorwürfe zu machen.
 
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  • #20
Ich denke, du kannst dem Gegenüber die Verantwortung überlassen und ihm vertrauen, für sich selbst entscheiden zu können, was er will und was nicht; und musst nicht paternalistisch schützend für ihn sorgen.
Deine einzige Verantwortung sehe ich darin offen und ehrlich zu sein - dahingehend, was du fühlst aber auch was du bereit bist zu tun/ zu investieren und wo deine Grenzen liegen. Liegen diese Karten offen auf dem Tisch, ist es am Gegenüber, ob er sie akzeptiert.
Ja, das denke ich auch.
Da mach ich jemandem zum Vorwurf zu sehr über die Zukunft nachzudenken und dann mach ichs selbst. 😆
Schwamm drüber. Ich freu mich auf heute Abend.
btw:
Wenn wir schon bei Alin Coen Songtexten sind.

"Wo die Liebe hinfällt, steht sie wieder auf", kann man auch auf verschiedene Arten interpretieren.
Sie ist nur zufälliger Gast von unbekannter Dauer. Vermutlich steht sie auf, wenn du sie einlädst länger zu bleiben.
Oder sie ist wie ein Zuschauer. Das Publikum im Theater, in der Oper, im Konzert. Sie applaudiert dem Geschehen. Ist niemals Hauptsache, immer nur Statist. Sie bleibt, wenn ihr gefällt, was sie sieht.

Danke für deine Sicht der Dinge!
Ich wünsche dir, dass deine Umstände so sind, dass du das auch leben kannst und nicht nur schreiben.
 
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  • #22
Danke. Leider nicht. Ich verkörpere die andere Seite. Meine Worte sind demnach auch ein stummer Appell an meinen Gegenüber, während ich um/ für/ gegen/ mit Resignation kämpfe.
Autsch...
Hast ein Rezept?
Ab und an... liegt in der Resignation... im Loslassen, das Quäntchen Etwas, von dem es braucht. Das ist aber natürlich einfach sagen, als Außenstehender.
Alles Gute!
Eins noch - aus eigener Erfahrung:
Es liegt nicht an einem Menschen, es liegt immer am Gefühl.
Natürlich kann ich das nur aus meiner Sicht sagen. Sie dachte zu kämpfen um die Beziehung. Hatte auf alles Antworten. Und mein gefühlter Käfig wurde immer kleiner und ich sah, wie die Tür zu schließen drohte, vermeintlich für immer.
Sie hat losgelassen. Und die Gitter haben sich auch in meinem Kopf aufgelöst. Dass ich mir selbst diesen Käfig gebaut habe - das war mir erst später bewußt.
Man weiß doch nie, was man beim anderen auslöst, man wird den Menschen nie so gut kennen, wie er sich selbst.
Klingt vielleicht Paradox. Aber du wirst seine Probleme nicht lösen können, die ihn daran hindern einen Schritt weiter zu gehen. Da kann dein Lösungsansatz noch so gut sein.
Versuchs mal.
Lass los.
Von Herzen alles Gute euch beiden. Dass jeder von euch beiden den richtigen Weg für sich wählt.
 
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Deleted member 26159

  • #24
Diesem Grundgedanken, dass die Liebe sich nicht die Waage hält in einer eigentlich schönen Beziehung und dass aber kein Grund besteht, zu klagen, kann ich mich anschließen. Und manchmal entsteht die Liebe ja auch noch, nur nicht dann, wenn es erwartet wird.

Ich habe da so gewisse Signalreize - die ich hier nicht erwähnen werde -, wenn "sonst" alles stimmt, dann macht es "schwupp" und ich stehe in Flammen.

Man muss doch nicht gleich alles einreißen, wenn da Respekt ist und Zuneigung, und vielleicht auch so ein bisschen Beschützerinstinkt. Jetzt kommen mir die Tränen, ich halt mal die Klappe.
 
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  • #25
Wofür? Resignation herbeiführen zu können?
Nein, leider nicht. Wenn, dann hätte ich meine Schwierigkeiten nicht.
Vielleicht geht es aber auch gar nicht um Resignation, sondern Akzeptanz.


Da du die Situation nicht kennst, stocherst du im Matsch rum.
Die Kiste ist eine recht einfache:
Wir befinden uns in keiner Beziehung. Auch nicht Beziehungsanbahnung. Es hapert schon am Übergang vom oberflächlichen zum tiefgründigen Kennenlernen. Wir wabern an der Oberfläche rum. Ihm fehlt sein Feuerwerk. Daher möchte er verhindern, dass ich mich in ihn verliebe und deshalb hält er mich auf Abstand. Er erlaubt der Situation nicht, sich dynamisch zu entwickeln.
Dem liegen wohl zusätzlich auch Dinge zu Grunde, die dem nahe kommen, was du beschreibst: Befürchtungen eingeengt/ eingeschränkt zu werden, obwohl diese Befürchtungen nicht im Geringsten irgendeine Quelle in meiner Person haben, sondern nur in ihm selbst ihren Ursprung haben.




Oh, das ist schade. Woher denkst denkst du, kommt so ne Resignation? Wie passiert das?
🤨
Wenn ich das wüsste, müsste ich mich nicht so darum bemühen.
 
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  • #26
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Deleted member 26159

  • #27
Ich kann aber auch die "Gegenseite" verstehen, wahrscheinlich hat sie Angst, und die habe ich auch, Angst zu enttäuschen, selbst enttäuscht zu werden, vor Erwartungsdruck, vor Bindung etc. etc. Vielleicht ist es so am besten, es wird wohl eine schöne und schmerzvolle Erinnerung bleiben.

Sind Leute, die mit "so etwas" locker umgehen können, "stark"? Oder nur simpel gestrickt?

Dass ich ihr egal bin oder geworden bin, glaube ich nicht, das würde nicht passen zu dem, was ich mit ihr erlebt habe, außerdem habe ich "Anhaltspunkte", dass sie auch leidet unter der Situation.

MIr geht es ziemlich gut, ich bin nicht etwa depressiv, das gehört zum Leben, wirklich schlimm ist es nur, wenn man nie gelebt hat.
 
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  • #28
@Syni Mir gefällt Dein Plädoyer für die Geduld, zumal die aktive Geduld. Eine seltene Qualität in hyperaktiven OD-Zeiten. Finde ich.

Dein Ringen um Resignation verstehe ich als den Wunsch, sein Verhalten "final" als unveränderlich akzeptieren zu können, richtig?

Gehört zur aktuellen "Mittelstrecken"-Geduld nicht auch eine gewisse Portion "temporärer" Resignation, also ein Sicheinfügen in nicht Änderbares, hinzu.

Was, wenn dann die Hoffnung endgültig schwindet.
Könntest Du den aktuellen Status auf Dauer akzeptieren.
Oder wäre ein Kontaktabbruch vonnöten.

Oder würde es eine Langstreckengeduld, immer noch mit einem Funken Hoffnung.

Oder könnte finale Akzeptanz (Resignation) der Schlüssel sein, dass der andere mehr Spielraum bekommt "frei" zu entscheiden und um näher zu kommen. Anm.: ich gehe NICHT davon aus, dass Du klammerig bist; manche Männer sind übermäßig enormst sensibel, wenn beim Gegenüber Verliebtheit droht, die riechen auch den letzten Hoffnungsschimmer auf Meilen.

Sind ein paar lose Gedanken.

Es gibt viele Liebesgeschichten, die ihre Zeit brauchten, um in Gang zu kommen. Eine vorhersehbare initiale Zündung gibt es m.E. nicht

Definiere Zeit. Wann wird aus Geduld Starrsinnigkeit. Ich habe da keine Antwort.
 
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Deleted member 26159

  • #29
Der Threadtitel suggeriert, dass Zuneigung das einzige ist, worum es geht. In einer funktionierenden Beziehung spielt aber auch anderes eine Rolle, beispielsweise Macht.

Es ist sehr langweilig, die allseits anerkannten Kriterien für die Art und Weise, wie man miteinander umgeht, in eine Beziehung zu portieren, so, als wäre das eine pure Selbstverständlichkeit. Je geringer die Bildung, desto eher wird das akzeptiert, ich habe sehr gebildete Frauen mit einem "Mordsjob" kennengelernt, die das durchaus hinterfragt haben und Experimenten nicht abgeneigt waren.

Eine Beziehung sollte die Möglichkeit bieten, sich wirklich auszuleben, ob das mit einer einzigen Frau für den Rest des Lebens möglich ist, weiß ich nicht, aber je intelligenter beide sind, desto eher, denn desto weniger kümmern einen irgendwelche Moralvorschriften oder "Einsichten" irgendwelcher Leute, die vielleicht nicht selbstbestimmt genug waren, die sich nicht wirklich hinterfragt haben, was sie wirklich wollen.

In einer Beziehung - wenigstens in einer, in der keine Kinder da sind -, geht es um 2 Leute, und die können und sollten sich geben, was möglich ist. Auf einmal tun sich da in dieser langweilig gewordenen gemeinsamen Herumhockerei ungeahnte Möglichkeiten auf. Meistens endet das mit einer Bauchlandung, die gute alte Moral gewinnt mal wieder, selbst schuld.

Dabei geht es durchaus nicht nur um Sex, um den aber natürlich auch, klar, die Frau, an die ich hierbei denke und die der Grund für meine Beiträge in diesem Thread ist, hat mir nach Ende der Beziehung in einer Mail mal geschrieben, der wahre Grund, weshalb sie sich trennt, sei, dass ich mich ihr nicht untergeordnet habe.

Ich gebe dieser Bemerkung so eine mittlere Wertigkeit, das klingt schon danach, dass sie sich selbst erforscht hat, und das macht mich schon beinah wieder scharf, andere Aspekte spielen da aber auch eine Rolle, sie hat mich mehr gewollt als ich sie.

Die Beiträge in diesem Thread nehmen für mich immer mehr den Charakter von Moralpredigten an, sie werden langweilig und wirken abgestanden, in einer Beziehung muss man auch das Negative rauslassen können, und zwar ohne vorher eigens darauf hinweisen zu müssen, dass das ja erlaubt ist.
 
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Deleted member 26159

  • #30
Etwas überspitzt könnte man vielleicht sagen, dass die Beziehungen, die "halten", entweder auf Lebensangst beruhen - behüte mich der HImmel davor - oder auf "Echtheit".

Und natürlich möchte ich auch nachdenken darüber, möchte meine Gedanken äußern und mich dabei frei fühlen, und wenn Zuneigung wirklich fehlt, ist keine Beziehung möglich, aber das geht noch nicht auf. Das ist nicht ausgewogen.