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  • #1

Warum haben Frauen Angst vor selbstbewussten Männern?

Anlässlich eines anderen Threads möchte ich ebenso diese etwas provokante Frage aufwerfen, da es sonst den Anschein hätte das diese Frage nicht geschlechtsneutral wäre und eben nur Männer oder jetzt Frauen davon betroffen wären.
Meiner Ansicht und Erfahrung nach ist dies nämlich absolut nicht der Fall.
Es liegt primär mal an jedem MENSCHEN selber wie viel Selbstbewusstsein und Mut dieser im Laufe des Lebens erworben hat ...
Ich würde mich als selbstbewussten Mann bezeichnen der sich der Harmonie und Augenhöhe wegen eine ebensolche selbstbewusste Frau wünschen würde ... ;-)
Also an die betroffenen Frauen, die Angst vor selbstbewussten Männern haben, schreibt doch eure Ängste mal einfach nieder ...
 
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  • #2
Naja, du hast es ja schon erwähnt....ist eher geschlechtsneutral...und ich als nichtbetroffene darf ja nix schreiben :)....aber dein Satz:

{Es liegt primär mal an jedem MENSCHEN selber wie viel Selbstbewusstsein und Mut dieser im Laufe des Lebens erworben hat ...]

...ist gut. Da kann ich mitgehen und auch daran, wie man (Gegenüber) damit umgehen kann.

Mhm...."Angst" klingt ja auch immer so schrecklich...übrigens sind Ängste doch behandelbar oder?
 
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  • #4
Zitat von ChrisÖsi:
Also an die betroffenen Frauen, die Angst vor selbstbewussten Männern haben, schreibt doch eure Ängste mal einfach nieder ...
Ersteinmal würde ich ja mal gerne wissen, was du unter selbstbewusste Frauen verstehst. Es gibt da ja unterschiedliche Auffassungen. Finde es aber gut, dass ein Mann mal nach dem "Warum?" fragt. Selbstbewusstsein ist m. E. eine Sache der Erziehung und der Erfahrungen. Jede Frau/jeder Mann, welche mit beiden Beinen fest im Leben stehen, haben ein Selbstbewusstsein. Manche können ihr Selbstbewusstsein gekonnt einsetzen und sich ins Licht rücken. Andere können dies wiederum nicht, weil sie keine "lauten" Typen sind. Es gibt ja auch ruhige Frauen, d. h. die erst "auftauen" wenn sie jemanden kennen. Manchmal ist es auch Unerfahrenheit/schlechte Erfahrungen/Neuanfang, so dass ihr Männer denkt, die Frau hat kein Selbstbewusstsein. Mir hat einmal ein Mann geschrieben, dass Männer etwas mit dem Unsicherheitsfaktor Selbstbewusstsein bei Frauen zu tun haben. Eine Frau wirkt neben einem selbstbewussten Mann auch selbstbewusst und wird sicherlich dadurch auch selbstbewusster, weil sie sich dann attraktiver findet. Gerät Frau, z. B. nur an Männer, die gleich nicht mehr schreiben, wenn ein Bild freigegeben wird oder treiben eben ihre Spielchen, kann das zu Störungen des Selbstbewusstseins führen. Sensible Frauen z. B. nehmen sich vieles zu Herzen, so dass sie dann praktisch eine Mauer hochziehen, um sich zu schützen, wenn man es so schreiben will.
 
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  • #5
Genau dieser Typ von Mann wird doch seitens des Großteils der Frauen präferiert. Das ist jedenfalls der Eindruck, den ich den bisherigen Threads und Diskussionen entnommen habe.
Und Angst haben, ist wohl ohnehin übertrieben ausgedrückt.

Mein aktuelles Frauenbild ist so, dass die Frauen mittlerweile vor gar nichts "Angst" haben, sondern sich kontinuierlich weiterentwickeln, um in sämtliche bisherigen "Männerdomänen" hineinzudrängen. Einerseits um sich unabhängiger zu machen, andererseits um zu beweisen, dass sie auch diese Dinge besser können.

Frauen sind wehrhafter geworden und brauchen keinen "starken Mann an ihrer Seite". Und ein Weichei, das sich hinter ihrem Rücken versteckt, brauchen Sie noch weniger.

Früher stand hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau. Doch mittlerweile steht sie schon lange davor, während er jammert und sich selbst bemitleidet, weil er schlichtweg den Anschluss verpasst hat.
 
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  • #6
Zitat von IMHO:
Mein aktuelles Frauenbild ist so, dass die Frauen mittlerweile vor gar nichts "Angst" haben, sondern sich kontinuierlich weiterentwickeln, um in sämtliche bisherigen "Männerdomänen" hineinzudrängen. Einerseits um sich unabhängiger zu machen, andererseits um zu beweisen, dass sie auch diese Dinge besser können.

Frauen sind wehrhafter geworden und brauchen keinen "starken Mann an ihrer Seite". Und ein Weichei, das sich hinter ihrem Rücken versteckt, brauchen Sie noch weniger.
Das hast du schön geschrieben. Nur zum brauchen ... "starken Mann an ihrer Seite" protestiere ich ein wenig, und stelle mal ganz ketzerisch die Frage, warum wir sonst bei PS sind?! Er darf nur, ich schreibe es mal vorsichtig, nicht "laut" sein. ;)
 
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  • #7
Zitat von Widderfrau:
Das hast du schön geschrieben. Nur zum brauchen ... "starken Mann an ihrer Seite" protestiere ich ein wenig, und stelle mal ganz ketzerisch die Frage, warum wir sonst bei PS sind?!
Die Frauen von heute stehen eben auch zu ihren körperlichen Bedürfnissen und geben offen zu, dass der kleine "Delfin" eben doch nicht die optimale Lösung bestimmer Wünsche ist.
Und Frau möchte sich ja auch testen, beweisen und "reiben" (manchmal sogar körperlich). Und dafür ist ein Mann mal ganz nett. Immer nur unter Frauen ist doch auch öde.

Vor allem kann es da dann wieder zu einem entartenden Wetteifern kommen.
Hatte mal einen Kochkurs für Männer belegt. Der Leiter des Kurses sagte uns, dass er nie wieder einen Kurs für Frauen geben wolle. Das hätte nur Streitereien gegeben, wer was wie besser wisse und könne .....
 
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  • #8
Zitat von vivi:
Mhm...."Angst" klingt ja auch immer so schrecklich...übrigens sind Ängste doch behandelbar oder?
Zu einem gesunden Selbst-Bewusst-sein gehört meiner Meinung auch das Bewusst-sein von eigenen Ängsten dazu.
Ängste sind etwas menschliches und unterscheiden sich in ihrer Richtung und Ausprägung und müssen nicht automatisch therapiert werden.
Eine Person die angibt keine Ängste zu haben ist für mich wenig glaubwürdig und nicht automatisch als stark oder selbstbewusst zu "bewerten".

@IMHO:
Für mich wäre dein aktuelles Fauenbild, bzw. das Zusammenleben einer von dir dargestellten Frau, von ihrer Seite ausgehend hart ausgedrückt partnerschaftsfeindlich, da in einer Partnerschaft eine jegliche Kommunikation auf Augenhöhe stattfinden sollte.
In einer Partnerschaftsanbahnung und auch später sollten sich beide Seiten weder beweisen noch sich der anderen Seite anbiedern müssen.
 
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  • #9
Zitat von ChrisÖsi:
Zu einem gesunden Selbst-Bewusst-sein gehört meiner Meinung auch das Bewusst-sein von eigenen Ängsten dazu.
Ängste sind etwas menschliches und unterscheiden sich in ihrer Richtung und Ausprägung und müssen nicht automatisch therapiert werden.
Eine Person die angibt keine Ängste zu haben ist für mich wenig glaubwürdig und nicht automatisch als stark oder selbstbewusst zu "bewerten".
@IMHO:
Für mich wäre dein aktuelles Fauenbild, bzw. das Zusammenleben einer von dir dargestellten Frau, von ihrer Seite ausgehend hart ausgedrückt partnerschaftsfeindlich, da in einer Partnerschaft eine jegliche Kommunikation auf Augenhöhe stattfinden sollte.
In einer Partnerschaftsanbahnung und auch später sollten sich beide Seiten weder beweisen noch sich der anderen Seite anbiedern müssen.
Da gebe ich dir recht. Ein Bewusstsein von Ängsten gehört zum Selbstbewusstsein unbedingt dazu. In einer Partnerschaft sollte auch jeder über seine Ängste offen reden können, und beide müssen damit gleichermaßen gut umgehen können also auf einer Wellenlänge sein. Eine Kommunikation auf gleicher Augenhöhe muss schon gegeben sein, ohne eine offene Kommunikation beider Parteien geht gar nicht´s. Aber wie kommst du nun darauf, dass Frauen Angst vor selbstbewussten Männern haben?
 
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  • #10
Zitat von ChrisÖsi:
Anlässlich eines anderen Threads möchte ich ebenso diese etwas provokante Frage aufwerfen, da es sonst den Anschein hätte das diese Frage nicht geschlechtsneutral wäre und eben nur Männer oder jetzt Frauen davon betroffen wären.
Das Thema ist übrigens alles andere als Geschlechtsneutral. Denn Frauen haben einen anderen Bezug zu Selbstbewusstsein als Männer, da mitfühlend zu sein bei ihnen nicht als Schwäche gewertet wird und auch allgemein stärker ausgeprägt ist. Daher kommt das Imponiergehabe eher selten vor, ganz im Gegensatz zu den Männern. Wenn Du die Frage also einfach umdrehst, dann läuft es darauf hinaus, dass Frauen dieses Imponiergehabe oft nicht austehen können und gerne einen Bogen um Männer machen, die sich das Prädikat "Selbstbewusst" selber geben.
 
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  • #11
Zitat von Victor:
Das Thema ist übrigens alles andere als Geschlechtsneutral. Denn Frauen haben einen anderen Bezug zu Selbstbewusstsein als Männer, da mitfühlend zu sein bei ihnen nicht als Schwäche gewertet wird und auch allgemein stärker ausgeprägt ist. Daher kommt das Imponiergehabe eher selten vor, ganz im Gegensatz zu den Männern. Wenn Du die Frage also einfach umdrehst, dann läuft es darauf hinaus, dass Frauen dieses Imponiergehabe oft nicht austehen können und gerne einen Bogen um Männer machen, die sich das Prädikat "Selbstbewusst" selber geben.
Jup, da hast du recht.
 
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  • #12
Zitat von Victor:
Das Thema ist übrigens alles andere als Geschlechtsneutral. Denn Frauen haben einen anderen Bezug zu Selbstbewusstsein als Männer, da mitfühlend zu sein bei ihnen nicht als Schwäche gewertet wird und auch allgemein stärker ausgeprägt ist. Daher kommt das Imponiergehabe eher selten vor, ganz im Gegensatz zu den Männern. Wenn Du die Frage also einfach umdrehst, dann läuft es darauf hinaus, dass Frauen dieses Imponiergehabe oft nicht austehen können und gerne einen Bogen um Männer machen, die sich das Prädikat "Selbstbewusst" selber geben.
Du meinst mit "nicht geschlechtsneutral", daß Frauen eher einen Bogen machen um Männer, die sich das Prädikat "selbstbewußt" selber geben, als Männer einen Bogen um Frauen, die sich das Prädikat "selbstbewußt" selber geben?
Das scheint mir doch eher ne Meinung zu sein. Ich würd sie zurückgeben.
 
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  • #13
Kochkurs für Männer ist doch total 80th.
 
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  • #14
Zitat von Heike:
Du meinst mit "nicht geschlechtsneutral", daß Frauen eher einen Bogen machen um Männer, die sich das Prädikat "selbstbewußt" selber geben, als Männer einen Bogen um Frauen, die sich das Prädikat "selbstbewußt" selber geben? Das scheint mir doch eher ne Meinung zu sein. Ich würd sie zurückgeben.
Findest Du? Meiner Meinung nach ist Selbstüberschätzung ein eher männliches Problem. Wie ist das eigentlich mit Deiner Meinung? Mir ist aufgefallen, dass Du in vielen Diskussionen den idealistischen Standpunkt wählst. Ist Heike wirklich diese gandenlose Idealistin wie sie sich hier im Forum präsentiert, oder ist das nur ein Alter Ego?
 
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  • #16
Zitat von Victor:
Findest Du? Meiner Meinung nach ist Selbstüberschätzung ein eher männliches Problem.
Gerade weil Selbstüberschätzung eher männlich konnotiert ist, wird Selbstüberschätzung Männern eher zugestanden, während es sich bei Frauen umso weniger ziemt. Das ist der Witz.

Hab keine. Statt zu meinen schau ich persönlich lieber hin.

Mir ist aufgefallen, dass Du in vielen Diskussionen den idealistischen Standpunkt wählst. Ist Heike wirklich diese gandenlose Idealistin wie sie sich hier im Forum präsentiert, oder ist das nur ein Alter Ego?
Ich glaube, das ist eher ein Irrtum, mit dem idealistischen Standpunkt.
 
 
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  • #17
Zitat von Widderfrau:
Ja, dass denke ich auch, nur ein sehr geringer Teil an Frauen "leidet" an Selbstüberschätzung. Aber woher "nehmen" die Männer diese Selbstüberschätzung? Wird die ihnen mit in die Wiege gelegt?
Kommt m.E. auf den Blickwinkel drauf an. Was für den Einen Selbstüberschätzung ist, ist für den Anderen normales gesundes Selbstbewusstsein. Sowohl bei Frauen wie bei Männern? Gewisse Veranlagungen werden vererbt, andere werden im Umfeld, Kindheit, Familie usw. geprägt.
 
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  • #18
Zitat von Mentalista:
Kommt m.E. auf den Blickwinkel drauf an. Was für den Einen Selbstüberschätzung ist, ist für den Anderen normales gesundes Selbstbewusstsein. Sowohl bei Frauen wie bei Männern? Gewisse Veranlagungen werden vererbt, andere werden im Umfeld, Kindheit, Familie usw. geprägt.
Jup, da hast du recht. Aber ich finde, bei Männern ist die Selbstüberschätzung ausgeprägter. Ich meine jetzt nicht das gesunde Selbstbewusstsein.
 
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  • #19
Zitat von Heike:
Hab keine. Statt zu meinen schau ich persönlich lieber hin.
Nun, wie schaffst Du es, ALLES zu sehen und nicht nur einen Teil davon? Wirklichkeit und Wahrheit sind bekanntlich Zweierlei.
Ich weiss nicht wie es Dir geht, aber ich selber muss mit dem Näherungswert "Meinung" arbeiten.
 
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  • #20
Zitat von Widderfrau:
Ja, dass denke ich auch, nur ein sehr geringer Teil an Frauen "leidet" an Selbstüberschätzung. Aber woher "nehmen" die Männer diese Selbstüberschätzung? Wird die ihnen mit in die Wiege gelegt?
Ein Stück weit ist das wohl auch erblich und gesellschaftlich wie auch erzieherisch bedingt. Aber ich denke, so mit 30 sollte jeder allmählich wissen, wo die eigenen Grenzen liegen und dass nicht jeder ein Gewinner sein kann und schon gar nicht einer sein muss. Doch wie mir scheint, lässt sich mit Mittelmässigkeit generell keine Partnersuche betreiben, weshalb viele versuchen sich davon abzugrenzen, indem sie sich besser darstellen.
 
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  • #21
Ich kenne den Spruch: Wir sehen nicht die Dinge wie sie sind, wir sehen wie wir sind.
Eignet sich aber nur für das esoterische Poesiealbum. Warum, das würde jetzt zu weit führen.

Wirklichkeit und Wahrheit sind jedoch schon eins. Die Wahrheit und die Wirklichkeit sind identisch.
So betrachtet gibt es auch nur Meinung. Sie ist die Interpretation der Wirklichkeit.
Die Wahrheit setzt eine Referenz voraus, an der sie sich messen lässt.
 
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  • #22
Anders formuliert: Subjekt und Objekt stehen in Relation.
 
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  • #23
Wenn jemand behauptet, sein Wissen sei keine Meinung ist das schlicht dialektischer Unsinn. Dient vielleicht gut zur Distinktion, aber zu mehr nicht.
 
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  • #25
Zitat von Heike:
Das Gegenteil zur Meinung besteht nicht darin, ALLES zu sehen, sondern etwas zu SEHEN.
?
Kannst Du das auch begründen?
Bei Dir habe ich eher den Eindruck, Du vertrittst gerne die gegenteilige Position. Wobei die fast beliebig ist. Du bist meist anderer Meinung. Begründen tust das dann oft mit dem angeblichen "Wissen" das Du hast. Und darauf bin oben bereits eingegangen. Wenn Du dann damit nicht mehr weiterkommst, flüchtest Du Dich in das, was ich Heike-Humor nannte.

Versteh' mich bitte nicht falsch, es liegt mir fern, Dir vorzuschreiben, wie Du zu diskutieren hast. Nur: wer so viel Kritik/gegenteilige Ansicht vorträgt, muss sich auch mal Korrekturen anhören. Und das tust ja auch. Sportsgeist hast Du.
 
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  • #26
Zitat von lone rider:
Aber selbstverständlich.

Wenn Du dann damit nicht mehr weiterkommst, flüchtest Du Dich in das, was ich Heike-Humor nannte.
Ja, wenn bei jemand Hopfen und Malz verloren ist, reagiere ich darauf zuweilen mit Humor.

Nur: wer so viel Kritik/gegenteilige Ansicht vorträgt, muss sich auch mal Korrekturen anhören.
Gern. Nur ist halt keine da. Same procedure as yesterday.



 
 
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  • #27
Zitat von lone rider:
Wirklichkeit und Wahrheit sind jedoch schon eins. Die Wahrheit und die Wirklichkeit sind identisch.
Das ist so nicht.
Ich will das an einem Beispiel erklären.
Auf einem Tisch steht eine Tasse, deren Henkel nach Norden zeigt.
Soweit Wirklichkeit
Am Westende des Tisches steht ein Mann, am Ostende eine Frau.
Die Wahrheit des Mannes ist: Der Henkel der Tasse zeigt nach links.
Die Wahrheit der Frau ist: Der Henkel der Tasse zeigt nach rechts.

Wahrheit hat etwas mit wahrnemen zu tun. Ich nehme Wahrheit.
Wahrheit und Wahrnehmung haben eine Wortvervandschaft.

Ein anderes Beipiel: Mein Exmann pflegte körperlich Vereinigung mit anderen Frauen.
Soweit die Wirklichkeit.
Auf meine Frage, ob er mich betrogen hat war seine Antwort:"Ich bin mir keiner Schuld bewusst"

Seine Wahrheit: für ihn ist der reine Beischlaf mit Frauen außerhalb der Ehe kein Betrug
Meine Wahrheit: für mich ist auch der reine Beischlaf mit Frauen außerhalb der Ehe Betrug.

Die z.T. Sehr unterschiedliche Wahrnehmung einer Wirklichkeit hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Ich glaube es waren Loftus & Palmer, 1974, die in einem Versuch die fähigkeit des Ergänzens des menschlichen Gehirns deutlich machten.
Versuchsteilnehner bekamen in einem Film einen kleineren Autounfall vorgeführt.

Eine Woche später mussten sie diesen Unfall beschreiben.
Die TN, die gefragt wurde: Wie schnell waren die Autos, als sie ineinander KRACHTEN, hatten auf einmal sogar Glassplitter gesehen - obwohl es keine gab.

Außerdem kommt es sogar auf die Stimmung an, die an der eigenen Wahrheit bastelt.
Ich habe meinen Exmann gefragt, als wir uns bereits nicht mehr besonders mochten, ob er mich betrogen hat.
Vielleicht (obwohl ich das bei ihm nicht glaube) hätte er anders reagiert, wenn ich das viel eher gefragt hätte......


Die eine Wahrheit gibt es nicht, wohl aber eine Wirklichkeit. Das ist Realität.
Wahrheit (die eigene) setzt Wahrnehmung voraus - die eigene....
 
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  • #28
BelloDonna,
das habe ich doch geschrieben,
Wirklichkeit = Wahrheit. Und die ist immer Interpretation Das Objekt bekommt durch das Subjekt Wahrheit und umgekehrt. Sie stehen in Relation.
Die Interpretation ist dann die Meinung, die Sichtweise.
 
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  • #29
Zitat von BellaDonna:
Ich will das an einem Beispiel erklären.
Auf einem Tisch steht eine Tasse, deren Henkel nach Norden zeigt.
Soweit Wirklichkeit
Am Westende des Tisches steht ein Mann, am Ostende eine Frau.
Die Wahrheit des Mannes ist: Der Henkel der Tasse zeigt nach links.
Die Wahrheit der Frau ist: Der Henkel der Tasse zeigt nach rechts.
Ist das ein Beispiel für eine Meinungsverschiedenheit?
Also, ich hab die ja nicht.
 
 
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  • #30
Ein Erklärungsversuch um Wahrheit und Wirklichkeit auseinander zu bringen.
Es gibt die Wirklichkeit - der Autounfall. Jeder sieht sie (auch aufgrund der Funktion des Gehirns, Bilder passend zu vervollständigen) anders, weil jeder etwas anderes oder besser gesagt einen anderen Teil der Wirklichkeit wahrnimmt und damit seine eigene Wahrheit bildet.
Dazu kommen noch Einstellungen zu Dingen, Stimmung, Gehirnleistung im speziellen - evtl. Erkrankung des Gehirns.
Depressionskranke sehen die gleichen Dinge wie gesunde Menschen, bewerten sie komplett anders und nehmen das dann als ihre Wahrheit. Der gesunde Mensch ist in der Lage, aufgrund des gesunden Stoffwechsels im Gehirn ganz andere Informationen zu verarbeiten.

Da es also eine Wirklichkeit gibt - genau das, was passiert ist - und viele Wahrheiten darüber - da jeder seine eigene hat - können Wirklichkeit und Wahrheit nicht das Gleiche sein.
Ich denke, dass Meinung aus Wahrnehmung, Einstellung zu etwas und all dem anderen gebildet wird. Hat bei manchen oft mit Wirklichkeit nicht viel zu tun - sondern ist ein überstülpen der eigenen Schubladen auf die Wirklichkeit unter dem Deckmöntelchen von Meinung und guten Ratschlägen.......oder so.