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  • #16
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von maddib:
Über die Zeit wurde mir jedoch klar, dass, wenn sie mal anderer Meinung war, dieses meist sehr streng und ohne weitere Diskussionsmöglichkeit zum Ausdruck brachte.
Ich halte manche Erscheinungsformen von Selbstwertgefühl für das Resultat von Schamlosigkeit und Größenwahn aufgrund Dummheit (siehe Dunning-Kruger-Effekt: http://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt ).

Selbstbewusstsein, Stärke usw. manifestiert sich in meinen Augen nicht durch die Fähigkeit, andere immer wieder irgendwie rumzukriegen, fremde Argumente zu ignorieren ("Don't discuss the rules!") oder sich durch autoritäres Auftreten nach vorn zu rempeln. BTW: "Durchsetzungsvermögen" ist für mich auch so ein Unwort. Klingt so danach, als wäre das das Vermögen, seinen Colt als erster zu ziehen. Denn was soll denn eigentlich durchgesetzt werden? Geht es darum, als Person Recht zu behalten oder darum, für eine Sache die richtige/beste Lösung zu finden?

Nun, ob etwas richtig oder falsch ist, ist ja nur selten gänzlich subjektiv (Geschmacksfragen, ganz persönliche, existenzielle Belange u.ä.). Meistens lassen sich für oder gegen eine Sache objektive Kriterien, logische/kausale Zusammenhänge, bisher übersehene aber entscheidende Details usw. finden. Worauf ich hinauswill: Wer sich auf diese Art "durchsetzen" will, also sozusagen der "Beste" sein will, der muss auch in puncto Wissen, Intelligenz, Scharfsinn usw. der Beste sein. Großmäulig und rechthaberisch treten erfahrungsgemäß aber gerade die auf, denen es daran am meisten mangelt. Wer es wirklich "drauf hat", hat sowas nicht nötig, weil das Zutreffen oder Nichtzutreffen eines Argumentes nicht von dessen Lautstärke abhängt. Die Schattenseite davon ist nicht selten falsche Bescheidenheit (Feigheit) ala "Der Klügere gibt nach".

Zeichen von Stärke ist für mich z.B., zugeben zu können, sich geirrt zu haben und das bessere Argumente anzuerkennen, auch wenn es das eines anderen ist. Stephen Hawking hat dafür mal ein fast nicht mehr zu toppendes Beispiel gegeben. Es ging glaub ich um seine Theorie, dass Informationen in Schwarzen Löchern verloren gehen. Geschlagene zehn Jahre ging der Disput mit zwei anderen Wisenschaftlern, die das Gegenteil vertraten. Auf einer Konferenz, auf der Hawking zu seiner Theorie sprechen sollte, erwarteten alle, dass er sie wie gehabt verfechten würde. Das Gegenteil passierte, er erklärte sie öffentlich für fehlerhaft und gab seinen Kontrahenten recht. Da kann der kleine hilflose Mann in seinem Rollstuhl noch so klein und hilflos wirken, aber das war wahre Größe.

Und nur die beeindruckt mich.
 
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  • #17
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Liebe starke, selbstbewußte Frauen,
liebe verunsicherte Männer,

bin 60, verwitwet und war fast vier Jahrzehnte mit einer starken sehr selbstbwußten Frau glücklich verheiratet. Es hat wg. dieser Attribute nie Probleme gegeben. Man sollte sich natürlich als Partner annehmen und nicht als Konkurrent betrachten. Die auf diesem Forum geschilderten Bedenken und Vorbehalte kann ich einfach nicht nachvollziehen. Seht doch alles ein wenig entspannter. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Es ist doch nicht schlimm auch als starke Frau oder Mann Schwächen zuzugeben und trotzdem stark und selbstbewußt zu sein. Mit anderen Worten bleibt natürlich und unverkrampft, dann seid ihr auch authentisch.
Noch ein Wort zu den "Profilen". Wenn man all das, war hier angehakt und angegeben ist, für bare Münze nimmt, findet man nie einen Partner/Partnerin. Denn wenn alle angegebenen Freizeitaktivitäten und Reisewünsche realisiert werden müßten, bräuchte man zwei Leben aber keine Partnerin/Partner. Wenn der Eindruck vermittelt wird, daß die Erwartungshaltung nicht erfüllt werden kann, dann klappts nicht. Legt doch nicht alle Karten gleich auf den Tisch. Wie stark und selbstbewußt man ist fordert das Leben von selbst und dann kann man es zeigen aber nicht durch eine aufgesetzte Maske, das schreckt nur ab. Satirisch ausgedrückt:"In der Realität ist die Wirklichkeit ganz anders!"
Viel Glück!
 
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  • #18
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Palamedes:
Seht doch alles ein wenig entspannter. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Es ist doch nicht schlimm auch als starke Frau oder Mann Schwächen zuzugeben und trotzdem stark und selbstbewußt zu sein.
Mir scheint, es ist einfach heillos unklar, was in diesem Zusammenhang mit "stark" und "selbstbewußt" gemeint ist. Ich persönlich wäre da für, natürlich ganz entspanntes, Differenzieren. Im Auge anderer Betrachter erscheint das als Haarspalterei. Oftmals in den Augen von solchen, denen es selbst aber sehr wichtig ist, sich als stark und selbstbewußt zu empfinden. :)
 
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  • #19
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Datty:
Sehr geehrtes Experten-Team!

So recht komme ich allein und mit den Meinungen weiblicher Freunde (man sollte sich nicht ausschließlich auf Menschen verlassen, die im Kopf ähnliche Abläufe zum Thema Mann/Frau haben wie man selbst:)) nicht weiter....

Datty
Mir kommt die Beschreibung der gesamten Situation sehr, sehr bekannt vor. Ich habe solche Erfahrungen selbst schon ganz oft gemacht und kann mir nicht so recht erklären, woran es liegt, vor allem, da ich mich eher zurücknehme und nicht bei ersten Begegnungen jedem erzähle, was ich schon so alle erreicht habe, kann etc.

Freunde von mir wollten es nie so ganz glauben, wenn ich ihnen von komischen Reaktionen erzählte, bis sich dann einmal mit einer Freundin ausgegangen bin und sie einer Unterhaltung zuhörte, die ich mit einem Mann hatte (und die wirklich ganz unspektakulär war). Dieses total "normale" Gespräch endete damit, dass der Mann mir sagte, ich sei offenbar intelligent, gross und hübsch und selbst einer wie er, der X € im Jahr verdiente, würde sich an eine wie mich nicht herantrauen. Ich war damals einfach baff, da es in unserem Gespräch noch nicht einmal ums Thema Daten ging. Meine Freundin war ganz fassungslos, denn sie meinte, ich hätte doch einfach gar nichts gemacht oder gesagt, um diese Reaktion zu provozieren.
Leider habe ich eine ganze Liste solcher Kommentare und Begegnungen, sogar von Männern, die ich nicht ganz so flüchtig kenne und die sich einfach in den Kopf gesetzt haben, dass ich mich selbst unglaublich toll finde und vor allem immer alles kann und weiss (und die Fakten sprechen auch oft total dagegen, das wird aber ignoriert).

Ich bin einfach zu dem Schluss gekommen, dass es etwas an mir oder meiner Körpersprache sein muss, was in vielen einen wunden Punkt trifft und vielleicht Unsicherheiten "aufweckt". Ich möchte das zwar gar nicht, aber kann mich doch als Person nicht vollkommen verbiegen. Und im Endeffekt kann ich die Gefühle und Interpretationen andere Leute nicht derart beeinflussen (mal abgesehen davon, dass ich auch noch etwas anderes im Leben tun will :) ).
Das Fazit,das ich aus alledem ziehe ist, dass es vielleicht auch mal irgendwann jemanden geben wird, der mich anders sieht bzw. das, was er sieht mal näher überprüft, ohne voreilig zu "schiessen". Und wenn ich diesemjenigen nicht begegne, dann soll es halt so sein. Es ist immer noch besser, mein an sich ganz schönes Leben ohne die Männer, die ich oben beschrieben habe, zu leben als mit ihnen.
 
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  • #20
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Heike:
Mir scheint, es ist einfach heillos unklar, was in diesem Zusammenhang mit "stark" und "selbstbewußt" gemeint ist. Ich persönlich wäre da für, natürlich ganz entspanntes, Differenzieren.
maddib hat dazu doch bereits einen Beitrag verfasst, den ich sehr differenziert finde.
 
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  • #21
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Selbstbewusste, selbstbestimmte Frauen wirken auf Männer keineswegs abschreckend, im Gegenteil. Voraussetzung allerdings ist, dass sie ihm trotz ihrer Unabhängigkeit das Gefühl vermitteln kann, dass er wirklich einen Platz in ihrem Leben hat und sie ihn braucht. Denn auch kein Mann will von einer Frau bevormundet werden oder sich nur als Dekorationsgegenstand fühlen.
 
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  • #22
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Lars Schöning:
Das einseitig starke Auftreten ist meist eher nachteilig. Den "wirklich starken" Mann und die "wirklich starke" Frau kennzeichnet eher eine Flexibilität: mal stark zu sein, aber auch Schwäche bei sich zu akzeptieren und Hilfe anzunehmen.
Ja, was ist schon stark, was ist schon schwach - auch diese Kategorisierung ist letztlich subjektiv. Ist es flexibel, wenn man/frau nicht immer gleich stark oder gleich schwach ist? Oder wenn man/frau eine Sache gut kann oder mag, dass dort vorgeprescht wird und auch einfach handelt, während bei den ungeliebten Tätigkeiten gezögert und gezweifelt wird? Jeder hat eine persönliche Tagesform, nicht alles ist gleich leicht oder gleich schwer zu verschiedenen Zeiten - ich finde das ist ganz normal. Und ich gestehe mir zu, dass ich nicht jeden Tag gleich bin.

In meiner Erfahrung ging es bisher nicht darum, dass ich mir das auch nicht bewusst überlegt habe, wann ich stark oder schwach sein will. Ich war und bin ein ganzer Mensch und mühe mich redlich das Beste zu geben. Es gab schon Situationen, wo ich ganz bei mir war und es dann eben mit dem Partner nicht passte. Je nach Beziehungslage war es dann wieder ein Baustein zur Lösung oder etwas, was man besprochen hat. Und ja, es ist mir durchaus als Feedback gegeben worden, dass ich wohl zu selbstbewusst und zu unabhängig sei, zu stark als Frau. Manchmal nicht mal direkt, so dann doch in Gesten oder eben im Abschluss der Beziehung oder eben auch damit, dass der Kontakt nicht vertieft wurde. Daraus hat sich für mich als Konsequenz ergeben, dass ich weiter sehr darauf achte wahrzunehmen, wie ich bei meinem Gegenüber wirke, was dieser Mensch braucht und wie unsere Bedürfnisse zusammenpassen.

Mein Wunschbild ist - wie ich lese, bin ich darin nicht allein ;o) - als ganzer Mensch angenommen zu werden, meine Stärken zu leben und auch meine Schwächen zugeben zu können. In meinem Wunschbild von Partnerschaft gehört es dazu, dass wir uns abwechseln im führen und führen lassen und auch im gleichen Tempo miteinander gehen. Alle Phasen anzunehmen, alle unterschiedlichen Gangarten, auch sagen zu können, '...das ist mir zu schnell' oder auch '.... zu langsam', so dass man die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klar einander mitteilt, das macht aus meiner Sicht eine gute Partnerschaft aus. Denn dann kann man/frau einen neuen Weg gehen, den man allein nicht gegangen wäre - dort innezuhalten, wo man sonst immer schnell vorbei gelaufen wäre, oder einen neuen Weg wagen, den man sich allein nicht zugetraut hätte. Dann ist das leben zu zweit reicher, als das, was man allein gelebt hat/leben konnte.

Ich bin mir sicher, wir schaffen alles mögliche als selbständige Männer und Frauen in unserem Leben - das ist auch wichtig und richtig so. Aber es stellt sich doch ein Gefühl ein, wie bei Atlas, der die Erdenkugel die ganze Zeit allein stemmt. Und wir suchen wohl alle auch den/die Partner/in, der uns die Kugel von Zeit zu Zeit abnimmt, und wenn wir selbst sie tragen uns sagt, wie sehr das geschätzt wird. Und ich finde schon, dass es einige weibliche 'Atlas'-Figuren gibt, die sehr liebenswert, warmherzig und gefühlvoll sind, und damit schon auch sehr spannend und bereichernd für einen männlichen Gegenüber-Atlas.

Wer muss da mehr lernen, die Männer oder die Frauen? Wahrscheinlich müssen wieder beide Seiten lernen, wie man achtsam damit umgeht, in der Verschiedenheit die Möglichkeit zu sehen, in der Ähnlichkeit nicht die Konkurrenz.

Jm2c
No_Kitty
 
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  • #23
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Leila:
Voraussetzung allerdings ist, dass sie ihm trotz ihrer Unabhängigkeit das Gefühl vermitteln kann, dass er wirklich einen Platz in ihrem Leben hat und sie ihn braucht.
Hm, nee, einen "Platz in ihrem Leben" haben und "gebraucht" werden, entspricht nicht meinem "Lebensgefühl" und Sprachgebrauch.

Ich denke, im Kern geht es um folgendes: Wenn man jemanden liebt, möchte man zurückgeliebt werden. Wenn nun jemand sagt oder ausstrahlt, ich brauche nicht unbedingt einen Mann, dann ist die Frage, worauf sich das bezieht: Braucht sie keinen, der das Geld nach Hause bringt und sägen ;-) und bohren kann usw.? Oder will sie damit sagen, dass sie keinen Wert auf Lieben und Geliebtwerden legt?
 
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  • #24
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Foristin:
maddib hat dazu doch bereits einen Beitrag verfasst, den ich sehr differenziert finde.
Ja, ich fand seinen Beitrag auch gut. Aber daß ein Beitragender eine Definition gibt, heißt nicht, daß andere sie auch aufgreifen.
Es wäre absurd, wenn alle sich vorweg auf eine Definition einigen müßten. Aber der Diskussionskultur wäre es auch nicht schädlich, wenn man, wo es etwas gibt, worauf man aufbauen kann, auch darauf aufbaut.
In Maddibs Bestimmung kommt übrigens nicht vor, daß zur Stärke gehört, auch mal schwach zu sein, was einigen wichtig war. Kann man aber natürlich hinzufügen - auch wenn das womöglich nciht ganz paradoxiefrei geht.
 
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  • #25
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Andre:
Hm, nee, einen "Platz in ihrem Leben" haben und "gebraucht" werden, entspricht nicht meinem "Lebensgefühl" und Sprachgebrauch.

Ich denke, im Kern geht es um folgendes: Wenn man jemanden liebt, möchte man zurückgeliebt werden. Wenn nun jemand sagt oder ausstrahlt, ich brauche nicht unbedingt einen Mann, dann ist die Frage, worauf sich das bezieht: Braucht sie keinen, der das Geld nach Hause bringt und sägen ;-) und bohren kann usw.? Oder will sie damit sagen, dass sie keinen Wert auf Lieben und Geliebtwerden legt?
Ganz genau, da sprichst Du mir aus dem Herzen. Ich habe das auch schon so oft gehört in Richtung "Die kann doch alles alleine, die braucht doch niemanden mehr". Ein Kollege von mir meinte mal "Wenn ich einer Frau nichts bieten kann, dann ist es auch nichts". "Bieten können" meinte er dabei finanziell und hat kurze Zeit später eine bildungs- und einkommensmässig weit unter ihm stehende Frau geheiratet.
Ich fand das sehr traurig, dass eine ganze Reihe Männer sich offenbar einer Frau gegenüber nur gut fühlen können, wenn sie als wandelndes Portemonnaie fungieren können (nebenbei führt genau der Punkt bei Scheidungen zu Proteststürmen).
Man könnte ihr ja auch etwas bieten, indem man zB sich sehr partnerschaftlich verhält, in schwierigen Situationen unterstützend ist, unterhaltsam ist und ganz allgemein bewirkt, dass der andere das Leben gemeinsam schöner findet.
Im übrigen, wenn die Frau viel selbst kann und auch ihr Leben gut selbst finanziert, sollte es doch eher als Kompliment aufgefasst werden, wenn man der Partner an ihrer Seite ist. Sie mag einen wahrscheinlich wirklich und nicht nur die materiellen oder praktischen Vorteile, die man einbringt.
 
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  • #26
AW: Wirken selbstbewusste Frauen auf Männer "abschreckend"?

Zitat von Heike:
Ja, ich fand seinen Beitrag auch gut. Aber daß ein Beitragender eine Definition gibt, heißt nicht, daß andere sie auch aufgreifen.
Es wäre absurd, wenn alle sich vorweg auf eine Definition einigen müßten. Aber der Diskussionskultur wäre es auch nicht schädlich, wenn man, wo es etwas gibt, worauf man aufbauen kann, auch darauf aufbaut.
In Maddibs Bestimmung kommt übrigens nicht vor, daß zur Stärke gehört, auch mal schwach zu sein, was einigen wichtig war. Kann man aber natürlich hinzufügen - auch wenn das womöglich nciht ganz paradoxiefrei geht.
Danke. Vollkommen richtig. Meine "Definition" war auch keineswegs allumfassend gemeint, sondern eher ein Denkanstoß ;-).
Ich würde sogar soweit gehen, dass das "Zeigen von Schwäche", das "vertrauensvolle Loslassen" vielleicht sogar die größte "Stärke" ist, die man zeigen kann. Denn dadurch zeigt man nicht selten sein Innerstes, seine Verletzlichkeit, seine "Fehler", eben den Teil seines Ichs, den man sonst eher versteckt und für sich behält.
Hierzu gehört viel Vertrauen zum Partner, der dann hoffentlich mit besonders viel Zuneigung und Verständnis reagiert.
Beide Seiten - das Zeigen seiner innersten Gefühle/"Schwächen" als auch das gegenseitige Verständnis für diese zeichnet für mich eine gesunde Psyche und somit auch einen "selbstbewussten"/"starken" Menschen aus - und eben nicht das Gegenteil.
Auf einen derart selbstbewussten und verständnisvollen Partner kann ich (auf-)bauen und im übrigen von diesem auch lernen.