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  • #16
AW: schüchterne frauen

Zitat von laura:
hallo hagenve,

auch frauen können sehr schüchtern sein und das hat mit dem aussehen nicht viel zu tun.
mir geht es jedenfalls oft so und ich kenne es, daß ein mann oft gar nicht kapiert, wenn ich ihn interessant finde.
manchmal sollte man (als mann) nicht gleich aufgeben!
WANN sollte Mann denn aufgeben?

Und wann sollte Mann denn anfangen, wenn keine Signale seitens der "schüchternen" Frau kommen? Einfach mal "Trial and error" spielen"?

Dann gehe ich als Mann also von Frau zu Frau (da diese ja größtenteils aus verschiedensten Gründen keine Signale senden) und "diene mich den Damen an". Unter dem Motto:
"Bist du so gnädig, mich zu nehmen"?

Und die Damen sind in der komfortablen Situation und können sich herablassen, mit dem Mann zu reden, können ihn verbal "abschlachten", mit einem spöttischen Lächeln abservieren oder sich einfach umdrehen und den Mann wie einen dummen Trottel stehenlassen.

Aber der Mann wäre ja kein Mann, wenn er das nicht wegstecken kann. Sein Selbstbewusstsein ist schier unerschütterlich und - tumb wie er ist - handelt er nach seinem (hoffentlich noch vorhandenen) Instinkt und balzt immer weiter, bis ein Weibchen ihn erhört.

Ach, die Welt könnte so einfach sein.
 
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  • #17
AW: Wie überwinden Sie Ihre Schüchternheit?

Schüchternheit ist, denke ich, bei Männern ein viel größeres Problem, da selbst von vielen emanzipierten "Superfrauen" dieser erste Schritt immer noch vom Mann erwartet wird.

Als schüchterner Mann hast du, meiner Meinung nach, keine Chance, irgendeine Frau kennenzulernen. Es sei denn, dass sie dich anspricht. Da können die Freunde und Familie dir tausendmal versichern dass du ja sooo toll bist und niemand versteht, wieso gerade DU keine Frau kennenlernst.

Weil du dich gar nicht erst in die Lage versetzen kannst, die jeweilige Dame mit deinem Charme, deinem Wortwitz, deinen guten Manieren, deiner Eloquenz oder mit anderen Eigenschaften und Attributen zu beeindrucken/überzeugen/begeistern.

Alkohol (in Maßen!) kann helfen. Flirtseminare eventuell auch. Aufreißerbücher, die eigentlich auf ONS abzielen, sind eher weniger hilfreich. Hier muss man schon sehr aus den Tipps selektieren.

Und was ich immer wieder lese: es kommt nicht darauf an, wie du AUSSIEHST oder WAS du sagst, sondern WIE DU DICH präsentierst.

Offenheit, POSITIVITÄT, Humor, Lebensfreude - das sind die Dinge, denke ich, die ganz wichtig sind. Leute, die Menschen einfach mögen, neugierig sind und einfach andere Menschen kennenlernen wollen (ohne Hintergedanken an Beziehung, Sex o.ä.) sind hier ganz klar im Vorteil. Die gehen unbefangen auf Leute zu und quatschen einfach drauf los.

Jemand, der sich diesbezüglich schwer tut, überlegt 1000 Mal, ob er's nun tun soll oder nicht und was er sagen könnte und war er sagen sollte, wenn SIE das und das macht/tut/sagt etc.

Das ganze Kennenlernen ist bei vielen total "verkopft", weil zum Teil große Hoffnungen an dieses eine Ansprechen gehängt werden, auf das Mann vielleicht Monate gewartet, gehofft, ja, sogar dafür gebetet hat.

Kommt es dann zur Absage, ist Mann erstmal völlig konsterniert und geknickt. Kann sich also noch schwerer zum nächsten "ersten Schritt" durchringen, wird noch unsicherer.

Wenn sich nicht zwischenzeitlich mal positive Erlebnisse einstellen, kleine Erfolgsgeschichten, dass man zumindest mal ein positives Feedback bekommt, kann leicht eine nach unten gerichtete Spirale daraus werden.

Ich stelle fest, dass das Kennenlernen im RL noch nie so schwer war, wie heute. Wenn Frauen früher (z.B. Generation 194..) weggegangen sind, dann WOLLTEN die tanzen. Wenn die aufgefordert wurden, waren die meisten froh, dass ein Tanzpartner da war.

Heutzutage weiß MANN doch überhaupt nichts mehr. Frauen gehen weg und haben zuhause Ehemann und Kinder sitzen und wollen Spaß haben. Ist ja auch nichts dagegen zu sagen.

Wenn MANN dann noch versucht, anhand einiger weniger verbliebener Möglichkeiten abzuchecken, ob die jeweilige Dame vielleicht liiert ist oder vielleicht offen für eine Partnerschaft ist und man schaut auf die Hände und findet keinen Ring (selbst rechts oder links ist heutzutage schon kritisch) und spricht die Dame an und es stellt sich heraus, dass sie verheiratet ist und den Ring VOR Beginn der Party abgenommen und in die Handtasche gesteckt hat, weil sie festgestellt hat, dass WENN sie den Ring trägt, sie viel häufiger von Männern, die eine Affäre suchen, angesprochen wird - ja dann wird's schier unmöglich für den MANN sich vor vermeidbaren Absagen zu schützen.

Sorry, für das Abschweifen vom Thema. Es ist mal wieder mit mir durchgegangen.

Und: Nein, ich strahle diese Frustriertheit nicht aus, WENN ich denn mal auf eine Frau zugehe. Im Gegenteil. Ich lächle sehr viel auf Partys. Versuche immer wieder mal ein kleines Lächeln, einen kurzen Blick, ein zaghaftes Zwinkern zu erhalten.

Und: Nein, ich suche nicht mit Gewalt und zwanghaft nach einer Frau. Die Musik und das Tanzen (und: nein, auch nicht zusammen) stehen absolut im Vordergrund. Da sich dort auch Frauen tummeln, schaut MANN halt auch ab und zu.

Aber diese Interaktionen sind heutzutage kaum mehr anzutreffen. Auch eine Auswirkung dieser modernen Kommunikation. Da tippt man lieber ein Semikolon, einen Gedankenstrich und eine Klammer in DAS Spielzeug der heutigen Zeit und schon braucht man sein eigenes Auge nicht mehr zukneifen, gell?
 
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  • #18
AW: Wie überwinden Sie Ihre Schüchternheit?

Hallo zusammen,
ich muss sagen, ich hab es auch erst mit der Zeit geschafft. Manchmal kommt sie wieder ein bisschen durch. es hilft aber meiner Meinung nach alles nichts. Man muss üben, Schläge einstecken (wenn sie denn überhaupt kommen) und wieder üben. Irgendwann hat man die nötige Gelassenheit. Lächeln hilft eigentlich schon mal ganz viel. Freundlich blicken. Nicht versuchen "Dauerzugrinsen". Wenn kein grimmiger Blick zurück kommt, ist die "Gefahr" einer Zurückweisung schon mal deutlich geringer. Außerdem lernt man mit der Zeit auch dann die sonstigen Gesten und Haltungsunterschiede kennen, die als "positive" , wie auch "negative" Signale gewertet werden können.
Einfach mal in Situationen freundlich sein, die nicht in Gefahr laufen, eindeutig als Kontaktaufnahme gewertet zu werden. Dazu kann ein freundlicher, vielleicht zu langer Blick an der Kasse, bei einem Verkäufer/einer Verkäuferin, ein nettes Bedanken, ein Nachfragen nach einer Ware im Kaufhaus, ... dienen. Insbesondere nicht gleich mit "Traummann/Traumfrau" anfangen, da ist der Ochsenfrosch im Hals vorprogrammiert.
Dann ist es hilfreich, einmal die eigene Stimme zu trainieren, zu erfahren, welche Haltung beim Reden hilft. ein quietschendes Stimmchen kommt weder für ihn, noch für sie gut an.

Man lernt dadurch, dass man auch sich selbst und seine Umgebung beeinflussen kann. Man erzeugt Feedback. Das ist eine unglaubliche Erfahrung, zu sehen, wie andere durch das eigene Auftreten beeinflusst werden.
Ich habe in einem Schauspieltraining gelernt, wie sehr sich neben der Körperhaltung auch die Stimme verändert, je nach dem, ob man sich z.B. ein Steinchen unter die Ferse in den Schuh klemmt oder nur denkt. Kopf hoch (nein, nicht die Nase Hoch tragen) und Spannung in den Körper -schon "kommt man ganz anders rüber", als sich hängen lassend.
Beim Ansprechen des anderen an etwas schönes denken, das lässt das Gesicht schnell strahlen. Wer leuchtenden Augen und einem strahlenden Gesicht widerstehen kann - ich weiß nicht...
Und bitte nicht auf "den" tollen Spruch hoffen, der einem eh nicht einfällt. Mit etwas Aufmerksamkeit entgeht einem z.B. nicht, dass die Kellnerin/Barfrau ihn/sie gerade übersehen hat. Gemeinsam kann das Aufmerksam Machen schon mehr bewirken - nämlich Gemeinsamkeit. Wenn man dann noch gemeinsam Erfolg hat... (Beispiel aus der Praxis, hat erst an Silvester zu netter Kommunikation geführt, obwohl gar nicht so gedacht)

Viel Erfolg
Nettmann
 
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  • #19
AW: Wie überwinden Sie Ihre Schüchternheit?

Die Frage stellt sich nach dem zweiten oder dritten Date nicht mehr - Praxis.
 
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  • #20
AW: Wie überwinden Sie Ihre Schüchternheit?

Zitat von Nettmann:
Und bitte nicht auf "den" tollen Spruch hoffen, der einem eh nicht einfällt.
Nee. Ich bin ja auch eher für absichtslose Absicht – vulgo: ins Gespräch kommen, ohne zu baggern und zu flirten. Im Gegenteil: Vor gefühlt tausend Jahren, als ich noch jung und frech war ;-), hab ich inner Bar eine Frau in einer Sache angesprochen (die mir zuvor über sie zugetragen wurde), die doch recht negativ war. Zunächst ist ihr Unterkiefer heruntergeklappt, dann hat sie laut losgelacht und wir haben die Angelegenheit sachgerecht analysiert ;-)

Ich bezweifle allerdings, dass dieser Trick heute noch funktionieren würde. Heute ist man ja wer, und außer einem "Heben Sie sich hinweg, Sie ungehobelter Bauerntölpel" ist da wohl nichts zu holen. ;-)