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  • #1

Wie lange dauert es, bis Mann über Trennung hinweg ist?

Hallo liebes Forum,

noch so ein "leidiges Thema". Aber mich würden Eure Erfahrungen und Meinung interessieren.

Von der Perspektive des "freien Parts" gefragt und mit folgenden Details: Wie lange dauert es, bis ein Mann, der verlassen wurde, mit Kind, über die Trennung hinwegkommt und welche Einflussfaktoren gibt es?

Es ist schon klar, jeder Mann ist anders, es kommt auf die Umstände an, wer sich getrennt hat, wie und vielleicht auch, ob es "nur" eine Beziehung war oder eine Scheidung, was noch viel komplizierter ist usw. Es heißt ja auch oft, für Männer würde es länger dauern als für Frauen.

Ist ein Mann 2 Jahre nach einer Trennung mit Kind (und eine Affäre dazwischen) bereit für eine neue Beziehung?

Kann man sicher auch nicht allgemein gültig beantworten, aber vielleicht tendenziell und in Prozentsätzen? Also z.B. dass die meisten ab dann wieder emotional fähig sind, sich ernsthaft auf etwas Neues einzulassen? Oder länger?

Wovon hängt es ab, wie ein Mann die Trennung verarbeitet? In meinem Fall sind finanzielle Probleme nicht eine total Blockade für ihn, wie vielleicht bei manchen Männern nach einer Scheidung, aber eher das Emotionale und Organisatorischen, glaube ich.

Ich freue mich auf Eure Meinungen und Erfahrungen.
 
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  • #2
Bei einigen Männern genausolange, wie du gebraucht hast um über deine Trennung hinwegzukommen.
Dann gibt es welche, die haben schneller damit abgeschlossen, als dass du Trennung schreiben kannst und dann gibt es welche, die kommen niemals darüber hinweg, oder brauchen fast das ganze restliche Leben dafür.

Die Faktoren dafür dürften so zahlreich sein, wie die Sterne am Himmel.
Wie jemand mit dem Beziehungsende und mit Beziehung überhaupt umgeht, dürfte definitiv mit seinem "Erwachsen werden" und dem "Beziehung leben" (familiär, partnerschaftlich, freundschaftlich) einhergehen.

Vermutlich würde das Aufstellen eines Checking-Katalogs unendlich länger dauern, als einfach den anderen kennenzulernen und dann zu entscheiden, ob es für einen selbst passt oder eben nicht.
 
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  • #3
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Deleted member 21128

  • #5
@Sonne123999 Wenn ein Mann richtig verliebt ist, ist er auch bereit für eine neue Beziehung. Ist doch völlig egal, wieviel er 'verarbeitet' hat. Er hat ein kleines Kind, d. h. die Mutter wird immer reinfunken. Damit musst du leben.
 
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  • #6
Ich meine ja nicht die 3%, die nach 3 Tagen drüber weg sind, weil sie es mit Ablenkung kompensieren. Ich wollte eher Eure Meinungen hören, wie lange Ihr gebraucht habt in bestimmten Situationen oder jemand, den Ihr gut kennt. Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren? Ich kann ja auch nicht fragen, was ist "normal" bzw. Durchschnitt. Psychologen könnten sicher irgendeinen empirischen Richtwert geben. Bestimmt hat es irgendjemand mal ausgewertet. Und mir persönlich erscheint es schon so, dass nach fast 2 Jahren die meisten weit genug es überwunden haben, dass sie bereit sind, auf eine neue Beziehung einzulassen. Oder was meint Ihr? Bzw. gibt es Anzeichen?
 
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Deleted member 7532

  • #7
Ich meine ja nicht die 3%, die nach 3 Tagen drüber weg sind, weil sie es mit Ablenkung kompensieren. Ich wollte eher Eure Meinungen hören, wie lange Ihr gebraucht habt in bestimmten Situationen oder jemand, den Ihr gut kennt. Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren? Ich kann ja auch nicht fragen, was ist "normal" bzw. Durchschnitt. Psychologen könnten sicher irgendeinen empirischen Richtwert geben. Bestimmt hat es irgendjemand mal ausgewertet. Und mir persönlich erscheint es schon so, dass nach fast 2 Jahren die meisten weit genug es überwunden haben, dass sie bereit sind, auf eine neue Beziehung einzulassen. Oder was meint Ihr? Bzw. gibt es Anzeichen?
Meiner Meinung nach hängt es in erster Linie von der Persönlichkeit ab , aber auch von anderen Faktoren: wie lange hat die vorherige Beziehung gedauert, wie ging sie zu Ende (hat er verlassen, wurde er verlassen)?
Es gibt keinen Standard Wert - das haben dir alle bisher gesagt - und kein Mensch kann dir sagen, ob die Erfahrung, die andere gemacht haben auch nur annähernd auf den Mann, den du kannst, zutrifft (eher nicht).
Und natürlich kannst du fragen - wenn das nicht möglich ist, kannst du die Beziehung gleich in den Wind schreiben.
 
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  • #8
Meiner Meinung nach hängt es in erster Linie von der Persönlichkeit ab , aber auch von anderen Faktoren: wie lange hat die vorherige Beziehung gedauert, wie ging sie zu Ende (hat er verlassen, wurde er verlassen)?
Es gibt keinen Standard Wert - das haben dir alle bisher gesagt - und kein Mensch kann dir sagen, ob die Erfahrung, die andere gemacht haben auch nur annähernd auf den Mann, den du kannst, zutrifft (eher nicht).
Und natürlich kannst du fragen - wenn das nicht möglich ist, kannst du die Beziehung gleich in den Wind schreiben.
Ich wurde zb. letzten Sommer nach fast 9 Jahren verlassen. Mittlerweile bin ich mehr oder weniger darüber. Ich genieße die Vorteile des Single sein. Jetzt bin ich aber langsam bereit für eine neue Beziehung, wen es eine Gelegenheit dafür gäbe ;)
 
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  • #9
Der Mann, um den es geht, sagt Dinge, die eine Beziehungsanbahnung erschweren und ich bekomme aber keine detaillierte Antwort und es ist mir auch zu unangenehm, ewig nachzubohren, wenn da Widerstand ist. Deswegen möchte ich versehen, was dahinter steht. Ob es eine Ausrede ist oder ob er das Zerbrechen seiner Beziehung noch nicht verarbeitet hat. Wie soll ich das jetzt formulieren?
Wenn du schon ein komisches Gefühl hast und am Zweifeln bist, dann würde ich es lassen, auch wenn es schwer fällt. Rede mit ihm - wenn er sich nicht darauf einlässt oder dir keine eindeutigen Antworten gibt, dann weißt du ja auch woran du bist. Ich habe für mich beschlossen, dass ich bestimmte Dinge, die mich ständig zum Grübeln bringen, nicht mehr antun möchte. Jemand, der an seinem Gegenüber sehr interessiert ist, zeigt es auch deutlich - dazu gehört auch das Reden über schwierige Themen. Meine Meinung ;)
 
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  • #10
So lange bis jemand kommt der alles alte und negative vergessen lässt. Wenn ich eine neue Beziehung beginne und nur über meine Ex abläster und sie scheinbar immer noch präsent ist, dann läuft irgendwas falsch
 
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*Andrea*

  • #12
Hmm. Ich frage mich gerade, ob es (bei Mann und Frau, das versteht sich aber eigentlich von selbst, finde ich) genau so lange dauert, eine Trennung zu verarbeiten, bis man es schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Dazu müsste man dem eigenen Schatten in erster Linie mal ernsthaft und ehrlich ins Auge schauen. Manche tun dies bereits vor der Trennung, andere schaffen es ihr Leben lang nie. Das mag an der Übung darin, am Mut oder auch an der Grösse des Schattens liegen. Der Schatten kann wohl auch ganz unterschiedliche Aspekte bedeuten, sei es eigenes Fehlverhalten während der Beziehung, sich über die Beziehung etwas vorgemacht oder auch sich zu wenig darum gekümmert zu haben, oder auch Schwierigkeiten zu haben, wirklich eigenständig zu sein (oder den Partner als eigenständig zu akzeptieren) und deshalb nur schlecht allein leben zu können.

Dies ist eine Hypothese, die ich dazu habe, ich bin aber nicht sicher, ob sie zutrifft. Was meint ihr?
 
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  • #13
Hmm. Ich frage mich gerade, ob es (bei Mann und Frau, das versteht sich aber eigentlich von selbst, finde ich) genau so lange dauert, eine Trennung zu verarbeiten, bis man es schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Dazu müsste man dem eigenen Schatten in erster Linie mal ernsthaft und ehrlich ins Auge schauen. Manche tun dies bereits vor der Trennung, andere schaffen es ihr Leben lang nie. Das mag an der Übung darin, am Mut oder auch an der Grösse des Schattens liegen. Der Schatten kann wohl auch ganz unterschiedliche Aspekte bedeuten, sei es eigenes Fehlverhalten während der Beziehung, sich über die Beziehung etwas vorgemacht oder auch sich zu wenig darum gekümmert zu haben, oder auch Schwierigkeiten zu haben, wirklich eigenständig zu sein (oder den Partner als eigenständig zu akzeptieren) und deshalb nur schlecht allein leben zu können.

Dies ist eine Hypothese, die ich dazu habe, ich bin aber nicht sicher, ob sie zutrifft. Was meint ihr?
Wenn der erste Rauch verzogen ist, und man sich mit der Beziehung ehrlich und kritisch auseinandersetzt, so wird man in der Retrospektive sehen, dass nicht alles Gold war was Glänzt.

Wollte man nur diese schöne Hülle leben, die aber eigentlich schon lange keinen Inhalt mehr hatte. Hätte man es wirklich besser machen können? Und wenn ja, hätte man es gewollt? Hat es einem wirklich das gegeben was man glaubte oder war es nur eine Illusion die man sich selbst vorgespielt hat? Wenn man sich diesen Fragen kritisch stellt, dann wird man das auch hinter sich lassen können ohne Zweifel, und das in kurz bis mittelfristiger Zeit. Egal ob man verlassen hat oder wurde, man liebt diese Person nicht mehr bzw. die andere tut es nicht mehr. Macht es dann Sinn sich mit dieser Person weirer zu beschäftigen? Nein, tut es nicht. Groll, Hass und Eifersucht haben noch niemals irgendetwas Gutes gebracht.
 
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Deleted member 21128

  • #14
Auf jeden Fall mal ne gute Frage, was das eigentlich bedeutet, eine Trennung verarbeitet zu haben. Für mich hieß das, die Ursachen zu erkennen, die Verantwortung beider an der Beziehung und ihrem Scheitern möglichst klar zu sehen und zu akzeptieren (mit einem gewissen Anteil an Verzeihen bei beiden).

Wie du sagst, gibt es Menschen, die sich nie ihren Schatten zuwenden. Die haben aber dann irgendwann die Beziehung auch verarbeitet, halt so gut sie es können.
 
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Deleted member 22408

  • #15
@Sonne123999
Es gibt da schon so etwas wie ein Richtwert für die mentale Verarbeitungszeit, geehrte 'Sonne123999'! Beziehungszeit geteilt durch zwei! Nach einer Beziehungszeit von 10 Jahren bräuchte man eine Verarbeitungszeit von ca. 5 Jahren, um endgültig abgeschlossen zu haben. Beeinflusst wird dieser Richtwert noch dadurch, ob man in dieser Zeit noch Kontakt zum Expartner hat, wenn man
z. B. gemeinsame Kinder hat.