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  • #1

Wie weit darf ich gehen?

Hi!

Ich bin 30 Jahre alt und habe mich im Sommer nach 5 Jahren Ehe von meiner Frau getrennt (oder sie von mir...) und mich daher letzte Woche bei Parship angemeldet, da ich eher nicht der Typ "Aufreißer" bin und es mir schwer fällt, mein eventuelles Interesse an einer Frau Auge in Auge zum Ausdruck zu bringen.

Über die Trennung an sich bin ich nach einigen harten Wochen hinweg und habe mich zwischenzeitlich damit abgefunden, dass ich wohl eine ziemlich lange einsame Phase vor mir habe. Wie es der Zufall so will, landet im Oktober aber eine neue Azubine in meiner Abteilung, der ich nach und nach hoffnungslos verfalle. Sie ist eine Augenweide, eine umwerfende Ausstrahlung und vom Charakter genauso verrückt wie ich. Hätte ich sie 10 Jahre früher kennengelernt (ja, ich weiß, damals war sie 11, aber wir sind bei der Theorie!), wäre ich jetzt nicht geschieden. Am Donnerstagabend konnte ich 2 Stunden nicht einschlafen, weil ich in Gedanken nur bei ihr war, jetzt habe ich den Laptop kurz nach Mitternacht nochmal angemacht, um mir das hier von der Seele zu schreiben.

So weit alles kein Problem, aber... sie ist logischerweise in einer Beziehung.
Nachdem wir am Donnerstag gemeinsam zu unserer Weihnachtsfeier gefahren sind, war es um mich endgültig geschehen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie bereits ahnt, dass mir evtl nicht nur geschäftlich etwas an ihr liegt, merken lassen hat sie mich das allerdings noch nicht. Das hätte die ganze Angelegenheit für mich wahrscheinlich leichter gemacht, denn dadurch wäre es wohl unvermeidlich zu dem Gespräch gekommen, dass ich mich nicht traue, mit ihr zu führen.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
mal abgesehen vom Altersunterschied (ich 30, sie 21) und der Tatsache, dass ich mir geschworen hatte, nie etwas mit einer Kollegin anzufangen, wie moralisch verwerflich ist es, jemandem offen seine Liebe zu gestehen, obwohl man weiß, dass diejenige in festen Händen ist?

Der Gedanke, dass ich vielleicht wirklich eine Chance hätte und nicht bereit bin, diese zu nutzen, macht mich echt fertig. Andererseits habe ich Angst davor, wie es zwischen uns im Büro weitergeht, wenn sie mir (womit ich eigentlich rechne) ein klares "Nein" als Antwort gibt? Ich will eben auch nicht die tolle FREUNDSCHAFTLICHE Beziehung zu ihr auf's Spiel setzen, denn sie ist auch als Kollegin echt eine Granate.

Bitte helft mir, bevor ich mich aus dem Kellerfenster stürze!!!
Danke
 

LunaLuna

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  • #2
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
mal abgesehen vom Altersunterschied (ich 30, sie 21) und der Tatsache, dass ich mir geschworen hatte, nie etwas mit einer Kollegin anzufangen, wie moralisch verwerflich ist es, jemandem offen seine Liebe zu gestehen, obwohl man weiß, dass diejenige in festen Händen ist?

Diesen Altersunterschied finde ich unerheblich, wenn zwei Menschen mit ihren Lebensphasen zusammenpassen.
Ich finde es überhaupt nicht verwerflich - was soll daran verwerflich sein, es ihr mitzuteilen? Sie betrunken zu machen und Verführungsversuche zu starten wäre eine andere Geschichte - aber davon sprichst Du ja nicht.

Andererseits habe ich Angst davor, wie es zwischen uns im Büro weitergeht, wenn sie mir (womit ich eigentlich rechne) ein klares "Nein" als Antwort gibt? Ich will eben auch nicht die tolle FREUNDSCHAFTLICHE Beziehung zu ihr auf's Spiel setzen, denn sie ist auch als Kollegin echt eine Granate.
Eine wirkliche Freundschaft verträgt, dass ide eine Seite liebt, die andere aber nicht. Solange es wirklich Freundschaft ist und beide fair bleiben und die Wünsche des/der anderen respektieren.
 

_Salome_

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  • #3
AW: Wie weit darf ich gehen?

Ich sehe nichts verwerfliches daran, jemandem, der "in festen Händen" ist, seine Gefühle mitzuteilen.
Wer in einer Beziehung ist, dem steht es ja auch frei, sie zu beenden, nicht wahr.
Also ran an die Frau, das Leben ist kurz und wo Schönes ist, sollte man es mitnehmen. Wenn's geht.
 
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  • #4
AW: Wie weit darf ich gehen?

Hallo Schnuederlue,

ich finde weder den Altersunterschied noch ihren Beziehungsstatus begründen deine moralischen Bedenken ihr deine Gefühle mitzuteilen.
Was mir allerdings etwas Probleme bereitet ist ihr Status als Azubi. Bist du ihr in irgendeiner weise Vorgesetzt oder ihr Anleiter? Es könnte sein, dass du sie aufgrund von hierarchischen Unterschieden in eine sehr schwierige Position bringst (sie hat evtl. Angst dir eine Absage zu erteilen da sie dadurch negative Auswirkungen befürchten muss), wie würde dein Arbeitgeber zu einer Beziehung mit ihr stehen?
 
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  • #5
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von schnuederlue:
wie moralisch verwerflich ist es, jemandem offen seine Liebe zu gestehen, obwohl man weiß, dass diejenige in festen Händen ist?

Ich weiß nicht, ob eine Grundsatzdiskussion über Moral hier weiterhilft?

Mal von der Frage abgesehen, ob es Liebe oder Verliebtsein deinerseits ist:
- Sie ist Auszubildende, zur Zeit in deiner Abteilung
- Sie ist in einer Beziehung
- Sie hat dir keinerlei Anlass gegeben, zu glauben, dass sie weiteres Interesse an dir hat

Ich weiß ja nicht, was du dir vorstellst, aber eine Liebeserklärung „so aus dem Blauen“ heraus könnte eine auch für sie ziemlich peinliche Situation herbeiführen. Vielleicht fängst du mal ne Nummer kleiner an und fragst sie, ob sie mal Lust hat, mit dir nach der Arbeit etwas trinken zu gehen (nur zu zweit). Je nachdem was sie antwortet, kannst du ja weitersehen.

(Du kannst dich ja selbst fragen, ob du es moralisch verwerflich fandest, dass dein Trauzeuge was mit deiner Frau angefangen hat).
 
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  • #6
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Der Gedanke, dass ich vielleicht wirklich eine Chance hätte und nicht bereit bin, diese zu nutzen, macht mich echt fertig. Andererseits habe ich Angst davor, wie es zwischen uns im Büro weitergeht, wenn sie mir (womit ich eigentlich rechne) ein klares "Nein" als Antwort gibt? Ich will eben auch nicht die tolle FREUNDSCHAFTLICHE Beziehung zu ihr auf's Spiel setzen, denn sie ist auch als Kollegin echt eine Granate.

Mein Rat: Lass es. Solange es von ihr keine eindeutigeren Signale in Deine Richtung gibt, bringst Du sie, wenn sie kein Interesse hat, in eine ungute Situation. Erst recht, wenn Du ihr gegenüber auch noch in irgendeiner Weise 'weisungsbefugt' wärst.
Deiner kurzen Schilderung entnehme ich bisher auch nur, dass es sich um ein nettes kollegiales Verhältnis handelt. Wie kommst Du auf "tolle freundschaftliche Beziehung"? Habt Ihr denn schonmal was privat unternommen?
 

t.b.d.

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  • #7
AW: Wie weit darf ich gehen?

Wie weit du gehen darfst? Also Wenn du es ganz genau wissen willst: Diese Frage beantwortet dir bei Bedarf die Personalabteilung.

Nimm einfach an, diese Azubine ist mit ihrem Partner und ihrer Partnerschaft ganz glücklich und zufrieden. Oder frag sie danach. Falls sie dan nicht sowas sagt wie: 'Eigentlich warte ich nur bis der Richtige kommt.', dann würde ich sagen, die Sache hat sich für dich erstmal erledigt.

Ich würde dir grundsätzlich davon abraten, ihr deine Liebe zu beichten oder ihr sonstwie nachzustellen. Das kann für sie, da sie ja erst kurze Zeit im Unternehmen ist und sie dir kaum aus dem Weg gehen kann, da ihr ja in der gleichen Abteilung seit, sehr unangenehm werden. Kein schöner Start ins Berufsleben.
Andererseits kannst du ihr dein Wohlwollen ja durchaus im Rahmen der gemeinsamen beruflichen Tätigkeit zeigen. Indem du ihr z.B. geduldig hilfst, wenn sie Hilfe braucht, ihr Wissen vermittelst, dass sie braucht etc..
 

koelner

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  • #8
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von LunaLuna:
...Eine wirkliche Freundschaft verträgt, dass ide eine Seite liebt, die andere aber nicht. Solange es wirklich Freundschaft ist und beide fair bleiben und die Wünsche des/der anderen respektieren.

Das kann ich so nicht unterschreiben; in der Theorie ja ("wirkliche Freundschaft und beide fair bleiben") mag man das so sagen, wenn aber einer der beiden liebt - oder sagen wir mal heftig verliebt ist - und der andere nur eine freundschaftliche Beziehung möchte... das funktioniert m.E. in der Gefühlswelt des Verliebten nicht, weil er will natürlich mehr und das Wissen darum, dass diese Gefühle nicht oder nie erwiedert werden, schmerzt aufs heftigste... also Kellerfenster...

Altersunterschied sollte machbar sein, in einer Firma geht auch, wenn es beiderseitig ernsthaft ist, der Klatsch einmal das Dorf rauf und wieder runter marschiert ist...

bei "Einseitigkeiten" und einem Abhängigkeitsverhältnis (Vorgesetzter / Untergebener) sollte man aufpassen; schnell werden dann dann auch Dinge auf die "verschmähte Liebe" bezogen, wenn es nicht klappt...

Rat geben kann man (ich) hier wirklich nicht, zudem ggf. noch einige Informationen für eine Bewertung fehlen... ansonsten... dem Bauch und der Liebe folgen....*g

Gruß Koelner
 
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  • #9
AW: Wie weit darf ich gehen?

Danke schon mal für eure Ratschläge. Leider sind da aber alle Richtungen und Meinungen vertreten.

@LunaLuna:
definiere Freundschaft... Ich weiß, ich habe mich recht knapp ausgedrückt. Unsere Freundschaft besteht momentan daraus, dass sie in unserer Abteilung arbeitet, wir jede Menge blödes Zeug reden und wir am Donnerstagabend eine gute Stunde "unter uns" waren. Dabei wurden zwar eindeutig persönliche Dinge angesprochen (Partner und Trennung, das ewige weibliche Thema "Abnehmen", etc.) aber mehr war zwischen uns beiden bis jetzt noch nicht, außer der angesprochenen "gleichen Wellenlänge".

@Salome:
Meine (Ex-)Frau hat unsere Ehe (ja, bei IHR ist es noch keine Ehe, aber für mich ist das Prinzip das gleiche) wegen ihrer neuen "Liebschaft" mit meinem Trauzeugen ja auch nicht beendet. Ich will definitiv nicht, dass sie meinetwegen zweigleisig fährt! Trotz meiner negativen Erfahrungen und damaligen Opferrolle begebe ich mich weiß Gott nicht auf dieses Niveau.
Schönes gibt's bei ihr definitiv, und das nicht nur optisch! Wahrscheinlich steh ich mir nur wieder selbst am meisten im Wege...

Dich und alle anderen Frauen im Forum frage ich jetzt einfach mal:
Wie spricht man eine "vergebene" Frau auf so ein Thema am besten an? Was Frauen grundsätzlich hören wollen, weiß ich nach 10 Jahren Beziehung weitestgehend, aber hier geht's ja offensichtlich um etwas Anderes...


@Beitragsfrei:
nein, ihre Absage würde wahrscheinlich niemanden in geschäftliche oder moralische Probleme verwickeln, da wir vorerst nicht mehr zusammen arbeiten werden. Ich hab kommende Woche Urlaub, sie ab nächstem Montag, und danach wechselt sie die Abteilung. Weisungsbefugt bin ich auch nicht. Ich bin nur ein "kleines Licht" in der großen Welt unserer Firma :)

@tina:
dein Wort in Gottes Gehörgang, aber wie erwähnt bin ich beileibe kein Aufreißer und würde die Situation für mich wahrscheinlich nur schlimmer machen. Im Moment schlafe ich ca. fünf Stunden. Nach unserem Treffen wären es wahrscheinlich noch drei, wenn ich mein "Anliegen" nicht loswerde.
Ich weiß im Moment wirklich nicht, ob ich meine (Ex-)Frau in den vergangenen 10 Jahren so "vergöttert" habe, wie SIE!

@ verärgert:
deine Fragen werden bei meiner Schilderung an LunaLuna und Beitragsfrei wahrscheinlich weitestgehend beantwortet.
Was würdest du an meiner Stelle aber tun, wenn dein "Traumprinz", der all deine Vorlieben teilt, genau dein Typ ist und auch sonst scheinbar alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben für die nächsten 50 Jahre erfüllt, vor dir steht und du weißt, das er eine Freundin hat?
Ich weiß ja, dass man eine glückliche Beziehung anderer nicht anfechten sollte, aber mein Leben ist im Moment echt für den Ar... und das könnte sich durch SIE grundlegend ändern, wenn sie denn bereit dazu wäre...

@ t.b.d.:
nachstellen werde ich ihr bestimmt nicht, der Rest ist bereits in meinem Kommentar an "verärgert" nachzulesen :)
Besondere berufliche Hilfe benötigt sie nicht, da sie ein Naturtalent in der Branche zu sein scheint...

Ich danke euch Allen für eure offenen Worte und versuche, das Beste daraus zu machen. Weiteren Vorschlägen, Erfahrungen diesbezüglich usw. bin ich jederzeit dankbar!
 
G

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  • #10
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von schnuederlue:
Unsere Freundschaft besteht momentan daraus, dass sie in unserer Abteilung arbeitet, wir jede Menge blödes Zeug reden und wir am Donnerstagabend eine gute Stunde "unter uns" waren. Dabei wurden zwar eindeutig persönliche Dinge angesprochen (Partner und Trennung, das ewige weibliche Thema "Abnehmen", etc.) aber mehr war zwischen uns beiden bis jetzt noch nicht, außer der angesprochenen "gleichen Wellenlänge".

Zitat von schnuederlue:
Was würdest du an meiner Stelle aber tun, wenn dein "Traumprinz", der all deine Vorlieben teilt, genau dein Typ ist und auch sonst scheinbar alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben für die nächsten 50 jahre erfüllt, vor dir steht und du weißt, das er eine Freundin hat?
Angesichts des oberen Zitats würde ich denken, dass ich in einem Traum bin ;)

Zitat von schnuederlue:
Ich weiß ja, dass man eine glückliche Beziehung anderer nicht anfechten sollte, aber mein Leben ist im Moment echt für den Ar... und das könnte sich durch SIE grundlegend ändern, wenn sie denn bereit dazu wäre...
Ich komme da mal wieder mit meinem langweiligen Thema Selbstverantwortung. Ihr die Verantwortung anzuhängen, dass dein Leben nicht für den A.. ist, fände ich keine so gelungene Basis.

Zitat von schnuederlue:
dein Wort in Gottes Gehörgang, aber wie erwähnt bin ich beileibe kein Aufreißer und würde die Situation für mich wahrscheinlich nur schlimmer machen.
Wenn ihr ja so auf einer Wellenlänge seid, wird sie das sicherlich verstehen.

Wenn du sie nicht - wie von t.b.d. vorgeschlagen - fragen willst, ob sie glücklich in ihrer Beziehung ist, bleibe ich bei meinem Vorschlag. Weitergehende Liebesbekundungen fände ich total übertrieben.


Was Frauen grundsätzlich hören wollen, weiß ich nach 10 Jahren Beziehung weitestgehend
NB: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer ;)
 

vivi

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  • #11
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Danke schon mal für eure Ratschläge. Leider sind da aber alle Richtungen und Meinungen vertreten.

.... und alle anderen Frauen im Forum frage ich jetzt einfach mal:
Wie spricht man eine "vergebene" Frau auf so ein Thema am besten an?

Was Frauen grundsätzlich hören wollen, weiß ich nach 10 Jahren Beziehung weitestgehend, aber hier geht's ja offensichtlich um etwas Anderes...

Tja, das ist der Lauf der Welt....immer kriegt man unterschiedliche Angaben, wenn man nach der Meinung der Anderen fragt ;-)

Wenn man(n) mir als "vergebene" Frau ein Kompliment machen würde, würde mich das freuen. Wenn man(n) mich als solche mit Liebesbezeugung bedrängt wäre ich überrascht bis genervt.

Bei wievielen Frauen (!!!) konntest du in deinen 10 Jahren Beziehung diese Erfahrungen sammeln? :)... Kennst du Eine kennst du Alle ist sehr vage und ja, hier geht's - im wahrsten Sinne des Wortes - um etwas Anderes.
 
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  • #12
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Unsere Freundschaft besteht momentan daraus, dass sie in unserer Abteilung arbeitet, wir jede Menge blödes Zeug reden und wir am Donnerstagabend eine gute Stunde "unter uns" waren. Dabei wurden zwar eindeutig persönliche Dinge angesprochen (Partner und Trennung, das ewige weibliche Thema "Abnehmen", etc.) aber mehr war zwischen uns beiden bis jetzt noch nicht, außer der angesprochenen "gleichen Wellenlänge".
Wenn Du das bereits als "tolle Freundschaft" ansiehst, haben wir entweder einen deutlich abweichenden Freundschaftsbegriff - oder Du neigst zu schwärmerischen Übertreibungen.


Was würdest du an meiner Stelle aber tun, wenn dein "Traumprinz", der all deine Vorlieben teilt, genau dein Typ ist und auch sonst scheinbar alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben für die nächsten 50 Jahre erfüllt, vor dir steht und du weißt, das er eine Freundin hat?
Wahrscheinlich würde ich mich relativ schnell wieder abregen. Auch, weil ich nicht so anfällig für das Traumprinzen-Modell bin.
 

LunaLuna

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  • #13
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von koelner:
Das kann ich so nicht unterschreiben; in der Theorie ja ("wirkliche Freundschaft und beide fair bleiben") mag man das so sagen, wenn aber einer der beiden liebt - oder sagen wir mal heftig verliebt ist - und der andere nur eine freundschaftliche Beziehung möchte... das funktioniert m.E. in der Gefühlswelt des Verliebten nicht, weil er will natürlich mehr und das Wissen darum, dass diese Gefühle nicht oder nie erwiedert werden, schmerzt aufs heftigste... also Kellerfenster...

Natürlich schmerzt es. Nach Deiner Theorie schmerzt es also weniger, es nicht zu wissen?
 

koelner

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  • #14
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von LunaLuna:
Natürlich schmerzt es. Nach Deiner Theorie schmerzt es also weniger, es nicht zu wissen?

was nicht zu wissen? - Nicht zu wissen, dass der andere einen nicht so liebt? Diesen Rückschluß wollte ich so nicht ziehen; einer verliebt und der andere nicht (und sagt es nicht) schmerzt ja nicht - wäre aber völlig falsch,weil man sich ja etwas vormachen würde.
Ich vertrete nur (aus meiner Erfahrung und somit zumindest für mich geltend) die Auffassung, dass "Freundschaft" nicht funktioniert, wenn einer mehr will... oder eben derjenige muss sich selbst "quälen"...
Gruß
koelner

p,s, vielleicht habe ich auch den Zusammenhang Deiner Frage/Aussage nicht richtig verstanden...
 
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  • #15
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von koelner:
Das kann ich so nicht unterschreiben; in der Theorie ja ("wirkliche Freundschaft und beide fair bleiben") mag man das so sagen, wenn aber einer der beiden liebt - oder sagen wir mal heftig verliebt ist - und der andere nur eine freundschaftliche Beziehung möchte... das funktioniert m.E. in der Gefühlswelt des Verliebten nicht, weil er will natürlich mehr und das Wissen darum, dass diese Gefühle nicht oder nie erwiedert werden, schmerzt aufs heftigste... also Kellerfenster...

Das ist wohl die Realität, ohne für all die anderen Ratschläge und Meinungen von euch undankbar sein zu wollen!
Gestern hab ich via Facebook mal Kontakt aufgenommen und ein unverbindliches Treffen auf nen Cocktail o.Ä. vorgeschlagen. Das hat sie abgelehnt, weil sie sich Sorgen um das Getratsche im Geschäft macht. So weit zumindest mal kein eindeutiges "Nein" zu mir als Person.
Heute (nach der Arbeit, da ich Urlaub hab) habe ich sie wieder angesprochen und es kam zu einem gemütlichen Small Talk. Dabei ging es um alle möglichen Themen, u.A. auch die bereits sehr weit vorangeschrittene Lebensplanung von ihr und ihrem Freund, mit dem sie sich sogar schon eine Wohnung teilt und sehr glücklich ist (ist das Leben nicht schön?).
Damit ist die Sache eigentlich gelaufen. Nur dass ich Trottel schon viel zu weit in der Sch... stecke, um einfach nen Haken dran zu machen.
Wie schafft man es, sich nicht hoffnungslos in so ein Thema zu verrennen? Wer von euch hat ein Heilmittel gegen voreilige Liebe? Ich bezweifle, dass das Kellerfenstern hierfür ausreicht...
 

koelner

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  • #16
AW: Wie weit darf ich gehen?

...das kann man leider nicht einfach ausschalten und ich habe Ähnliches in anderer Situation (und vielleicht auch Intensität) erlebt und knabbere nach Monaten immer wieder mal gedanklich noch dran...
Verlieben - das sind chemische Prozesse, die im Hirn oder wo auch immer ablaufen (kann sicher ein Experte hier erklären).

Du kannst versuchen, räumlichen und inhaltlichen Abstand zu gewinnen und gedanklich dagegen "anknüppeln"... wie sagte meine Mutter: "Jung, andere Mütter haben auch schöne Töchter"...
und eines hat sich bisher in meinem Leben (das ja schon etwas länger andauert als Deines) auch immer bewahrheitet... alles ist für irgendetwas gut...

Alternativ - einfach alles laufen lassen wie es kommt....

Lieben Gruß und Kopf hoch!
Koelner
 
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  • #17
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Gestern hab ich via Facebook mal Kontakt aufgenommen und ein unverbindliches Treffen auf nen Cocktail o.Ä. vorgeschlagen. Das hat sie abgelehnt, weil sie sich Sorgen um das Getratsche im Geschäft macht. So weit zumindest mal kein eindeutiges "Nein" zu mir als Person.
Es handelt sich meiner Einschätzung nach um ein sehr eindeutiges "Nein" zu Deinen privaten Zweisamkeits-Phantasien mit ihr.

Heute (nach der Arbeit, da ich Urlaub hab) habe ich sie wieder angesprochen und es kam zu einem gemütlichen Small Talk. Dabei ging es um alle möglichen Themen, u.A. auch die bereits sehr weit vorangeschrittene Lebensplanung von ihr und ihrem Freund, mit dem sie sich sogar schon eine Wohnung teilt und sehr glücklich ist (ist das Leben nicht schön?).
Die Vermutung liegt nahe, dass sie Dir auch deswegen so explizit davon erzählt, um Dir zu vermitteln, dass sie bereits einen Partner hat und Du Dir keine Hoffnungen machen sollst. Fairerweise solltest Du aufhören, sie weiter privat zu bedrängen.

Wer von euch hat ein Heilmittel gegen voreilige Liebe?
Deine Schwärmerei hat doch nix mit "Liebe" zu tun.
 

t.b.d.

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  • #18
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
Nur dass ich Trottel schon viel zu weit in der Sch... stecke, um einfach nen Haken dran zu machen.
Wie schafft man es, sich nicht hoffnungslos in so ein Thema zu verrennen? Wer von euch hat ein Heilmittel gegen voreilige Liebe? Ich bezweifle, dass das Kellerfenstern hierfür ausreicht...

Was soll sie denn sagen? Was würdest du selber sagen, wenn du mit deiner Partnerin glücklich wärest und eine Arbeitskollegin verliebt an dich heran träte? (Geh mal davon aus, dass ihr das nicht völlig verborgen bleibt) Wenn es jemand wäre, dem du nichts Böses willst und von dem du annehmen musst, dass ihr im Arbeitsalltag der kommenden Jahre zu einem gedeihlichen Miteinander finden solltet?

Ich finde, so wie du es beschreibst, geht sie vorbildlich mit der Situation um. Sie sucht es zu vermeiden, dich zu verletzen und sorgt trotzdem für klare Verhältnisse.

Leicht nachvollziehbar, dass du sie gerade darum noch liebenswerter findest.

Für das, was du für sie empfindest kann sie nichts. Du aber auch nicht. Gegen Liebe ansich kann man wenig machen. Vorerst hoffe ich für dich, dass es dir gelingt, deinem Gefühl für sie ein gemütliches Plätzchen in deinem Herzen einzurichten von dem aus es dich wärmt ohne dich zu verbrennen. Für die Zukunft wünsche ich dir, dass du eine Frau kennenlernst, bei der deine Liebe auf "fruchtbaren Boden" fällt.
 

vivi

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  • #19
AW: Wie weit darf ich gehen?

Zitat von Schnuederlue:
....Damit ist die Sache eigentlich gelaufen. Nur dass ich Trottel schon viel zu weit in der Sch... stecke, um einfach nen Haken dran zu machen.
Wie schafft man es, sich nicht hoffnungslos in so ein Thema zu verrennen? Wer von euch hat ein Heilmittel gegen voreilige Liebe? Ich bezweifle, dass das Kellerfenstern hierfür ausreicht...

Ja, sie hat sich wirklich sehr gut aus der Affäre gezogen. Vermtl. hat sie doch mehr mitbekommen als du dachtest. Nimm ihren "Hinweis" ernst, nicht das du jetzt Porzellan zertrampelst ;-)
Und ein Tipp....wie bist du bisher mit solchen "Niederlagen" umgegangen?
Ich persönlich "fantasiere" da immer noch ein bißchen über das was wäre wenn und schaue mit Wehmut auf das Glück der Anderen und such mir dann ganz viele Negativpunkte beim Gegenüber, wo mich dann evt. freut, was für ein Glück ich doch hatte. Klappt aber meist genauso wenig wie das Kellerfenster :) Also: Augen zu und durch! Auch wenn's wehtut!
 
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Satjamira

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  • #20
AW: Wie weit darf ich gehen?

Schnuederlue,
du bist kein Trottel, weil man Gefühle ja nicht einsperren soll und kann.
Jedenfalls ist sie klar was sie will und was nicht, also ist es besser du
akzeptierst es.

Es mag hart sein, null Chancen für mehr zu haben. Vergiss nicht, im Alltag wäre das nochmals anders zu leben. Es könnte ja auch sein, dass ab und zu ein Schwatz besser ist als gar nichts. Das kommt aber ganz auf dich darauf an. Wenn du sie wirklich magst, dann freust du dich, dass sie sich dir mitteilt, wenn es ihr gut geht, wenn du zu sehr leidest, wäre wohl Rückzug am Besten .

Für mich ist das Heilmittel jeweils gewesen, dass ich mir klar werde, dass ich wohl einer Illusion nachträumt habe.
 
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